Am ersten Arbeitstag (mündlicher Vertrag) Unfall. Leistungen aufgehoben, Arbeitgeber bestreitet Vertrag, von Krankenkasse abgemeldet.

Zarko

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Hallo Leute!

Ich habe mich vor kurzem bei einer Firma beworben und am Montag, dem 06.07.2020 persönlich nachgefragt. Der Chef der 8-Mann-Firma rief sofort das Arbeitsamt an und erkundigte sich
in meinem Beisein (gab Ihm die "Kundennummer") nach einer möglichen Förderung. Gleich am Dienstag, dem 07.07.2020 konnte ich anfangen. Mit 55 und in den heutigen Corona-Zeiten
sind Angebote denke ich wohl sehr rar.
Ab 8 Uhr morgens gab ich dem Chef die Bankverbindung, Kopie des Sozialversicherungsausweis und was man so benötigt. Den Arbeitsvertrag sagte er, darum kümmere sich seine Tochter.
Beim Entgraten eines Teiles mit einer kleinen 125er Flex geriet ich mit meinem linken Zeigefinger in die auslaufende Schleifscheibe(etwa. 13:55 Uhr). Da die Wunde nicht aufhörte stark zu
bluten, ging es in die Notaufnahme wo der Rücken des Zeigefingers genäht wurde. Jetzt bin ich vorerst bis zum 19.07.2020 krank geschrieben. Am Mittwoch dem 08.07.2020 übergab ich dem
Chef die Krankmeldung persönlich um etwa 8:15 Uhr. Mit sofortiger Kündigung als Wirkung. Meinen Nachfolger konnte ich dabei auch schon sehen.

Der Anruf beim Arbeitsamt ergab, das ich nicht mehr als arbeitslos gemeldet sei(seit bewussten Dienstag). Eine Meldung zur Arbeitslosigkeit könne nicht erfolgen, da ich schon krank geschrieben
sei. Heißt das jetzt, das ich jetzt die gaaanz große A-Karte gezogen habe und finanziell in der Luft hänge? Wer hat mit so etwas schon seine Erfahrungen gemacht und wie soll ich jetzt
weiter vorgehen?

Vorab danke.
 

Luna007

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Da du noch nicht 4 Wochen bei dem Arbeitgeber gearbeitet hast, zahlt deine Krankenkasse im Auftrag der BG das Verletztengeld.
Ich hoffe, das Krankenhaus ist darüber informiert, dass es am Arbeitsplatz passierte.

Kein Krankengeld, sondern Verletztengeld
 

Birt1959

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Der Unfall ist der BG als Arbeitsunfall zu melden. Du has Anspruch auf Krankengeld.

Ja, genau. Das muss normalerweise der Arbeitgeber machen.

Also sollte sich der*die TE sich umgehend bei diesem melden und sich (am besten nachweislich) erkundigen, ob das gemacht wurde. Wenn der*die TE weiß, welche Berufsgenossenschaft zuständig ist, kann er*sie ja davon unabhängig man telefonisch nachfragen, ob der Unfall gemeldet wurde. Das beschleunigt vielleicht auch die Zusendung des Unfallfragebogens, den die Berufsgenossenschaft ausgefüllt benötigt, um das Verletztengeld auszahlen zu können.

Wenn das nicht passierte, sehe ich da ein Problem. Da der AG scheinbar nach der Hire and Fire Methodik seine Angestellten ein- und ausstellt, werden sich die dort Beschäftigten wohl kaum als Zeug*innen zur Verfügung stellen, wenn sie den Unfall beobachtet haben sollten und der*die TE den Gang zum Gericht machen muss, um an das Verletztengeld zu kommen.

Ob das Krankenhaus den Unfall als Arbeitsunfall einstufte, lässt sich an der AU-Bescheinigung erkennen. Dort gibt es das Feld Arbeitsunfall. Ist das angekreuzt, ist das schon mal geklärt.
 

