Amt hat mir zuviel berechnet - Nach knapp 1 Jahr?

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exoskeleton

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Hallo,

heute habe ich einen Brief erhalten vom Amt, dass eine überzahlung stattgefunden hat, vom 01.10.2014 - 31.10.2014 - Betrag: 70,34€.

Ich habe in der Zeit für einen Monat gearbeitet und erhielt am 15.10.2014 (zu dem Zeitpunkt war ich aber bereits wieder Arbeit suchend) mein Gehalt, am 30.10.2014 erhielt ich dann die Zahlung vom Amt.

Ist das ganze nun berechtigt, vor allem nach so einer "langen" Zeit mich jetzt aufzufordern die Rückzahlung zu erstatten?

Ich habe nun bis zum 08.10.2015 Zeit mich dazu zu äußern und wollte die Zeit jetzt nutzen um mir einen Rat einzuholen.

Danke euch.

LG
 

biddy

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Wenn es weniger als ein Jahr her ist (ist es ;), dass das JC Kenntnis vom Zuflusszeitpunkt Deines Erwerbseinkommens (Oktober 2014) hatte (siehe § 48 SGB X i.V.m. § 45 Abs. 4 Satz 2 SGB X), dann ist es rechtens, falls Du Ende September noch (oder wieder) volles ALGII für den Monat Oktober erhalten hattest (oder ALGII als Übergangsdarlehen).
Wenn Du aber Ende September kein ALGII für Oktober erhalten hattest, dann ist die Rückforderung nicht ok, da Du im Oktober ja gar nicht im Leistungsbezug warst.

Zur Richtigkeit der Höhe der Rückforderung kann ich nichts sagen, da ja der Freibetrag vom Brutto errechnet und dann vom Netto abgezogen wird und ggf. noch weitere Aufwendungen (u. a. Fahrtkosten) abgesetzt werden müssen.

Der Erhalt von ALGII Ende Oktober (das meinst Du mit "Zahlung vom Amt", oder?) ist nicht relevant, wenn es das ALGII FÜR November war (ALGII gibt es im Voraus).

Hattest Du Ende August 2014 für September (der Monat, in dem Du wohl gearbeitet hattest) noch ALGII erhalten?
 

exoskeleton

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So, habe nochmal nachgeschaut.

Ende August ist keine Zahlung vom Amt eingegangen.

Die "erste" Zahlung vom Amt gab es erst wieder am 30.10.2014 - Welche ja nunmal für den Monat November war.

Im Anhang ist noch die Berechnung von meinem Bearbeiter.

Ende September gab es ebenfalls keine Zahlung vom Amt.

Finde das ganze nun doch recht verwirrend?!
 

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biddy

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So, habe nochmal nachgeschaut.

Ende August ist keine Zahlung vom Amt eingegangen.
Du warst ab da noch im "laufenden Leistungsbezug", also der vorher bewilligte Bescheid umfasste auch noch den Monat September und das ALGII wurde "nur" ab September eingestellt, weil Du die Arbeitsaufnahme gemeldet hattest, ja?
Du hast auch niemals, also auch nicht im Laufe des nachfolgenden Jahres, eine Nachzahlung von ALGII für September 2014 erhalten? Das ist jetzt wichtig.

Wenn Dein Bescheid bzw. der Bewilligungszeitraum noch den Monat September mit umfasste und Du nie eine Alg-II-Zahlung (oder Nachzahlung) für Sept. 2014 bekommen hast (egal, wann), müsstest du noch Dein volles September-Alg-II erhalten. Wie hattest Du denn den Monat September überbrückt bis zum 15.10.? Kein Überbrückungsdarlehen z. B. vom Jobcenter bis zum ersten Zufluss des Verdienstes?

Da solltest Du einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen, wenn Du nie September-Alg-II erhalten hattest.

Die "erste" Zahlung vom Amt gab es erst wieder am 30.10.2014 - Welche ja nunmal für den Monat November war.
Hattest Du einen Weiterbewilligungsantrag gestellt oder lief da noch der "alte" Bescheid weiter, weil Du nur einen Monat unterbrochen hattest und dies das JC auch wusste? Von wann bis wann ging denn der Bewilligungszeitraum laut damals laufendem Alg-II-Bescheid?


