Alter Wein in neuen Schläuchen?

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ethos07

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Ich eröffne hier mal einen Thread, in dem wir die zahlreichen neuen Angebote für die Zielgruppe Erwerbslose 50plus zusammentragen können, die uns so über den Weg laufen...

... und die vermutlich in der Regel ausser neuen Einnahmequellen für die anbietenden Träger und vielleicht ein paar netten neuen Kontakten für uns, keine wirklich neuen Perspektiven für uns ältere Erwerbslose öffnen.

Weil mir grad mal wieder eins übern Weg gelaufen ist... ;-):


JobClub 50plus in Göttingen
 
L

lupe

Gast
Hi, falls Du Langeweile hast...Sattel die Hühner und reite zu mir nach HH.

Aber mal Spaß beiseite. Ich hab selber auch solch "dusselige" Maßnahme mitgemacht. Ich hätte da bessere Ideen.

Zum Beispiel für die Werbeindustrie zum Run auf die fiftys...

Habe ich grade auf ARD gesehen....

Hallo, holde Fee. Wir von Wilkison empfehlen für ihren Damenbart das neueste Produkt. Wir nennen es "schleif weg". Mit schleif weg sind sie alle ihre Sorgen los.

Das ZDF brachte auch was. Für den sixtie ohne Chance...

Jaaa, wir vom Team erneuerbares Hairstyl haben DIE Mittel entwickelt, mit dem Sie wieder wie ein 20 jähriger ausehen. Nehmen Sie Toupethairstyle.

Ich habe mich damit abgefunden, dass solche Maßnahmen nichts als Abzockerei sind. Ob die nun Initiative für 50 + heißen oder für 10 +.

Viele Grüße
 

Hexe45

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Scheint ein lukratives Geschäft zu sein.

Die wehren sich weniger als die Jüngeren, sind gehorsamer und damit pflegeleichter.

Weiß nicht das ganze 50+ wirkt auf mich wie die gelbe Tonne für ältere Menschen.

LG
Hexe
 
R

Rounddancer

Gast
Das Grundproblem ist halt, daß noch immer zu viele Entscheider ältere Mitarbeiter auf den Müll werfen,- und freie Stellen nicht mit älteren Bewerbern besetzen.

In den USA, wo ja wegen der Finanz-und Wirtschaftskrise viele, die eigentlich im Ruhestand waren, nun doch wieder arbeiten müssen, werden, wie der Newsletter der AARP in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, neuerdings ältere Menschen recht gerne z.B. im Handel eingestellt. Egal, ob Teil- oder Vollzeit, vom "Greater" bis zum Verkäufer.


Auch Selbsthilfe tut ja Not,- da haben wir hier den myself e.V.,
myself e.V.,
dazu natürlich unsere Stiftung "Stiftung + Arbeit",-
Intro

und auch unsere genossenschaftliche Zeitarbeits-Vermittlung
"Arbeit zuerst"
https://www.arbeitzuerst.de

Keiner hat den Königsweg,- aber jede Initiative hat die Chance, einem Teil der Betroffenen zu helfen, wieder in (tunlichst auskömmliche) Arbeit zu kommen.
 

Hexe45

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Das Grundproblem ist halt, daß noch immer zu viele Entscheider ältere Mitarbeiter auf den Müll werfen,- und freie Stellen nicht mit älteren Bewerbern besetzen.

In den USA, wo ja wegen der Finanz-und Wirtschaftskrise viele, die eigentlich im Ruhestand waren, nun doch wieder arbeiten müssen, werden, wie der Newsletter der AARP in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, neuerdings ältere Menschen recht gerne z.B. im Handel eingestellt. Egal, ob Teil- oder Vollzeit, vom "Greater" bis zum Verkäufer.


Auch Selbsthilfe tut ja Not,- da haben wir hier den myself e.V.,
myself e.V.,
dazu natürlich unsere Stiftung "Stiftung + Arbeit",-
Intro

und auch unsere genossenschaftliche Zeitarbeits-Vermittlung
"Arbeit zuerst"
https://www.arbeitzuerst.de

Keiner hat den Königsweg,- aber jede Initiative hat die Chance, einem Teil der Betroffenen zu helfen, wieder in (tunlichst auskömmliche) Arbeit zu kommen.

