Amt verkompliziert meinen ALG-Antrag. Jetzt soll nach §145 SGB III geprüft werden. Bekomme ich jetzt kein Geld? (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

luxx87

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Hallo,

Kurz zur info: ich wurde gestern ausgesteuert, krankenkasse zahlte seit juli 2018 durchgehend, bis auf 6 Wochen Reha (Oktober bis November 2018). Ich wurde zum 31.12. von meinem Arbeitgeber gekündigt. Nun hatte ich mich im Oktober, als ich die Kündigung erhielt beim Arbeitsamt online arbeitslos ab 31.12. Gemeldet und gleichzeitig auch gemeldet dass ich ab 26.11. Kein Geld mehr erhalte da ich nur noch bis zum 25.11. Krankengeld erhalte.

Heute hatte ich einen Termin wo ich Bewerbungsunterlagen mitnehmen sollte und mich fragte die Frau gleich ob ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe und ich: ich bin krankgeschrieben nach wie vor. Sie meinte, dass nach Paragraph 145 geprüft werden muss... ich hätte telefonisch dann und dann angegeben ich stehe dem Arbeitsmarkt zur Verfügung (es ist doch logisch, dass jemand der 1.5 Jahre krankgeschrieben ist und gekündigt wurde, nicht einfach so gesund ist).

Jetzt soll ich von der Rentenversicherung einen Nachweis über die Lohnersatzleistungen einholen, einen ganzen Packen Formulare ausfüllen für den medizinischen Dienst, meine Ärzte vonder Schweigepflicht entbinden und zudem alle befunde und alle Informationen angeben. Was zur Hölle.. habe Angst, dass ich gar nichts oder weniger ALG1 kriege, ich komme so schwer über die Runden muss Studienkredite abbezahlen.

Was soll ich nun tun? Warum reicht es nicht, dass ich per Arzt krankgeschrieben werde. Ich möchte doch nur mein ALG1 erhalten.

Könnt ihr mir helfen? Habe ich mich falsch verhalten? Ich dachte ich nehme den Termin wahr und dann kommt diese hiobsbotschsft.

Bitte helft mir!

Ich lese mich durch und kriege richtig Panik. Das es a) lange dauert bis ich überhaupt Geld kriege (muss schauen wie ich meine fixkosten im Dezember zahle) und b) ich weniger als ALG1 kriege, selbst das liegt nicht soviel über dem Mindestsatz.

Ich bin psychisch krank und das alles überfordert mich massiv, 10 Seiten Formulare ausfüllen, befunde der ärzte, angaben über alles und dann an den äD der mich (meinte die SB) wohl nicht arbeitsunfähig sieht. Also alles jetzt umsonst? Warum kann man nicht ALG1 erhalten/Antrag bearbeiten lassen und sich dann per Krankschreibung vom Arzt von den Terminen freistellen. Es ist nicht so, dass ich nicht will. Ich bin zur normalen Arbeit nicht in der Lage.

Ich glaube, dass ich der SB auch zuviel erzählt habe. Sie fragte was ich denn in etwa habe also körperlich oder seelisch und ich habe es ihr kurz gesagt was passiert ist warum ich krankgeschrieben bin und es mir nicht gut geht in der Hoffnung auf Menschlichkeit aber das war wohl naiv und dumm.

Was mache ich wenn ich kein Geld kriege, wie soll ich meine fixkosten zahlen, wie soll ich über die Runden kommen?
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag luxx87

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Hilfe Amt verkompliziert ALG-Antrag"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link
, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Kerstin_K

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Jetzt mal langsam und eins nach dem anderen.

ALG I nach der Aussteuerung bedeutet, dass du dich mit deinem Restleistungsvermögen der Arbeitsvermittlung zur verfügung stellen musst. Dieses Restleistungsvermögen wird der ärztliche Dienst feststellen. Meistens passiert das nach Aktenlage. Dazu sollst du die Unterlagen ausfüllen.

Dazu solltest du wissen, dass alle Angaben im Gesundheitsfragebpgen und auch die Schweigepflichtentbindungen freiwillig sind. Die Schweigepflichtentbindungen solltest du in der Gültigkeit begrenzen, sonst sind die 3 Jahre gültig. Du kannst auch statt der Schweigepflichtentbindungen einige aussagekäftige Befunde zusammenstellen und diese abgeben. Sollte dem ärztlichen Dienst das nicht reichen, dann melden die sich oder laden dich zur Untersuchung ein.

Das ganze geht bitte nicht über den Schreibtisch deiner SB, sondern direkt zum ärztlichen Dienst. Die SBs sind keine Ärzte und die gehen deine Krankeiten nichts an.

Ab sofort gibst du bitte keine AU Bescheinigungen bei der AfA mehr ab. für die ausgesteuerte Krankheit gelten die dort sowieso nicht und du riskierst sonst, dass man dich nach 6 Wochen aus dem Leitungsbezug wirft. Lass dich aber weiter lückenlos krankschreiben und gib auch die Bescheinigungen bei der Krankenkasse ab. Zu Terminen bei der AfA musst du erscheinen.


Der arztliche Dienst wird dann feststellen, was du trotz deiner Krankheit noch arbeiten könntest. Das muss bei der Vermittlung berücksichtigt werden. Aber keine Angst, wir hatten hier noch keinen Fall, wo nach der Aussteuerung eine Vermittlung stattfand.