Luna007

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Das Krankenhaus muss einen Durchgangsarztbericht erstellen. Der Arbeitgeber hat den Unfall ja mitbekommen. Sofern der Arbeitgeber noch nicht die Unfallzeige erstellt hat, wird die BG diesen anschreiben. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss an die Krankenkasse geschickt werden.

Das Verletztengeld berechnet die BG und beauftragt dann die Krankenkasse. Bei Alg2-Bezug wird es etwas umständlicher.
 

abcabc

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Der Anruf beim Arbeitsamt ergab, das ich nicht mehr als arbeitslos gemeldet sei(seit bewussten Dienstag). Eine Meldung zur Arbeitslosigkeit könne nicht erfolgen, da ich schon krank geschrieben
sei. Heißt das jetzt, das ich jetzt die gaaanz große A-Karte gezogen habe und finanziell in der Luft hänge? Wer hat mit so etwas schon seine Erfahrungen gemacht und wie soll ich jetzt
weiter vorgehen?
Glaube niemals ungeprüft, was ein SB vom JC/AfA erzählt.
Ich würde mich schnellstmöglich schriftlich und nachweisbar(!) bei der AfA oder dem JC melden (ist bei deinem Beitrag nicht ganz klar, ob du ALG I oder II bezogen hast). Das müssen sie dir dann mal schön schriftlich mit Begründung geben, wenn sie die Zahlung verweigern wollen.
Noch ist nicht geklärt, ob du Ansprüche hast, weil es als Arbeitsunfall zählt. Also lieber schonmal vorsorglich bei der AfA oder JC melden, falls du (warum auch immer) keine Rundumversorgung aufgrund des Arbeitsunfalls bekommst. Ein AG, der erstmal wegen Fördermöglichkeiten nachfragt, dann ohne Arbeitsvertrag den AN sofort arbeiten lässt und am nächsten Tag schon den Nachfolger hat, wird Personal wohl eher als lästigen Kostenfaktor sehen, der Probleme macht, als den Menschen, der dort arbeitet. Also durchaus möglich, dass der AG den Arbeitsunfall abstreitet oder sogar behauptet, dass du dort nie gearbeitet hast....
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

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Er ist seit dem 1.11.19 alo, demzufolge ALG 1. Und was soll da nicht stimmen? Er hatte einen (mündlichen) Arbeitsvertrag, damit ist er bei der Agentur für Arbeit raus. Neu alo kann er sich nicht melden, da krank. Das ist alles vollkommen korrekt. Zuständig ist jetzt die Berufsgenossenschaft/Krankenkasse.
 

Zarko

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Hab bei der BKK schon angerufen und meinen Fall geschildert. Die haben aber noch nicht die Krankmeldung und die Arzt-Unterlagen bekommen. Das er jetzt abstreitet, das ich da
gearbeitet habe, wissen die auch schon. Mit einem Rechtsanwalt (habe in der Rechtsschutz Arbeitsrech mit drinn) habe ich den Fall auch schon grob telefonisch geschildert.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Der Unfall ist der BG als Arbeitsunfall zu melden. Du has Anspruch auf Krankengeld.

Der hat mich heute am 10.10.2020 um etwa 12:10 Uhr angerufen und bestritten, das ich bei Ihm gearbeitet habe.
 

Zarko

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Heute Mittag war der Aufhebungsbescheid im Briefkasten mit Datum vom 08.07.2020.
Sofort habe ich einen Widerspruch geschrieben und als Einschreiben um 15:00 Uhr bei der Post abgegeben.


Grobe Darstellung des Inhalts des Widerspruchs:

Widerspruch gegen Aufhebungsbescheid zur Kundennummer xxxxxxxxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute am 10.07.2020 habe ich meinen Aufhebungsbescheid über die Bewilligung von
Arbeitslosengeld gem. § 136 SGB III erhalten. Gegen diesen Aufhebungsbescheid lege

ich mit sofortiger Wirkung Widerspruch ein.


