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Amtsärzliches Gutachten

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nongjo

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#1
Hallo zusammen,
freue mich sehr, dass ich dieses Forum zufällig im Google gefunden habe. Ich bin 50% schwerbehindert und Alg-2 Empfänger. Ein ärztliches Gutachten wurde im Jahr 2004 durch das Jobcenter veranlasst und liegt mit Arbeitseinschränkungen, Vollzeitjobs möglich, vor.

Meine Bitte an das Jobcenter:
wegen Verschlechterung meines gesamtgesundheitlichen
Zustandes bitte ich um Veranlassung eines erneuten amtsärzlichen Gutachtens.

Antwort des Jobcenters:
aus kostengründen kann ein erneutes ärztliches Gutachten nur bei Vorlage ärztlicher Atteste eingeleitet werden....

Meine Meinung:
über den Nachweis von Attesten durch meine Ärzte an das Jobcenter bin ich überrascht.
Wie kann oder ist es Recht das, dass Jobcenter ärzliche Atteste beurteilt ?
Das geht doch nur durch einen Arzt der eine Beurteilung oder Untersuchung durchführt, oder ?

Wo kann ich verbindliche Auskünfte bekommen ?
oder hat das Jobcenter etwa Recht ?

Muss ich wirklich mein kompletten Gesundheitszustand, meinen Arbeitsvermittler vorlegen ? und er entscheidet dann ob er ein neues ärztliches Gutachten einleitet ?

Für Eure Mühe bedanke ich mich im voraus..
 

Heiko1961

Forumnutzer/in

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#2
Hallo zusammen,
freue mich sehr, dass ich dieses Forum zufällig im Google gefunden habe. Ich bin 50% schwerbehindert und Alg-2 Empfänger. Ein ärztliches Gutachten wurde im Jahr 2004 durch das Jobcenter veranlasst und liegt mit Arbeitseinschränkungen, Vollzeitjobs möglich, vor.

Und genau das scheint der Arge z.Z. zu reichen. Für die ist das Gutachten noch akzeptabel.


Meine Bitte an das Jobcenter:
wegen Verschlechterung meines gesamtgesundheitlichen
Zustandes bitte ich um Veranlassung eines erneuten amtsärzlichen Gutachtens.

Antwort des Jobcenters:
aus kostengründen kann ein erneutes ärztliches Gutachten nur bei Vorlage ärztlicher Atteste eingeleitet werden....

Deshalb hast du auch diese Antwort bekommen. Die wollen doch kein neues Gutachten haben. Das ist dein Wunsch. Also musst du denen etwas vorlegen um es zu begründen. Schreibt dich dein Arzt für einen längeren Zeitraum krank oder stellt ein Attest aus, ist die Sachlage schon eine Andere.
Muss ich wirklich mein kompletten Gesundheitszustand, meinen Arbeitsvermittler vorlegen ? und er entscheidet dann ob er ein neues ärztliches Gutachten einleitet ?
Das ist damit nicht gemeint. Er will nur einen Grund, um dich wieder zum Gutachter schicken zu können, also ein Attest.
 

dragonflyer

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#3
Wobei die Sache mit dem Attest vom Arzt für den Sachbearbeiter so eine SAche ist, Der Sachbearbeiter ist kein Arzt und wie es mit Datenschutz aussieht, ist noch eine andere Frage.

Dazu müßte Rüdiger eigentlich mehr sagen können
 

Heiko1961

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#4
Wobei die Sache mit dem Attest vom Arzt für den Sachbearbeiter so eine SAche ist, Der Sachbearbeiter ist kein Arzt und wie es mit Datenschutz aussieht, ist noch eine andere Frage.

Dazu müßte Rüdiger eigentlich mehr sagen können

Auf einem Attest steht doch nichts weiter drauf? Und wenn, ist es Ärztedeutsch.:smile:
 

dragonflyer

Elo-User/in
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#5
[/color]
Auf einem Attest steht doch nichts weiter drauf? Und wenn, ist es Ärztedeutsch.:smile:
Naja, auf einem Attest steht im Normalfall eine Diagnose ;-) Und in einem Gutachten steht noch mehr. Nicht umsonst steht in den Amtsarztgutachten soviel drin, sondern eben überwiegend die Einschränkungen und auch Leistungsmerkmale,die man hat. Ich habe mir mein aktuelles Gutachten(4 Wochen alt*g*) beim Amtsarzt in Kopie geben lassen :icon_twisted:
 

Arania

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#6
Also bei 50% schwerbehindert würde ich einen anderen Weg versuchen, eine Neubewertung des Schwerbehindertengrades, falls sich der Zustand wirklich verschlechtert haben sollte.

Antrag ans Versorgungsamt, dann fordern die eh neue Unterlagen der Ärzte an und falls dem Antrag stattgegeben wird hat auch die ARGE neue Unterlagen
 
E

ExitUser

Gast
#7
Wobei die Sache mit dem Attest vom Arzt für den Sachbearbeiter so eine SAche ist, Der Sachbearbeiter ist kein Arzt und wie es mit Datenschutz aussieht, ist noch eine andere Frage.

Dazu müßte Rüdiger eigentlich mehr sagen können
Habe den Thread erst jetzt gesehen. Ärztliche Befunde oder Atteste, die Diagnosen erhalten, dürfen nur vom ärztlichen Dienst der Arge eingesehen werden. Das Attest daher in einem geschlossenen Umschlag mit Aufschrift "Arztsache" legen, diesen Umschlag dann mit einem kurzen Begleitschreiben in einem zweiten Umschlag rein und an die Arge schicken.

Ich verschiebe diesen Thread mal in den Behindertenbereich
 
E

ExitUser

Gast
#8
Ein ärztliches Attest muss keine Diagnosen enthalten. Wenn es zur Vorlage beim Sachbearbeiter (Nichtmediziner) benötigt wird, um eine weitere ärztliche Begutachtung durch den Medizinischen Dienst zu erreichen, genügt eine Bescheinigung des Arztes mit z. B. folgendem Wortlaut:

"Die dem ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur bzw. der ARGE ..... bereits bekannten Gesundheitsstörungen/Erkrankungen meines Patienten/meiner Patientin ........ haben sich verschlechtert. Ich halte es für notwendig, dass eine erneute Begutachtung durch den ärztlichen Dienst vorgenommen wird um ein aktuelles Leistungsbild für Herrn/Frau ....... bezogen auf die Erwerbsfähigkeit zu erhalten......

Arzt, Datum, Unterschrift"


Gutachten, Krankenhausberichte, Röntgenbilder, Entlassungsberichte, Befundberichte u. ä. haben in den Händen von nicht medizinisch ausgebildeten Kräften (SB) nichts zu suchen.
 
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