Das ALG I darf nicht abgesenkt werden, egal, was der ärztliche Dienst feststellt. Du musst nur aufpassen, dass du nicht irgendwas unterschreibst, dass du nur noch weniger Stunden arbeiten kannst oder so. Sag immer, dass du dich mit deinem Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst

Manche AfAs meinen, dass sie das ALG I erst bewilligen können, wenn der äztliche Dienst das Gutachten fertig hat. Das ist aber nicht korrekt. Wenn das pssiert und man dir zum Beispiel mitteilt, dass du inzwischen ALG II beantragen sollst, dann melde dich, dagegen muss man sich wehren.

Was stand denn in deinem Rehaabschlussbericht, wie es mit die weitergehenn soll? Rente? Leistungsfähigkeit über oder unter drei Stunden?

Ein Muster für den ALG I Antrag findet du hier MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!! -
 

HermineL

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Dazu splltest du wissen, dass alle Angaben im Gesundheitsfragebpgen und auch die Schweigepflichtentbindungen frwiwillig sind. Die Schweigepflichtentbindungen solltest du in der Gültigkeit begrenzen, sonst sind die 3 Jahre gültig. Du kannst auch statt der Schweigepflichtentbindungen einige aussagekäftige Befunde zusamenstellen und diese abgeben. Sollte dem ärztlichen dienst das nicht reichen, dann melden die sich oder laden dich zur Untersuchung ein.
Es ist ratsam den Gesundheitsfragebogen auszufüllen um dem ärztlichen Dienst die Anamnese und die zügige Bearbeitung zu ermöglichen. Die Schweigepflichtentbindung die der TE bekommen hat solltest man in dieser Form auf keinen Fall nehmen da diese viel zu umfänglich und für 3 Jahre gültig ist. Hierzu hänge ich eine Mustervorlage der Userin @gila an die man entsprechend anpassen kannst.

Wie @Kerstin_K schon schrieb bitte alle Unterlagen nur direkt an den ÄD geben nicht an den Sachbearbeiter der AFA. Medizinische Unterlagen gehören nur in die Hände von medizinischem Personal und nicht in die Hände darin ungeschulter Sachbearbeiter die noch nicht einmal der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.

Alles weiter hat dir @Kerstin_K schon in den wichtigsten Punkten geschrieben. Wichtig ist hier noch die Info was im Rehabericht steht und ob es seit dem nachweisbare Verschlechterungen oder Verbesserungen gegeben hat.
 

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luxx87

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Jetzt mal langsam und eins nach dem anderen.

ALG I nach der Aussteuerung bedeutet, dass du dich mit deinem Restleistungsvermögen der Arbeitsvermittlung zur verfügung stellen musst. Dieses Restleistungsvermögen wird der ärztliche Dienst feststellen. Meistens passiert das nach Aktenlage. Dazu sollst du die Unterlagen ausfüllen.

gut das mache ich so, blöderweise habe ich auf die Frage des RLV geantwortet das ich ja AU krankgeschrieben bin und... hoffe das wird keine negativen Konsequenzen für mich nach sich ziehen?!

Dazu solltest du wissen, dass alle Angaben im Gesundheitsfragebpgen und auch die Schweigepflichtentbindungen freiwillig sind. Die Schweigepflichtentbindungen solltest du in der Gültigkeit begrenzen, sonst sind die 3 Jahre gültig. Du kannst auch statt der Schweigepflichtentbindungen einige aussagekäftige Befunde zusammenstellen und diese abgeben. Sollte dem ärztlichen Dienst das nicht reichen, dann melden die sich oder laden dich zur Untersuchung ein.

ich danke dir, damit werde ich arbeiten und alle notwendigen befunde (Reha vor 1 Jahr, übrigens da AU entlassen voll leistungsfähig und Wiedereingliederung geplant jedoch konnte ich diese 2 Wochen nach Heimkehr nicht antreten da Beschwerden sich verstärkten.

Das ganze geht bitte nicht über den Schreibtisch deiner SB, sondern direkt zum ärztlichen Dienst. Die SBs sind keine Ärzte und die gehen deine Krankeiten nichts an.

Das habe ich so vor. Der Umschlag geht sofort an den äD.


Ab sofort gibst du bitte keine AU Bescheinigungen bei der AfA mehr ab. für die ausgesteuerte Krankheit gelten die dort sowieso nicht und du riskierst sonst, dass man dich nach 6 Wochen aus dem Leitungsbezug wirft. Lass dich aber weiter lückenlos krankschreiben und gib auch die Bescheinigungen bei der Krankenkasse ab. Zu Terminen bei der AfA musst du erscheinen.

bisher gab es keine krankmeldung an die AfA, ich bin ja sozusagen erst seit heute dort "Kunde", das ich aber der KK weiterhin die AU schicken muss wusste ich nicht, danke für den Hinweis. Heute war ja der Termin bei der AfA, ich hatte meine Bewerbungsunterlagen bei, jedoch hat sie mich wegen dieser Falschinfo (eher war die Mitarbeiterin am Telefon damals unwissend und hat mich falsch beraten/ den Sachverhalt falsch aufgenommen).

Der arztliche Dienst wird dann feststellen, was du trotz deiner Krankheit noch arbeiten könntest. Das muss bei der Vermittlung berücksichtigt werden. Aber keine Angst, wir hatten hier noch keinen Fall, wo nach der Aussteuerung eine Vermittlung stattfand.

Das ALG I darf nicht abgesenkt werden, egal, was der ärztliche Dienst feststellt. Du musst nur aufpassen, dass du nicht irgendwas unterschreibst, dass du nur noch weniger Stunden arbeiten kannst oder so. Sag immer, dass du dich mit deinem Restleistungsvermögen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst

wichtiger Punkt. Danke!

