Alternative zu Sozialkaufhäusern in Bonn oder bei Aachen?

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Gast1

Gast
Hi,

aufgrund eines aktuellen Anlasses (sehr zeitnahe Haushaltsauflösung in Bonn, durchgeführt durch Verwandte) würde ich gerne wissen, ob es neben den Sozialkaufhäusern im Rheinland auch noch andere Möglichkeiten gibt, Haushaltsgegenstände sozial Bedürftigen zukommen zu lassen, ohne dass dabei Sozialkaufhäuser davon profitieren.

Hintergrund:

a) Ein-Euro-Jobber werden in Sozialkaufhäusern eingesetzt. Die Träger profitieren von ihrer Arbeit in finanzieller Hinsicht

b) Es gibt Sozialkaufhäuser, die nicht nur an sozial Bedürftige verkaufen:

Das Modell der Sozialkaufhäuser könnte nun allerdings bundesweit gefährdet sein. Vor dem Sozialgericht Düsseldorf ist ein Prozess anhängig, bei dem die “ARGE Mettmann Aktiv” ... gegen das örtliche Sozialkaufhaus der Diakonie vorgeht. Die ARGE verlangt, dass das Kaufhaus nur noch an Empfänger von Sozialleistungen verkaufen dürfe, da es sonst wegen der subventionierten Löhne in unzulässiger Weise in den freien Wettbewerb eingreife. Die ARGE machte sich damit die Beschwerde eines ortsansässigen privaten Secondhand-Ladens zu eigen, der inzwischen insolvent ist.

...

Ein Urteil wird für das Frühjahr 2009 erwartet.
Redaktion PEP: Sonntag, 31. August 2008, 8.00 - 9.00 Uhr


c) Sozialkaufhäuser haben einen wettbewerbsverzerrenden Effekt auf Second-Hand-Shops, siehe:

Einsatz von Ein-Euro-Jobbern: Zank um Wiesbadener Sozialkaufhaus:
Rhein-Main - Hessen | Nachrichten | hr

Quelle: © hr, 11.02.2009

Wer kennt andere Möglichkeiten, Hausrat für sozial Bedürftige abzugeben, in Bonn und Umgebung und eventuell auch im Aachener Raum?

Viele Grüße

schlaraffenland
 

Eka

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Wer kennt andere Möglichkeiten, Hausrat für sozial Bedürftige abzugeben, in Bonn und Umgebung und eventuell auch im Aachener Raum?

Viele Grüße

schlaraffenland

Sich im Umfeld umhören, ob diese Bedürftige kennen oder mal vor der ARGE stehen, (muss ja nicht immer eine Aktion sein). Da sind mit Sicherheit ganz viele Menschen die einige Möbel, Gegenstände gut gebrauchen können.

Anderes kenne ich leider nicht, läuft bei uns auch immer über Mundpropaganda, wer noch was brauchen könnte etc.
So habe ich meine Stahlkochtöpfe bekommen. Die sind echt klasse und hatte ich mir lange gewünscht. ;-)

LG
Eka
 
E

ExitUser

Gast
Hi,

aufgrund eines aktuellen Anlasses (sehr zeitnahe Haushaltsauflösung in Bonn, durchgeführt durch Verwandte) würde ich gerne wissen, ob es neben den Sozialkaufhäusern im Rheinland auch noch andere Möglichkeiten gibt, Haushaltsgegenstände sozial Bedürftigen zukommen zu lassen, ohne dass dabei Sozialkaufhäuser davon profitieren.

Hintergrund:

a) Ein-Euro-Jobber werden in Sozialkaufhäusern eingesetzt. Die Träger profitieren von ihrer Arbeit in finanzieller Hinsicht

b) Es gibt Sozialkaufhäuser, die nicht nur an sozial Bedürftige verkaufen:

Redaktion PEP: Sonntag, 31. August 2008, 8.00 - 9.00 Uhr


c) Sozialkaufhäuser haben einen wettbewerbsverzerrenden Effekt auf Second-Hand-Shops, siehe:

Einsatz von Ein-Euro-Jobbern: Zank um Wiesbadener Sozialkaufhaus:
Rhein-Main - Hessen | Nachrichten | hr

Quelle: © hr, 11.02.2009

Wer kennt andere Möglichkeiten, Hausrat für sozial Bedürftige abzugeben, in Bonn und Umgebung und eventuell auch im Aachener Raum?

Viele Grüße

schlaraffenland
Danke für die Links. Sie machen mal wieder deutlich, dass die Ein-Euro-Jobs reguläre Arbeitsplätze zerstören. Und es macht noch deutlicher, dass die sogenannten "Sozialkaufhäuser" unsozial und destruktiv sind und auf keinen Fall auf ihre Einkünfte verzichten wollen. Denn das ihnen nicht an Gewinn gelegen ist, halte ich für eine glatte Lüge. Diese Einrichtungen haben faktisch keine Ausgaben, zahlen keine Steuern, keine Löhne und müssen ihre Produkte weder produzieren noch einkaufen - ein Paradies für Selbstbediener. Nicht zu vergessen, dass zwischen 300 - 500 Euro im Monat für die Ein-Euro-Jobber gezahlt werden, und zusätzlich noch ein Haufen Fördertöpfe abgegrast werden - Fakten, die in solchen Beiträgen zum einen nicht erwähnt, und leider auch von den schlecht recherierenden Reportern und Journalisten nicht nachgefragt werden.