Im Anhang ist noch die Berechnung von meinem Bearbeiter.
Daraus geht hervor, dass Du im Monat Oktober 2014 nicht hilfebedürftig warst; ob Du erhöhte Aufwendungen, z. B. Kfz-Haftpflicht und Fahrtkosten, hattest, weiß ich ja nicht ;)

Ansonsten stimmt's so (also ohne Absetzung von ggf. erhöhten Aufwendungen)

Ende September gab es ebenfalls keine Zahlung vom Amt.
Dann ist die Rückforderung für Oktober nicht rechtens. Auch hier gilt, dass Dir zu keinem Zeitpunkt (üblicherweise Ende des Monats für den Folgemonat, kann aber schon mal der 1. der Monats oder später sein) ALGII für Oktober zugeflossen ist.
Wenn das so ist, solltest Du das in der Anhörung genau so schreiben ... also dass Du für Oktober 2014 kein ALGII erhalten hattest und es daher nicht zu einer Überzahlung im MOnat Oktober 2014 gekommen sein kann.
Und falls in den nächsten Tagen schon der Aufhebungs- und Erstattungsbescheid kommt (die warten oft nicht die Rücksendung der Anhörung, die Du wohl vom JC bekommen hast, ab), reichst Du dagegen Widerspruch ein mit derselben Begründung. Dieser Widerspruch hat dann aufschiebende Wirkung, Du musst also erstmal nichts zurückzahlen, bis über den Widerspruch entschieden wurde ... und vermutlich ja auch nach der Entscheidung über den Widerspruch nichts, wenn Du wirklich niemals ALGII für den Monat Oktober 2014 erhalten hattest.


Finde das ganze nun doch recht verwirrend?!

Zusammengefasst:

Wenn Du für September 2014 kein ALGII erhalten hattest (auch nicht darlehensweise zur Überbrückung des Septembers bis zum ersten Zufluss des Verdienstest oder falls doch Darlehen zur Überbrückung, Du dieses Darlehen aber zurückgezahlt hattest), dann:
Dir steht noch ALGII für Sept. 2014 zu = Überprüfungsantrag nach § 44 SBX stellen


Wenn Du für Oktober 2014 kein ALGII erhalten hattest (auch nicht darlehensweise zur Überbrückung des Oktobers bis zum ersten Zufluss des Verdienstest oder falls doch Darlehen zur Überbrückung, Du dieses Darlehen aber zurückgezahlt hattest), dann:
Du musst für Oktober 2014 nichts zurückzahlen = Sachverhalt in Anhörungsbogen schreiben und wenn der eigentliche Aufhebungs- und Erstattungsbescheid kommt, dann dagegen Widerspruch einreichen
 

exoskeleton

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Du warst ab da noch im "laufenden Leistungsbezug", also der vorher bewilligte Bescheid umfasste auch noch den Monat September und das ALG II wurde "nur" ab September eingestellt, weil Du die Arbeitsaufnahme gemeldet hattest, ja?
Du hast auch niemals, also auch nicht im Laufe des nachfolgenden Jahres, eine Nachzahlung von ALG II für September 2014 erhalten?

Es wurde alles pünktlich gemeldet und auch bescheid gegeben.
Korrekt, keinerleit Zahlungseingang im September vom Amt.

Wenn Dein Bescheid bzw. der Bewilligungszeitraum noch den Monat September mit umfasste und Du nie eine Alg-II-Zahlung (oder Nachzahlung) für Sept. 2014 bekommen hast (egal, wann), müsstest du noch Dein volles September-Alg-II erhalten. Wie hattest Du denn den Monat September überbrückt bis zum 15.10.?
Da würde ich einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen.

Mit einer Abschlagszahlung vom Arbeitgeber.

Das ganze sieht nun in etwas so aus:

29.07.2014 - Amt
Ende August - keine Zahlung
04.09.2014 - Fahrtkosten erstattung
15.09.2014 - Abschlag
29.09.2014 - Gutschrift Amt (32 €)
15.10.2014 - Rest Lohn
30.10.2014 - Amt
26.11.2014 - Amt




Hattest Du einen Weiterbewilligungsantrag gestellt oder lief da noch der "alte" Bescheid weiter, weil Du nur einen Monat unterbrochen hattest und dies das JC auch wusste? Von wann bis wann ging denn der Bewilligunszeitraum?