Macht euch doch da selber nix vor, Menschen ü50 sind nicht angesagt.
Wer nicht in diesem Alter in fester, gesicherter Anstellung ist kommt unter die Räder.

Frag doch die 58 Jährigen Ing., sie kriegen keinen Job.
Wenn du noch fit bist kannste dir mit putzen uä. vielleicht noch was dazuverdienen.
Die andern werden in ü50 Maßnahmen gesteckt und dann kannste dich noch bei Tolle toys oder so ähnlich nützlich machen. Und zwar solange bis du nicht mehr kannst und du lange genug dort warst, bis auch die Rentenversicherung derer, die 30 Berufsjahre auf dem Buckel haben, in den Keller gegangen ist.

Dann gehts in die Grusi. Und wenn die heute 50 jährigen dann die 70 erreicht haben sollten, werden sie feststellen, das Essen nicht mehr per Regelsatz sondern per Tafel ausgegeben wird.

Was ja durchaus Vorteile hat, die überlagerten Äpfel der Tafel kann man auch ohne Zähne beißen.

Grad die Älteren sollten mal realistisch bleiben. Der ganze Unsinn bringt die Menschen leider nicht in Arbeit.

LG
Hexe
 
R

Rounddancer

Gast
Natürlich bringen solche Initiativen nicht ALLE Menschen in Arbeit,- aber immerhin möglichst viele.

Derzeit gibt es z.B. Wege, um von der EU gefördert Institute zur Lösung irgendwelcher Probleme aufzubauen,- die Vorgabe ist nur, daß das Konzept auch portabel ist, in dem Falle woanders, und dies speziell in neuen EU-Staaten wie z.B. Rumänien, zur Lösung der vergleichbaren Probleme eingesetzt werden kann.

Das geht im Bereich Umweltschutz, Weiterbildung, und vielen weiteren Bereichen.

Und immer wieder entstehen so Arbeitsplätze.
 

Hexe45

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Natürlich bringen solche Initiativen nicht ALLE Menschen in Arbeit,- aber immerhin möglichst viele.

Derzeit gibt es z.B. Wege, um von der EU gefördert Institute zur Lösung irgendwelcher Probleme aufzubauen,- die Vorgabe ist nur, daß das Konzept auch portabel ist, in dem Falle woanders, und dies speziell in neuen EU-Staaten wie z.B. Rumänien, zur Lösung der vergleichbaren Probleme eingesetzt werden kann.

Das geht im Bereich Umweltschutz, Weiterbildung, und vielen weiteren Bereichen.

Und immer wieder entstehen so Arbeitsplätze.

Förderung hin und den ganzen Unsinn her, es bringt keine Arbeit.
Ich bin noch nicht mal 50, ich bin wirklich sehr gut qualifiziert.
Hangel mich von Befristung zu befristung, mache ab und an Nebenjobs, wenn ich grad mal wieder nur Teilzeit habe.

Ein unbefristeter Job bleibt einfach nicht hängen.

Von daher, sollen sie das ganze Geld das die Maßnahmeträger verbrennen, dazu verwenden öffentlich geförderte Jobs für diese Klientel zu schaffen.

Und zwar fair bezahlte. Damit kann man die Statistik auch bereinigen.

Das Geld ist da, nur verbrennen es bisher Maßnahmeträger, die Profiteure sind da nur einige wenige.

Shit was auf irgendwelche dubiose Qualimaßnahmen die wirklich niemand etwas nutzen.

Wie auch, um Menschen weiterzubilden, dafür sind Lehrgänge da wo der Betrieb die Menschen dann hin schicken kann.

Um was völlig neues zu machen brauchste eh drei Jahre( ZB Rehaumschulung oder Studium).

Aber dieser ganze 6 Montsschrott, bringt nix außer Schikanen, Drohungen und Einschüchterung. Außerdem muß man die Launen von irgendwelchen Dozenten der Beta Version ertragen.

Hört endlich auf damit uns solchen Schrott noch schmackhaft zu machen.

ü50 will fast niemand, auch nicht die, die in der Quali Legos geschrubbt haben. Auch Ing. die Legos schrubben können will niemand.

