Anamnesebogen unzulässig?

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Heiko1981

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Ein herzliches Hallo erstmal,

mein Problem lautet wie folgt.

Ich habe eine sechsmonatige Maßnahme (Berufspraktische Weiterbildung) aufgedrückt bekommen. Heute morgen war ich dann beim Bildungsträger um den Teilnehmervertrag unterzeichnen zu müssen. Im selben Atemzug drückte mir die gute Dame einen Anamnesebogen in die Hand, den ich zu "Ausbildungsbeginn" ausgefüllt mitbringen soll.
In diesem werden Dinge gefragt, von denen ich nicht überzeugt bin, für diese "Weiterbildung" nötig zu sein. Als Beispiele wären da
- Geburtsort
- Staatsangehörigkeit
- Konfession
- Familienstand
- Krankenkasse
- Verkehrsanbindung am Wohnort
- Führerschein
- besondere Interessen/Kenntnisse
-berufliche Ziele/wünsche et cetera et cetera...

Alles in allem nichts was ich verbergen wollen würde, aber es geht die doch trotz Bewerbungstraining überhaupt nichts an. Besonders mit dem schon beinahe witzigen Hintergrund, dass meine Schleichkatze, sorry, mein Fallmanager, weiß, dass ich im Oktober mein Studium an der ortsansässigen TU beginne, diese Maßnahme aber bis Ende Dezember gehen soll.

Also mal kurz gefasst, muss ich diesen exkrement ausfüllen und/oder gibt es einen Weg um die Maßnahme herumzukommen?

Vielen Dank schonmal im voraus
Heiko
 
E

ExitUser

Gast
Name und Adresse würden die von mir bekommen. Alles Andere geht die nichts an - würde ich mal mutmaßen.

Wie kannst Du eine Maßnahme machen wenn Du vor Beendigung selber ein Studium anfängst? Bist Du dann irgendwie transzendent unterwegs?



Ein herzliches Hallo erstmal,

mein Problem lautet wie folgt.

Ich habe eine sechsmonatige Maßnahme (Berufspraktische Weiterbildung) aufgedrückt bekommen. Heute morgen war ich dann beim Bildungsträger um den Teilnehmervertrag unterzeichnen zu müssen. Im selben Atemzug drückte mir die gute Dame einen Anamnesebogen in die Hand, den ich zu "Ausbildungsbeginn" ausgefüllt mitbringen soll.
In diesem werden Dinge gefragt, von denen ich nicht überzeugt bin, für diese "Weiterbildung" nötig zu sein. Als Beispiele wären da
- Geburtsort
- Staatsangehörigkeit
- Konfession
- Familienstand
- Krankenkasse
- Verkehrsanbindung am Wohnort
- Führerschein
- besondere Interessen/Kenntnisse
-berufliche Ziele/wünsche et cetera et cetera...

Alles in allem nichts was ich verbergen wollen würde, aber es geht die doch trotz Bewerbungstraining überhaupt nichts an. Besonders mit dem schon beinahe witzigen Hintergrund, dass meine Schleichkatze, sorry, mein Fallmanager, weiß, dass ich im Oktober mein Studium an der ortsansässigen TU beginne, diese Maßnahme aber bis Ende Dezember gehen soll.

Also mal kurz gefasst, muss ich diesen exkrement ausfüllen und/oder gibt es einen Weg um die Maßnahme herumzukommen?

Vielen Dank schonmal im voraus
Heiko
 

elemka

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Also mal kurz gefasst, muss ich diesen exkrement ausfüllen und/oder gibt es einen Weg um die Maßnahme herumzukommen?


Hallo Heiko,

selbstverständlich gibt es Wege, um die Maßnahme nicht anzutreten !!!
Ich kann in keinster Weise erkennen, welchen begründeten Zweck sie in Deinem Fall haben sollte. Dein "katzenschleichender FM" hat wohl nur eines im Sinn, nämlich den Druck, den er selbst von oben erhält ungefiltert an Dir auszulassen.
Wenn ich im Falle meiner Maßnahme nicht das Pech gehabt hätte, einem Privatvermittler anfangs auf den Leim zu gehen, ich hätte sie von Beginn an erst gar nicht angetreten. Siehe auch
Tagebuch einer 50plus-Maßnahme. Nicht wundern, habe das Tagebuch zwar auch hier veröffentlicht, aber dort liest es sich am Stück doch einfacher...:icon_smile:

In Deinem Fall ist ja schon ein erster Hinweis auf erfolgreiche Abwehr zur Maßnahme gegeben, wenn Dein Studium im Oktober bereits beginnt.
Im übrigen sollten diese Zwangsmaßnahmen, denn als etwas anderes betrachte ich sie nicht, nur dann "greifen", wenn sie wirklich Sinn machen.
In Deinem Fall ist das vergleichbar, als wenn man einem Abiturienten auffordern würde, doch noch mal die Grundschule zu besuchen- eine Frechheit !!!