Da müsste ich morgen genauer nachschauen, aber es wurde ein neuer Antrag gestellt, nachdem ich beim damaligen Arbeitgeber gekündigt wurde.



Daraus geht hervor, dass Du im Monat Oktober 2014 nicht hilfebedürftig warst; ob Du erhöhte Aufwendungen, z. B. Kfz-Haftpflicht und Fahrtkosten, hattest, weiß ich ja nicht ;)

Fahrtkosten waren lediglich am 04.09.2014 ansonsten keinerlei Zahlung oder "Hilfe" vom Amt.


Ansonsten stimmt's so (also ohne Absetzung von ggf. erhöhten Aufwendungen)

Okedoke.


Dann ist die Rückforderung für Oktober nicht rechtens. Auch hier gilt, dass Dir zu keinem Zeitpunkt (üblicherweise Ende des Monats für den Folgemonat, kann aber schon mal der 1. der Monats oder später sein) ALG II für Oktober zugeflossen ist.
Wenn das so ist, solltest Du das in der Anhörung genau so schreiben ... also dass Du für Oktober 2014 kein ALG II erhalten hattest und es daher nicht zu einer Überzahlung im MOnat Oktober 2014 gekommen sein kann.
Und falls in den nächsten Tagen schon der Aufhebungs- und Erstattungsbescheid kommt (die warten oft nicht die Rücksendung der Anhörung, die Du wohl vom JC bekommen hast, ab), reichst Du dagegen Widerspruch ein mit derselben Begründung. Dieser Widerspruch hat dann aufschiebende Wirkung, Du musst also erstmal nichts zurückzahlen, bis über den Widerspruch entschieden wurde ... und vermutlich ja auch später nichts, wenn Du wirklich kein ALG II für den Monat Oktober 2014 erhalten hattest.

Wie oben in der Auflistung zu sehen ist, waren dort keinerlei Zahlungen vom Amt und Überbrückt wurde mit einer Abschlagzahlung.



Zusammengefasst:

Wenn Du für September 2014 kein ALG II erhalten hattest (auch nicht darlehensweise zur Überbrückung bis zum ersten Zufluss des Verdienstest oder falls doch Darlehen zur Überbrückung, Du dieses Darlehen aber zurückgezahlt hattest), dann:
Dir steht noch ALG II für Sept. 2014 zu = Überprüfungsantrag nach § 44 SBX


Wenn Du für Oktober 2014 kein ALG II erhalten hattest (auch nicht darlehensweise zur Überbrückung bis zum ersten Zufluss des Verdienstest oder falls doch Darlehen zur Überbrückung, Du dieses Darlehen aber zurückgezahlt hattest), dann:
Du musst für Oktober 2014 nichts zurückzahlen = Sachverhalt in Anhörungsbogen schreiben und wenn der eigentliche Aufhebungs- und Erstattungsbescheid kommt, dann dagegen Widerspruch einreichen

Siehe Auflistung.

Alles in allem, ist die Forderung vom Amt falsch. So lese ich das jetzt raus.
 

biddy

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exoskeleton meinte:
Korrekt, keinerlei Zahlungseingang im September vom Amt.
Ich meinte nicht nur IM September, sondern ob zu keinem Zeitpunkt überhaupt bis heute eine Nachzahlung/Neuberechnung FÜR September 2014 erfolgt ist.


Mit einer Abschlagszahlung vom Arbeitgeber.

Das ganze sieht nun in etwas so aus:

29.07.2014 - Amt
Ende August - keine Zahlung
04.09.2014 - Fahrtkosten erstattung
15.09.2014 - Abschlag
29.09.2014 - Gutschrift Amt (32 €)
15.10.2014 - Rest Lohn
30.10.2014 - Amt
26.11.2014 - Amt

Tut mir leid, aber mit Abschlagszahlungsberechnungen (was den Freibetrag angeht) kenne ich mich leider nicht aus.

Du hattest also im September und im Oktober Erwerbseinkommen erhalten.

Je nachdem, wie hoch der Abschlag im September war, würde Dir dann ggf. noch aufstockendes ALGII für September zustehen und je nachdem, wie hoch der Oktober-Restlohn, auch noch aufstockendes ALGII für Oktober (WENN der Bewilligungsabschnitt da nicht schon zufälligerweise zu Ende war und ggf. kein Antrag gestellt wurde).

