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Altkanzler Schmidt: Sein Arzt hat keine Hoffnung mehr

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
HamburgDer Arzt von Altkanzler Helmut Schmidt geht nicht mehr von einer Gesundung des 96-Jährigen aus. Auf die Frage, ob sich der SPD-Politiker und Publizist wieder erholen werde, sagte Professor Heiner Greten dem „Hamburger Abendblatt“ (Dienstag): „Nein, das glaube ich leider nicht.“ Er fügte hinzu: „Die Lage ist außerordentlich prekär.“

„Herr Schmidt ist aktuell nur sehr selten bei Bewusstsein. Seit Sonnabend hat sich der Zustand tatsächlich kontinuierlich und dramatisch verschlechtert“, sagte der Leibarzt. In den vergangenen zwei Tagen habe er bewusste Phasen nur ab und zu erlebt.
Altkanzler Helmut Schmidt: ?Die Lage ist außerordentlich prekär?
 
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#6
Ja, Helmut Schmidt ist verstorben

Da ist jemand aus einer Politikergeneration gestorben, zu der ich damals noch volles Vertrauen hatte und die mich nie wirklich enttäuscht hatte.
Grosse Namen: Schmidt, Brandt, Wehner, Strauss , Genscher und sogar der frühe Helmut Kohl.
Sie und andere führten eine Bundesrepublik Deutschland, wie man sie gerne wieder hätte. Eine Gesellschaft, die sich gegenseitig unterstützte, Politiker, die noch für das eigene Land eintraten und eine Wirtschaft, wo der Faktor "Gier" noch lange,lange nicht das Ausmass hatte wie heutzutage.

Wo es einen Walter Scheel, einen Gustav Heinemann oder einen von Weizsäcker gab statt einen Joachim Gauck oder einen Christian Wulff, einen Willy Brandt statt einen Siggy Pop. Wo die Grünen noch Umweltpartei waren und keine schlechterzogenen Bourgoisen im potemkinschen Gewand der "Toleranz".


Ein wirklich bescheidenes anständiges Land, das man verehren konnte.

Damals hätten einfach schmierige Typen wie Merkel, Gabriel oder Maaß einfach keine Chance gehabt.

Eine Ära ist entgültig zuende.
 

JulieOcean

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#10
Helmut Schmidt war noch einer, der sogar von seinen Gegnern geachtet und geschätzt worden ist.

Schade, dass er tot ist.
 

Don Vittorio

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#12
Ja, er war ein echter Macher, keiner der nur dumm gelabert hat, wie die heutigen Politiker. Und er wäre der Flüchtlingssituation bestimmt nicht so hilflos gegenüber gestanden, wie unsere jetztigen Entscheider oder eigentlich Nichtentscheider.
Er hat im Oktober 1977 auch gezeigt, dass sich ein Staat nicht von Terroristen erpressen lassen darf, hat dafür auch den Tod von H.M.Schleyer auf seine Schultern geladen, wer ausser ihm hätte noch die Stärke gehabt, solche Entscheidungen zu treffen. Ein Aussitzer wie Kohl ganz sicher nicht.

Einen wie ihn, wird es leider nicht mehr geben, weil es einfach auch die Zeiten dazu nicht mehr gibt. Heute gibt es in der Politik keine Charakter mehr, sondern nur Abziehbilder !


Danke Helmut Schmidt.
Mögen Sie in Frieden ruhen.
 
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#14
Ich denke, folgender Sinnspruch hätte ihm gefallen:

Ich werde sterben. Damit sagst du doch nur, ich kann nicht mehr krank werden, ich kann nicht mehr gefesselt werden, ich kann nicht mehr sterben.
Lucius Annaeus Seneca
 
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#15
Ich habe wohl kaum ein Interview mit ihm in den letzten Jahren verpasst.
Habe ihn gerne reden hören und als weisen Menschen und einen der größten Altpolitiker geschätzt.

RIP,Helmut Schmidt.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#16
Ich hätte mich mit ihm gefetzt, dass die Schwarte kracht. Insbesondere 1977.
Und auch einige Male mehr.

Das ändert aber nichts daran, dass ich ihn trotz allem für einen sehr viel fähigeren Politiker erachte als das, was uns heute präsentiert wird.

Ich hätte gerne mit Helmut Schmidt diskutiert ohne die Befürchtung, zum Rauchen in den Hof geschickt zu werden.

Hl. Geistl, Egon Bahr fehlt noch in Deiner Liste. Obwohl er mit Schmidt nicht besonders gut stand. Aber der gehört dazu.
 

Wolly

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#17
Ich danke Helmut auch,hat er doch schon in frühen Jahren auch für mich die Weichen des Gleises mitgestellt,auf dem ich gerade noch stehe.
RIP
 

Roter Bock

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#18
Ein "unzeitgemäßer" Typ der zu einer Generation gehörte, mit der man einen Deal haben konnte ohne Seitenweise Papier zu produzieren.

Ich habe gegen den Nato-Doppelbeschluss protestiert, habe aber höchsten Respekt vor der Person Schmidt.

Was heute im Parlament das sagen hat, ist charakterloser Abschaum dagegen.

Roter Bock
 
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#22
Meine feste Meinung ist: Er hat das grösste Glück gehabt, das einem Menschen widerfahren kann. Ein ruhiger, friedlicher angstloser Tod ohne Kampf, nach allem, was man gehört hat, und davor ein langes intensives Leben mit geistiger Klarheit nahezu bis zum Ende.