Und wenigstens hier sollten wir das realistisch sehen.
Der 50+ Schrott schafft keine Arbeit.

LG
Hexe
 

ethos07

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Derzeit gibt es z.B. Wege, um von der EU gefördert Institute zur Lösung irgendwelcher Probleme aufzubauen,- die Vorgabe ist nur, daß das Konzept auch portabel ist, in dem Falle woanders, und dies speziell in neuen EU-Staaten wie z.B. Rumänien, zur Lösung der vergleichbaren Probleme eingesetzt werden kann.

Das geht im Bereich Umweltschutz, Weiterbildung, und vielen weiteren Bereichen.

Und immer wieder entstehen so Arbeitsplätze.

Du beschreibst das - letztlich faule - Kettenspiel-Prinzip dieser Förderlogik gut: die zuerst zulangenden Manager gewinnen noch eine ordentliche Stelle, die nächsten nur noch welche auf Zeit, aber auch noch halbordentlich bezahlt und je länger das Kettenspiel wird, desto mehr letzte Hunde gibt es, die keinen Fleischtopf dabei mehr gewinnen: denn unter jedem dieser Wasserkopf-Leithammel-Manager muss es irgendwo Projekte geben mit den zahlreichen untersten Erwerbslosen, die fast gar nix mehr bekommen, damit sie im nächsten Durchlauf wieder als zu "besonders benachteiligte Zielgruppe" zur Verfügung stehen.

Sonst würde das ganze Förderspiel nämlich nicht auf Dauer immer wieder neu aufgelegt werden können. Interessant ist da ja auch zu beobachten, wie die Zielgruppen, Zielinhalte und Zielländer dauernd - wie in einem klassischen Imperalismussystem - laufend verschoben werden müssen, damit der ganze faule Zauber für die ersten Zulangenden immer wieder erneut funktiniert.

Ich war ja mal bei einem großen Träger in der EU-Projektentwicklungsabteilung. Da haben wir wie bei einer Börse auf Termin Dutzende von solchen neuen "Instituten", "Projekten" transnational immer als "best practice" "nachhaltig" "portabel" usw. zusammengeschraubt - und wortreich in die von den EU-Fördertöpfen geforderten Worthülsen gepackt.

Es war eine sehr anstrengende, intellektuelle Fließbandarbeit - als Erfahrung hochinteressant, aber sozial so etwas von vollkommen daneben... - mein Part war, alle EU-Förderprogramme - damals noch im Kauderwelsch der Übersetzungen halbfertig formuliert - zu durchforsten auf Brauchbares für uns und unser Set an transnationalen Kooperationspartner. Damals war gerade Spanien und England in, anstelle von Rumänien etc. ...


Und die so bedienten Regionen und dort vor allem die "letzten Erwerbslosen" bleiben am Ende kaputter zurück als vorher - oder wie sieht das inzwischen eigentlich in Spanien aus, dass ja wesentlich seinen Boom dank der massiven EU-Förderung erlebt hat...
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, es gibt ja eine Menge Agenturen und Förderungs-Scouts, und die besten darunter kassieren neben einer Grundgebühr (wegen der Ernsthaftigkeit der die Förderung Anstebenden) noch bis zu 30 Prozent dessen, was sie da an Projektförderungsgeldern zusammentragen. Wenn man zu denen hingeht, mit einer Liste von Ideen und Projektansätzen,- dann lesen die sich die Liste durch und bei einigen Punkten kann es sein, daß ihre Augen zu leuchten beginnen wie die von Geldspeicherbesitzer Dagobert Duck.
Denn dann haben sie für diese Projekte schon vor Augen, aus welchen Fördertöpfen man sie zu einem Teil oder Großteil (selbst die Besten schaffen es nicht, Projekte wirklich ganz gefördert zu bekommen!) finanziert bekommen könnte. Und wenn man bei diesen Besten zum Termin ist, dann kann es durchaus sein, daß einem irgendwelche bekannte Firmenchefs entgegenkommen, die auch wegen irgendeiner Förderung da waren.

