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Analphabetismus als geheimes Bildungsziel?

Smudo

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Es ist gespenstisch: Eine Mutter nutzt das Angebot der Grundschule ihrer Tochter zu einem Tag der offenen Tür und nimmt interessiert am Unterricht teil. Die junge, engagiert wirkende Lehrerin spricht über Tiere, fragt, welche Tiere die Kinder kennen, schreibt die Tierarten, die ihr zugerufen werden, an die Tafel. Und dann, die Mutter traut ihren Augen kaum, steht da, groß und deutlich: Tieger.

Und das Erstaunliche daran: Das war kein Fauxpas, keine einmalige Fehlleistung, wie sie vorkommen kann, sondern hatte System, war Konsequenz der Methode, mit der die junge Lehrerin selbst schreiben gelernt hatte: nach dem Gehör! Schreiben, wie man spricht, ohne dabei korrigiert zu werden - das könnte die Kinder traumatisieren -, wird schon seit geraumer Zeit praktiziert und zeitigt nun seine sichtbaren Erfolge: das Ende der Orthographie.
Schlechte Rechtschreibung: Analphabetismus als Ziel

Ein Beweis für den Fachkräftemangel?
 

dagobert1

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Analphabetismus als geheimes Bildungsziel?

Ja.
Wer nicht lesen kann, kann auch nicht Marx lesen.
 

hope40

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Also, ich hab die Rechtschreibung/Grammatik auch nich mit"loeffeln gefressen "aber , wenn ich manchmal die fehler in den (print) medien lese, laesst das nur einen schluss zu :

Entweder isses lieblos "hin gekliert "-und/oder die wissens nicht besser !

Naja, da gibts so einiges, ausser marx, was die breite masse nich lesen (und verstehn ) soll.....feuerstein/hegel zb., von daher koennte ich mir vorstelln, das Analphabetismus e "bildungsziel "is ! (Man kommt der sache ja naeher, bei den vielen, in der republik, die nicht ausreichend lesen/schreiben koennen )
 
E

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Gast
Das ist die Anlaut-Lern-Methode der Reformschule. Ohne das System hätte ich mich weit schwerer getan, die Förderung ging soweit das ich schon in der vierten Klasse stereotyp Englisch mitzulernte. Es war eine andere Zeit, die nicht von Kürzeln und IPhones und PCs bestimmt wurde. Auch die Kommunikation und Vermittlung mit den Eltern (in meinem Falle Großeltern) muß dafür stimmen.

Unbenanntes Dokument




http://www.zambomba.de/WebRoot/Store2/Shops/es601879/503D/0CA6/0242/5C85/F701/50ED/8960/0670/ABC-Plakat-00_m.jpg
Man lernt damit schon ganz gut, vor allem Legastheniker kommt es sehr entgegen. Ich habe selbst ab 1970 damit gelernt.
 

hope40

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"Lesen bildet "

der spruch ist nicht ohne weisheit !

ich denke, man sollte seine muttersprache erstmal korrekt lesen /schreiben lernen...was man dann, wenn mans kann, draus macht (ich schreib auch in "mundart ",kann aber richtig lesen /schreiben und bei "grossen"/wichtigen schriftstuecken lass ich mehrfach korrektur lesen von leuten, die "sattelfester"in Rechtschreibung/Grammatik sind...ich will mich ja nicht zum "kasper "machen....ein schriftstueck ist in meinen augen mein "aushaengeschild"/visitenkarte ")

Nur..um sich zu bilden, muss man eben richtig lesen/schreiben koennen , ansonsten sind (staendige)misserfolge, die nicht motivierend sind, vorprogrammiert und man ist /bleibt abhaengig (offenbar, bei den kuerzungen im bildungswesen, ein gewuenschtes ziel-abhaengige menschen zu generieren )
 

Anna B.

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Liebe/Lieber Hope,

wenn du ab und zu mal die Großschreibung berücksichtigen würdest, könnte man deine Texte besser lesen...

und auch dieses Einschieben von 2 Worten für ein und dasselbe...lass es lieber...es würde sich alles einfacher lesen...


Beispiel:

"aushaengeschild"/visitenkarte

Danke...

wir hatten in unserer Grundschule, in der mein Sohn war, einen Lehrer, der seine Grundschullehrer - Ausbildung wohl in Österreich gemacht hatte..

mit dem hab ich mich oft gezofft, weil er den Kindern Blödsinn beibrachte...

z.B. im Sachkundeunterricht ein völlig falsches Wappen der Gemeinde vorstellte...und die Kinder sollten erklären, was denn nun alles auf dem Gemeindewappen zu sehen wäre....unser Sohn meinte: das stimmt nicht, das gehört nicht zu unserem Ort...

der Lehrer :icon_motz:

mein Sohn::icon_mrgreen:

der Lehrer::icon_motz:

Mama::icon_motz:

und siehe da, es stellte sich heraus, dass er ein Wappen eines Schützenvereins aus einer 30 km entfernten Stadt genommen hat..
was den Lehrer dazu veranlaßt hat?..keine Ahnung...Unwissenheit vermutlich...

dann ging es um eine "Scherbe"...ein zerbrochenes Teil von einem Gefäß oder Glas...

der Lehrer bestand darauf, dass es sich um "den Scherben" handelte...

ich bestand darauf, dass es sich bei Glas, Spiegel, Porzellan um "die Scherbe" handelt....und lediglich bei Tongefäßen und im süddeutschen Raum um "den Tonscherben"...bzw. "Scherben"...

Duden | Scherben | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition

der bestand weiterhin darauf, dass auch eine Glasscherbe ein Scherben wäre..also männlich...

Da ich etliche Schulleiter und Lehrer kannte, bin ich natürlich auf "Forschungsreise" gegangen..und siehe da..ich hatte recht...

der Herr Grundschullehrer mußte dann seinen Unterricht komplett neu vorbereiten..

ist doch traurig, wenn selbst Lehrer nicht wissen, von was sie sprechen...
 
E

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Gast
Mußt du Wirtschaft studieren
und da kriegt man dann gelernt bekommen, wie man Marx richtig lesen tut?

Okay, ich glaub, ich hab mich falsch verschwurbelt. Was ich sagen tun wollte war:

Ich kann Marxen Zeug schon lesen (hab ich auch schon), aber ich kann's nicht verstehen.

Das läuft dann nämlich immer ungefährt so ab: ...... :icon_confused:...... :icon_kinn: ...... :icon_hmm: ...... :confused: ...... :icon_mued: ......

Und dann nehme ich doch wieder die Hörzu, weil die ist besser verständlich und hat mehr gute Bilder.

Und mal ehrlich: Wer so'n komischen Bart hat, bei wo dem stimmt was nicht. Sagte auch schon Kurt Beck!
 
E

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@ BT, dann denk halt in "Maus, "Apfel", "Raupe", Xylophon".

Irgendwie funktioniert`s zumindest bei mir. Wie gesagt: Bunte Knete im Kopf.
 

pinguin

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Falsche Grammatik wie auch unmögliche "Rechtschreibung" sind wohl zu einem großen Teil auch der Hetze und Oberflächlichkeit der heutigen Zeit geschuldet.

Dort, wo nur noch die Schnellsten gewinnen, werden sog. Schusselfehler leicht übersehen, die sich dann übrigens manifestieren, und die evtl. punktuell Sorgfältigeren haben die A.-Karte, weil sie durch "tausendfaches" Prüfen ihrer Ergebnisse letztlich langsamer sind.

Jede Gesellschaft erntet letztlich aber nur, was sie zuvor gesät hat oder zuließ, daß es gesät wurde.

Übrigens; für die Fähigkeit des Schreibens an sich sind die neuartigen Geräte alles andere, nur nicht förderlich.
 

libertad

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...

Und mal ehrlich: Wer so'n komischen Bart hat, bei wo dem stimmt was nicht. Sagte auch schon Kurt Beck!
Zu Marxens Zeit gab es noch kein Schillett superglide Rasierer, heute wär er sicherlich glatt wie ein Kinderpo!

und da kriegt man dann gelernt bekommen, wie man Marx richtig lesen tut?

Okay, ich glaub, ich hab mich falsch verschwurbelt. Was ich sagen tun wollte war:

Ich kann Marxen Zeug schon lesen (hab ich auch schon), aber ich kann's nicht verstehen.

Das läuft dann nämlich immer ungefährt so ab: ...... :icon_confused:...... :icon_kinn: ...... :icon_hmm: ...... :confused: ...... :icon_mued: ......
Es gibt Stellen bei Marx, die versteht kein anderer Wirtschaftsprof.,
da weiß keiner mit Sicherheit, was Marx gemeint hat.
Das ist ungefähr so wie mit den Einsteinschen Theorien.
Aber wie bei Einstein, gibt es auch bei Marx keinen ernsthaften Wissenschaftler, der die Marxschen Theorien entscheident widerlegt.
 
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Liebe/Lieber Hope,

wenn du ab und zu mal die Großschreibung berücksichtigen würdest, könnte man deine Texte besser lesen...
und auch dieses Einschieben von 2 Worten für ein und dasselbe...lass es lieber...es würde sich alles einfacher lesen...