Begründung:
Am Montag den 07.07.2020 führte ich ein Vorstellungsgespräch mit dem Chef der Firma

xxxxxx xxxxxxxxxxxxxxx xxxxxx xxxxxxxxxxx


Im Laufe des Gesprächs telefonierte Herr X mit jemanden aus der Bundesagentur für
Arbeit, um zu klären ob eine Förderung zu meiner Beschäftigung möglich wäre. Darauf hin
telefonierte ich nachmittags mit der Agentur in Amberg wo ich erfuhr, das ich ab Dienstag
den 08.07.2020 bei der Firma x beschäftigt sei. Arbeitsbeginn sei laut Herrn X am
08.08.2020 um 8:00 Uhr.

Am ersten Arbeitstag um etwa 13:55 Uhr geriet ich mit meiner linken Hand(Zeigefinger)
in eine auslaufende Flex(Winkelschleifer), Scheibendurchmesser etwa 125 mm. Da die
Wunde stark blutete und dies nicht aufhörte, entschied ich mich in das Klinikum Amberg zur
Notaufnahme zu gehen und wurde bei der ersten Krankschreibung bis zum 10.08.2020
krank geschrieben. Als ich am Mittwoch um 8:15 Uhr die Krankschreibung persönlich zu
Herrn X brachte, erklärte er mir, das das Beschäftigungsverhältnis mit sofortiger Wirkung
entlassen sei. Bei einem späteren Arzttermin wurde ich sogar bis zum 19.07.2020 krank
geschrieben( Wunde wurde genäht.). Diese Krankmeldung wurde um 8 Uhr Donnerstags
postalisch versendet. Heute um 12:15 Uhr rief mich Herr X an und erklärte, das ich nicht
bei Ihm beschäftigt gewesen sei und dies habe er kürzlich am 10.07.2020 der Arbeitsagentur
mitgeteilt.

Tatsache ist jedoch, das ich niemals selbst telefonisch arbeitend gemeldet habe, auch
nicht jemanden anders dazu angestiftet habe.



Deshalb betrachte ich den Aufhebungsbescheid vom 08.07.2020 den ich heute erst postalisch
erhalten habe, für ungültig und lege mit sofortiger Wirkung Widerspruch ein. Zumal es mir als
nicht korrekt erscheint,

da diese Abmeldung von der Arbeitslosigkeit nicht von mir selbst SCHRIFTLICH
vorgenommen wurde!



In dieser Sache habe ich bereits mit meiner Rechtsschutzversicherung, der BKK XXXX, der
Berufsgenossenschaft XXXX und meinem Rechtsanwalt telefonisch Kontakt aufgenommen.
Alle sind bereits über diesen Vorfall von mir unterrichtet.

Bitte teilen Sie mir umgehend Ihre Entscheidung über diese Sache mit.




Anlagen:
Je 1ne Kopie beider Krankschreibungen
1 Kopie des Aufhebungsbescheides


Fazit ist,
niemand sollte auch nur den kleinen Finger krumm machen, wenn er keinen schriftlichen Arbeitsvertrag in
der Tasche hat. Ich werde mir überlegen ob ich diesen Vorfall, falls ich ihn finanziell überhaupt überlebe, jedes Mal der
Arbeitsagentur unter die Nase halte, wenn ich irgendwo ohne schriftliche Papiere arbeiten soll. Auch nicht probeweise.


Das ist eben die Kehrseite der Corona-Krise.

Nichts geht über einen persönlichen Kontakt und schriftliche Fixierung.
 

