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Amtsarzt,wie stehen die Chancen?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Florina1981

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#1
Hallöchen,

ich leide offiziell seit 2004(Erstdiagnose)an der Borderline-Persönlichkeitsstörung und befinde mich derzeit in ambulanter Therapie.
Heute war ich wieder bei meiner Fall-Managerin und diese meinte das ich langsam wieder ins Berufsleben integriert werden müsse.Ich geriet sofort in Panik und äußerte dies auch.Seitdem ich 1999 aus der Schule kam, war ich nicht im Berufsleben. Meine Erkrankung hindert mich in meinem alltäglichen Leben emenz. Ich bin emotional insatbiel,Essgestört, leide an Angszuständen und in Bezug auf andere Menschen bin ich absolut eingeschränkt.Ich bin weder Teamfähig noch dazu in der Lage Freundschaften oder zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen oder zu erhalten.Mir wurde vor kurzem eine Langzeittherapie bewilligt und nach zwei schlechten Erfahrungen habe ich endlich eine sehr gute Psychologin gefunden.Ich fragte meine Fall-Managerin nun,ob ich Grundsicherung beantragen könne, um ganz in Ruhe meine Therapie machen zu können,ohne irgendwelche Ängste davor zu haben in eine Maßnahme gedrückt zu werden,die ich zu 1000% aus eigener Einschätzung nicht aushalten würde.Ich bin alles andere als Faul,mein Problem ist das mcih Ängst hindern.Ich sagte meiner Fall-Managerin auch ganz offen,das ich einen Platz wegnehmen würde und nicht gehen würde und ein Krankenschein nach dem anderen bringen würde.
Wie verhalte ich mich nun beim Amtsarzt?Ich habe totale Angst das er gegen mich entscheidet.Ich war 2005 schon einmal zum medizinischen Dienst wo Attestiert wurde das ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht erwerbsfähig bin,aber es ging nicht daraus hervor das ich mindestens 6 Monate nicht einmal 3h arbeiten könne.Dies bräuchte ich wohl um die Grundsicherung beantragen zu können.Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps?

Liebe Grüße
Florina
 

gelibeh

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#2
Wie Du Dich verhalten sollst? Ich würde genau das, was Du Deiner Fallmanagerin gesagt hast auch sagen. Gut wäre es, wenn Du ein Attest vom Psychiater hast.

Wenn Du keine 3Stunden arbeiten kannst kannst Du HLU(Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGBXII 3. Buch) beantragen. Da werden aber die Eltern geprüft, ob die Dich unterstützen können.

Grundsicherung bekommt man nur, wenn man eine volle Erwerbsminderungsrente bekommt.

Ich kann Deine Probleme und Ängste verstehen, denn ich leide unter ähnlichen Problemen. Ich habe allerdings jetzt die Rente beantragt.
 
E

ExitUser

Gast
#3
Hallo Florina,

auch ich kann das nachvollziehen, bei meiner Bekannten wurde im März dieses Jahres Borderline diagnoziert, ab Mai war sie dann stationär in Langzeittherapie. Schin zu Therapiebeginn wurde uns hahe gelegt, für sie Erwerbsminderungsrente zu beantragen, da sie aufgrund ihrer Ängstzustände und anderer - auch von dir beschriebenen Symptome - auf längerer Sicht nicht erwerbsfähig war.

Wenn ich es richtig verstanden habe, warst du noch nicht berufstätig und hast daher noch keinen Rentenanspruch erworben.

Wie Gelibeh schon schrieb, steht dir Sozialhilfe nach SGB XII zu, wenn der Amtsarzt feststellt, dass du nicht für mindestens 3 Stunden täglich erwerbsfähig bist. Deien Psychologin soll dir ennen entsprechenden Befund für den Amtsarzt mitgeben.

Ansonsten würde ich auch so verfahren, wie du ja schon deiner Fallmangerin erklärt hast.

Weiterhin möchte ich dir noch das Borderline-Netzwerk nahelegen, ein Forum, in dem sich Betroffene und Angehörige untereinander und mit Fachleuten austauschen können.
 

kalle

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#6
Das ist leider so nicht ganz richtig:
Grundsicherung kann man auch bekommen, wenn man keine volle Erwerbsminderungsrente bekommt. Es kommt auf den Passus:
Auf Dauer erwerbsunfähig an.

Wer keinen Rentenanspruch aufgrund fehlender Anwartschaftszeiten hat kann sehr wohl Grusi bekommen. Hier würde im Zweifelsfall dann ein Rentengutachten gemacht werden. Auch wenn kein Anspruch besteht.

Ansonsten bitte dringend schriftlich noch mal eine Untersuchung der Erwerbsfähigkeit bei der Arge beantragen. Solange das noch nicht untersucht wurde müssen die Dir Deine Ruhe lassen. Und wenn es untersucht wurde, dann wirst Du wahrscheinlich von alleine in die Grusi gebeten.
 

Teddybär

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#7
Bitte Gelibehs Beitrag vollständig lesen. :icon_rolleyes:
Sorry aber ich bin zu blöd das zu verstehen,hab davon nun mal leider keine Ahnung.Es soll ja auch Menschen geben die nie im Leben gearbeitet haben und keine Rente bekommen, von was Leben die Später?Blöde Frage ich weiß aber würde mich mal interessieren.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Sorry aber ich bin zu blöd das zu verstehen,hab davon nun mal leider keine Ahnung.Es soll ja auch Menschen geben die nie im Leben gearbeitet haben und keine Rente bekommen, von was Leben die Später?Blöde Frage ich weiß aber würde mich mal interessieren.
Es gibt nach SGB XII Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe). Indem Fall würde dann der Betroffene Sozialhilfe erhalten.
Gelibeh hat doch in ihrer Antwort beides genannt.
 

Teddybär

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#9
Es gibt nach SGB XII Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe). Indem Fall würde dann der Betroffene Sozialhilfe erhalten.
Gelibeh hat doch in ihrer Antwort beides genannt.
Danke noch mal für deine Antwort Rüdiger.
 

gelibeh

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#10
@kalle. Ich würde Deiner Aussage widersprechen.
Hier steht zur Grusi:
(1) Zur Sicherung des Lebensunterhaltes im Alter und bei dauerhafter Erwerbsminderung können Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt im Inland, die
1. das 65. Lebensjahr vollendet haben oder
2. das 18. Lebensjahr vollendet haben, unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage voll erwerbsgemindert im Sinne des § 43 Abs. 2 des Sechsten Buches sind und bei denen unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann,
Der Paragraph 43 Absatz 2 sechstes Buch sagt folgendes:
2) Versicherte haben bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn sie
1. voll erwerbsgemindert sind,
2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben
Also gibt es Grusi nur für Erbwerbsminderungsrentner
Aber HLU gibt es für alle anderen, die keine 3Stunden arbeiten können. Also verhungern wird keiner. Obwohl, bei den Regelsätzen???
 

kalle

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#11
Das ist zwar schon richtig. Aber das Kriterieum der Grusi ist die Erwerbsunfähigkeit auf Dauer.
Meine Frau bekommt auch keine Rente und trotzdem Grusi.
 
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