Beispiel:

"aushaengeschild"/visitenkarte

Danke...

wir hatten in unserer Grundschule, in der mein Sohn war, einen Lehrer, der seine Grundschullehrer - Ausbildung wohl in Österreich gemacht hatte..

mit dem hab ich mich oft gezofft, weil er den Kindern Blödsinn beibrachte...

z.B. im Sachkundeunterricht ein völlig falsches Wappen der Gemeinde vorstellte...und die Kinder sollten erklären, was denn nun alles auf dem Gemeindewappen zu sehen wäre....unser Sohn meinte: das stimmt nicht, das gehört nicht zu unserem Ort...

der Lehrer :icon_motz:

mein Sohn::icon_mrgreen:

der Lehrer::icon_motz:

Mama::icon_motz:

und siehe da, es stellte sich heraus, dass er ein Wappen eines Schützenvereins aus einer 30 km entfernten Stadt genommen hat..
was den Lehrer dazu veranlaßt hat?..keine Ahnung...Unwissenheit vermutlich...

dann ging es um eine "Scherbe"...ein zerbrochenes Teil von einem Gefäß oder Glas...

der Lehrer bestand darauf, dass es sich um "den Scherben" handelte...

ich bestand darauf, dass es sich bei Glas, Spiegel, Porzellan um "die Scherbe" handelt....und lediglich bei Tongefäßen und im süddeutschen Raum um "den Tonscherben"...bzw. "Scherben"...

Duden | Scherben | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition

der bestand weiterhin darauf, dass auch eine Glasscherbe ein Scherben wäre..also männlich...

Da ich etliche Schulleiter und Lehrer kannte, bin ich natürlich auf "Forschungsreise" gegangen..und siehe da..ich hatte recht...

der Herr Grundschullehrer mußte dann seinen Unterricht komplett neu vorbereiten..

ist doch traurig, wenn selbst Lehrer nicht wissen, von was sie sprechen...
Absichtliches Vollzitat.

@Anna B., du hast dir viel Mühe gemacht mit der Kritik an @hope40's Schreibstil, aber ist dir eigentlich bewusst, wie schmerzhaft es ist, wenn man die Verwendung von Auslassungspunkten beherrscht, einen deiner Texte mit Unmengen von besagten Punkten zu lesen?

Oberlehrers Rat: Die beste Kritik ist die Selbstkritik. (Das gilt natürlich nicht für mich.)
 

ZynHH

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Gibt es ausser dem Analen noch einen Phabetismus?:icon_hihi:
 

Anna B.

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Danke! werd versuchen die Pünktchen nicht mehr zu setzen!:icon_mrgreen:
 

nightangel

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Lesen gefährdet die Dummheit!

Und wer will schon unsere Kinder gefährden......
 

hope40

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"Uebrigens; für die Fähigkeit des Schreibens an sich sind die neuartigen Geräte alles andere, nur nicht förderlich."
Kann man so nicht sagen.

ich geb zu, die handschrift wird wegen"nicht mehr so oft verwendet werden"ungeuebter, irgendwie steiffer, aber, das wars auch schon.

sicher, man muss schreiben(mit der hand )irgendwann mal gelernt haben .
 

hope40

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Ich finde, die bedeutung handgeschriebener zeilen ist anders geworden.
frueher war handgeschriebnes selbstverstaendlich, heute schreibe ich, nur noch guten freunden/nahestehenden per hand(und schicks nostalgisch mit der post ),fuer mich ein zeichen besonderen respekts der personen gegenueber, ich nehm mir die zeit, geb mir die muehe !

klar, kommuniziere ich auch per elektronische medien, is schnell/einfach...aber, besondere menschen verdienen besondere aufmerksamkeit (abhoersicher:biggrin::biggrin:)

Ich schreib aus prinzip auch mit fueller .
ich finde, mit fueller geschriebene zeilen haben was...die beste handschrift, mit kuli finde ich, wirds schon e bissel"luschig ", mit fueller muss man die buchstaben ausschreiben und ne feder schwingt.
 

Julchen68

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Das ist die Anlaut-Lern-Methode der Reformschule. Ohne das System hätte ich mich weit schwerer getan
Und mich hätte eine Lautlern-Methode völlig wahnsinnig gemacht.
Mein Gehirn kann sich nämlich sehr viel besser Bilder, Symbole und Zahlen merken. Ich sehe die Worte.

Meinem Verständnis nach sollten Lehrer ihre Schüler genau dort abholen, wo sie stehen. Und nicht mit totaler Gleichmachung überziehen.
Aber das würde ja Arbeit machen :icon_frown:

Ich habe mal aus Spaß einen Stenografiekurs belegt. Mit dem Deutschen hatte ich da keinerlei Probleme. Als dann ein Zusatzkurs für Englisch angeboten wurde, habe ich gedacht, daß das auch nicht schaden könne. ... Aber auweia, die haben die Wörter mit den deutschen Zeichen nach Aussprache schreiben lassen. War für mich ein so gut wie nicht zu bewältigendes Problem. Ich sah das englische Wort genau vor mir und mußte dann überlegen, welche deutschen Zeichen den Lauten am nächsten kämen. In der Zeit hätte ich das Wort zehnmal langhändig hingeschrieben gehabt. Eine völlig neue Einführung der tatsächlichen englischen Kurzschrift hätte mir nicht ansatzweise soviel Mühe gemacht.
 

Anna B.

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Die Gleichmachung beginnt doch schon in den Kita's....

wer weiß, wo wir in 20 oder 25 Jahren stehen, wenn die Kinder, die alle in Kita's waren (und gleich gemacht wurden) in Beruf und Studium gehen...
 
E

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@ Julchen68,

ich bin selbst Legasthenikerin, da hat es mir geholfen. Ich musste schon in der ersten Klasse die Schule wechseln, weil in der ersten wo ich eigentlich eingeschult wurde kaum Verständnis herrschte was das überhaupt ist. Ich denk heut noch manchmal in Farbe oder Bildern, Wichteln, Blumen, wenn ich mir nicht sicher bin warum der PC alles rot unterstreicht. Das ist allerdings schön am Medium PC, Rechtschreibekorrektur. Nur wenn ich mal wieder ganze Wörter vergesse ist es halt nicht so dolle.....:icon_hihi:
 

Julchen68

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Ich will ja nur darauf hinaus, daß es diese grundlegenden Unterschiede gibt.

Was mich aber am allermeisten ärgert, ist der Umstand, daß es offensichtlich Tests gibt, mit denen man festgestellt hat (oder festgestellt haben will), wievielen Prozent diese oder jene Methode "hilft".

Anstatt aber genau diese Feststellung, welcher "Hilfe"-Fall im einzelnen vorliegt, selbst als Ergebnis zu werten, rechnet man so lange daran rum bis man meint, all den Kram auf eine einzige seligmachende Lehrmethode eingestampft zu haben.
Was spräche dagegen, die Tests schlichtweg dazu einzusetzen, die Schüler entsprechend einzuteilen? Wahrscheinlich gar nichts, außer das mißgeleitete Verständnis des Lehrberufs.
Es muß ja schon als Riesenfortschritt bezeichnet werden, daß man vom Umlernen der Linkshänder weggekommen ist (ein gleichaltriges entferntes Familienmitglied hat man damit meschugge gemacht). Aber bei anderen Bereichen ("Symbol"/"Laut"-orientierte Gehirn-"Verdrahtung") verhält man sich immer noch so idiotisch.
Ich könnte echt :icon_motz:
(Und das, obwohl mir die damals vorherrschende Methode sehr entgegenkam.)
 
E

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Das denke ich auch, es müsste wirklich einzeln getestet werden, statt alle zu normieren. Da hackt es meist schon. Es sollen so viele wie möglich bitte nach der kleinsten Norm in einer bestimmten Zeit durch den Lehrplan geschleust werden. Die einen überfordert die andern gelangweilt. Das Endergebnis ist dann zynischerweise wieder ein insgesamt bescheidener Durchschnitt. So kommt es mir vor. Meine jüngste Nichte findet allerdings meine alte Elfen ABC Tafel und den "Wichtelkasten" total spitze. Die wird das aber mal nicht brauchen :wink:.
 

nightangel

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Wir hatten damals auch einen Leghasteniker in der Klasse. Der hat dann mit anderen der Schule zusätzlichen Leghasteniker Unterricht gekriegt. Aber sonst alles ganz normal mit uns zusammen gelernt. Und hatte in einigen Fächern sogar bessere Noten als die meisten anderen.
Der kam damit sehr gut zurecht war auch lange Klassensprecher und am Ende noch Schulsprecher.
Hat anschliessend auch Einzelhandelskaufmann gelernt.
Diese Schüler wurden halt zustätzlich gefördert und das war auch gut so.

So falsch war das alte System also garnicht, man hätte es nur weiter auf andere Bereiche ausbauen sollen, dann wäre auch vielen anderen geholfen worden.