Zarko

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Das hat er heute als der Chef mich um etwa Viertel nach Mittag bei mir anrief. Ich wäre nie bei Ihm beschäftigt gewesen, nur zur Probe.
Dagegen spricht der Anruf beim Arbeitsamt. Irgendwie habe ich das dunkle Gefühl, das sich der Sachbearbeiter und der Firmenboss sich
gegenseitig decken könnten. Im jeden Fall eine Sache für den Rechtsschutz.
Nicht nur um euch um Rat zu fragen habe ich hier meinen Fall geschildert, sondern um andere zu warnen. Von mir aus kopiert hier diese
Posts und legt diese dann den Sachbearbeitern vom Amt vor. Macht auf keinen Fall was ohne Schriftliche Fixierung, nicht mal auf einen
Schmierzettel.

Das muss ohne mein Wissen direkt zwischen der Firma und einem Sachbearbeiter vom Arbeitsamt gelaufen sein....

Anders kann ich mir das nicht vorstellen. Das Ganze stinkt gewaltig.....
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Da du noch nicht 4 Wochen bei dem Arbeitgeber gearbeitet hast, zahlt deine Krankenkasse im Auftrag der BG das Verletztengeld.
Ich hoffe, das Krankenhaus ist darüber informiert, dass es am Arbeitsplatz passierte.

Kein Krankengeld, sondern Verletztengeld

Ich habe bei der Notaufnahme den Unfall als Arbeitsunfall angegeben, was er ja auch war. Die Firma mit Adresse auch.

Ich empfinde das als gaaanz linke Nummer.
Hoffentlich stimmt deine Annahme. Wenn es geht werde ich in Zukunft um jede Metall verarbeitende Firma einen riesigen Bogen machen.
Für mich ist dieses Gewerbe gestorben.

Haltet mir die Daumen, das sich da nichts entzündet, da ich 2007 schon mal an diese Hand eine schwere Handphlegmone auf Grund eines
Arbeitsunfalles hatte.
 

abcabc

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Du hast leider mehrfach Juli und August verwechselt in deinem Schreiben.... falls der Drops noch nicht gelutscht ist, für zukünftige Schreiben korrigieren. ;)

Ist das jetzt eine "schwere" Verletzung bei der langfristig oder dauerhaft Schäden bleiben können oder ein Schnitt, der zu 99% verheilen wird und außer einer kleinen Narbe nichts bleiben wird?

War ja irgendwie zu befürchten bei der Firma, wenn schon am nächsten Tag der Nachfolger dort antanzt.

Darauf hin telefonierte ich nachmittags mit der Agentur in Amberg wo ich erfuhr, das ich ab Dienstag
den 08.07.2020 bei der Firma x beschäftigt sei. Arbeitsbeginn sei laut Herrn X am 08.08.2020 um 8:00 Uhr.
Verstehe ich jetzt nicht ganz. In der Firma warst du ohne konkrete Infos gegangen - also auch kein Arbeitsbeginn erfahren o.ä. Beim Telefonat mit der AfA hast du erfahren, dass du am 08.07. dort um 8:00 Uhr antanzen sollst und bist deshalb dort am 8.7. erschienen, obwohl der AG dir nichts von dem Arbeitsbeginn gesagt hat?
 

ZynHH

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Im Laufe des Gesprächs telefonierte Herr X mit jemanden aus der Bundesagentur für
Arbeit, um zu klären ob eine Förderung zu meiner Beschäftigung möglich wäre. Darauf hin
telefonierte ich nachmittags mit der Agentur in Amberg wo ich erfuhr, das ich ab Dienstag
den 08.07.2020 bei der Firma x beschäftigt sei. Arbeitsbeginn sei laut Herrn X am
08.08.2020 um 8:00 Uhr.
Wenn die AfA das telefonat bestätigt, wärst du fein raus. Aber auch wenn du zur Probe dort gearbeitet hast, bist du unfallversichert.
Ich wäre nie bei Ihm beschäftigt gewesen, nur zur Probe.
Reicht ja.
 

Helga40

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Darauf hin
telefonierte ich nachmittags mit der Agentur in Amberg wo ich erfuhr, das ich ab Dienstag
den 08.07.2020 bei der Firma x beschäftigt sei. Arbeitsbeginn sei laut Herrn X am
08.08.2020 um 8:00 Uhr.