Vielleicht blickt jemand anderer hier durch, also durch die Freibetragsberechnung bei Abschlagzahlungen (siehe unten angehängtes Dokument der BA/Regionaldirektion unter dem Punkt "Einkommensanrechnung - Richtige Berechnung von Vorschusszahlungen" - ich denke, dass muss genauso gerechnet werden, also wie bei Deinem Abschlag).

Weiß denn das Jobcenter (Vorlage Kontoauszüge und Lohnabrechnung), wann genau Dir Abschlag und Restlohn zugeflossen sind?
Die hätten eh nicht den kompletten Lohn im Oktober anrechnen dürfen (falls 1456,82 € der komplette im September erarbeitete Bruttolohn ist). Jetzt mal unabhängig davon, dass Du FÜR Oktober eh gar kein ALGII erhalten hattest.

Gutschrift Amt 32 € sagt mir jetzt auch nichts - das kann alles Mögliche sein und Fahrtkostenerstattung auch (Nachberechnung oder Zuschuss - ich vermute aber mal, Zuschuss, also Förderung oder so).

Da müsste ich morgen genauer nachschauen, aber es wurde ein neuer Antrag gestellt, nachdem ich beim damaligen Arbeitgeber gekündigt wurde.
Mir ging's nur darum, ob es einen Monat gab, in dem Du wegen fehlender Antragstellung nicht Alg-II-berechtigt warst.


Noch mal neu:

Wenn Du im Juli 2014 Dein letztes ALGII für den Monat August erhalten hattest und erst Ende Oktober 2014 ALGII für November, dann hattest Du weder für/im September (außer das Fahrgeld - weiß nicht wofür, vielleicht Meldetermin beim JC oder Förderung Arbeitsaufnahme) noch für/im Oktober (außer die Gutschrift von 32 € - weiß nicht, wofür) Geld vom Jobcenter erhalten.

Wie gesagt müsstest Du dann, je nach Bruttoabschlag und Nettoabschlag im September, noch ALGII für September erhalten und je nach Bruttorestlohn und Nettorestlohn noch ALGII für Oktober. Das hängt natürlich vom genauen Brutto und Netto ab, also ob Dein Bedarf in diesen beiden Monaten gedeckt war nach Abzug der Freibeträge.

Zweifelsfrei steht aber immer noch fest, dass Du für Oktober natürlich nichts zurückzahlen musst, wenn Du tatsächlich für Oktober 2014 (egal wann) kein ALGII erhalten hattest.

Hier noch die Datei, von der ich vorhin schrieb (siehe dort ab PDF-Seite 20 von insg. 23 Seiten, auf Seite 20 unten geht's los):
 

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exoskeleton

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Ich meinte nicht nur IM September, sondern ob zu keinem Zeitpunkt überhaupt bis heute eine Nachzahlung/Neuberechnung FÜR September 2014 erfolgt ist.

Ist gar nichts erfolgt seit dem her, deswegen verwunderte mich der Brief heute.. es war alles glatt vom Tisch.



Tut mir leid, aber mit Abschlagszahlungsberechnungen (was den Freibetrag angeht) kenne ich mich leider nicht aus.

Du hattest also im September und im Oktober Erwerbseinkommen erhalten.
Genau, die Zahlung (Abschlag) im September ist halt ne Art "Vorauszahlung", da ich ja von irgendwas leben musste - Zur Überbrückung.

Je nachdem, wie hoch der Abschlag im September war, würde Dir dann ggf. noch aufstockendes ALGII für September zustehen und je nachdem, wie hoch der Oktober-Restlohn, auch noch aufstockendes ALGII für Oktober (WENN der Bewilligungsabschnitt da nicht schon zufälligerweise zu Ende war und ggf. kein Antrag gestellt wurde).
Abschlag war 662€ (vom 15.09.2014), den rest Lohn erhielt ich dann am 15.10.2014 in höhe von 1005€


Weiß denn das Jobcenter (Vorlage Kontoauszüge und Lohnabrechnung), wann genau Dir Abschlag und Restlohn zugeflossen sind?
Die hätten eh nicht den kompletten Lohn im Oktober anrechnen dürfen (falls 1456,82 € der komplette im September erarbeitete Bruttolohn ist). Jetzt mal unabhängig davon, dass Du FÜR Oktober eh gar kein ALGII erhalten hattest.
Jap, die wollen ja immer alles genaustens haben, also auch Kontoauszüge usw. Wurde alles eingereicht.

