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Amtsarzt und dann?

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der_unbekannte

Elo-User/in

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#1
Hallo liebes Forum,

ich bin 37 Jahre und leide schon seit etwa 15 Jahren unter einer chronischen Darmkrankheit. Diese wurde aber erst vor knapp 5 Jahren ärztlich diagnostiziert. Bedingt durch meine körperlichen Probleme haben sich bei mir zusätzlich noch Depressionen eingestellt, die sich oft in "Todessehnsucht" deffinieren. Seit etwa 2002/03 resigniere ich nur noch, habe den Spaß am Leben verloren, weiß oft nicht mehr ein noch aus. Denke, wünsche oft, es wäre der letzte Tag. Wünsche mir oft selbst den Tod. Habe einfach die Schnauze voll. Bin einfach nur Down. Es ist nicht leicht, wenn man rückblickend auf die vergangenen Monate sieht, das es niemals, auch nur einen Monat lang, nur halbwegs gut gegangen ist. --- MenschMenschMensch, jetzt verliere ich mich aber.... Schluss damit!

Nun bin ich mittlerweile schon seit knapp über 2 Jahren in psychologischer und auch in psychiatrischer Behandlung. Erst im vergangenen Juni habe ich meinen letzten Krankenhausaufenthalt von 2 Wochen hinter mich gebracht; der nächste Aufenthalt (Psychiatrie; Dauer ca. 4 bis 6 Wochen) steht bevor.

Da ich aber nun fast komplett die letzten 2 Jahre krank geschrieben war und auch eine Besserung meiner Krankheit nicht in Sicht ist, soll ich nun zum Amtsarzt & auch zur psychologischen Untersuchung durch die ARGE.

Nun sind meine Fragen:

1.: Was kommt da auf mich zu?
2.: Sind das 2 unterschiedliche Termine oder finden sämtliche Untersuchungn bei dem gleichen Arzt statt?
3.: Dürfen diese Ärzte mich körperlich (Darmspiegelunge etc) Untersuchen?
4.: Kurzum: Bitte beantwortet mir alle Fragen, die offen sind (auch die ich nun noch nicht gestellt habe), denn mir läuft schon jetzt der Ar*** auf Grundeis - ist meine erste Untersuchung bei einem Amtsarzt.

Ich wäre um rege Hilfe bedankt

Gruß

D.U.
 

dragonflyer

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#2
Nun sind meine Fragen:

1.: Was kommt da auf mich zu?
Im Normalfall spricht der Arzt mit Dir, stellt viele Fragen zu Deinen gesundheitlichen Beschwerden, macht eine kurze körperliche Untersuchung.
Untersuchungsbefunde zu den Sachen, die relevant sind für die 2 Jahre AU, solltest Du nach Möglichkeit mitbringen. Ansonsten wirst Du da wohl eine Schweigepflichtsentbindung von den behandelnden Ärzten und Kliniken unterschreiben sollen.
Die wollen einfach wissen, ob Du noch arbeitsfähig für mindestens 3 Stunden am Tag bist.
Teilweise wird auch besprochen, was noch möglich ist. Manchmal wird danach eine medizinische Reha vorgeschlagen.
Dies alles beim Amtsarzt.

Beim psychologischen Dienst hast Du ein Gespräch mit einem Psychologen, wie Du es aus den Kliniken auch schon kennen müßtest.
2.: Sind das 2 unterschiedliche Termine oder finden sämtliche Untersuchungn bei dem gleichen Arzt statt?
Amtsarzt und psychologischer Dienst sind im allgemeinen 2 Termine.
Beim medizinischen Dienst und beim psychologischen Dienst sind verschiedene Ärzte.
3.: Dürfen diese Ärzte mich körperlich (Darmspiegelunge etc) Untersuchen?
Die Ärzte vom Arbeitsamt dürfen keine Darmspiegelung durchführen. So weit gehen die Mitwirkungspflichten nicht, immerhin ist jede Darmspiegelung mit einem gewissen Risiko verbunden.
Blut dürfen die abnehmen und eine normale körperliche Untersuchung. Also alles abtasten,abhören, nichts weltbewegendes.
4.: Kurzum: Bitte beantwortet mir alle Fragen, die offen sind (auch die ich nun noch nicht gestellt habe), denn mir läuft schon jetzt der Ar*** auf Grundeis - ist meine erste Untersuchung bei einem Amtsarzt.
Dein Arsch brauch nicht auf Grundeis gehen. Die reissen Dir weder den Kopf ab, noch verstümmeln die Dich :wink:
Im Laufe der Jahre habe ich insgesamt 3 Untersuchungen beim Amtsarzt gehabt, und einmal beim psychologischen Dienst.
Es wird vor allem geredet.
Falls Du selber Unterlagen, Berichte von Kliniken usw. hast, nimm sie zu den Terminen mit.

Das schlimmste, was passieren könnte, das z.B. eine Reha empfohlen wird, oder wahrscheinlicher,dass sie versuchen, Dich in die Sozialhilfe abzudrücken. Eine Aufforderung zu Beantragung einer Erwerbsminderungs/Erwerbsunfähigkeitsrente könnte kommen.

Es geht hier praktisch nur darum, ob Du gemäß der Rentenkassendefinition noch arbeitsfähig bist. Und bei dem, was Du schreibst, bist Du das momentan absolut nicht.

Also lass Dich nicht verrückt machen.:wink:

Viele Grüße
Tanja
 
E

ExitUser

Gast
#3
Ich kann Dragomflyers Aussagen nur bestätigen. :icon_daumen:

Aus eigener Erfahrung, und da ich ja ein paar Tage älter bin, habe ich auch mehr Untersuchungen hinter mir. :wink:
 

dragonflyer

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7 Jun 2007
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#4
Ich kann Dragomflyers Aussagen nur bestätigen.

Aus eigener Erfahrung, und da ich ja ein paar Tage älter bin, habe ich auch mehr Untersuchungen hinter mir.
:wink:Die Anzahl der Untersuchungen hat mit dem Lebensalter zu tun? *g*

:icon_kinn: Oha, dann bin ich aber auch schon ziemlich alt:icon_eek:

Achso, psychologischer Dienst war insgesamt 2 mal. Einmal musste ich da mit irgend einem Seelenklempner reden,der von nix ne Ahnung hat. Dafür wurde hinterher auch rückwirkend die 3monatige Sperrzeit aufgehoben. Schon fast 15 Jahre her.
Beim 2.Mal waren auch Gespräche und Tests.Es wurde halt geschaut, ob ich für eine berufliche Reha geeignet bin :icon_rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
#5
:wink:Die Anzahl der Untersuchungen hat mit dem Lebensalter zu tun? *g*
Nein, nicht unbedingt, aber je älter, desto "umtersuchter"

Oha, dann bin ich aber auch schon ziemlich alt:icon_eek:
Du könntest meine Tochter sein Theoretisch :icon_mrgreen:

Achso, psychologischer Dienst war insgesamt 2 mal. Einmal musste ich da mit irgend einem Seelenklempner reden,der von nix ne Ahnung hat. Dafür wurde hinterher auch rückwirkend die 3monatige Sperrzeit aufgehoben. Schon fast 15 Jahre her.
Beim 2.Mal waren auch Gespräche und Tests.Es wurde halt geschaut, ob ich für eine berufliche Reha geeignet bin :icon_rolleyes:
Von EU-Rente bis hin zur Umschulung habe ich alle mehr oder weniger sinnvollen Untersuchungen hinter mr.
 
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