Ich verstehe den Widerspruch nicht. Du schreibst selbst, dass du dort angefangen hast zu arbeiten. Ob du das selbst der Agentur für Arbeit gemeldet hast, ist vollkommen unrelevant. Mit der Arbeitsaufnahme erlischt dein Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Was soll dir bitte dieser Widerspruch bringen?! Deine Ansprüche liegen jetzt bei der Berufsgenossenschaft. Eindeutig.
 

Luna007

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Ganz im Gegenteil, diese Abmeldung bestätigt deine Arbeitsaufnahme. Ferner warst du unmittelbar nach dem Unfall beim Arzt und hast den Unfall geschildert. Dass du sofort die Kündigung bekommen hast, ist glaubwürdig.
Es wird eventuell schwierig, dass Verletztengeld zu berechnen, wenn der Arbeitgeber die erforderliche Entgeltbescheinigung nicht ausfüllt. Aber, dann wird halt das ortsübliche Einkommen zugrunde gelegt.
Frage ist, wird noch Alg2 bezogen?
 

Antihartzer19

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ich wünsche Zarko Gute Besserung!

Und alle sehen wieder einmal wie wichtig ist auf einen gültigen schriftlich fornulierten Arbeitsvertrag vor Arbeitsbeginn zu bestehen.
Und es keine Gründe gibt davon abzuweichen.
 

Sodele

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"Probearbeit" war es nur, wenn die AA diese bewilligt hat. Mir wäre nicht bekannt, dass es im BGB den Begriff PROBEarbeit gibt. Das gibt es lediglich im SGB, als Instrument der Arbeitsvermittlung - also der Arbeitgeber probiert den Kandidaten aus (und der Arbeitnehmer den Arbeitgeber!) - und ALG wird weiterbezahlt Dies aber (ich wiederhole mich:) nur mit Genehmigung der AA!
Dies ist nicht der Fall?
Es war also ARBEIT, egal ob es einen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt oder nicht. M.W. gibt es kein Gesetz, dass vorschreibt, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegen muss.
Du hast Deine (Arbeits-)Leistung angeboten, der Arbeitgeber hat sie angenommen, Du hast Leistung erbracht - also muss der Arbeitgeber auch seine Leistung (z.B. Entgelt, SV, ...) erbringen. Der rechtsgültige Vertrag ist somit geschlossen.
Es gibt tausende Arbeitnehmer die ohne schriftlichen Arbeitsvertrag arbeiten - ohne Probleme!
 

Kerstin_K

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Es gibt tausende Arbeitnehmer die ohne schriftlichen Arbeitsvertrag arbeiten - ohne Probleme!
Esgibt aber auhc noch das Nachweisgesetz. Also die wesentlichen Eckpunkte müssen schon schriftlihc fixiert werden, da hat eder Arbeitnehmer Anspruch drauf. Aber eben erst nach Wochen. Und aus meiner Sicht kann man dann auch gleich einen Vertrag machen.

Ich habe es mit meinen Haushaltshilfen immer so gemacht, dass sie am erten Arbeitstag den Vertrag bekommen, ob sie den dann vor Ort lesen und unterschreiben oder mitnehmen, das ist ihre Entscheidung.
 

Zarko

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Hallo Leute!

Hab schon vor kurzem hier was zu obigem Thema gepostet. Jetzt habe ich die Info erhalten, das ich von der BKK abgemeldet wurde.

Der Arbeitsunfall, wie geht es jetzt weiter? Kriege ich die Behandlung weiter bezahlt oder nicht? Da die Schnittwunde am Zeigefinger genäht
wurde hat der D-Arzt gesagt, er macht das weiter. Falls ich die Behandlung selber zahlen muss, kann man sich die Fäden selber raus ziehen?
Bin völlig blank. Die Wunde sieht schon beinahe verheilt aus.
 