So viel gutes Schicksal haben die wenigsten Menschen.
Gönnen wir ihm seine Ruhe, er hat seinen alten kranken Körper nun ablegen dürfen und hoffen wir für uns alle auf ähnliches Glück gerade in den letzten Stunden.
 

libertad

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#23
Ein Politiker ohne große Visionen,
ein Realpolitiker, der nie über die Grenzen des Kapitalismus hinaus geschaut hat.
In diesem Rahmen kompetent.
Ein Hamburger Kaufmann.
RIP
 

Wolly

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#24
Meine feste Meinung ist: Er hat das grösste Glück gehabt, das einem Menschen widerfahren kann. Ein ruhiger, friedlicher angstloser Tod ohne Kampf, nach allem, was man gehört hat, und davor ein langes intensives Leben mit geistiger Klarheit nahezu bis zum Ende.
So viel gutes Schicksal haben die wenigsten Menschen.
Ich wollte nicht aber ich muss dazu was schreiben.
Das größte Glück für einen Menschen ist,wenn er diese Welt erst garnicht betreten muss
Oder so, ein Zitat vom alten Fritz. Der schönste Tag im Leben eines Menschen,ist der,an dem er es verlässt.
 

ThisIsTheEnd

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#25

Optierer

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#26
Helmut Schmidt hat zeitlebens zugestanden, dass er während seiner Kanzlerschaft selbstverständlich nicht alles zutreffend eingeschätzt und richtig entschieden hat. Insofern verklärt sich in der Beurteilung seiner Person heute sicherlich so manches. Aber sei’s drum: Helmut Schmidt war ein Glücksfall für dieses Land, und zwar weit über seiner Zeit als Bundeskanzler hinaus.

Über den Tag, an dem er sein Amt als Regierungschef verlor, berichtete er mehrfach, es sei für ihn ein Tag der Erleichterung gewesen, was angesichts der Entscheidungen, die er während seiner Amtszeit zu treffen hatte, sicher verständlich ist. Mir persönlich hat dieser Tag, an dem er sein Amt jemandem, den ich schon damals als politisches Trampeltier empfunden habe, übergeben musste, weh getan.

Danke, Helmut Schmidt. Sie waren ein ganz, ganz Großer!
 

libertad

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#27
... Helmut Schmidt war ein Glücksfall für dieses Land, ...
Da hab ich doch meine Zweifel.
Dazu auch aus einem Spiegel-Artikel:
Helmut Schmidt: Unser Weltökonom
Ein Pragmatiker, kein Visionär

Bei solchen Fehlurteilen wird ein Defizit in Schmidts ökonomischem Weltbild sichtbar: Er war ein Mann der Tat, ein Pragmatiker; keiner, der langfristige wirtschaftliche oder gesellschaftliche Entwicklungen antizipierte und in seine Entscheidungen einband. Sein böses Wort, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, fällt auf ihn selbst zurück.

Helmut Schmidt: Der Ökonom im Kanzleramt - SPIEGEL ONLINE
 

Wolly

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#28
Zu Glücksfällen kann ich nicht viel sagen.
Jedoch sehe ich Heute,wohin die damals gestellten Weichen,aller bisherigen regierenden Glücksfälle hingeführt haben.
Oder wir sagen,der Unglückswähler hat sich selbst alles eingebrockt.
Wenn ich was nicht ausstehen kann,dann ist es nachträgliche Grabheuchelei.
 
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#29
Ein Politiker ohne große Visionen,

Das mag sein und eventuell spielte da die nüchterne norddeutsche Art auch eine Rolle. In einem seiner Interviews betonte er, dass er als untypischer Sozialdemokrat bei der SPD eintrat und vor allem durch sein Streben Gerechtigkeit für die Politik motiviert wurde.


...ein Realpolitiker, der nie über die Grenzen des Kapitalismus hinaus geschaut hat.
Vielleicht hat er das, kurzfristig, aber u.a. östlich der BRD-Grenze wenig erblickt, das ihm als gute Alternative erschien. Soweit ich weiss, hat er den seitens von O.Graf Lambsdorf schon früh aufgeworfenen neoliberalen Vorstellungen Widerstand geleistet und auch deshalb kam es zum Bruch mit der FDP.

Er war sicher sehr von sich überzeugt, machmal zu sehr, auch die belehrende Art hat wohl manchen Redakteur bei der Ziet genervt.

Aber ein Dummschwätzer der anderen nach dem Maul redet war er nicht. Politische Handlungen nur um der nächsten Wieder-.Wahl willen war sein Ding nicht. Da steht er fast allein.

Ob er gut beraten war, bei der Plaung des gemeinsamen Währung fast nur mit Bankern und der Großwirtschaft zu planen, da hab ich meine Zweifel. V
"Volksnah" wie Brandt war er nicht.leider.


Eine Kombination aus Brandt, Schmidt, Bahr und Scheel würde man sich in der gegenwärtigen Politik wüsnchen. Auch Blühm könnte an dazu nehmen.
Alledings sind die Herausforderungen heute deutlich größer als vor 30, 40 Jahren.

Ich glaube keiner von denen wollte mit Merkel tauschen.

R.I:p., "Schmidt Schnauze" (Ich glaube schwarze Kassen und Koffer voll Geld über Grenzen hätte der nicht geduldet... Das ist schon was wert)
 
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