Manche AfAs meinen, dass sie das ALG I erst bewilligen können, wenn der äztliche Dienst das Gutachten fertig hat. Das ist aber nicht korrekt. Wenn das pssiert und man dir zum Beispiel mitteilt, dass du inzwischen ALG II beantragen sollst, dann melde dich, dagegen muss man sich wehren.

Was stand denn in deinem Rehaabschlussbericht, wie es mit die weitergehenn soll? Rente? Leistungsfähigkeit über oder unter drei Stunden?

wie gesagt voll leistungsfähige, AU entlassen, knapp 2 Wochen darauf wäre meine Wiedereingliederung gestartet. Zudem war ich war von Anfang April bis Mitte Juli in einer psychosomatischen stationären Behandlung. Einen Bericht habe ich aber nie erhalten seltsamerweise.

Ein Muster für den ALG I Antrag findet du hier MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!! -
Es ist ratsam den Gesundheitsfragebogen auszufüllen um dem ärztlichen Dienst die Anamnese und die zügige Bearbeitung zu ermöglichen. Die Schweigepflichtentbindung die der TE bekommen hat solltest man in dieser Form auf keinen Fall nehmen da diese viel zu umfänglich und für 3 Jahre gültig ist. Hierzu hänge ich eine Mustervorlage der Userin @gila an die man entsprechend anpassen kannst.

Wie @Kerstin_K schon schrieb bitte alle Unterlagen nur direkt an den ÄD geben nicht an den Sachbearbeiter der AFA. Medizinische Unterlagen gehören nur in die Hände von medizinischem Personal und nicht in die Hände darin ungeschulter Sachbearbeiter die noch nicht einmal der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.

Alles weiter hat dir @Kerstin_K schon in den wichtigsten Punkten geschrieben. Wichtig ist hier noch die Info was im Rehabericht steht und ob es seit dem nachweisbare Verschlechterungen oder Verbesserungen gegeben hat.
Danke euch beiden, also werde ich das Formular ausfüllen, das Muster mit dem Schweigepflichtentbindungsblatt ersetzen und die Befunde zusammen suchen. Ein Spaß... mir fehlt nur noch die krankenkassenbescheinigung die jedoch morgen per Post ankommen sollte und die Arbeitsbescheinigung. Leider reagiert man da weder auf meine bitte per Post und Mail. Das kann ich also dann sofern ich es habe hochladen und der Antrag müsste bearbeiten werden? Beide SB meinten das erst der äD das schnellgutachten durchführen muss. Mensch echt ein Nervenspiel, ich habe ab nächster Woche große Geldnot, interessiert die nicht.
 

HermineL

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Ein Spaß... mir fehlt nur noch die krankenkassenbescheinigung die jedoch morgen per Post ankommen sollte und die Arbeitsbescheinigung.
Das musst du bei der Sachbearbeiterin abgeben. Den Fragebogen, die Schweigepflichtentbindung und die Befunde aber auf keinen Fall bei Ihr abgeben sondern nur direkt beim ÄD.

Sinnvoll wäre es auch die dir gestellten fragen zu beantworten.
 

Kerstin_K

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Bitte den ALG Antrag nicht online stellen, das passt bei Aussteuerung nicht. Lass dir von der AfA das Papierformular geben.
 

luxx87

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Bitte den ALG Antrag nicht online stellen, das passt bei Aussteuerung nicht. Lass dir von der AfA das Papierformular geben.
wie meinst du das ? Den Antrag habe ich bereits vor vielen Wochen online gestellt. Es fehlt ja jetzt nur noch die Arbeitsbescheinigung und Krankenkassenmeldung über die Lohnersatzleistungen, dann wäre alles soweit vorhanden für die Bearbeitung.
 

Kerstin_K

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Dann ist es eh nicht mehr zu ändern. Schau dir mal den verlinkten Musterantrag an.
 

luxx87

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Dann ist es eh nicht mehr zu ändern. Schau dir mal den verlinkten Musterantrag an.
habe ich, Mensch ich habe jetzt Probleme dadurch, dass ich den Antrag online gestellt habe?! -_- werde nun erstmal die Sachen nachreichen und schauen was da noch alles auf mich zukommt :/
 

Doppeloma

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Hallo luxx87,

Kurz zur info: ich wurde gestern ausgesteuert, krankenkasse zahlte seit juli 2018 durchgehend, bis auf 6 Wochen Reha (Oktober bis November 2018). Ich wurde zum 31.12. von meinem Arbeitgeber gekündigt. Nun hatte ich mich im Oktober, als ich die Kündigung erhielt beim Arbeitsamt online arbeitslos ab 31.12. Gemeldet und gleichzeitig auch gemeldet dass ich ab 26.11. Kein Geld mehr erhalte da ich nur noch bis zum 25.11. Krankengeld erhalte.
Ich fange gerne oben mal an deinen "Hilferuf" abzuarbeiten, wobei es mich schon etwas wundert, dass du seit 2015 schon hier angemeldet bist und dich nicht eher mal etwas zum Thema Aussteuerung eingelesen hast ...
Zeit genug wäre ja gewesen (während deiner langen AU) und es ist immer schlecht "die Kohlen aus dem Feuer" holen zu wollen wenn es dafür schon fast zu spät ist ...

Es war schon falsch deine kommende Arbeitslosigkeit (wegen der Entlassung zum 31.12.) und die kommende Aussteuerung gleichzeitig bei der AfA zu melden.
Das sind zwei völlig "verschiedene Schuhe", die nur wenig miteinander zu tun haben.