Gutschrift Amt 32 € sagt mir jetzt auch nichts - das kann alles Mögliche sein und Fahrtkostenerstattung auch (Nachberechnung oder Zuschuss - ich vermute aber mal, Zuschuss, also Förderung oder so).
Vermute ich mal, denn im Verwendungszweck steht ebenfalls nicht, daher kann ich das grad nicht richtig zuordnen, sicher ist aber, es ist KEINE ALG 2 Zahlung.



Noch mal neu:

Wenn Du im Juli 2014 Dein letztes ALGII für den Monat August erhalten hattest und erst Ende Oktober ALGII für November, dann hattest Du weder für September (außer das Fahrgeld - weiß nicht wofür, entweder Meldeterin beim JC oder Förderung Arbeitsaufnahme) noch im Oktober (außer die Gutschrift von 32 € - weiß nicht, wofür) Geld vom Jobcenter erhalten.

Wie gesagt müsstest Du dann, je nach Bruttoabschlag und Nettoabschlag im September müsstest Du dann noch ALGII für September erhalten und je nach Bruttorestlohn und Nettorestlohn noch ALGII für Oktober. Das hängt natürlich vom genauen Brutto und Netto ab, also ob Dein Bedarf in diesen beiden Monaten gedeckt war.

Zweifelsfrei steht aber immer noch fest, dass Du für Oktober natürlich nichts zurückzahlen musst, da Du tatsächlich für Oktober 2014 (egal wann) kein ALGII erhalten hattest.

Hier noch die Datei (siehe dort ab PDF-Seite 20 unten von insg. 23 Seiten):

Ganz genau.

Letzte Zahlung war ende Juli für August und die erste Zahlung erfolgte dann wieder am 30.10. für November. Ergo, die 70€ für Oktober (Überzahlung) machen keinen sinn.

Darum ging es hier auch eigentlich, wenn mir aber sogar noch was zustehen würde (Nachträglich) ist das auch nicht verkehrt :D

Somit hätten die mich jetzt, mit dem Brief daran "erinnert", dass mir sogar noch was zusteht, anstatt das eine Überzahlung stattgefunden hat... Ins eigene Knie geschoßen?

Danke schon mal für deine Hilfe soweit :)
 

biddy

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Ergo, die 70€ für Oktober (Überzahlung) machen keinen sinn.

Darum ging es hier auch eigentlich

So is' ;)


wenn mir aber sogar noch was zustehen würde (Nachträglich) ist das auch nicht verkehrt :D


Das weiß ich ja eben nicht genau, aber es könnte halt sein (auch je nachdem, ob halt der Bewilligungsbescheid noch Gültigkeit hatte, je nach Bewilligungszeitraum und wie's mit der Freibetrags"verteilung" aussieht, dazu gleich).

Wäre gut, wenn hier noch mal jemand reinschaut, der sich mit Abschlagszahlungen/Vorschüssen bzw. der dann geltenden Freibetragsberechnung auskennt (Dokument siehe Vorposting).
Das Beispiel im eingestellten Newsletter der Regionaldirektion ist ja schon etwas anders, da regelmäßig (im Beispiel) Vorschuss UND Restlohn in einem Monat zufließen. Bei Dir ist es ja so, das es EINMAL nur Vorschuss in einem Monat gab und im nächsten Monat dann den Restlohn und das war's dann.
Weiß halt nicht, ob man dann jeweils vom "Bruttovorschuss" den Freibetrag errechnet und dann vom Nettovorschuss abzieht und im nächsten Monat dann vom "Bruttorestlohn" den Freibetrag errechnet und vom Nettorestlohn abzieht usw.
Oder ob man den Freibetrag vom Gesamtbrutto errechnet und dann vom im September zugeflossenen Vorschuss abzieht, dafür den Restlohn dann ohne Freibetragsabzug anrechnet oder den Vorschuss im September komplett anrechnet und im Oktober dann den um den Gesamtfreibetrag bereinigten Restlohn oder wie oder was ... :/

Das können andere hier hoffentlich klären.

