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Amt zahlt nur 3 Monate!!

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Tanja 26

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#1
Hallo,

so jetzt brauch ich auch mal eure Hilfe!

Und zwar ist das bei mir so: Ich bekomme seit Juni 05 ALG II und die ersten drei Monate wurde meine Miete komplett vom Amt übernommen, danach aber nur noch anteilig bezahlt. Jezt ist es aber bei mir so, dass ich nur vorübergehend hartz IV Empfänger bin, da ich mich momentan im Erziehungsurlaub befinde, und anschließend wieder in mein bestehendes Arbeitsverhältnis zurückkehren werde. Die Miete wird also nicht mehr voll vom Amt bezahlt, aber eine Umzugsaufforderung habe ich auch nicht bekommen.
Was ich jetzt von euch wissen möchte ist: Gelten für defitiv vorübergehende hartz IV Empfänger die gleichen Regeln für Kosten der Unterkunf oder gibt es da andere???
 

hoppel

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#2
wie hoch ist die Miete tatsächlich, wie groß die Wohnung und wie viel zahlt Dir das Amt?
 

Tanja 26

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#3
die warm miete beträgt 600 euro und wir haben zu zweit meine tochter und ich eine 3 zimmer wohnung von ca 80qm
 

Tanja 26

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#4
ups vergessen und das amt bezahlt für unterkunft und heizung 325 euro
 

silkem

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#5
Hallo Tanja,
für dich gelten die gleichen Regeln, wie für alle anderen ALGII-Geld-Empfänger!
Grundsätzlich gilt eine Übergangsfrist von max. 6 Monaten nach einer schriftlichen Aufforderung zur Senkung der Kosten der Unterkunft:
§ 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung
(1)1 1Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in
Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit
diese angemessen sind. 2Erhöhen sich nach einem
nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen
für Unterkunft und Heizung, werden die Leistungen weiterhin nur in Höhe der bis dahin zu tragenden Aufwendungen erbracht.
3Rückzahlungen und Guthaben,
die den Kosten für Unterkunft und Heizung zuzuordnen
sind, mindern die nach dem Monat der Rückzahlung
oder der Gutschrift entstehenden Aufwendungen;
Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie
beziehen, bleiben insoweit außer Betracht.
4Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der
Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang
übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden
Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange
zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen
oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich
oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel,
durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen
zu senken, in der Regel jedoch längstens
für sechs Monate.
Schau doch mal auf deinem Bescheid nach, ob dort etwas dazu steht! Falls nicht, ist das Vorgehen nicht in Ordnung und du solltest Widespruch einlegen. F
325 Euro für Zwei Personen halte ich für sehr niedrig. Erkundige dich auf jeden Fall bei der Arge, wie sich dieser Betrag zusammensetzt und auf welcher Basis die angemessene Miete ermittelt wurde. Zulässig ist nämlich nur ein aktueller Mietspiegel!
Viele Tipps findest du außerdem hier im Forum Kosten der Unterkunft

siehe auch folgende Urteile vom Bundessozialgerichtshof http://www.elo-forum.org/forum/viewtopic.php?t=7828262&start=0&postdays=0&postorder=asc&lighter=
LG

Silke
 

Tanja 26

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#7
also das amt sagt immer wieder 280 euro an miete für zwei peronen inkl heizkosten das wäre mindestbetrag also bin ich mit meinen 325 euro für unterkunft und heizung schon gut bedient oder? naja jedenfalls ist das nur die hälfte der miete die ich zahlen muss also geht das erziehungsgeld dafür drauf was eigentlich für mein Kind bestimmt ist
 

hoppel

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#8
nun das Erziehungsgeld ist nicht für Dein Kind sondern für Dich - es ist eine Art Lohnersatzleistung, da Du in der Zeit keinen Lohn bekommst.

Fakt ist, Sie müssen den vollen Mietbetrag wenn auch unangemessen über 6 Monate übernehmen, daran führt kein Weg vorbei.

Da Dein Bescheid nun Rechtskräftig sein wird ist eher die Frage nimmst Du den Hammer und schlägst damit in die ARGE oder suchst Du ersteinmal das Gespräch....

Nach den 6 Monaten können Sie die Miete auch weiterhin übernehmen, aber eben nur in Einzefällen, die Frage ist ja auch wie weit müsstest Du dann von Deinem Arbeitsplatz wegziehen, wie weit wohnst Du weg, denn das Amt darf dich ja nachher nicht schädigen und das würden Sie wenn du einen weiteren Weg zur Arbeit in Kauf nehmen mußt, da Du ja eine sichere Arbeit hast....weiterer Weg kann ja auch bedeuten unsichere Kinderbetreuung...und und und
 

Tanja 26

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#9
hmm also es gibt da jemanden der meinte es gäbe für alleinerziehende die nur erziehungsurlaub haben und dann wieder an ihren arbeitsplatz zurückkehren besondere regelungen in sachen hartz IV und zwar unter anderem das die miete so lange voll bezahlt wird,bis man wieder arbeiten geht, weil es ja nur für bestimmte zeit ist.
 

silkem

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#10
Hallo Tanja,

dann lass dich entweder von einem Anwalt oder in einer Beratungsstelle beraten. Adressen findest du hier: http://www.tacheles-sozialhilfe.de/adressen/default.aspx oder du rufst beim Notruftelefon für zwangsumzüge dieses Forums an unter 0228/2495594

Ansonsten gilt für dich §22, Abs. 4 SGB II, den ich dir oben schon gepostet habe - in Verbindung mit Hoppels Argumenten...

LG

Silke
 
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