Ich hoffe Du schilderst hier Dein Vorgehen und wehrst Dich entsprechend.

LG Lotar
 

rheinlaenderin

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Für eine detailliertere Datenerhebung und Situationsanalyse im Rahmen eines Profilings ist die Arge zuständig, nicht der Bildungsträger. Alle zur Durchführung der Maßnahme erforderlichen Daten werden ohnehin von der Arge an den Bildungsträger weitergeleitet, häufig nicht nur diese...

Solltest Du bei irgendwelchen Dingen vermuten, dass es zu Deinem Vorteil sein könnte, sie anzugeben, kannst Du das tun, aber aus meiner Sicht reichen Name und Anschrift.
 
E

ExitUser

Gast
In diesem werden Dinge gefragt, von denen ich nicht überzeugt bin, für diese "Weiterbildung" nötig zu sein. Als Beispiele wären da
- Geburtsort
- Staatsangehörigkeit
- Konfession
- Familienstand
- Krankenkasse
- Verkehrsanbindung am Wohnort
- Führerschein
- besondere Interessen/Kenntnisse
-berufliche Ziele/wünsche et cetera et cetera...

Sowas musste ich in "meiner" aktuellen Maßnahme (allerdings bei einem anderen Maßnahmeträger) auch ausfüllen. Bei mir wollten die sogar noch die Angabe der behandelnden Ärzte (Hausarzt, eventuell Psychologe etc) haben....*angeblich* um in einem Notfall den "passenden" Arzt zu rufen. Für wie blöd halten die einen eigentlich ? Ich hab mich bei den Angaben jedenfalls sehr bedeckt gehalten.
Für mich klingt so ein Bogen aus einer Mischung aus "Selbst-Profiling" und Personalbogen für die meist beim Maßnahmeträger angeschlossene Arbeitsvermittlung. Wobei einige der Fragen auch für eine Arbeitsvermittlung zu weit gehen. Mit meiner Krankenkasse z.B. kann der Maßnahmeträger nix anfangen (da Krankenscheine eh zur Arge gehen) und zur Arbeitsvermittlung ist diese Angabe auch unnötig.
 

Heiko1981

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Wow, vielen Dank erstmal für die Antworten.
Traszendetale Reisen lernen wir da vielleicht im Rahmen des Bewerbungstrainings, wer weiß;)
Ich denke auch, dass alles was an Angaben wichtig wäre für eine solche Maßnahme bei der ARGE einsichtig sein wird. Des Weiteren stehen ja auch Daten von Interesse in den Bewerbungsschreiben die ich mitbringen soll, also werde ich nichts weiter angeben.

Für eine Abwehr des ganzen ist es leider eine exkrement Situation, da ich mich erst anfang Juno um einen Studienplatz bewerben kann und es dann ja auch noch dauert bis die Bestätigung kommt. Ohne prahlen zu wollen, mit meinem 1,9er Schnitt gehe ich davon aus genommen zu werden. Dann läuft der Kurs schon.
Allerdings habe ich mal darüber geschlafen und mir gedacht, dass es nicht ganz falsch sein wird da mit zu machen, da ich ganz gespannt darauf bin wie scheiße sowas sein kann und wie oben von elemka angesprochen ein Tagebuch zu führen um aufzuzeigen wie Sinnlos diese Maßnahmen sein können.

Ein wenig Lust den sog. Dozenten da das Leben schwer zu machen habe ich auch muss ich gestehen, vielleicht ein wenig Übermut meinerseits aufgrund der Absehbaren Verweildauer, aber die sollen mich in Erinnerung behalten;)

Nochmals vielen Dank an alle!
 
E

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Ach so, Du verbuchst das unter Survivalerfahrung. Sag das doch gleich. Wir zerbrechen uns Deinen Kopf und Du machst Dir en Späßken...:icon_twisted:



Wow, vielen Dank erstmal für die Antworten.
Traszendetale Reisen lernen wir da vielleicht im Rahmen des Bewerbungstrainings, wer weiß;)
Ich denke auch, dass alles was an Angaben wichtig wäre für eine solche Maßnahme bei der ARGE einsichtig sein wird. Des Weiteren stehen ja auch Daten von Interesse in den Bewerbungsschreiben die ich mitbringen soll, also werde ich nichts weiter angeben.

Für eine Abwehr des ganzen ist es leider eine exkrement Situation, da ich mich erst anfang Juno um einen Studienplatz bewerben kann und es dann ja auch noch dauert bis die Bestätigung kommt. Ohne prahlen zu wollen, mit meinem 1,9er Schnitt gehe ich davon aus genommen zu werden. Dann läuft der Kurs schon.
Allerdings habe ich mal darüber geschlafen und mir gedacht, dass es nicht ganz falsch sein wird da mit zu machen, da ich ganz gespannt darauf bin wie scheiße sowas sein kann und wie oben von elemka angesprochen ein Tagebuch zu führen um aufzuzeigen wie Sinnlos diese Maßnahmen sein können.