Es hätte genügt dich regulär (fristgerecht nach Erhalt der Kündigung) Arbeitsuchend zu melden und einfach nur mitzuteilen, dass du aktuell (und vorerst weiterhin) AU geschrieben bist.
Das hätte dir schon mal den Melde-Termin zur Vorlage von Bewerbungs-Unterlagen heute erspart ...

Heute hatte ich einen Termin wo ich Bewerbungsunterlagen mitnehmen sollte und mich fragte die Frau gleich ob ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe und ich: ich bin krankgeschrieben nach wie vor. Sie meinte, dass nach Paragraph 145 geprüft werden muss...
Soweit ja richtig, allerdings muss man (auch für § 145 SGB III = Sonderregelung nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) bereit sein der Vermittlung zur Verfügung zu stehen, deine AU-Bescheinigung interessiert die AfA nach einer Aussteuerung nicht mehr,
Wer offiziell meint zu krank zum Arbeiten zu sein (und das immer wieder betont) hat keinen Anspruch auf ALGI.
Daher wird (nach der Aussteuerung) beim ÄD das sogenannte "Restleistungsvermögen" festgelegt, mit dem du Vermittlungsbereitschaft zeigen MUSST ... und eine Beratung dafür kann erst nach dieser "Begutachtung" sinnvoll stattfinden ... deine bisherigen Bewerbungs-Unterlagen bringen dich ja nicht mehr weiter, es muss auf dein aktuelles "Restleistungsvermögen" abgestellt werden, wofür du dich noch sinnvoll bewerben könntest ...

Dazu solltest du zumindest jetzt noch viel hier im Bereich nachlesen, was das bedeuten könnte ... auch mit dem § 140 SGB III solltest du dich in diesem Zusammenhang intensiv befassen, sonst wird man dich wohl "am ehesten noch als Pförtner" für vermittelbar einstufen (wollen) ... aber keine Sorge, die Sicherheits-Unternehmen stellen auch keine kranken Leute ein ... :icon_evil:

ich hätte telefonisch dann und dann angegeben ich stehe dem Arbeitsmarkt zur Verfügung (es ist doch logisch, dass jemand der 1.5 Jahre krankgeschrieben ist und gekündigt wurde, nicht einfach so gesund ist).
Was du telefonisch mal angegeben haben sollst ist EGAL (dafür gibt es keinen Beweis) aber mit irgendeiner Form von "Logik" hat der Anspruch auf ALGI nach einer Aussteuerung auch nicht viel zu tun ...
ALGI ist KEIN "Ersatz-Krankengeld", ohne minimale "Verfügbarkeit" für die Arbeitsvermittlung (mit dem Restleistungsvermögen lt. ÄD der AfA) bekommst du auch kein Geld von der AfA ... :icon_evil:

Mit den SB solltest du also niemals deine Krankheiten thematisieren, sondern IMMER deine Arbeits-Bereitschaft (im Rahmen deiner letzten Arbeitszeit !!!), deinen "unbändigen" Arbeits-WILLEN betonen, gesundheitliche Einschränkungen müssen schon nach § 140 SGB III (gemäß dem ÄD-Gutachten) immer mit berücksichtigt werden.
Wie viel ernsthafte Vermittlungs-Fähigkeit da wirklich übrig bleibt, muss nicht dein Problem sein ... es gab bisher keinen Ausgesteuerten der tatsächlich (in eine zumutbare neue Tätigkeit) vermittelt werden konnte ... :icon_evil:

Du schreibst von einer Reha, die du absolviert hast, daran wird sich der ÄD (vorrangig) orientieren wollen, liegt dir selbst der komplette Reha-Bericht vor ???
Ob du den komplett (oder teilweise) beim ÄD einreichen willst hast du selbst zu entscheiden, kommt ja auch drauf an wie realistisch dieser Bericht dein Befinden und die Prognosen eingeschätzt hatte ... :icon_kinn:

Was konkret hast du denn selber vor beruflich weiter zu machen oder hast du vor eine EM-Rente zu beantragen ???

Jetzt soll ich von der Rentenversicherung einen Nachweis über die Lohnersatzleistungen einholen, einen ganzen Packen Formulare ausfüllen für den medizinischen Dienst, meine Ärzte vonder Schweigepflicht entbinden und zudem alle befunde und alle Informationen angeben.
Der Nachweis von der DRV ist üblich, wenn man eine Reha gemacht hatte, ebenso die Abschluss-Bescheinigung der KK (wenn die Aussteuerung dann tatsächlich stattfindet) und die Arbeitsbescheinigung von deinem AG wird gebraucht, um dein ALGI zu berechnen.

Was hast du den sonst noch bekommen (den Formular-Antrag ja offenbar nicht) wenn du den Antrag schon online gestellt hattest, was eher für Verzögerungen sorgt nach einer Ausssteuerung aus dem Krankengeld.

Für den ÄD bekommt man in der Regel einen "Gesundheitsfragebogen" und etliche Schweigepflicht-Entbindungen, das ist ALLES freiwillig, auch wenn man "vergessen" hat dir das mitzuteilen ...
Wann und wo sollst du die Unterlagen für den ÄD abgeben ?

Die gehören NUR DIREKT zum Med. Dienst und NICHT in die Hände der AfA-SB ... in der Regel sitzt der ÄD im gleichen Gebäude und es ist sinnvoll die nötigen Unterlagen NUR dort direkt gegen Eingangsbestätigung abzugeben.
Ansonsten hat man dir die DIREKTE Anschrift des zuständigen ÄD zu geben ...