Meine Nichte z.b. hat auch vor der Schule schon von sich aus angefangen mit lesen und die ersten Buchstaben zu schreiben. Als meine Schwester dann vor der Einschulung ein Gespräch mit der Schule hatte kam sie solle ihre Tochter doch bremsen damit sonst würde sie sich nachher in der Schule langweilen weil sie ja schon einiges könne.
Meine Schwester hat denen daraufhin nur den Vogel gezeigt und gemeint wenn ihr Kind da Spass dran hat und dass feiwillig macht werde sie sie auf keinen Fall bremsen und wenn sie sich von alleine eine Zeitung schnappt und versucht die Überschriften zu lesen oder nach zu schreiben dann soll sie das machen.
Ich denke auch, Kinder sollten nicht gebremst werden sondern gefördert. Es sind halt nicht alle gleich, jedes Kind ist anders aber keines ist von Natur aus dumm. Das eine lernt schneller, das andere langsamer, und jedes auf seine eigene Art.
 

hartz5

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Waren das nicht eher Legastheniker ???

Was mir sauer aufstösst ist die "neue" Rechtschreibung und die damit verbundenen "Auslegungsvarianten"....

Wenn ich noch dran denke, wieviel Wert während meiner Schulzeit auf Rechtschreibung gelegt wurde und mir dann ansehe, wie die Lehrerin meines Sohnes sich aufgeregt hat, wieviel Arbeit sie damit hat, Aufsätze auch noch auf Rechtschreibung prüfen zu müssen....:icon_motz:
 

Julchen68

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Meine Schwester hat denen daraufhin nur den Vogel gezeigt
Die einzige intelligente Antwort auf so einen Unsinn...
Ernsthaft ... welches Berufsverständnis haben diese Leute eigentlich? :icon_neutral:

Mit mir hat man im Gegensatz dazu im Kindergarten einen Test gemacht und dann wurde ich mit Sonderregelung (da Geburtsdatum ein paar Tage nach dem "Stichtag") mit bereits 5 Jahren eingeschult.
Ich glaub die wollten mich loswerden :icon_mrgreen:
 

Lecarior

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Die These, dass Analphabetismus politisch gewollt ist, hat schon etwas für sich. Sieht man sich den letzten Bildungsmonitor an, dann stehen auch in Sachen Lesekompetenz wieder die konservativen Bundesländer tendenziell besser dar als die eher linken Bundesländer. Die grundlegenden Kulturtechniken sind die Basis für eine weitergehende Bildung. Wer bereits dort scheitert, bringt es zu nichts. Diese Menschen werden eher die Parteien wählen, die ihnen großzügige Sozialleistungen versprechen.

Außerdem dürfte funktionaler Analphabetismus dem linken Antiintellektualismus entsprechen. Gesehen hat man diesen in Kambodscha unter den Roten Khmern, die fast alle Intellektuellen des Landes ermordet haben. Als "intellektuell" galt man bereits, wenn man eine Brille trug oder lesen konnte. Soweit sind wir in Deutschland zum Glück (noch) nicht.
 

Hexe45

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, Sieht man sich den letzten Bildungsmonitor an, dann stehen auch in Sachen Lesekompetenz wieder die konservativen Bundesländer tendenziel,....
Bei allem Respekt aber als Medizinerin und Naturwissenschaftlerin -gehe ich über diese Brücke nicht mit.

Unser Bildungssythem ist nicht mehr zeitgemäß, egal in welchem Bundesland.
Das wir heute Exprotweltmeister sind, liegt auch an unserem Bildungssysthem der 70iger und 80 iger, aber heute ist es für mich so marode wie die Hubschrauber der BW.
Unser Bildungssythem verdient Zensuren zwischen 5 und 6. Ich weiß nicht ob es klug ist, die Länder gegeneinander auszuspielen.

NRW hat eine 6- und Bayern eine 6+, ich weiß nicht ob die Bayern so drüber jubeln sollten.

Wir geraten ins Hintertreffen, das ist die Gefahr die ich sehe.
Wir brauchen zB keine Handvoll Eliteunis während man die andern Unis verkommen läßt.

Unser Bildungssythem braucht echte Reformen,egal in welchem Bundesland.

Und was Pisa anbelangt, fragt mal eure Töchter, Söhne, Nichten usw. wie bei Pisa getrickst wird.
 

Don Vittorio

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Unser Bildungssythem ist nicht mehr zeitgemäß, egal in welchem Bundesland.
Das ist eine Verallgemeinerung.Es gibt noch ein paar Lichtblicke.
Kleines Beispiel gefällig ?

Im jüngsten Ranking des britischen Magazins „Times Higher Education“ schneidet die Universität Ulm hervorragend ab: Unter den jungen Hochschulen, deren Gründung weniger als 50 Jahre zurückliegt, belegt die Ulmer Universität Opens external link in new windowRang 16 weltweit – und ist somit die beste Hochschule Deutschlands. In der Kategorie "Teaching" ist die Universität Ulm sogar auf Platz 1 in Deutschland, auf Platz 3 europaweit und auf Platz 7 weltweit.

In der Kategorie "Teaching" wurden insbesondere die Betreuung der Studierenden und Doktoranden durch die Dozenten, das hohe Niveau in der Lehre und das insgesamt ausgezeichnete Lernumfeld an der Universität Ulm positiv bewertet.
Ranking*-*Universität Ulm

Das Problem ist die Finanzierung im Bildungsbereich bei Schulen und Unis.
Da wird auf Kosten der Jugend auf Teufel komm raus gespart,teilweise sind auch die Gebäude fast schon Baufällig,von den Ausstattungen mit Geräten usw.garnicht zu reden.Das ist ein ganz krasser Fall von Totsparen,denn damit werden falsche Weichen in Richtung Zukunft gestellt.
Da sind uns die USA Meilenweit voraus,was die Finanziellen Ausstattungen der Unis angeht,allerdings auch mit dem Nachteil,dass ein Studium richtig Geld kostet und Menschen ohne guten Finanziellen Background auf Stipendien angewiesen sind.
Und in Asien werden die Schulen und Universitäten mit Geld teilweise zugepflastert,weil man dort den Wert einer guten Bildung kennt und nicht wie in Deutschland durch die Politik vernachlässigt,um lieber notleidende Länder und Banken zu finanzieren.
Dafür herrscht dort inzwischen auf Kinder und Jugendliche eine hohe Anspruchshaltung seitens der Eltern und ein imenser Druck lastet auf ihnen,der zu Krankheit und sogar zum Suizid führen kann.
Die Zukunft in 2-3 Jahrzehnten wird große Veränderungen bringen,auch ausgelöst durch das jeweilige Bildungswesen.
 

roterhusar

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es ist nicht so wichtig, ob es Mus oder Muß heißt oder laut dem Bericht bzw laut des Berichts. Aber dass die politische Gewalt immer noch aus den Gewehrläufen kommt, sollte jedes Kind in der Schule lernen,
 
E

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Die These, dass Analphabetismus politisch gewollt ist, hat schon etwas für sich.
:eek: Und das von dir als Beamter! Da will ich als einfacher Angestellter den Staat doch mal in Schutz nehmen. Ich bin zwar überzeugt, dass die Bildungs- und Sozialpolitik in diesem Land suboptimal ist, möchte aber doch mal festhalten, dass von gewolltem Analphabetismus wohl keine Rede sein kann. Denn der Staat tut unglaublich viel für Bildung.

Er investiert hunderte Milliarden da hinein. Es hapert indes an der Verteilung. Sicher wird in den Medien oft ein anderes Bild verbreitet, aber wir haben seit den 1950er Jahren eine gigantische Bildungsexplosion in diesem Land erfahren. Die Schüler werden eben nicht dümmer. Im Gegenteil: Wir werden alle immer intelligenter. So paradox es klingt, führt das Mehr an Bildung, was wir heute haben, aber zu einer Prekarisierung auf dem Arbeitsmarkt, wie es Heinz Bunde hier gut beschreibt. Er erklärt:

"Bildung ist insofern ein teuflisches Gut, als die Bildungsrendite, wie die Bildungsökonomen sich ausdrücken, mit der Erweiterung der Bildungsbeteiligung sinkt. Das ist ein Gesetz, das muss man sich vor Augen führen, also zu meiner Zeit haben vielleicht noch sieben bis zehn Prozent eines Jahrgangs Abitur gemacht. Heute machen etwa 40 Prozent eines Jahrgangs Abitur, also erwerben die Hochschulberechtigung. Damit ist das Abitur natürlich weniger wert."

Wenn immer mehr Menschen formal besser gebildet sind, wird Bildung entwertet. Es kann aber nicht das Ziel sein, ein Mehr an Bildung für alle zu verhindern. Man muss nur eben wissen, dass Bildung längst keinen Erfolg mehr garantiert. Gleichwohl gilt: Nicht nur ist die Zahl derjenigen, die eine Studiumsberechtigung erlangen, in diesem Land kontinuierlich gestiegen (siehe z.B. hier), auch sind die Bildungsausgaben des Bundes kontinuierlich gestiegen (siehe z.B. hier).

Ohne Zweifel haben wir aber ein Verteilungsproblem: Sowohl im Bereich Bildung als bei der Finanzierung der Bildung haben wir eine gewaltige Spreizung nach dem Matthäus-Prinzip. Bei den Kleinen (Kita, Vorschule, Grundschule) und bei den "sozialen Randgruppen" tut der Staat noch immer zu wenig (und zu spät), bei den Großen (an den Hochschulen) tut er wesentlich mehr, aber immer noch nicht genug.