Abschlag war 662€ (vom 15.09.2014), den rest Lohn erhielt ich dann am 15.10.2014 in höhe von 1005€
Im Bescheid für Oktober 2014 steht ein Brutto von 1456,82 € und ein Netto von 1005,92 €, also wurde hier nur der Restlohn angerechnet und auch der komplette Freibetrag gewährt (maximal 300 €, die Du ja auch abgesetzt wurden). Einkommen wäre also bedarfsdeckend gewesen, ALGII hätte nicht zugestanden (wenn die Freibetragsgewährung des JC bei Vorschuss im Sept. und Restlohn im Okt. so stimmt, was ich nicht weiß).
Da Du kein ALGII erhalten hattest für Oktober = keine Rückzahlung Oktober ALGII.

Wenn man die ca. 662 € Vorschuss auf den September anrechnen würde (für den Du aber ja kein ALGII erhalten hattest), hättest Du im September (wenn hier ohne Freibetrag angerechnet wird, weil der Freibetrag schon im Oktober voll gewährt wurde ... das weiß ich halt nicht, ob hier der Freibetrag anteilig für Sept. und Okt. gewährt werden muss), dann hätte Dir auch kein ALGII für September 2014 zugestanden:
662 € Einkommen (Vorschuss)
- 620,34 € Dein Alg-II-Bedarf
--------------------------------
= 0 € Alg-II-Anspruch, da mehr Einkommen als Bedarf im September '14

Wie gesagt, weiß ich aber nicht, ob hier der Freibetrag anteilig im September und anteilig im Oktober gewährt werden muss.

Ggf. meldet sich hier noch jemand, der beim JC arbeitet (gibt's hier ;)

Übrig bleibt zumindest immer noch: Keine Rückzahlung für Oktober.
 

exoskeleton

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So, muss hier nochmal hochschieben.

Heute kam die Antwort vom Amt (s. Anhang).


Habe soeben nochmal auf's Konto geschaut um NOCHMALS sicher zu gehen.

Das hier sind sämtliche Zahlungseingänge seitens Amt:

29.07.2014 - 361,79€ (H4)
14.08.2014 - 96,60€ (Gutschrift - Fahrtkosten)
04.09.2014 - 101,20€ (Gutschrift - Fahrtkosten)

Die nächste größere Zahlung als Eingang war von dem damaligen Arbeitgeber, bei dem ich zu dem Zeitpunkt war:

15.09.2014 - 662,60€ (Abschlagszahlung)


29.09.2014 - 32,14€ (Amt - Gutschrift / Steht nichts weiter, außer gutschrift)

15.10.2014 - 1005,91€ (Restlohn vom damaligen Arbeitgeber)
30.10.2014 - 361,79€ (H4)
26.11.2014 - 361,79€ (H4)

Nun frage ich mich, wie es laut Brief möglich ist, dass eine Überzahlung von 70,34€ stattgefunden hat für den Monat Oktober, obwohl dort GAR KEIN Zahlungseingang seitens Amt stattgefunden hat?

Und Bar oder mittels Scheck habe ich ebenfalls NIE etwas vom Amt erhalten, lediglich immer per Überweisung auf mein Konto.

Wie soll ich nun darauf reagieren? Fühl mich nun doch etwas ... verar*cht.
 

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Helga40

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Du ziehst den WS zurück, der ist unzulässig. Auf die Anhörung antwortest du, dass du für Oktober gar kein ALG 2 erhalten hättest und legst Kopien deiner Kontoauszüge bei, die für den ZR Ende September bis Oktober sind.

Und dann wartest du ab, was da kommt. Widerspruch kannst du dann erst erheben, wenn wirklich ein Aufhebungs-und Erstattungsbescheid kommt. Und spätestens dann wird man prüfen müssen, ob dir wirklich Geld überwiesen wurde und ggf. auch, wenn es wurde, wo das hingegangen ist.

Ich hatte in der Verwandtschaft mal einen ähnlichen Fall, die meinten auch, nie das Geld erhalten zu haben. Aber -wieso auch immer- war das erst 2 Monate später gezahlt worden.
 

exoskeleton

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Es sind zwar Geldeingänge vermerkt bei meiner Bank - Ende September - das war aber, weil ich mir Geld geliehen habe, um über den Monat zu kommen, da ich zu dem Zeitpunkt nicht im Leistungsbezug war musste ja auch irgendwie die Miete gezahlt werden.