Aber die einfachsten Stufen von Sponsoring haben wir alle schon erlebt, z.B. wenn die Schule unserer Kinder ein Gerät dann bekam, wenn die Eltern fähig waren, die Hälfte aufzubringen, - dann zahlte das Schulamt oder sonstwer den Rest.

Und so ist es mit Weiterbildungen und ihrer Förderung ähnlich.

Spanien? Nun, ich denke, die scheinen da derzeit weniger Sorgen zu haben, wenn, wie vor ein paar Tagen, dort einenhalb Millionen Leute nicht wegen Arbeitsplatzsorgen, sondern gegen die geplante Liberalisierung der Schwangerschafts-Abbruchvorschriften auf die Straße gingen.
 

klaus1233

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Hier sind vier Beispiele zur JobPerspektive in NRW :

Video

Jetzt kriegen wir alle Arbeit. Bis das Land pleite ist. Für 414€ kriegt der Arbeitgeber eine Topkraft, den die wirklich Bedürftigen, wird er nicht mögen. Für 24 Monate und keine anschließende Beschäftigungspflicht. Zusätzlich noch 200 jeden Monat für Schulung 12 Monate lang.
 
E

ExitUser

Gast
Ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht. Das ist doch alles politisch so gewollt. Nur so funktioniert diese ganze Maschinerie. Willkommen im Kapitalismus! Irgendeiner muss die Zeche zahlen. Und das tun erfahrungsgemäß IMMER die Schwächsten, die, die sich am wenigsten wehren können oder wollen. Da helfen auch keine Diskussionen.
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, wer wieder in Arbeit ist, hat auch wieder eine Lebensperspektive, ein regelmäßiges Einkommen, das er verdient hat, -und kein Almosen mehr. Hat wieder Urlaub,- und keine Stallpflicht. Kann wieder erhobenen Hauptes dahinschreiten, statt gebückt, mit hochgezogenem Mantelkragen das Amt zu betreten,- immer darauf bedacht, daß niemand, weder Feind, Freund, Parteifreund, Nachbar, ja manchmal die eigenen Verwandten mitbekommt, daß man arbeitslos ist, o'gschafft den Tag auf Kosten der Allgemeinheit fristen muß.

Und wer wieder in Arbeit ist,- und sei es über 16a-Förderung, hat wieder mehr Geld zur Verfügung, denn, wenn alles mit rechten Dingen zugeht,- bekommt er Tariflohn, bzw. ortsüblichen Lohn, da, wo es keinen Tarif gibt.

Daß nebenbei wieder, wie beim Beifahrer, eigentlich ausgestorbene Berufe als Arbeitsplätze so wiederbelebt werden, ist auch eine gute Sache,- und, gerade beim Beifahrer, auch ein positiver Punkt zur Verkehrssicherheit.
 

BEA51

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AW: Alter Wein in neuen Schläuchen? Beispiel § 16 bla bla

Hallo Rounddancer,
dann darf/muss ich Dich mal über ein Beispiel zum § 16 a bla bla hier in BaWü aufklären.
Tarifvertrag? - schön wärs. Meine "Einstiegsvoraussetzungen" sind
- langzeitarbeitslos / seit Ende 2004
- Ü50 / eact 52
- GdB 70 / Psyche - Diabetes 2 - Orthopädie

Herausgekommen ist:
- Arbeitgeber gGmbH / verdient jetzt an mir seit Anfang 2006 (2 Jahre ambulant betreutes Wohnen, parallel dazu 1.-€, 1,50 €, seit 07/08 ABM für 1200 € brutto, ab 01/09 BEZ zu ebenfalls 1200 € brutto für 2 Jahre
- Beurteilung durch "Sachbearbeiterin " Sozialdienst gGmbH ".....instabile Psyche bla bla... andererseits imgesamten Zeitraum bis jetzt keine Urlaubs- und Krankheitstage ..."
- zusätzliche Minderleistungsbeurteilung (das Ding heisst wirklich so" - damit auch unbedingt die 75 % Förderung des AG durch Agentur erfolgen kann. Stelle wird explicit als "Bürohilfe" beschrieben, bin Kauffrau Bürokommunikation per betriebliche Umschulung, IHK Prüfung in 2000, dann 3 Jahre ZAF, also Praxis vorhanden mit aktuellen Kenntnissen und breitem Allgemeinwissen, leiste in meinen Augen qualifizierte Sachbearbeitung in INSO-Bearbeitung.
- die 25 % Deckungslücke wurden intern heiss diskutiert, man hat dann dafür noch ein ESF-Töpfchen gefunden.