Entgegen einiger anderer Infos dazu bin ich NICHT dafür überhaupt Schweigepflicht-Entbindungen zu erteilen, das ist überflüssig wenn man selber Kopien wichtiger Arzt-Unterlagen abgeben kann, dann fordern die sowieso NICHTS mehr an bei den Ärzten.
Für DRV und Reha-Klinik solltest du generell KEINE Schweigepflicht-Entbindungen geben, die können zu deinem aktuellen Gesundheitszustand ganz sicher keine zutreffenden Auskünfte geben ...

Damit bekommt die AfA nur die Möglichkeit dort eigenständig neugierige Anfragen zu stellen wenn du Anträge bei der DRV gestellt hast und den Reha-Bericht stellst du selbst zur Verfügung oder eben nicht.
Mit allen anderen Institutionen hattest du (vermutlich) noch nie was zu tun, also können die auch keine Auskünfte zu deiner Person / Gesundheit geben.

Schweigepflicht-Entbindungen die du meinst trotzdem ausstellen zu wollen, bitte auf ein festes Datum begrenzen, sonst sind die 3 Jahre lang verwendbar ...
Notiere dir selbst ALLES was du bei der AfA / beim ÄD abgeben wirst und mache dir von ausgefüllten Unterlagen Kopien für deine "private Akte" ...

Was soll ich nun tun? Warum reicht es nicht, dass ich per Arzt krankgeschrieben werde. Ich möchte doch nur mein ALG1 erhalten.
Mach genau das, was dir hier jetzt dazu beschrieben wurde, du hast einen Rechts-Anspruch auf ALGI nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld (dafür gibt es den § 145 SGB III) aber NUR wenn du (trotzdem) vermittlungsbereit bist (mit deinem Restleisungsvermögen), nein, es reicht leider nicht, weiter vom Arzt AU geschrieben zu sein ... die AfA ist keine "Krankenanstalt" ...
Deine AU-Bescheinigung wollen die gar nicht mehr haben und darum gibst du die bitte auch NICHT mehr ab bei der AfA ... :icon_evil:

Ich lese mich durch und kriege richtig Panik. Das es a) lange dauert bis ich überhaupt Geld kriege (muss schauen wie ich meine fixkosten im Dezember zahle) und b) ich weniger als ALG1 kriege, selbst das liegt nicht soviel über dem Mindestsatz.
Zunächst mal bekommst du ja noch dein restliches Krankengeld für den November (bis zum 26.11.) ausgezahlt und da bleiben nur noch 5 Tage ALGI- Anspruch übrig für November ...
Der erste volle Betrag wird also erst Ende Dezember fällig und bis dahin sollte schon (spätestens) alles am Laufen sein bei der AfA ...

Krankengeld wurde / wird ja auch rückwirkend gezahlt also sollte dein Geld für den Monat Dezember ja (eigentlich) noch gesichert sein ... bis auf den Rest-Anspruch ab dem 27.11. der wird von der AfA nachgezahlt sobald du deinen Leistungsbescheid bekommen hast.

Damit die AfA dein ALGI überhaupt berechnen kann, ist die Arbeitsbescheinigung von deinem AG erforderlich, wann und in welcher Form hast du die denn angefordert ???
Daran solltest du deinen AG dringend (und nachweislich) erneut erinnern wenn der sich dazu noch nicht bewegt hat ...

Als "Ausweich" solltest du für die AfA deine Lohnabrechnungen der letzten 6 - 12 Monate kopieren und dort (auch nachweislich) einreichen, das haben die zu akzeptieren als "Ersatz" bis dein AG seiner Pflicht nachgekommen ist die Bescheinigung auszufüllen.

Du musst dem auch nicht ewig nachlaufen deswegen aber du solltest eben auch beweisen können, was du schon unternommen hast um die Bescheinigung selbst zu besorgen, dann ist die AfA verpflichtet das DIREKT bei deinem AG anzufordern ...

Zumindest "vorläufig" muss dein ALGI dann eben aus den Lohnabrechnungen berechnet werden ... machen die zwar nicht gerne aber das kann dir egal sein ... du brauchst ja dein Geld und die Krankenversicherung (noch läuft die gesetzliche Nachversicherung für einen vollen Monat).

Ich bin psychisch krank und das alles überfordert mich massiv, 10 Seiten Formulare ausfüllen, befunde der ärzte, angaben über alles und dann an den äD der mich (meinte die SB) wohl nicht arbeitsunfähig sieht. Also alles jetzt umsonst?
Deine AU hat weder die SB noch der ÄD tatsächlich in Frage zu stellen, darüber entscheidet nur dein behandelnder Arzt, Fakt ist aber auch, dass du eine fiktive Arbeitsbereitschaft (mit deinem Restleistungsvermögen) zeigen musst bei der AfA weil du sonst KEIN ALGI bekommen wirst und dass deine AU als Entschuldigung für Beratungstermine bei der AfA KEINE Wirkung mehr hat.

Warum kann man nicht ALG1 erhalten/Antrag bearbeiten lassen und sich dann per Krankschreibung vom Arzt von den Terminen freistellen.
Weil du mit deinem "Restleistungsvermögen" (lt. AfA-ÄD) einfach nicht krank zu sein hast wenn du ALGI beziehen willst ... in der Regel halten sich solche SB-Termine in Grenzen (oder finden auch gar nicht statt) wenn erst mal alles angelaufen ist und dein Geld gezahlt wird ...
Schränkst du deine Arbeitszeit nicht selber ein wird dein ALGI auch nicht gekürzt also auch in der Hinsicht darauf achten was du sagst oder vielleicht unterschreiben sollst ...
Wenn du privat Hilfe beim Ausfüllen von Formularen brauchst, weil dich das überfordert, dann musst du dir dafür vor Ort private Hilfe suchen, es gibt ja sicher auch noch andere Bürokratie in deinem Leben und nicht nur das von der AfA ... das ist ja schon fast überstanden ...