Das wirkt sich bei denen, die kein förderliches Elternhaus haben, doppelt benachteiligend aus. Denn die haben gegen Kindern von Mittelschichtsfamilien, die in der Regel gut gefördert werden, keine Chance auf dem umkämpften Arbeitsmarkt. Kurz gesagt: Die nicht so Gebildeten brauchen einen starken Staat, damit sie bzw. ihre Kinder zu Gebildeten werden (können). Zynisch ist nur, dass nicht wenige formal bereits Hochgebildete, insbesondere AfD- und FDP-Anhänger, genau daran wenig Interesse haben, den sie züchteten ihren eigenen Kindern ja Konkurrenz heran.

Sieht man sich den letzten Bildungsmonitor an, dann stehen auch in Sachen Lesekompetenz wieder die konservativen Bundesländer tendenziell besser dar als die eher linken Bundesländer.
So ist es wohl. Bildung geht nicht ohne Anstrengung. Sie geht aber auch dann nur schwerlich, wenn man bei denen, die kein bildungsaffines Elternhaus im Rücken haben, nicht endlich viel stärker fördert. Vor diesem Hintergrund ist es irre, dass die Grundschullehrerin in einer Brennpunktschule wesentlich weniger verdient als der Studienrat am Gymnasium. Von dem Bisschen, was Erzieherinnen verdienen, die einen noch viel früheren Einfluss auf die Bildungsneigung eines Kindes ausüben können, mal ganz abgesehen. Sehr gut ist das Problem der zu späten Förderung derer, die es am nötigsten haben, in diesem Buch beschrieben.

Die grundlegenden Kulturtechniken sind die Basis für eine weitergehende Bildung.
Zumindest ist das so, wenn man ein an der Aufklärung orientiertes Bildungsverständnis wie unseres an den Tag legt. Eine Bildung im Sinne von Weisheit kann man allerdings durchaus auch erlangen, ohne Lesen und Schreiben zu können. Siehe Weisheit.

Wer bereits dort scheitert, bringt es zu nichts. Diese Menschen werden eher die Parteien wählen, die ihnen großzügige Sozialleistungen versprechen.
Nein, die wählen gar nicht. Denn sie können den Namen der Partei ja gar nicht lesen! Aber ernsthaft: Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass die an Bildung gescheiterten eher die Parteien wählen, die ihnen großzügige Sozialleistungen versprechen. Die wählen statistisch gesehen entweder gar nicht, oder sie wählen populistisch, wobei das mitnichten die Partei sein muss, die die meisten Sozialleistungen im Programm hat. Es kann auch die Partei sein, die Ängste schürt, Ressentiments aufgreift und einfache Lösungen für komplexe Probleme verspricht.

Die AfD ist dafür ein gutes Beispiel. Die vereint Professoren genauso wie Protestwähler unter ihren derzeitigen Anhängern. Da kann man nicht sagen, dass die nur von Dummen oder Klugen gewählt wird. Es ist beides! Bei der Partei DIE LINKE ist es genauso, wie man z.B. hier nachlesen kann. Man schaue beispielhaft auch mal hier.

An der Partei DIE LINKE ist besonders interessant, dass die in der öffentlichen Wahrnehmung oft mit "Unterschicht" oder "Anti-Akademikertum" assoziiert wird. Dies ist indes eine völlige Fehlassoziation, wenn man sich mal vergegenwärtigt, dass sich unter den Anhängern der Linken zwar in der Tat viele Geringqualifizierte finden (auf die CDU-Klientel trifft das übrigens auch zu!), dass es bei den Linken - anders als bei der CDU - eben aber auch überdurchschnittlich viele Hochqualifizierte gibt.

Außerdem dürfte funktionaler Analphabetismus dem linken Antiintellektualismus entsprechen.
Auch das ist so nicht per se korrekt. Die meisten Intellektuellen würden sich selbst eher dem linken oder sozialliberalen Lager zurechnen. Einen "Antiintellektualismus" verfolgen allenfalls die Kommunisten und Stalinisten. Beides kann man aber wohl kaum mit links sein gleichsetzen, denn es handelt sich um Extreme. Und die militante Rechte hat für Intellektuelle und „Schwätzer“ nicht weniger Verachtung übrig. Nicht von ungefähr sprachen die Nazis verächtlich von der „sogenannten jüdischen Wissenschaft“.

Rein prozentual gesehen war die Fraktion DIE LINKE im Jahr 2011 übrigens (nach Abzug der Plagiate diverser FDP-Politiker) hinter der CDU die Partei mit den meisten Promovierten im Bundestag! Siehe z.B. hier. Die CDU kam auf 22% Doktoren, DIE LINKE brachte es auf eine 17% Doktor-Quote, die SPD auf 14% und die Grünen auf 13%.

Gesehen hat man diesen in Kambodscha unter den Roten Khmern, die fast alle Intellektuellen des Landes ermordet haben. Als "intellektuell" galt man bereits, wenn man eine Brille trug oder lesen konnte. Soweit sind wir in Deutschland zum Glück (noch) nicht.
Das ist aber kein "linkes" Verbrechen gewesen, sondern ein ideologisches. Die Nazis waren nicht besser. Hitler ließ 1939 nach dem Überfall auf Polen tausende Professoren und Gelehrte in Polen ermorden. Siehe z.B. hier. Das Problem ist nicht links sein oder rechts sein, sondern: extrem sein, also ideologisch verblendet sein!

Gemäßigte Linke und Rechte sind unschädlich, die bilden das normale demokratische Spektrum ab. Gefährlich sind allein die Ideologen. Denn eine Ideologie ist per se Intellektuellenfeindlich (und oft auch menschenfeindlich), weil Intellekt, Bildung und Freiheit Nachdenken ermöglichen. Und eben das gilt es zu vermeiden, wenn man eine Diktatur erhalten will.

Dabei ist es egal, ob es sich um eine stalinistische, einer nationalsozialistische oder eine religiöse Ideologie handelt. Nicht der linke oder rechte Glaube ist das Problem, sondern fanatischer Glaube insgesamt. Was das angeht, steht der Linksextremist dem Rechtsextremist in nichts nach: Beide sind ungebildete Menschenfeinde.
 
E

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ich war auch enttäuscht, als ich nach Jahren mal meine alten Berufsschulunterlagen durchlas - gerade im Fach Deutsch - welche Fehler da übersehen wurden ... traurig..

Falls es noch nicht bekannt ist:

das Alfa-Telefon, für Analphabeten: Alfa Telefon - Schreib dich nicht ab. Lern lesen und schreiben!

0800-53 33 44 55

andererseits: ist Rechtschreibung nicht was Mensch-Gemachtes? Hauptsache man versteht sich?

Ichh LIebe Tich sagt doch genauso viel aus wie Ich liebe dich???

PS:

ich-will-lernden.de

http://www.ich-will-lernen.de/ (mit Audio für Analphabeten :) )

also - A. vielleicht doch kein Ziel, weil es Angebote gegen A. gibt? Aber A. als weiterer Wirtschaftszweig um Kurse und Seminare kostspielig anbieten zu können?? Ich-will-lernen.de ist allerdings ein kostenloses Angebot, beinhaltet Lernübungen, nicht nur lesen und schreiben auch rechnen :)
 

Julchen68

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andererseits: ist Rechtschreibung nicht was Mensch-Gemachtes? Hauptsache man versteht sich?
Das kommt drauf an, auf welchem Level man dieses Verständnis erreichen möchte.
Soll heißen: Möchte man nur schlicht überlebens/alltagstauglich sein oder möchte man umfassende Zusammenhänge (wie z.B. eben einen längeren Forumbeitrag) so ausformulieren können, daß die Leser nicht lange Hieroglyphen entziffern, sondern direkt zur Aufnahme des Inhaltes schreiten können?

Sprachliche und schriftliche Konventionen mögen dynamisch gewachsen sein, aber sie stellen einen "Code" dar, dessen gemeinsame Verwendung das zeitgenössische Gegenüber in die Lage veretzen soll, den Sinn mit kleinstmöglichem Aufwand zu erfassen.
Ob man nun Delphin oder Delfin schreibt ... geschenkt. Aber bei wenn es mehrere Worte mit gleichartiger Aussprache gibt, so kann es geradezu sinnentstellend sein, wenn man die falschen Buchstaben erwischt ... wie z.B. "gemoppt". Wurde da einem der Feudel um die Ohren gehauen oder was? :icon_mrgreen:


Ich habe in Foren bisher übrigens immer wieder festgestellt, daß gerade Leute mit tatsächlicher Rechtschreibschwäche es möglichst zu vermeiden suchen, ihr Problem auf den Leser anzuwälzen. Das fängt bei Softwarehilfen an und geht sogar so weit, daß man kurz jemand anderes vor dem Abschicken drüberschauen läßt, WEIL man verstanden werden möchte.
 
E

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...Grad hier im Forum gibt es seeehr viele, die sich mit Vorliebe an Legasthenie abreagieren, zumindest meine Erfahrungen seit 2007.
 
E

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Hallo Julchen68,

gute Erklärung, finde ich :)

@Frettchen: Was meinst du mit "sich Abreagieren an Legasthenie"?


lg
 

pinguin

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Das kommt drauf an, auf welchem Level man dieses Verständnis erreichen möchte.
Ja, und hier darf man bzw. sollte man die Verständigung zwischen den Völkern beachten, für die eine Fremdsprache oft eh schon schwierig ist.