Unabhängig davon, kann das Amt zu den Eingängen nichts sagen, wenn die die Auszüge zu Gesicht bekommen, da ich nicht im Bezug war.

PS: Auf dem Bogen darf ich nun sogar meine Telefonnummer eintragen, unter der ich erreichbar bin - Frust, weil ich die bereits löschen lassen hab? :p
 

Helga40

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Naja, du hast doch selbst weiter oben gepostet, dass du am 29.9. 32,14 Euro erhalten hast. Und wenn noch 38,20 Euro für eine frühere Überzahlung einbehalten wurde, stimmts doch?!
 

exoskeleton

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Soweit ja, aber was hat es mit dem einbehalten der 38,20 auf sich? Heißt das, das Amt es einbehalten und mir nie gezahlt? Wie würde sich dann der Betrag von 70,14 ergeben, wenn ich lediglich die 32,14 erhalten habe?
 

Cha

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Solangsam fang ich an zu verzweifeln...
Manchmal ist es schwierig, einen einfachen Sachverhalt zu erklären.

29.09.2014 - 32,14€ (Amt - Gutschrift / Steht nichts weiter, außer gutschrift)
Schau dir den Bescheid vom 29.09.2014 an.
Ich gehe davon aus, dass dort für den Monat Oktober 2014 Leistungen in Höhe von 70,34 Euro vorläufig bewilligt worden sind.

Wie würde sich dann der Betrag von 70,14 ?ergeben, wenn ich lediglich die 32,14 erhalten habe?

Eben hast du noch einen anderen Betrag genannt
..heute habe ich einen Brief erhalten vom Amt, dass eine überzahlung stattgefunden hat, .... - Betrag: 70,34€.
Der Betrag ergibt sich durch eine einfache Addition:
32,14 + 38,20 = 70,34

Wenn man von 70,34 Euro eine Sonnenbrille von 20 Euro kauft, sind es immer noch 70,34 Euro Leistungen, die man bekommen hat.
Wenn man von 70,34 Euro Schulden von 38,20 Euro zahlt, sind es immer noch 70,34 Euro Leistungen.
Wenn bei 70,34 Euro Leistungen Altschulden von 38,20 Euro aufgerechnet worden sind, bleiben es trotzdem immer noch 70,34 Euro.

Viele Grüße

Cha
 

exoskeleton

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Und dennoch war der Betrag 32,14€ den ich überwiesen bekommen habe, ich habe nie die verlangten 70,34 erhalten. Egal in welcher Form. Auf meinem Konto sind, wie schon mehrfach erwähnt, nur die 32,14€ vermerkt. Das 32,14 + 38,20 = 70,34 sollte klar sein oder? Wenn ich aber nie die restlichen 38,20€ zu gesicht bekommen hab, wie kann die Forderung dann 70,34€ sein?

Edit: Auf dem Bescheid von ende September sind die 70,34€ vermerkt, aber auf meinem Konto sind lediglich die 32,14€ eingegangen.
 

biddy

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Dann stell' es Dir so vor, dass Du

70,34 € vom JC überwiesen bekommen hättest, weil das Dein Alg-II-Anspruch für diesen besagten Monat war, aber Du noch "Alt-Schulden" von
38,20 € beim JC hattest und dass Du diese 38,20 € Schulden dem JC selbst überwiesen hättest.
Somit hättest Du in diesem einen Monat damals noch 32,14 € vom Dir zustehenden ALGII (= insg. 70,34 €) gehabt.

Auch dann könntest Du nicht sagen: "Hey, ich habe gar keine 70,34 € erhalten (hast Du eben doch ;), weil ich 38,20 € Schulden bei Ihnen begleichen musste."

Das JC hat Dir das "Selbstüberweisen" abgenommen, in dem es den Betrag von 38,20 € direkt von den 70,34 € abgezogen hat (Verrechnung).

Du könntest auch mal in den Bescheid von Mai 2013 schauen (oder in den dazugehörigen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid wegen Überzahlung im Mai 2013), ob wirklich noch 38,20 € ausstanden bzw. ob das auch alles war an Überzahlung aus 2013.
Ob der Betrag so stimmt ([nur] einmalig 38,20 €, also genau 10 % von den damaligen 382 € Regelbedarf, wäre ja recht seltsam an "Überzahlung aus Erwerbseinkommen"), wäre aber wieder 'ne andere Sache.
 
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