Ich glaube, dass ich der SB auch zuviel erzählt habe. Sie fragte was ich denn in etwa habe also körperlich oder seelisch und ich habe es ihr kurz gesagt was passiert ist warum ich krankgeschrieben bin und es mir nicht gut geht in der Hoffnung auf Menschlichkeit aber das war wohl naiv und dumm.
Da hast du ganz sicher zu viel erzählt, das sind Arbeitsberater und keine Ärzte oder Therapeuten ... die können das gar nicht beurteilen und "Menschlichkeit" / Verständnis für deine Situation solltest du besser nicht ausgerechnet bei Behörden (und deren Mitarbeitern) suchen, von denen du Geld gezahlt haben möchtest ...

MfG Doppeloma
 

luxx87

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Ich habe die Befunde der Reha vor einem Jahr und die vom stationären Aufenthalt April bis Juli (15 Wochen!). Ich werde keine Schweigepflichtsentbindung erteilen, den Bogen soweit ausfüllen (gibt es dazu Muster?!) und DIREKT beim äD abgeben und parallel dazu die Lohnnachweise der letzten 12 Monate + KK-Meldung über die Entgeltzahlungen an die SB geben. Ich hoffe sehr, dass mein Antrag bald bearbeitet wird, ich dachte ehrlich gesagt, dass ich das Geld nicht nachträglich für den Monat, sondern vorträglich erhalte, sprich zum 1.12. für den Dezember und nicht für die paar Tage im November und erst am 1.1. für Dezember. Das bringt mich in eine schwierige finanzielle Situation und das muss ich nebenher auch noch regeln.
 

HermineL

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Ich hoffe sehr, dass mein Antrag bald bearbeitet wird, ich dachte ehrlich gesagt, dass ich das Geld nicht nachträglich für den Monat, sondern vorträglich erhalte, sprich zum 1.12. für den Dezember und nicht für die paar Tage im November und erst am 1.1. für Dezember. Das bringt mich in eine schwierige finanzielle Situation und das muss ich nebenher auch noch regeln.
ALG I Leistungen werden im Gegensatz zu Hartz IV immer rückwirkend gezahlt. Das bedeutet eben das du Ende November die Tage im November bekommen müsstest und die Leistung für den Dezember wird Ende Dezember ausgezahlt. Aber da du ja noch zu den paar Tagen aus November von der AFA bis zum 25.11.2019 Krankengeld bekommst hast du ja keine Lücke.
 

Doppeloma

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Hallo luxx87,

Ich hoffe sehr, dass mein Antrag bald bearbeitet wird, ich dachte ehrlich gesagt, dass ich das Geld nicht nachträglich für den Monat, sondern vorträglich erhalte, sprich zum 1.12. für den Dezember und nicht für die paar Tage im November und erst am 1.1. für Dezember.
Wie dir bereits bestätigt wurde erfolgt die Überweisung von ALGI immer erst zum monatsletzten Banktag, (also zum 30.12.2019 für den Dezember) das ist noch nie anders gewesen, denn regulär könnte man ja (als "normaler" Arbeitsloser) täglich eine neue Anstellung finden und dann wird ALGI ja sofort (für die Zukunft) aufgehoben.
Die AfA hätte sonst wohl ständig nur Rückforderungen zu stellen, wenn das Geld im Voraus gezahlt würde ...

Das ist nur im SGB II (Hartz 4) und bei Sozial-Hilfe (SGB XII) der Fall.

Das bringt mich in eine schwierige finanzielle Situation und das muss ich nebenher auch noch regeln.
Auch Krankengeld wird immer erst rückwirkend überwiesen nach einem Arztbesuch (mit Verlängerung der AU) für die davor vergangenen Tage, seit der letzten Verlängerung.
Bis zu welchem Tag hast du denn zuletzt Krankengeld gezahlt bekommen, das ist ja auf deinem Konto-Auszug (als Zahlungs-Zeitraum) vermerkt und jetzt brauchst du noch den Stempel (vom Arzt) für die Auszahlung letzten Tage bis zur Aussteuerung.

Normalerweise sollte es da keine größere Zahlungslücke geben, zumal Krankengeld im Betrag meist noch höher ist, als das ALGI nun sein wird (ca. 60 % vom letzten Netto-Einkommen ohne Kind / ca. 67 % mit Kind im Haushalt).

In diese schwierige Situation hast du dich irgendwie selber gebracht, das passiert recht schnell wenn man sich Krankengeld zu häufig auszahlen lässt oder durch die Verteilung der Arztbesuche eher am Monats-Anfang das meiste Geld von der KK bekommen hat, ein überwiegender Teil davon war dann aber auch noch aus dem Vormonat.
Überprüfe mal deine letzten Überweisungen von der KK auf die angegebenen Zeiträume, vielleicht hast du da einfach nur falsch "gerechnet" ... kommt ja drauf an, wie oft du wegen der Verlängerungen (im Monat) beim Arzt gewesen bist und dann den neuen Krankenschein an die KK gesendet hast.

Solche Dinge muss man leider immer selber gut im Blick behalten auch wenn man krank ist ...