Ein großes Problem sind hier die neuen Medien und punktuell auch alte Medien, wenn die von Leuten programmiert bzw. gestaltet werden, die ihrereseits bspw. schon fehlerhafte Wörter gelernt haben.

Ach, ja, und diese unsäglichen Rechtschreibreformen. Auch das sorgt für unterschiedlich geschriebene oder formulierte Sätze; auch schafft es bei jenen Heranwachsenden, inkl. aller ausländischen Mitbürger, für die Deutsch eine Fremdsprache ist, die sich etwas eingehender mit der eigenen Sprache befassen wollen, evtl. für Unsicherheiten. Als evtl. Erschwernis kommt noch manch' unmögliche Silbentrennung dazu.

Die deutschsprachigen Länder gehen zu lasch mit ihrer Sprache um. Obwohl man erkennen darf, daß Deutsch, bei Beachtung der Historie, eh einem beständigen Wandel zu unterliegen scheint.

Und gerade hier muß jede Politik sehr aufpassen, denn gerade eine einheitliche Schrift eint. Jede offizielle Änderung scheint auch zu bedeuten, daß man mit denen davor nichts zu tun haben möchte.

Sütterlin bspw. könnte schon heute fast keiner mehr lesen oder schreiben; von noch älteren Schreib- oder Wortformen ganz zu schweigen.
 
E

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@ Universalgenie,

hier kommt der geflügelte Satz: "Gehen die Argumente aus, kommt die Rechtschreibkeule", incl. der Implikation von Dummheit, sonstig arrogant Gelabbere.
 

Julchen68

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Sütterlin bspw. könnte schon heute fast keiner mehr lesen oder schreiben; von noch älteren Schreib- oder Wortformen ganz zu schweigen.
Weshalb ich explizit von zeitgenössischer Kommunikation schrieb.
Was in 100 Jahren Forscher aus den Archiven graben, kann ziemlich egal sein. Die werden dafür bezahlt, den Kram zu entziffern :icon_mrgreen:

Ich bekomm Sütterlin übrigens noch eben so auf die Reihe. Aus Gründen privaten Interesses. Und alte Dokumente (100-200 Jahre) sind gar nicht mal so unverständlich wie vieles, was heutzutage in Foren etc hineingezwitschert wird.
Geht man allerdings 400 Jahre zurück (wie z.B die Mathefibel von Adam Riese) dann wird auch schon der Satzbau ein wenig anstrengender.

Aber egal. Hier geht's um die kurzfristige moderne Kommunikation.
 

hope40

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Post 36 von @burns torn...auf den punkt!!






:danke:
 

Roter Bock

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Was ganz vergessen wird in der Diskussion, sind die Eltern. Ich habe (auch aktuell) vereinzelt Jugendliche kennengelernt, die sehr strukturiert und korrekt schreiben können.

Bohrt man da mal nach, kommt heraus das die Eltern "Buchaffin" sind, der Fernsehkonsum der Kinder kontrolliert wird und es keine unkontrollierten Computerzugänge für den Nachwuchs gibt.

Es gab bei mir an der Schule Lehrer, die uns beigebracht haben eine Bibliothek zu benutzen. Das mussten wir auch, um in der Oberstufe unser Pensum zu schaffen.

Heute wird "Google" angeworfen und zig Seiten sind mit Werbeeinblendungen gewürzt, die schnell mal den Kopf Amok laufen lassen. Eine Reizüberflutung die nicht kanalisiert wird von den Eltern.

Manchmal muss auf die Wurzeln zurückgehen, um vorwärts zu kommen.

Roter Bock
 
E

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Gast
Ergänzend zu der Post + 36 von @ Burns Torn noch folgender Gedanke:

Die Bildungsreformen liegen seit den 1970-Jahren aufgrund der leeren, öffentlichen Kassen danieder! Bildungsreform ? Wikipedia
Konservative Kritiker warfen den Reformen vor, die Bildungsexpansion auf Kosten der Leistungen voranzutreiben („Bildungsinflation“). Linke stellten ernüchtert fest, dass sie den benachteiligten Unterschichtkindern am wenigsten genutzt hatten. Mit der zunehmenden Zahl von Migrantenkindern stellten sich auch viele Fragen an ein integratives Schulsystem ganz anders.

Bildung kann nicht allein durch den Staat gewährleistet werden, denn die Heranführung an Bildung fängt schon im Kindergartenalter durch Vorlesen und das Interesse an Bildung wecken an!

Wenn das Elternhaus diese Erziehungsarbeit nicht leisten kann, muss der Staat sich verstärkt einbringen. Das Bildungssystem von Schweden zeigt den richtigen Weg. Referenz: http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/bildungsmisere-heute-hauptschueler-fuer-immer-unterschicht-a-584417.html

Referenz: Bildungssystem in Schweden ? Wikipedia
Laut OECD legten im Jahr 2005 38 % eines Jahrgangs ein Hochschulstudium ab. In Deutschland betrug die Rate im gleichen Zeitraum 20 %. Dabei liegt das Lebensalter, in dem der erste Hochschulabschluss erreicht wird, in Schweden zwischen 23 und 26 Jahren, in Deutschland zwischen 25 und 26 Jahren.[38]
Bei den geschlechtsspezifischen Leistungsdifferenzen zeichnet sich in Schweden ein vergleichsweise homogenes Bild. Die folgende Tabelle zeigt den Punkteunterschied zwischen Jungen und Mädchen im jeweiligen Testbereich. Bei einem positiven Ergebnis schnitten die Jungen besser ab, bei einem negativen die Mädchen. Mit * sind die Zahlen markiert, die die OECD als signifikante Unterschiede bezeichnet:
Bildungssystem in Schweden ? Wikipedia

Auch die Bafög-Reform schließt viele Studienwillige vom Hochschulstudium aus, weil Studierende während des Studiums einen riesigen Schuldenberg anhäufen und es fraglich ist, ob dieser jemals zurückgezahlt werden kann. (thema Fachkräftemangel) Und weil es nicht mehr möglich ist, sich das Studium durch einen Nebenjob zu finanzieren.

An den Universitäten stöhnen Professoren und Studierende unter der Hochschulreform: Hochschulreform - Zeit der Korrekturen - Karriere - Süddeutsche.de
"Wir brauchen Teilzeit-Studiengänge und Stipendien"

Ein Biologie-Bachelor nur für Reiche? Auch Professor Melkonian weiß, dass dies keine Lösung sein kann. Deshalb arbeitet er daran, die Beratung und Unterstützung gerade in den ersten Semestern zu verbessern. Auch der Prüfungsdruck soll abnehmen. Stehen bisher schon zu Studienbeginn alle Termine für Prüfungen fest, sollen vom Wintersemester an alle Studenten selbst entscheiden dürfen, wann sie zum Test antreten wollen. "Die Probleme der jungen Leute werden damit aber nicht gelöst sein", sagt Melkonian, "wir brauchen Teilzeit-Studiengänge und Stipendien."
So bleibt unterm Strich ein negatives Vorzeichen!
 

pinguin

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Weshalb ich explizit von zeitgenössischer Kommunikation schrieb.
Wo? Hab' ich dann wohl überlesen.

Ich bekomm Sütterlin übrigens noch eben so auf die Reihe. Aus Gründen privaten Interesses.
Genealogie? Ist ja fast der einzige Bereich, wo man alte Schriften aktiv benötigt; bspw. sind handschriftliche Kirchenbücher in Sütterlin oder älteren Schreibstilen mit der individuellen Note des damals Schreibenden kaum zu lesen, oft aber die einzigen weiterführenden Dokumente.

Und alte Dokumente (100-200 Jahre) sind gar nicht mal so unverständlich wie vieles,
Wenn man sie lesen kann; nicht alles wurde mit lateinischen Buchstaben geschrieben.
 
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Gast
...Grad hier im Forum gibt es seeehr viele, die sich mit Vorliebe an Legasthenie abreagieren, zumindest meine Erfahrungen seit 2007.
Es kommt leider in so ziemlich allen Foren vor, dass manche Leute meinen, andere auf ihre schlechte Rechtschreibung oder Grammatik hinweisen zu müssen. Sowas zu tun finde ich ehrlich gesagt unter aller Sau. Denn das gute an Foren ist ja gerade - oder besser: sollte sein -, dass jeder etwas schreiben kann, egal ob gebildet oder nicht, egal ob mit super Rechtschreibung gesegnet oder nicht.

Insofern sind Foren demokratieförderlich, weil auch die, die sonst kaum gehört werden, eine Stimme bekommen. Ich empfinde es daher auch als wirklich mies, wenn hier auf Leute eingedroschen wird, weil die sich schlecht ausdrücken oder weil deren Texte vor Rechtschreibfehlern strotzen. Denn wenn man Menschen durch Kritik oder Auslachen quasi vom Posten ausschließt, weil die kein gutes Deutsch beherrschen, nimmt man ihnen ihre Stimme.

