Amt übernimmt keine volle Miete (1 Betrachter)

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dazzle2211

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Guten Abend,

wir sind ohne Zustimmung vom Amt umgezogen. Die Wohnung ist 25 Euro teurer, als die Alte, aber dennoch angemessen. Ich habe einen Antrag auf Übernahme der neuen Miete gestellt. Dieser wurde abgelehnt, da sie nur den Betrag der alten Wohnung bezahlen. Lohnt es sich, Widerspruch einzulegen? Wenn ja, wie kann ich den formulieren?

Liebe Grüße und einen schönen Abend!
dazzle2211
 

Kerstin_K

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Das wird schwierig. Was war der Grund für den Umzug?
 
E

ExitUser

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Das ist schon richtig so, ein Widerspruch lohnt sich nicht. Entspricht der neuen Rechtsprechung, dass nur noch die "alte Miete" bezahlt wird bei "ungenehmigtem" Umzug.
 

dazzle2211

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DiE Wohnung befand sich in einer Gegend, in der mein Sohn sozial nicht gefördert werden würde... ziemlich heruntergekommen etc. Ebenso habe ich mich dort sehr unwohl gefühlt, in der Wohnung und in der Gegend.
 

Kerstin_K

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Mit der Begruendung gibt es keine Zustimmung vom JC.
 

dazzle2211

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Das weiß ich ja selber @Kerstin_K.
Ich hatte gelesen, dass die auf Dauer nicht nur die alte Miete übernehmen dürfen. Weiß da jemand mehr?
 

Kerstin_K

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Bis die KdU Angemessenheitsgrenzen mal angepasst werden.
 

Vidya

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Das weiß ich ja selber @Kerstin_K.
Ich hatte gelesen, dass die auf Dauer nicht nur die alte Miete übernehmen dürfen. Weiß da jemand mehr?

Ich kenne dazu nur diese Möglichkeit.

BSG , Urteil vom 09.04.2014 - B 14 AS 23/13 R

Das BSG hat entschieden, dass die Unterkunftskosten eines ALG II Empfängers, dessen Kosten der Unterkunft und Heizung nicht in voller Höhe übernommen werden, weil sie in eine teurere Wohnung umgezogen sind, doch wieder in voller Höhe zu übernehmen sind, wenn sie mindestens einen Monat infolge Erwerbseinkommen aus dem Bezug fallen.

Ansosnten ist KdU immer reine Ländersache . Ohne zu wissen, welchess Jobcenter betroffen ist und wie hoch Deine jetzige Miete ist, da kann man schlecht was genaues dazu sagen.
 

Kerstin_K

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Laendersache? Ich kenne nur KdU Saetze fuer einzelne Kommunen.
 

Komponist

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Wenn es aber ein erforderlicher Umzug wäre (Wohnung zu klein), man aber einfach keine Lust hat es dem Jobcenter vor dem Umzug mitzuteilen würde die ganze Miete bewilligt werden bzw. es würde der Höchstsatz bezahlt werden und man darf/müsste dann die Differenz selber bezahlen wenn der Mietpreis über den Angemessenheitsgrenzen liegt, korrekt?
 

Vidya

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Die miete liegt ja trotzdem in der angemessenheitsgrenze.

Es war aber ein nicht genehmigter Umzug. Und da musst Du dann wohl warten , bis die Angemessenheitsgrenze angehoben wird. Denn Dein Jobcenter darf die Miete nicht dauerhaft auf dem alten Niveau einfrieren Siehe:

Jobcenter darf Mietkosten auch nach ungenehmigtem Umzug nicht einfrieren - SPIEGEL ONLINE

Oder eben einen Monat vollständig aus dem Bezug fallen. Alles steht und fällt ansonsten mit dem Nachweis der Notwendigkeit des Umzugs und der Anerkennung dieser Gründe im Einzelfall. Siehe auch:

https://sozialberatung-kiel.de/category/umzug/
 
E

ExitUser

Gast
dazzle2211,
Die miete liegt ja trotzdem in der angemessenheitsgrenze.
das ist leider egal. Es sei denn "Härtefall", aber den kann ich bei dir nicht rauslesen.


Vidya,
Und da musst Du dann wohl warten , bis die Angemessenheitsgrenze angehoben wird.
dito, das ist unerheblich und übrigens ist dein Urteil veraltet. Zumindest würde es kollidieren mit der sogenannten "Rechtsvereinfachung seit 01.08.2016".

Und auf die Rechtsverbindlichkeit einer "Spiegel-Quelle" bin ich gespannt und verweise auf Beitrag Nr. 3.
 
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Vidya

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dazzle2211],Vidya,dito, das ist unerheblich und übrigens ist dein Urteil veraltet. Zumindest würde es kollidieren mit der sogenannten "Rechtsvereinfachung seit 01.08.2016"
Was Sie nicht sagen. Nur komisch, dass separat und völlig unabhängig in einem anderen Thread genau das gleiche angeführt wird. Und niemand hat es dort bislang moniert. Auch Sie oder sonst jemand nichtt!!

https://www.elo-forum.org/alg-ii/183676-moechte-umziehen-jobcenter-umgehen.html

Es macht übrigens wenig Sinn , eine Kollison zu behaupten -aber nicht zu belegen, welche hier gemeint sein könnte.
 
E

ExitUser

Gast
Es macht übrigens wenig Sinn , eine Kollison zu behaupten -aber nicht zu belegen, welche hier gemeint sein könnte.
die eventuelle "Kollision" - die EVENTUELL mit dem von dir zitierten BSG-Urteil "kollidiert" - welches ich aus diesem Grund für "veraltet" halte -, sollte für jede/n selbst recherchierbar sein, die/der sich dafür interessiert. Steht drin in der "neuen Rechtsprechung", bitte selbst suchen, ich heiße nicht "wandelndes Lexikon" oder "wandelnde Suchmaschine".

Sie Siezen mich? Wie kömmts?- was es nicht alles so gibt tststs...

Nachtrag: wenn das in dem anderen "Fall" so geht, dann widerspricht das nicht dem, was ich hier schreibe. Dann liegts vielleicht daran, dass halt manche "Mühlen langsam mahlen". Und genau darauf würde ich mich grundsätzlich nicht verlassen, dass das immer so ist oder noch lange so bleibt.

Außerdem behaupte ich auch an keiner Stelle, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, geschweige denn "die Weisheit vorm Herrn" zu sein. Darüberhinaus bin ich gerade selbst mit eigenen Wohn - un - fragen beschäftigt, um das mal ganz gelinde auszudrücken. Kannst ja mal suchen, wenn´s dich interessiert, deswegen ist das mein aktuell neuester Kenntnisstand.

Nachtrag 2: ich hab den von dir in Post #14 verlinkten Thread leider nicht ganz durchgelesen (lang!) aber bei dem, was ich da überflogen habe, gibt es da ganz andere Argumente, wie z.B. die Mindestquadratmeteranzahl, die jeder/m zusteht. Bei 18 oder 25 qm spielt dann eben die preisliche Mietsteigerung eine geringfügigere Rolle, weil es eben ggf. einen rechtlichen Anspruch auf "Fläche" gibt, der überwiegt.
 
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