Ein wenig Lust den sog. Dozenten da das Leben schwer zu machen habe ich auch muss ich gestehen, vielleicht ein wenig Übermut meinerseits aufgrund der Absehbaren Verweildauer, aber die sollen mich in Erinnerung behalten;)

Nochmals vielen Dank an alle!
 

Heiko1981

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Gott bewahre, einfach nur Spaß ist es sicher nicht!
Ich versuche nur das beste aus der Situation zu machen. Sanktionen halte ich finanziell nicht aus, selbst wenn es "nur" 10% wären. Und da ich bis zur Immatrikulation keinen Nachweis über die Richtigkeit meines Vorhabens habe, werde ich halt diesen Kurs machen.
Mich stört nur diese ewige Willkür und Ignoranz mit der man von der ARGE behandelt wird. Dieser permanete Generalverdacht, man würde sich Gelder erschleichen wollen, wäre ein ungebildeter Mensch ohne Interesse daran, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Halt dieses gelebte Klischee der ARGEN nervt mich tierisch um mal kurz zu untertreiben.
Diese Erfahrungen zu Dokumentieren halte ich für Sinnvoll, da es meiner Meinung nach zwingend erforderlich ist, dieses ständige und bewusste Fehlverhalten der ARGEN, und ich möchte betonen, dass ich hier noch einer der Glücklichen bin, öffentlich zu machen.
Menschen, die nie etwas mit dieser Institution zu schaffen hatten, können es meist nicht glauben, dass Schilderungen, wie hier im Forum zu finden, der Wirklichkeit entsprechen. (bestes Beispiel meine Eltern).
Daher habe ich die Hoffnung auf ein öffentliches Interesse an dem, ich möchte sagen, Schicksal, von ALG II Empfängern und dem rechtsfreien Raum in dem wir Leben, noch nicht völlig aufgegeben.
 

elemka

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Allerdings habe ich mal darüber geschlafen und mir gedacht, dass es nicht ganz falsch sein wird da mit zu machen, da ich ganz gespannt darauf bin wie scheiße sowas sein kann und wie oben von elemka angesprochen ein Tagebuch zu führen um aufzuzeigen wie Sinnlos diese Maßnahmen sein können.

Na, dann will ich mal hoffen, daß Du dort nicht bereits nach wenigen Wochen völlig zermürbt sein wirst. Ich hatte das Glück, daß wenigstens ein paar "wache Geister" zu mir standen und den Käse der AWO genauso beschissen fanden. Natürlich freut es mich, wenn meine Tagebuchform Nachahmung findet, so z.B. dort geschehen: Tagebuch einer Maßnahme "Zukunft mit Arbeit"

LG Lotar
 

Muzel

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Heiko, deine datenschutzrechtlichen Fragen sind berechtigt. Schicke das Schreiben der zuständigen Behörde zwecks Prüfung hin. Du musst nur wegen der Zuständigkeit aufpassen. Für die BA ist der Bund zuständig. Für die andere Stelle das Land. Dein Maßnahmenträger muss mit der Ausfüllung eben warten, bis der Datenschutz geprüft hat.
 

Heiko1981

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@Muzel Danke für die konkrete Antwort. Da der Bogen vom Maßnahmeträger stammt wird also der Datenschutz des Landes Nds. zuständig sein.

Habe mich auch schon versucht etwas schlauer zu machen und gefunden, dass das Datenschutzgesetz ein Verbotsgesetz mit Erlaubnisvorbehalt sei. Das heißt es ist alles Verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Und erlaubt ist es wenn man das Unterschreibt, also einer Datenerhebung zustimmt oder ein Gesetz/Rechtsvorschrift vorliegt.
In Kombination mit den §§ 394, 395 SGB III dürfte sich der Bogen somit von selbst erledigen.
Hätt ich vielleicht vorm Posten finden sollen...aber nochmals vielen Dank. Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine dasteht!
 

funix1

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Hallo
Warum müssen wir bei so was unseren lebenslauf abgeben die haben doch unsere daten in unserer Akte beim Arbeisamt.
Und was machen die nach abschluss der übung mit unseren Lebenslauf??
 
E

ExitUser

Gast
Hallo
Warum müssen wir bei so was unseren lebenslauf abgeben die haben doch unsere daten in unserer Akte beim Arbeisamt.
Und was machen die nach abschluss der übung mit unseren Lebenslauf??

Wie ich am 27.5. schon schrieb: Die meisten Maßnahmeträger betätigen sich nicht nur im Bereich Weiterbildung,sondern auch als privater Arbeitvermittler. Daß die Bewerbungsanschreiben/Lebenslauf der Teilnehmer behalten,legt die Vermutung nahe,daß sie zumindest letzteren bei potentiellen Arbeitgebern vorlegen und du quasi dann nur noch gesagt kriegst,wo du später zur Arbeit "anzutreten" hast. Hat irgendwie einen sehr faden Beigeschmack.
 
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