Demokratie geht anders. Von daher ist es wirklich nicht schöne, wenn manche Leute über jene herziehen, die schlecht schreiben. Außerdem: Mit der Zeit wird das Schreiben oft ja besser! Übung macht den Meister. Wenn man hier aber ausgelacht oder ermahnt wird, war es das ganz schnell mit der Übung. Und das kann kaum das Ziel sein. Insofern meine ich: Jeda sol schreibn, wiie er/sieh mak, solan man's lesen kan!
 

Julchen68

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Hier
einen "Code" dar, dessen gemeinsame Verwendung das zeitgenössische Gegenüber in die Lage veretzen soll, den Sinn mit kleinstmöglichem Aufwand zu erfassen.
Genau .

Wenn man sie lesen kann; nicht alles wurde mit lateinischen Buchstaben geschrieben.
Alte Dokumente sind ja auch säuberlich gedruckte Zeitungen und Bücher (damals eben Fraktur). Hab schon als Kind viel Zeugs bei Oma auf dem Dachboden gefunden. Atlanten mit Länderkunde-Anhang von 1880 und noch anderes Gedöns. Dazu stöbere ich auch immer noch gerne in Antiquariaten nach uralten Schulbüchern, womit ich meine Mathe-Nachhilfeschüler abschrecken kann, wenn die sich mal wieder über heutige Aufgabenstellungen beschweren. Danach werden die immer so schön still :icon_mrgreen:
 

hope40

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:danke::danke:

Jawoll "demokratiefoerdernd "!!!

Aber, wir sind eben schon soweit, wer nicht der norm entspricht, sie nicht erfuellen kann,ist ne beteiligung (am leben??) nicht wert...wo die "reise "hingeht, , kann sich jeder selbst denken (anfaenge sind schon lange zu bemerken und offenbar selbstverständlich geworden !!)
 

Passant

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Jeda sol schreibn, wiie er/sieh mak, solan man's lesen kan!
Mnan knan sagor die Bcuhtsaben druhceiandnerwrefen und der Staz knan imemr ncoh etnizffert wdreen. Wihcitg ist nur, dsas der etsre und der ltezte Bcushatbe eenis Wroets an der rhcitegin Seltle vrebeliben. :wink:
 

pinguin

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Mnan knan sagor die Bcuhtsaben druhceiandnerwrefen und der Staz knan imemr ncoh etnizffert wdreen. Wihcitg ist nur, dsas der etsre und der ltezte Bcushatbe eenis Wroets an der rhcitegin Seltle vrebeliben. :wink:
Ja, toll, super, leg' das mal einem Bürger vor, der Deutsch nicht als Muttersprache vorweisen kann.
 

USERIN

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Sieht man sich den letzten Bildungsmonitor an, dann stehen auch in Sachen Lesekompetenz wieder die konservativen Bundesländer tendenziell besser dar als die eher linken Bundesländer.
Besonders Fremdsprachen sind bei der Hochschulreife in den konservativen Ländern von allerbester Güte:

Oettinger spricht englisch - YouTube


(Nicht ohne Grund tummelt sich Herr O. jetzt bei einem EU-Organ!!)

:wink:
 

Julchen68

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Besonders Fremdsprachen sind bei der Hochschulreife in den konservativen Ländern von allerbester Güte
Oettinger spricht englisch - YouTube
OMG! Ich hab nur irgendwo mittenrein geklickt und die 2 Sekunden von "on sie aser händ ve feind ä weh" haben völlig gereicht. Jesus H. Christ :icon_hihi:

Das beste Englisch, was ich Deutsche hab sprechen hören war von - man mag's kaum glauben - Harald Schmidt (der stellt sich in seinen Sendungen immer so unglaublich doof, aber der hat mal bei NBC ein Interview vom allerfeinsten abgeliefert) und Anke Engelke (bei der Moderation von Eurovision).

Aber daß Politiker, die uns in nicht gerade unwichtigen Dingen nach außen hin vertreten, nicht einmal soviel Einsatz zeigen wie ein Fünftklässler ist einfach megapeinlich.

Gäb's denn da keine tollen Maßnahmen? :icon_mrgreen:
 

Nustel

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Wenn ich nebenan, z.B., sehe wie eine engagierte? Familie ihr fünfjähriges verhaltengestörtest Kind rum rennen lässt, Papa und MAMA BESCHIMPFT und der vater kein Mann mehr ist,_ und durchgreift, wundert es mich nicht das der Sozialapparat nun auch auf Steuergroschen versuchen soll unfähigen Eltern auch das noch abzu nehmen. KINDER ERZIEHEN!
 

Kleeblatt

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Weder lesen noch schreiben zu können ist in unserer Welt ein Desaster.
Aber wenn man bedenkt was diejenigen Bürger, welche des Lesens und Schreibens mächtig sind, mit diesen "Gaben" anfangen bzw. eben NICHT anfangen, dann ist das wesentlich trauriger.

Analphabetismus im DENKEN ist das allergrößte Problem.
Zudem, - was nutzt es lesen und schreiben zu können wenn derartig Viele nicht verstehen können was geschrieben wird.

Selbst das Lesen UND Verstehen des Geschriebenen ist immer seltener anzutreffen.

Worüber also sollte man sich eigentlich "aufregen" ?
Eher wohl über die Dummheit zu vieler Mitmenschen.
Und diese Dummheit ist allerorten anzutreffen. Selbst unsere Politiker kapieren nach dem Lesen eines zur Diskusion und Abstimmung stehenden Gesetzes auf Nachfrage nicht einmal ansatzweise den Inhalt selbigens.

Ich wundere mich seit Jahren eigentlich - Tendenz steigend - nur noch darüber wie so viele Menschen überhaupt noch im Alltag klarkommen. bzw. das sie noch klarkommen.

Ein Volk welches zu über 70 % mit der Arbeit seiner Regierung unzufrieden ist aber gleichzeitig die Merkel als beliebteste Politikerin immer wieder wählt, - also die Kanzlerin samt ihrer Richtlinienkompetenz (=sagt wo es langgeht und hat stets das letzte Wort in Allem) - bringt sichtlich die Bundeskanzlerin NICHT mit der Arbeit der Bundesregierung in Beziehung.

Also SO VIEL Doofheit ... das hat NIX mit Analphabetismus im Wortsinne zu tun, sondern nur mit Nicht-Denken-Können.

Peinlich !
 

Nustel

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Weder lesen noch schreiben zu können ist in unserer Welt ein Desaster.
Aber wenn man bedenkt was diejenigen Bürger, welche des Lesens und Schreibens mächtig sind, mit diesen "Gaben" anfangen bzw. eben NICHT anfangen, dann ist das wesentlich trauriger.

Analphabetismus im DENKEN ist das allergrößte Problem.
Zudem, - was nutzt es lesen und schreiben zu können wenn derartig Viele nicht verstehen können was geschrieben wird.

Selbst das Lesen UND Verstehen des Geschriebenen ist immer seltener anzutreffen.

Worüber also sollte man sich eigentlich "aufregen" ?
Eher wohl über die Dummheit zu vieler Mitmenschen.
Und diese Dummheit ist allerorten anzutreffen. Selbst unsere Politiker kapieren nach dem Lesen eines zur Diskusion und Abstimmung stehenden Gesetzes auf Nachfrage nicht einmal ansatzweise den Inhalt selbigens.

Ich wundere mich seit Jahren eigentlich - Tendenz steigend - nur noch darüber wie so viele Menschen überhaupt noch im Alltag klarkommen. bzw. das sie noch klarkommen.

Ein Volk welches zu über 70 % mit der Arbeit seiner Regierung unzufrieden ist aber gleichzeitig die Merkel als beliebteste Politikerin immer wieder wählt, - also die Kanzlerin samt ihrer Richtlinienkompetenz (=sagt wo es langgeht und hat stets das letzte Wort in Allem) - bringt sichtlich die Bundeskanzlerin NICHT mit der Arbeit der Bundesregierung in Beziehung.

Also SO VIEL Doofheit ... das hat NIX mit Analphabetismus im Wortsinne zu tun, sondern nur mit Nicht-Denken-Können.

Peinlich !
Zu den sog Umfragen sollte man mal recherchieren wer diese Umfragen erstellt und wer diese dann zurecht "schreibt" und veröffentlicht.

Wenn ich vier Bekannte anrufen sagen alle das sie die Schnauze voll haben von der Demokratie.

Rufe ich die Kirche, finden die es toll.Demokratie. (leben davon)
Rufe ich Parteien finden die sich selber toll.(leben auch davon)

Wozu noch Demokratie?
 

Kleeblatt

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Zusatz:
Es geht nicht um irgendwelche "Bildungsziele" der Regierenden.

Jeder darf durchaus für sich selber entscheiden in welchem Grade und mit welchen Mitteln er sich selber verblödet.
Die Angebote zur entsprechenden "Ablenkung" sind groß und werden immer größer und wer sich ohnediese lieber für Doku-Soaps u.ä. interessiert oder die nächste Technikspielerei, der hat weder Zeit noch Lust am politischen Teil des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben.

Ob Derjenige nun lesen kann oder nicht, - das Ergebnis bleibt stets dasselbe, - die Politiker und die Wirtschaft klüngeln weiter in aller Ruhe und bleiben unbehelligt von wirklichen Massen an denkenden Bürgern.