Was die Abgabe deines Hausrats angeht:

  • Was hältst du davon z.B. einen Anschlag bei einer Tafel zu machen?
  • Unten im Haus - Möbel und Hausrat zu verschenken
  • In deiner Bekanntschaft fragen, ob da nicht Alleinerziehende, Rentner u.a. einen Kühlschrank und Hausrat brauchen?
  • Vielleicht eine Info im Discounter?
  • Oder eine Anzeige im virtuellen Verschenkmarkt?
  • Hamburger Verschenkmarkt

Mehr fällt mir im Moment nicht ein

LG
 
G

Gast1

Gast
Hi Eka, hi Hamburgeryn,

vielen Dank für Eure Tipps, Hinweise und Bewertungen.

Muss mal logistisch überlegen ;-)
 

wolliohne

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2005
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danke für die Beiträge,diese sog. Sozialkaufhäuser sind mir schon lange ein Dorn im Auge.

Mal schauen wie wir dies vor Ort Skandalisieren und evtl. beenden können.

wobei es bei den Stadtwerken (als Sicherheitskraft und/oder Fahrgastbegleiter-Schaffner) genau so läuft.
Die Verantwortlichen reden von Qualifizierung,in Wahrheit werden nur Gelder abgeschöpft und die Betroffenen landen anschliessend wieder bei ARGE/Jobcenter.

Also entweder Festeinstellung oder bisher kassierte Gelder zurückzahlen.
 

Jesaja

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14 August 2008
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umsonstladen.de

Dieses Jahr gibt es das Umsonstladentreffen Gib und Nimm 2009 in Köln (13.-15.3.09)
Im Umsonstladen kosten die Dinge nichts, sie werden auch nicht getauscht oder sonstwie verrechnet. Sie werden versuchsweise (!) als nur nützliche Dinge ohne Warenwert behandelt. Aber auch von Umsonstladenprojekten wird Geld gebraucht, von den meisten z.B. für die Ladenmiete.
Der Umsonstladen alleine stellt sicher keine Alternative zur Warengesellschaft dar. Schließlich beruht er auf dem Warenüberfluß unserer Gesellschaft. Erst wenn versucht wird, die Herkunft dieser Dinge, also wie sie hergestellt werden, in das Prinzip der "Tauschfreiheit" miteinzubeziehen, kann eine Alternative zur Vergesellschaftung über Waren und Geld entstehen.
Zumindest ein interessantes Konzept !:icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
So eine Freebox istbei uns mal ganz eigenständig entstanden.
In unserem Müllkeller. Irgendwann stellte da mal jemand etwas hin, Zettel dran "zu verschenken". Ein anderer konnte es gebrauchen, nahm es, hatte selbst etwas abzugeben. Alles mögliche fand sich dort in dem Eckchen. Von der intakten Spülmaschine, über frischgebügelte Herrenhemden bis hin zu PCs.
Ich fand die Ecke toll und nützlich, Habe manches dort endeckt, was ich brauchen konnte, und dort auch oft etwas abgelegt (z.B. Kinderkleidung).
Nichts wurde zerwühlt oder zerstört.
Bis unser Vermieter auf den Bolzen kam, aus unserem Hausmüllkeller einen Sperrmüllkeller zu machen, in dem eine beauftragte Firma sämtlichen Sperrmüll aus mehreren Wohnanlagen unseres Vermieters (die Stadt Hamburg), zwischenlagert.
Unser Eckchen wurde schnell als Sperrmüll deklariert, und landete auf riesigen Haufen. Meine Nachfrage, weshalb jetzt Berge von Sperrmüll bei uns lagern müssten, ergab, dass unser Vermieter damit Geld einsparen und wilde Müllkippen verhindern wolle. :confused: .
Klar, dass nun niemand mehr seine noch nützlichen und schönen Sachen in dem Eckchen ablegt, wenn er es wenig später mit Farbe übergossen und dreckverschmiert auf einem Haufen wiederfindet.
Jetzt habe wir zögerlich begonnen, unten im Eingangsbereich ein neues Plätzchen einzurichten. Das passt dem Vermieter auch nicht. Er will keinen Sperrmüll in seinem Haus. Aber die immer größere werdende wilde Müllkippe im Hausmüllkeller, die regelmäßig von der Hamburger Müllabfuhr geleert wird die stört nicht. :icon_eek:
Aber vielleicht wäre solch ein Eckchen ja mal was für den einen oder anderen hier im Forum.

LG
 
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