Amtsmitarbeiter sammelten Daten für Buschkowsky-Buch (1 Betrachter)

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wolliohne

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Für das umstrittene Buch „Neukölln ist überall“ von Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) sind entgegen offiziellen Angaben aus der Behörde Amtsmitarbeiter auch während ihrer Dienstzeit herangezogen worden. Das geht aus internen Dokumenten des Bezirksamts hervor, die dem Tagesspiegel vorliegen. Danach sollten Bedienstete im vergangenen Jahr „Neuköllner Highlights“ sammeln, damit der Bürgermeister in seinem geplanten Buch darüber berichten könne. Auch sollen nach Tagesspiegel-Informationen Mitarbeiter direkt angesprochen worden sein, um Recherchen für das Buch zu übernehmen. (…)
Unter Mitarbeitern des Neuköllner Amts herrscht Unmut über das Vorgehen der Behörde. So sei bei Anfragen nicht deutlich geworden, dass man für ein privates Projekt eingebunden werden sollte. „Der Bürgermeister schreibt ein Buch“ sei die Vorgabe gewesen, das Projekt sei im Bezirksamt „breit bekannt“ gewesen. Man habe daher gedacht, es handele sich um eine amtliche Veröffentlichung. „Das war wohl ein Missverständnis“, heißt es.
Sollte Buschkowsky die Arbeiten selbst veranlasst haben, wäre dies der Innenverwaltung von Senator Frank Henkel (CDU) zufolge untersagt gewesen: Bezirksbürgermeister seien „nicht befugt, im Rahmen ihrer dienstlichen Funktion und der daraus resultierenden Weisungskompetenz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen ihres Dienstverhältnisses für eigene private Nebentätigkeiten zu beanspruchen“.
Quelle: Tagesspiegel Anmerkung C.R.: Wenn der Inhalts des Tagesspiegel-Berichts den Tatsachen entsprechen sollte und Herr Buschkowsky Mitarbeiter des Bezirksamts für sein Buch eingesetzt hat, erinnert das an den Fall des Herrn von und zu Guttenberg, der Mitarbeiter des Deutschen Bundestages für seine Dissertation eingesetzt haben soll.
 
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