Ja und genau DAS ist auch so gewollt.
Aber das funktioniert eben nur wenn Alle, also wenigstens die meisten der Bürger, dabei auch mitspielen.

Soweit ich das überblicke klappt das bei ca. 75 % der deutschen Bürger auch ganz prächtig.
 

Kleeblatt

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Nustel
Zu den sog Umfragen sollte man mal recherchieren wer diese Umfragen erstellt und wer diese dann zurecht "schreibt" und veröffentlicht.
ARD / ZDF / Phönix ...
... und die regelmäßigen Wahlergebnisse.

Wenn ich vier Bekannte anrufen sagen alle das sie die Schnauze voll haben von der Demokratie.
Wie kann man die Schnauze von Etwas voll haben was man niemals besaß und nicht besitzt.
Oder WANN genau gab es in D jemals eine Demokratie ? Kläre mich da mal auf.

Rufe ich die Kirche, finden die es toll.Demokratie. (leben davon)
Quatsch.
Rufe ich Parteien finden die sich selber toll.(leben auch davon)
Unsinn.
Wozu noch Demokratie?
Vielleicht einfach um mal zu sehen wie es sich in einer Demokratie lebt ?
s.o.- wir hatten in D noch nie eine Demokratie.
Irgendetwas scheinst du zu verwechseln.
 

Nustel

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ARD / ZDF / Phönix ...
... und die regelmäßigen Wahlergebnisse.


Wie kann man die Schnauze von Etwas voll haben was man niemals besaß und nicht besitzt.
Oder WANN genau gab es in D jemals eine Demokratie ? Kläre mich da mal auf.


Quatsch.

Unsinn.

Vielleicht einfach um mal zu sehen wie es sich in einer Demokratie lebt ?
s.o.- wir hatten in D noch nie eine Demokratie.
Irgendetwas scheinst du zu verwechseln.
Ich habe nie behauptet das es jemals in der BRD eine Demokratie gab und geben könnte.

Sollten Du und ich an die Macht kommen, würden uns Interessenvertreter ganz schnell mit viel Geld ein lullen und das Volk verraten und wir wären genau das was es immer geben würde: VOLKSVERRÄTER!

Aus diesem kühlen Grunde wird es nie eine ehrliche Politik geben.
 

Kleeblatt

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...
Sollten Du und ich an die Macht kommen, würden uns Interessenvertreter ganz schnell mit viel Geld ein lullen und das Volk verraten und wir wären genau das was es immer geben würde: VOLKSVERRÄTER!
Es ist und bleibt deine Sache wie du dich selber einschätzt.So anmaßend das eventuell auch klingen mag, - ich war und bin nicht bestechlich. Das mußte ich in meinem Leben bereits (leider) mehrfach unter Beweis stellen und glaube mir, - es lag NICHT an der HÖHE der Angebote. Ich bin wirklich nicht bestechlich.

Ich bin auch nicht erpreßbar, - und DAS ist das eigentlich Wichtige.
Man sagt allgemein jeder Mensch habe so seine Schatten auf seiner Vita.
Ich habe keine Schatten in meiner Vita. Nicht den allerkleinsten. Weder habe ich gelogen, noch betrogen, noch niemals Schulden gehabt, ... man kann mich NICHT einmal erpressen.
Bei mir findet kein Geheimdienst dieser Erde Irgendetwas, nicht in Jahren.

Ich glaube eher das die meisten Politiker wohl weniger gierig als eher erpressbar sind. DAS dürfte das Problem sein.
 

Nustel

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Es ist und bleibt deine Sache wie du dich selber einschätzt.So anmaßend das eventuell auch klingen mag, - ich war und bin nicht bestechlich. Das mußte ich in meinem Leben bereits (leider) mehrfach unter Beweis stellen und glaube mir, - es lag NICHT an der HÖHE der Angebote. Ich bin wirklich nicht bestechlich.

Ich bin auch nicht erpreßbar, - und DAS ist das eigentlich Wichtige.
Man sagt allgemein jeder Mensch habe so seine Schatten auf seiner Vita.
Ich habe keine Schatten in meiner Vita. Nicht den allerkleinsten. Weder habe ich gelogen, noch betrogen, noch niemals Schulden gehabt, ... man kann mich NICHT einmal erpressen.
Bei mir findet kein Geheimdienst dieser Erde Irgendetwas, nicht in Jahren.

Ich glaube eher das die meisten Politiker wohl weniger gierig als eher erpressbar sind. DAS dürfte das Problem sein.
Die meisten Politiker sind auf Macht aus, dazu gehört Verschlagenheit selbstverständlich dazu.
Auch DU und Ich haben unseren Preis.

Für viel Geld, Einfluss macht jeder das was ihm vorgeschrieben wird.
Sonst würde unsere PseudoWelt so nicht funktionieren. Versager wie Merkel vonderLeyen haben in ihrem echten Leben nicht mehr erreicht als Du und ich.

Aber,- ihre Verschlagenheit und Gier nach Macht hat sie zu dem gemacht was sie heute sind.
Sie würden ihre Omi opfern um nur an die Macht zu kommen oder zu bleiben.


Und genau das würden viele andere ebenfalls machen um aus ihrem Nichts rauszukommen.

Jeder hat seinen preis, seine Summe!!
 

Lecarior

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:eek: Und das von dir als Beamter!
Wieso darf ich als Staatssklave keine Einschätzung darüber abgeben, ob die Bildungskatastrophe vielleicht politisch gewollt ist?

Nein, die wählen gar nicht. Denn sie können den Namen der Partei ja gar nicht lesen!
Daran hab ich in der Tat nicht gedacht. :icon_mrgreen:

Aber ernsthaft: Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass die an Bildung gescheiterten eher die Parteien wählen, die ihnen großzügige Sozialleistungen versprechen. Die wählen statistisch gesehen entweder gar nicht, oder sie wählen populistisch, wobei das mitnichten die Partei sein muss, die die meisten Sozialleistungen im Programm hat.
Klar, einfache Antworten für einfache Menschen. Zumal Populismus und ein Mehr als Sozialleistungen sich nicht ausschließen. Das deutsche Parteienspektrum hält ja durchaus Gruppierungen vor, auf die beides zutrifft. Das fängt - nach meiner wenig politikwissenschaftlichen Laieneinschätzung - mit DIE LINKE an überzieht die noch weiter links stehenden Parteien ebenso; wobei natürlich DIE LINKE mehrere Parteiflügel hat und ich den dortigen Realos den Vorwurf des Populismus nicht machen möchte.

Auch das ist so nicht per se korrekt. Die meisten Intellektuellen würden sich selbst eher dem linken oder sozialliberalen Lager zurechnen.
Unwidersprochen. Wobei sich die Frage stellt, woran das liegt. Vielleicht daran, dass gewisse politische Fragestellungen nur aus dem Elfenbeinturm betrachtet werden. Als frisch diplomierter Akademiker war ich auch ein Linker und hatte erst im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit die Gelegenheit, meine Ansichten überdenken zu müssen.

Einen "Antiintellektualismus" verfolgen allenfalls die Kommunisten und Stalinisten. Beides kann man aber wohl kaum mit links sein gleichsetzen, denn es handelt sich um Extreme.
Seltsamerweise wird dennoch "rechts" gleich mit "rechtsextrem" gleichgesetzt. Ich weiß, du machst das nicht.

Mein Beispiel waren ja auch die Roten Khmer unter Pol Pot - seines Zeichens als Student ohne Abschluss des Intellektuellen ja nicht gänzlich unverdächtig. Dennoch halte ich das hinter dem kambodschanischen Antiintellektualismus stehende Konzept für aus der Lehre ableitbar, die auch von nicht extremen Linken vertreten wird. Etwa jockel, der uns hier immer noch einen vom guten Proletariat und der bösen Bourgeoisie erzählt. Arbeiter und Bauern sind das Ideal.

Rein prozentual gesehen war die Fraktion DIE LINKE im Jahr 2011 übrigens (nach Abzug der Plagiate diverser FDP-Politiker) hinter der CDU die Partei mit den meisten Promovierten im Bundestag! Siehe z.B. hier. Die CDU kam auf 22% Doktoren, DIE LINKE brachte es auf eine 17% Doktor-Quote, die SPD auf 14% und die Grünen auf 13%.
Wie viele davon wohl einer Überprüfung durch Plagiatsjäger standhalten würden? :icon_mrgreen:

Die Führungsebene einer sozialistischen Partei halte ich da nicht unbedingt für repräsentativ. Wie gesagt, auch Pol Pot war Teil der angehenden intellektuellen Elite. Stalin besuchte das Priesterseminar von Tilflis, das als hohe Bildungsinstitution Georgiens galt. Lenin hat die Rechtswissenschaften studiert. Die Führungspersönlichkeiten der historischen Sozialismen waren regelmäßig selbst Akademiker, das Ideal jedoch - wie gesagt - der Arbeiter und Bauer. Quod licet iovi non licet bovi?