MfG Doppeloma
 

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Bezüglich des Studienkredits würde ich in die Unterlagen schauen, unter welchen Bedingungen der rückzahlpflichtig ist.
 

luxx87

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ich warte auf Bearbeitung meines Antrags, da falle ich beim Blick auf mein Sparkassen-Konto fast vom Stuhl. Ein Riesenbetrag von meinem Arbeitgeber mit dem Verwendungszweck Gehalt 12/19. Bestimmt ein Fehler (wäre nicht der erste) der Buchhaltung. Dann kriege ich zeitgleich Post mit einer Endabrechnung. Ich war nun 1,5 Jahre krankgeschrieben und dieser hohe Betrag wird als "Urlaubsabgeltung" eingetragen, steuerfrei. Ich versuche hin und her zu rechnen (Stundenlohn) und komme auf 45 volle Urlaubstage, die ich wohl nun ausgezahlt kriege. Nach kurzer Internetrecherche scheint mir dies korrekt zu sein und ich bin super happy, dies hat jedoch wohl negative Auswirkungen auf das zu bearbeitende ALG1, ist das korrekt? Ich habe Krankengeld bis zum 26.11. erhalten. Kann mir dazu jemand etwas sagen? Bin total durch den Wind, freue mich sehr über das Geld, denn es ist ja eine Art Abfindung, die ich nicht ausgehandelt habe und mir nicht angeboten wurde.

Kann jemand etwas Licht in das ganze reinbringen? Wie verhalte ich mich nun richtig bei der AfA?
 

Kerstin_K

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Du bekommst erst 45 Tage später ALG I, weil du ja für diese Zeit Urlaubsabgeltung bekommen hast. Das sit aber nicht negativ zu sehen, denn diese Tage werden hinten an Deinen ALG I Anspruch wieder angehängt, es verscheiebt sich quasi alles 1,5 Monate nach hinten.
 

Doppeloma

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Hallo luxx87,

ich warte auf Bearbeitung meines Antrags, da falle ich beim Blick auf mein Sparkassen-Konto fast vom Stuhl. Ein Riesenbetrag von meinem Arbeitgeber mit dem Verwendungszweck Gehalt 12/19. Bestimmt ein Fehler (wäre nicht der erste) der Buchhaltung. Dann kriege ich zeitgleich Post mit einer Endabrechnung. Ich war nun 1,5 Jahre krankgeschrieben und dieser hohe Betrag wird als "Urlaubsabgeltung" eingetragen, steuerfrei. Ich versuche hin und her zu rechnen (Stundenlohn) und komme auf 45 volle Urlaubstage, die ich wohl nun ausgezahlt kriege.
Das ist soweit völlig korrekt, ob das auch steuerfrei bleiben wird stellt sich erst im nächsten Jahr heraus, denn du bist (schon wegen der Lohnersatz-Leistungen) verpflichtet eine Einkommenssteuer-Erklärung zu machen.

Also nicht gleich Alles ausgeben, das war KEIN Fehler der Buchhaltung, es ist gesetzlich festgelegt, dass du eine Urlaubsabgeltung zu bekommen hast wenn dein Arbeitsvertrag endet und du deinen zustehenden Urlaub (z.B. wegen Krankheit) nicht mehr regulär nehmen konntest.
Ob du Anspruch auf 45 Urlaubstage hattest kann ich nicht beurteilen, jedenfalls bist du verpflichtet der AfA das mitzuteilen, dass du dieses Geld vom AG erhalten hast und dann wird man deinen Leistungs-Beginn bei der AfA entsprechend verschieben.

Kann ja nicht mehr lange sein wenn du bereits im November ausgesteuert wurdest, dass diese 45 Urlaubstage " abgelaufen" sind für diese Zeit musst du allerdings auch deine Krankenversicherungs-Beiträge (als freiwillig versichertes Mitglied) selbst bezahlen.
Also setze dich auch umgehend mit deiner KK in Verbindung, die Versicherung über die AfA beginnt erst wenn du dort auch Geldleistungen beziehen wirst.

Das sollte ja nun bald im Januar der Fall sein, kannst du ja am Kalender überprüfen, wenn ich mich nicht verzählt habe endet dein ausbezahlter "Urlaub" am 04.01.2020 (ausgehend vom 27.11.2019), da du ja bisher keinen Bescheid und kein Geld von der AfA bekommen hast.

Beachte bitte, dass der "Behörden-Monat" immer 30 Tage hat ... für solche Berechnungen.

dies hat jedoch wohl negative Auswirkungen auf das zu bearbeitende ALG1, ist das korrekt? Ich habe Krankengeld bis zum 26.11. erhalten. Kann mir dazu jemand etwas sagen?
Die "negative" Auswirkung ist die Tatsache, dass man dir diese 45 Urlaubstage auch "als Urlaub" anrechnen wird, du musst also von dem Geld leben als hättest du jetzt Urlaub ... erst danach beginnt dein Anspruch auf ALGI ganz normal zu laufen, leider gibt es da (meiner Kenntnis nach) keine Ausnahmen für Ausgesteuerte.
Fragen kannst du ja bei der AfA trotzdem aber ich denke mal daran hat sich nichts geändert.

Bin total durch den Wind, freue mich sehr über das Geld, denn es ist ja eine Art Abfindung, die ich nicht ausgehandelt habe und mir nicht angeboten wurde.
Ganz sicher möchte ich deine Freude nicht trüben aber mit einer Abfindung hat das überhaupt NICHTS zu tun, eine Abfindung wäre zusätzlich zu zahlen wenn man dir eine angeboten hätte, auf eine Abfindung (als Entlassungs-Entschädigung) gibt es allerdings keinen Rechts-Anspruch, wie oft angenommen wird.
Ausnahmen gibt es meist nur bei Massen-Entlassungen über einen Sozial-Plan.

