Anforderung von Arbeitsbescheinigung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

gaterova

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eine Bekannte von mir lebt in einer Aufstocker BG
Sie hat bei ihrem neuen Job die Kündigung ( Kündigung ohne Begründung in der Probezeit) nach zwei Wochen bekommen.
Das Sie die Arbeitsbescheinigung beim Arbeitsamt (ALG 1) abgeben muss ist klar.
Jedoch hat sie vom Jobcenter ebenfalls die gleiche Bescheinigung bekommen mit folgender Begründung.

das JC schreibt: die allgemeine Rechtsgrundlage für das Anfordern sämtlicher Unterlagen, die für einen rechtmäßigen Vollzug des SGBII erforderlich sind, ist §§60 ff.SGBII.
Konkret verlangen wir eine Arbeitsbescheinigung unter anderem, um in Frage kommende Sanktionstatbestände prüfen zu können; der Vordruck enthält u.a. die Frage, ob Fehlverhalten des Arbeitnehmers Anlass für die Kündigung gegeben hat; eine solche Aussage ist ja regelmäßig einem knappen Kündigungsschreiben oder Aufhebungsvertrag generell nicht zu entnehmen.

Das SGBII sieht in § 57 auch eine entsprechende Auskunftspflicht der Arbeitgeber vor. Falls daher die leistungberechtigte Person bei der Vorlage dieser Unterlagen selbst nicht mitwirkt, fordert die Behörde im Einzelfall mit Verwaltungsakt den Vordruck direkt beim Arbeitgeber an. Angemerkt sei noch, dass §63 Abs. 1 Satz 1 SGB II die Möglichkeit des Bussgeldes, § 62 Nr. 2 SGB II die des Schadenersatzes gegen den Arbeitgeber vorsieht.

Da wir ein wenig verwundert sind diese Bescheinigung zweimal ausfüllen lassen zu müssen, posten wir dies hier.
 
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