Das ist aber kein "linkes" Verbrechen gewesen, sondern ein ideologisches. Die Nazis waren nicht besser. Hitler ließ 1939 nach dem Überfall auf Polen tausende Professoren und Gelehrte in Polen ermorden. Siehe z.B. hier.
Na, das sehe ich etwas anders. Wie oben ausgeführt, sehe ich den Antiintellektualismus als aus der sozialistischen Lehre vom Klassenkampf ableitbar an. Dass nach dem Überfall auf Polen die polnische Intelligenzija ermordet wurde, halte ich nicht für vergleichbar. Damals galt es, die geistige Elite des besiegten Gegners zu eliminieren. Nach dem Motto: Schneidet man den Kopf ab, dann geht der Rest des Körpers automatisch zu Grunde. Die Nazis standen den eigenen Intellektuellen - wenn sie denn brauchbare Disziplinen erlernt hatten - durchaus wohlwollend gegenüber. Auf die wehrtechnischen Errungenschaften wollte man nicht verzichten. In der Sowjetunion hat dieses Umdenken - wenn ich mich recht erinnere - erst spät eingesetzt, nämlich mit dem Wettkampf um die weltweite Vormachtstellung mit den USA.
 

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393
OMG! Ich hab nur irgendwo mittenrein geklickt und die 2 Sekunden von "on sie aser händ ve feind ä weh" haben völlig gereicht. Jesus H. Christ :icon_hihi:

Das beste Englisch, was ich Deutsche hab sprechen hören war von - man mag's kaum glauben - Harald Schmidt (der stellt sich in seinen Sendungen immer so unglaublich doof, aber der hat mal bei NBC ein Interview vom allerfeinsten abgeliefert) und Anke Engelke (bei der Moderation von Eurovision).

Aber daß Politiker, die uns in nicht gerade unwichtigen Dingen nach außen hin vertreten, nicht einmal soviel Einsatz zeigen wie ein Fünftklässler ist einfach megapeinlich.

Gäb's denn da keine tollen Maßnahmen? :icon_mrgreen:
Das Taschengeld für einen VHS-Kurs dürfte wohl über sein...

P.S.

Wenn teilweise Professoren an Uni in Englisch vortragen, klingt das für einen Bruchteil der monatlichen Vergütung wesentlich flüssiger!

Für ein politisches "Schwergewicht" auf internationalem Parkett ist das einfach nur peinlich! Zumindest sollte man sauber ablesen können, was einem "Redenschreiber" so auf das Papier bringen.
 

nightangel

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Sprachliche und schriftliche Konventionen mögen dynamisch gewachsen sein, aber sie stellen einen "Code" dar, dessen gemeinsame Verwendung das zeitgenössische Gegenüber in die Lage veretzen soll, den Sinn mit kleinstmöglichem Aufwand zu erfassen.
Ob man nun Delphin oder Delfin schreibt ... geschenkt. Aber bei wenn es mehrere Worte mit gleichartiger Aussprache gibt, so kann es geradezu sinnentstellend sein, wenn man die falschen Buchstaben erwischt ... wie z.B. "gemoppt". Wurde da einem der Feudel um die Ohren gehauen oder was? :icon_mrgreen:
Und dazu bin ich gerade auf ein recht anschauliches Bspl. gestossen.
Ich las gerade, im Internet, eine Bauanleitung für einen Bettkasten und blieb gleich bei der Liste der Werkzeuge hängen und dachte hä???

In der Werkzeugliste war unter anderem zu lesen "Holzpfeile" und ich dachte, wozu braucht man für sowas Pfeile? Und warum stehen die bei den Werkzeugen? Soll man damit Löcher ins Holz werfen? :confused:

Beim weiterlesen der Bauanleitung offenbarte sich dann des Rätsels Lösung aber nicht weil das Wort darin jetzt richtig geschrieben war sondern aus dem Zusammenhang.
Es stand dort "Um den Griff abzurunden, werden die Kanten mit einer Holzpfeile bearbeitet."
Tja und da klingelte es dann bei mir, die Holzpfeile sollten wohl eher eine Holzfeile sein.
Und das wird wohl kein reiner Tippfehler gewesen sein weil sich genau dieser Fehler auch im Text wiederholt.

Jemand der jetzt auch des Schreibens und Lesens nicht wirklich mächtig ist geht dann in den Baumarkt mit dieser Liste und kommt mit Holzpfeilen nach Hause.
Ich stelle mir gerade bildlich vor wie der jenige mit den Pfeilen vor dem Werkstück steht und überlegt wie er damit nun den Griff abgerundet kriegt. :biggrin:

Wen es interessiert, der darf gerne hier die Bauanleitung lesen.
Bettkasten selber bauen bei heimwerker.de

Wenn also jetzt jeder so schreiben darf wie er will und rein nach Gehör, na das gibt ein heilloses Chaos und massenhafte Missverständnisse sind vorprogrammiert.
 

Julchen68

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Genauso kann's geh'n :icon_mrgreen:

Ich habe letztens mit einer Vorlese-Software gekämpft, von der ich mir gescannte Bücher wie Audiobooks vorlesen lasse.
Die Stimme des Dingens ist sehr gut und auch Stimmhebung und -senkung bekommt das Teil erstaunlich gut hin.
Aber wenn es um zusammengesetzte Wörter geht, kommt es doch schon mal ein bissel mit der Betonung durcheinander.
Als mir was von "Fell-Stürmen" vorgelesen wurde, hab ich nur gedacht .... hä? bittewas? Ein Blick in den Text brachte dann die Erleuchtung. Da stand "Felstürme" ... denkdenk... FELS-Türme, nicht FEL-Stürme :icon_hihi:
Glücklicherweise hat das Programm die Option, die Aussprache durch korrekte Trennung anzupassen.

Ok, hat nicht wirklich zwingend was mit Rechtschreibung zu tun, aber bei manchen Worten gilt: deutsches Sprach, schweres Sprach.

Blumento-Pferde lassen grüßen.
 

nightangel

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Na doch, das hat auch was mit Rechtschreibung zu tun.
Stell dir vor jemand schreibt das Felstürme das Wort mit ll und es kommt wirklich Fellstürme dabei raus.
Dann würde man doch erstmal Fell-stürme statt Fels-türme lesen und sich auch denken was zum Henker sind Fell-stürme??
So kann halt schon ein einziger Buchstabe einen komplett anderen Sinn ergeben. Genauso wie bei den Holzpfeilen und Holzfeilen.

Genauso auch wie die Satzzeichen die Leben retten können.
Komm wir essen Opa
Komm wir essen, Opa
:icon_mrgreen:
 

pinguin

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was zum Henker sind Fell-stürme??
Hab' ich regelmäßig für längere Zeit im Jahr, wenn's Hundi die Unterwolle wegwirft.

Manche sprachliche Kuriosität findet man im gedruckten Eulenspiegel auf einer Doppelseite, (online hier zum Durchklicken: EULENSPIEGEL - DAS SATIREMAGAZIN ); in manchen häufiger erscheinenden Zeitschriften sind solche Kostbarkeiten aber auch drin.

Gleich hinter dem Link steht u.a. im abgedruckten Zitat, daß jemand "vereist" sei. Da fehlt ganz sicher ein "r".
 
E

ExitUser

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Ja, toll, super, leg' das mal einem Bürger vor, der Deutsch nicht als Muttersprache vorweisen kann.
Wobei die Zugewanderten oftmals über sehr viel brauchbarere Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, als von unserem Bildungssystem hervorgebrachte funktionale Analphabeten mit deutscher Staatsbürgerschaft.
 

Julchen68

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Gleich hinter dem Link steht u.a. im abgedruckten Zitat, daß jemand "vereist" sei. Da fehlt ganz sicher ein "r".
Oh... bei "eis" fällt mir auch noch was ein.

Schaut mal auf das Etikett von Mineralwasserflaschen. Meist steht dort irgendwo unter der Mineralienanalyse das Wörtchen:
"enteisent"

Das ist auch so eine Kuriosität der deutschen Sprache bezüglich der Darstellung eines "aktiven" oder "passiven" Geschehens.

Im ersten Reflex möchte man Hähähä!! schreien, weil die sich scheinbar verschrieben haben, denn "enteisend" sähe doch viel sinniger aus.
Aber dann kommt man ins Grübeln und fragt sich... Was zum Teufel kann man mit Mineralwasser enteisen? Ist da Frostschutzmittel drin wie im billigen Wein, oder was?

Nö.

Das Wasser wurde "ent-eisen-t" und entspricht ganz exakt den passiven Wortbildungen wie z.B.
ent-fett-et
ent-staub-t
... nur daß hier eben das Metall EISEN herausgezogen wurde.

Stellt sich nur noch die Frage, wie dann die aktive Form aussieht.... "ent-eisen-end" ... Ieeeeh :icon_mrgreen:
 

nightangel

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Was mir auch schon seit einiger Zeit bei den EGV aufgefallen ist.
Die Gültigkeit gilt............ Äh, das ist Schwachsinn hoch zehn. Eine verdoppelung sozusagen.
Es müsste eigtl. eher heißen, Die Gültigkeit beträgt.......... oder die EGV gilt......... aber eine Gültigkeit kann nicht gelten, das ist einfach nur dämlich.
Mir tut dieser Satz jedesmal irgendwie weh wenn ich den lese.

Und wenn schon öffentliche Stellen mit ihren Verschlimmbesserungen die deutsche Sprache so vergew*******, was soll der Normalbürger dann noch lernen?
 
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