Amtsarzt oder Amtspsychologe, was wiegt mehr? (1 Betrachter)

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feuerpferd

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einen schönen guten morgen in die runde,

ich bin 48 jahre alt.
habe meinen vorherigen job, den ich fast 12 jahre lang ausgeübt habe, aus gesundheitlichen gründen auf anraten meiner hausärztin aufgegeben.
alg 1 läuft.
bei meiner beraterin habe ich gesagt dass ich gerne umschulen möchte, da ich angst habe, dass ich, wenn ich in meinem ursprünglichen beruf (einzelhandel, verkauf) weiterarbeite, eines tages schreiend und heulend zusammenbreche, weil ich es einfach nicht mehr ertrage.
die gesundheitlichen gründe zur aufgabe waren... viel zu hoher blutdruck (der untere wert), latente magenschmerzen, häufige migräne und zu guter letzt dann auch panik attacken. mitarbeiterkostellationen, die für mich nicht mehr zu ertragen waren.

meine beraterin war sehr verständnisvoll und sagte für eine umschulung ist der amtliche weg dass sie mich zum amtsarzt und zum amtspsychologen schickt. der antsarzt hat nach aktenlage entschieden, ich wurde nicht persönlich begutachtet. eine begutachtung durch den psycholgen fand statt. dieser befürwortet eine umschulung in den sozialen bereich, aus dem ich komme. mein ausbildungsberuf ist kinderpflegerin.
der amtsarzt weicht davon ab. er ist zunächst nicht für ein arbeiten im sozialen bereich.
nun werde ich eine 24 stunden blutdruckmessung nachreichen, die im september 2013 stattfand, damit er wenigstens eine nachweis darüber in den händen hat.
ferner wird kommende woche noch eine 24 stunden blutdruckmessung stattfinden, um nachzuweisen dass der blutdruck ohne die vorherige arbeit auf jeden fall niedriger liegt.

wessen entscheidung wiegt mehr?
die des arztes oder die einschätzung des psycholgen?

ich finde sehr wohl dass ich für den sozialen bereich geeignet bin.
ich dachte an eine umschulung zur erzieherin. das würde gefördert werden, allerdings sind die plätze der schule schon besetzt. da wird mit warteliste gearbeitet.
ferner könnte ich mir noch eine umschulung zur heilerziehungspflegerin vorstellen. da gibt es noch plätze; da sagte mir meine beraterin, das müsse sie mit ihrem chef besprechen, da sie eine umschulung in diese richtung noch nicht gefördert haben.
bedarf besteht in beiden berufen, in unserer region.

was kann ich tun, sollte die umschulung abgelehnt werden?

danke fürs lesen und viele grüße vom feuerpferd
sollten fragen offen sein, bitte fragt einfach.
 

Dark Vampire

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Ist für dich eigentlich nicht die Rentenanstalt zuständig wenn du so lange gearbeitet hast?

Dann dort nen Antrag anstellen.

Ansonsten hast du KEINEN Rechtsanspruch auf eine Umschulung.
 

feuerpferd

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hallo dark vampire,

beim gespräch mit der beraterin klang es für mich schon eher so, als würde das arbeitsamt die umschulung einleiten und unterhalten.
von rentenversicherung war keine rede.
danke jedoch für den tipp.
sie prüft nun ja nochmal... sollte ich abgelehnt werden, wende ich mich umgehend an die rentenversicherung.
vielleicht hab ich nachher bei abgabe der blutdruckmessung eine chance auf ein kurzes gespräch.
 

nik72

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ferner könnte ich mir noch eine umschulung zur heilerziehungspflegerin vorstellen. da gibt es noch plätze; da sagte mir meine beraterin, das müsse sie mit ihrem chef besprechen, da sie eine umschulung in diese richtung noch nicht gefördert haben.
bedarf besteht in beiden berufen, in unserer region.
Ich kenne Heilerziehungspfleger persönlich. Sie arbeiten mit Behinderten, auf die man individuell eingehen muss und die von ihrer Persönlichkeit her nicht immer einfach sind. Der Umgang mit den Patienten/ Bewohnern erfordert eine stabile Psyche.

Kann sein, dass der Arzt deshalb Bedenken hat.

Ich möchte Dir das aber nicht ausreden. Vielleicht würdest Du die Ausbildung ja auch gut schaffen.
 

feuerpferd

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hallo nik72,

könnte sein. ich hab beim ersten gespräch lediglich gesagt, dass ich gerne in den sozialen bereich zurückmöchte aus dem ich komme.
mehr nicht.
mein sohn ist spät erkannter autist. ich hab seit seinem 10. lebensjahr ganztags gearbeitet. an sich bin ich also ein belastbarer mensch. würd ich einfach mal so behaupten.
nach reilficher überlegung hat sich dann nach und nach erzieherin herauskritallisiert. kurz danach kommt heilerziehungspfleger.
auf platz drei steht krankenschwester.
was wohl flach fällt, weil es vom arbeitsamt nicht gefördert wird und weil es da nachtschichten abzuleisten gilt. wobei das auch als heilerziehungspfleger anfallen könnte.

leider war meine beraterin heute noch nicht im haus, als ich dort war um das ergebnis der blutdruckuntersuchung abgegeben habe. konnte ich also nicht nochmal reden.
ruf ich da dann nochmal an?
oder warte ich einfach bis der nächste termin ins haus geflattert kommt?
oder/und wende mich auch zeitgleich an die rentenversicherung wegen umschulung?

wie gesagt, der psychologe hält mich für geeignet. der arzt hat bedenken.
meine hausärztin hält mich auch für geeignet. zumindest als erzieherin, aber die wird da wahrscheinlich kein votum haben.
 

Dark Vampire

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Ich würde ganz einfach das gleich bei der DRV beantragen, wenn du die 15 Versicherungsjahre voll hast sind diese ohnehin zuständig für dich.
 

Yulia

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Ich würde mir das nochmal überlegen an deiner Stelle. Alle Beschäftigten aus dem sozialen Bereich, die ich kenne (war auch ein paar Jahre da tätig und empfinde das selbst auch so), empfinden den Job als sehr stressig. Auch als Erzieherin ist es etwas ganz anderes, auf eine wilde Horde gesunder Kinder aufzupassen als auf ein einzelnes! Aber das musst du selbst wissen. Ich kenne nur keinen, der sagt, dass dieser Job für Menschen mit eh schon "schwacher" Psyche geeignet wäre. Das Gefühl mit dem Schreien und Heulen kenne ich allerdings (aus meinen eigenen Erfahrungen im sozialen Bereich) - leider. Da möchte ich nicht wieder stehen.
 
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Hallo, ich glaube die Frage ob die Entscheidung des Amtsarztes mehr wiegt, als die des Amtspsychologen, lässt sich nicht so einfach beantworten. Ich denke aber mal, dass der Amtsarzt sich eher um die reinen körperlichen Beschwerden und der Psychologe sich um die psychischen Beschwerden kümmert.

Ich glaube auch, und das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, dass der Beruf der Erzieherin noch um einiges stressiger ist, als viele glauben.
 

Muzel

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Ein Befund nach Aktenlage zählt nicht so viel wie eine persönliche Untersuchung.
 
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