Zeitkind

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Heute Mittag war der Aufhebungsbescheid im Briefkasten mit Datum vom 08.07.2020.
Mit welcher Begründung wurde denn welche Leistung aufgehoben?
Tatsache ist jedoch, das ich niemals selbst telefonisch arbeitend gemeldet habe,
auch nicht jemanden anders dazu angestiftet habe.
Tatsache ist, daß Du eine Arbeit angetreten hast.
Damit bist Du auf den mündlichen Arbeitsvertrag eingegangen.
Für die Mitlesenden wäre schon interessant, um welche Leistungen es geht.
 

Quale

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Der Arbeitsunfall, wie geht es jetzt weiter? Kriege ich die Behandlung weiter bezahlt oder nicht? Da die Schnittwunde am Zeigefinger genäht
wurde hat der D-Arzt gesagt, er macht das weiter. Falls ich die Behandlung selber zahlen muss, kann man sich die Fäden selber raus ziehen?
Bin völlig blank. Die Wunde sieht schon beinahe verheilt aus.
Mache dir nicht so viel Gedanken bis Ende des Monates, bist du auf jeden Fall krankenversichert.

Wie ich das verstanden habe, bist du gerade einen unbefristetsten Festvertrag eingegangen.
Ich würde an deiner Stelle nach dem nochmal eine Krankmeldung holen, sonst müsstest du deine Arbeitskraft anbieten.
Das wird schon in die richtige Richtung laufen, muss nur am Ball bleiben.
 

Zarko

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Mit welcher Begründung wurde denn welche Leistung aufgehoben?

Tatsache ist, daß Du eine Arbeit angetreten hast.
Damit bist Du auf den mündlichen Arbeitsvertrag eingegangen.
Für die Mitlesenden wäre schon interessant, um welche Leistungen es geht.


Ich hatte am ersten Arbeitstag einen Arbeitsunfall!
Jetzt behauptet der Chef dort, ich wäre nur zur Probe dort gewesen. Tatsache ist aber, das ich am Vortag beim
A-Amt anrief und man mir dort erklärte, ich hätte nun einen Arbeitsvertrag. Ich sagte dem Sachbearbeiter am Telefon
das ich wissen wolle was der Chef dort mit dem A-Amt ausgemacht hat, da ich links völlig taub und rechts schwerhörig bin.

Jetzt tut der so, als ob ich nicht dort beschäftigt gewesen sei. Ein Anruf bei der BKK ergab, das mich das Arbeitsamt abgemeldet hat.
Jetzt habe ich keine Krankenversicherung, Kein Arbeitslosengeld, rein gar nichts.
Haltet mir die Daumen, morgen der erste Termin beim Rechtsanwalt. Anscheinend hat mich der Typ nirgendwo angemeldet.
Da er behauptet ich wäre nur zur Probe dort gewesen lässt dies den Schluss zu, das ich nicht einen müden Cent für meine Arbeit
gekriegt hätte. Egal wie lange ich dort gearbeitete hätte, mit und ohne Arbeitsunfall.

Das heißt, der lässt die Leute da "Probearbeiten" ohne irgend was an irgend jemanden zu zahlen. Weder Lohn noch irgendwo
angemeldet. rein gar nichts. Für mich ist die Zusendung des Aufhebungsbescheides maßgebend. Ich schau mal, war mir mein RAW
sagt.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Mache dir nicht so viel Gedanken bis Ende des Monates, bist du auf jeden Fall krankenversichert.

Wie ich das verstanden habe, bist du gerade einen unbefristetsten Festvertrag eingegangen.
Ich würde an deiner Stelle nach dem nochmal eine Krankmeldung holen, sonst müsstest du deine Arbeitskraft anbieten.
Das wird schon in die richtige Richtung laufen, muss nur am Ball bleiben.

Danke für deine hoffnungsvollen Worte.
 
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