Auf die Urlaubs-Abgeltung besteht aber ein Rechts-Anspruch aus dem Bundes-Urlaubsgesetz ... trotzdem muss man diesem Geld auch oft genug noch hinterherlaufen, da kannst du dich wirklich freuen, dass dein AG das von selbst und pünktlich gezahlt hat.
Sogar etwas vorfristig, denn fällig wird eine Urlaubs-Abgeltung erst NACH dem Ende des Arbeitsvertrages.

Wie verhalte ich mich nun richtig bei der AfA?
Wie schon erwähnt bist du verpflichtet das bei der AfA zu melden, mach eine Kopie von der Abrechnung und teile der AfA das nachweislich mit, du kannst natürlich auch um einen Termin bitten (bei der Leistungs-Abteilung), damit man dir gleich genau erklärt wie es nun mit deinem Antrag und dem Bescheid dazu weitergehen wird.

MfG Doppeloma
 

luxx87

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Die Sachen habe ich wie du mir geraten hast @Doppeloma so angegeben und warte auf Rückmeldung. Meine Krankmeldung (seit Mitte 2018) endet heute, beim Arzt war ich nicht, bringt ja auch nichts mehr oder? Und wie hoch sind die Krankenkassenbeiträge, die ich anscheinend bezahlen muss für die ~2 Monate?
 

luxx87

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So jetzt habe ich Post erhalten, Bewilligungsbescheid und Termin am Montag bei meiner Sachbearbeiterin (wohl die Leistungsfähigkeitsbegutachtung vom medizinischen Dienst positiv ausgefallen und ich stehe dem Arbeitsmarkt zur Verfügung).

Das ist ja alles schön und gut nur jetzt kommt das unverständliche. Ich erhalte erst ab dem 4.3. Geld (Urlaubsabgeltung bis dahin), obwohl ich doch schon seit 26.11. Kein Geld erhalte. Was soll denn das? Die Agentur für Arbeit kann doch nicht die Urlaubsabgeltung erst ab dem 1.1. berechnen, wenn ich in den zwischenzeitlichen 5 Wochen (Aussteuerung 26.11. D.h. kein Krankengeld mehr!!!) auch schon mittellos war.

Im Endeffekt kommt noch die Krankenkasse und will das ich die Beiträge für die Zeit zahle.

Ich bekam etwa 4.500€ und davon werden mir gut 3.000€ abgezogen weil ich für über 14 Wochen kein Geld erhalte.

Was kann ich tun? :(

Habe auch eine Mitteilung für meine persönlichen Unterlagen erhalten, das an die Rentenversicherung eine Meldung rausging Neuanmeldung Arbeitslosigkeit ohne Leistungsanspruch wg. Urlaubsabgeltung.

Ich bin bedient :( ist das ein Fehler oder ist das so rechtens?
 

saurbier

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Hallo luxx87,

ab wann bist du denn bei der AfA mit ALG-I gemeldet, bzw. wann hast du dort den ALG-I Antrag abgegeben.

Normaler Weise müßte das ja spätestens am Tag der Aussteuerung aus dem KG erfolgt sein, damit du auch nahtlos dein ALG-I erhälst. Dann müßte die AfA ab dem Tag denn Urlaubsanspruch berechnen, aber wenn man dir erst ab 04.03. ALG-I zahlen will, dann stimmt da was gewaltig nicht, denn selbst mit 45 Tage Urlaubsanspruch ab dem 01.01. gerechnet kommst du ja nicht auf den 04.03..

Also bleibt dir nur ein Widerspruch in welchem du die AfA aufforderst dir die merkwürdige Berechnung mal aufzuschlüsseln.

Denke daran, dein ALG-I Anspruch beginnt erst mit der Abgabe des Antrages zu laufen, daß wird oben im Antrag auch vermerkt.


Grüße saurbier
 

luxx87

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Danke für eure Antworten! Also zunächst einmal: ich denke, dass es sich bei den 45 Tagen auf die Werktage bezieht und das sind ja ziemlich genau 2 Monate und paar Tage = 1.1.-3.3. oder ?

Zum Rest, danke, dass ihr mir beipflichtet, dass da etwas nicht stimmen kann. Ich habe meinen Antrag schon im Oktober 2019 gestellt (nach meiner Kündigung zum Ende des letzten Jahres) und war sogar am Tag meiner Aussteuerung höchstpersönlich bei der AfA (25.11.). Bei meinem Online-Antrag habe ich geschrieben zum 1.1., habe dies aber SOFORT und MEHRFACH kommuniziert, dass dies ein Fehler war und ich natürlich schon ab 26.11. mittellos bin und nicht erst ab 1.1.20

Am kommenden Montag bin ich persönlich vor Ort wg. meines Termins. Da werde ich mal ganz klar erfragen müssen was denn da los ist. Möchte es auch schriftlich haben. Habe nun noch mal genauer im Schreiben nachgeschaut und dort steht:

Anspruchsbeginn 26.11. (sehr gut, also schon mal richtig!) Anspruchsdauer 360 Tage.

26.11.19 - 3.3.20 0,00€ Urlaubsabgeltung §157
4.3.20 - 2.3.21 x,xx€ (das ist mein Satz, der soweit auch stimmt)
 
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