Fazit: Bei 1200 brutto bekomme ich 0,81 € ALG II und 7 € nochwas KdU bei 40 Std.-Woche. Arbeite also sozialversicherungspflichtig, ohne Beitrag zur Arbeitslosenversicherung versteht sich und unterliege allen Negativ-Wohltaten der entsprechenden Arbeitsverhinderungsbehörden. Ach so ja, Probezeit wurde mir jetzt komplett erlassen *sarkastisch grinst".

Was mich - und meinen mittlerweile ausgeprägten Galgenhumor - bei der Stange hält? Die Gewissheit, sinnvolles zu leisten. Ich freu mich für jeden Insolvenzler, insbesondere bei der Kombination "Rückforderung von Sozialleistungen - Finanzamt - gewisse Banken :icon_twisted:
Ausserdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass mein Arbeitsvertrag eine rechtliche Prüfung zwecks einklagen einer 100 % Arbeitsstelle mit tariflichem Hintergrund positiv bestehen könnte :cool:

Dein Zitat "... Nun, wer wieder in Arbeit ist, hat auch wieder eine Lebensperspektive, ein regelmäßiges Einkommen, das er verdient hat, -und kein Almosen mehr. Hat wieder Urlaub,- und keine Stallpflicht. Kann wieder erhobenen Hauptes dahinschreiten, statt gebückt, mit hochgezogenem Mantelkragen das Amt zu betreten,- immer darauf bedacht, daß niemand, weder Feind, Freund, Parteifreund, Nachbar, ja manchmal die eigenen Verwandten mitbekommt, daß man arbeitslos ist, o'gschafft den Tag auf Kosten der Allgemeinheit fristen muß..."

müsstest Du dringend ergänzen - einzufügen nach dem Mantelkragen - "mit geballten Fäusten in der Tasche und der Gewissheit, dass keiner der beteiligten Patagonisten irgendein Interesse hat, uns Hartzler je wieder hochkommen zu lassen !
Die zu erwartende Grusi-Rente wird's dann schon noch endgültig selektieren.

Und bevor ich das alles angehen kann, muss ich erst mal meine gesetzliche Betreuung aufheben lassen. Also, step by step...

zynische Grüsse aus Südwest
BEA
 
E

ExitUser

Gast
Nun, wer wieder in Arbeit ist, hat auch wieder eine Lebensperspektive, ein regelmäßiges Einkommen, das er verdient hat, -und kein Almosen mehr. Hat wieder Urlaub,- und keine Stallpflicht. Kann wieder erhobenen Hauptes dahinschreiten, statt gebückt, mit hochgezogenem Mantelkragen das Amt zu betreten,- immer darauf bedacht, daß niemand, weder Feind, Freund, Parteifreund, Nachbar, ja manchmal die eigenen Verwandten mitbekommt, daß man arbeitslos ist, o'gschafft den Tag auf Kosten der Allgemeinheit fristen muß.

Und wer wieder in Arbeit ist,- und sei es über 16a-Förderung, hat wieder mehr Geld zur Verfügung, denn, wenn alles mit rechten Dingen zugeht,- bekommt er Tariflohn, bzw. ortsüblichen Lohn, da, wo es keinen Tarif gibt.

Daß nebenbei wieder, wie beim Beifahrer, eigentlich ausgestorbene Berufe als Arbeitsplätze so wiederbelebt werden, ist auch eine gute Sache,- und, gerade beim Beifahrer, auch ein positiver Punkt zur Verkehrssicherheit.

Solche Einstellungen provozieren geradezu zu Dumpinglöhnen! (Meine Meinung)
 
R

Rounddancer

Gast
AW: Alter Wein in neuen Schläuchen? Beispiel § 16 bla bla

Stelle wird explicit als "Bürohilfe" beschrieben, bin Kauffrau Bürokommunikation per betriebliche Umschulung, IHK Prüfung in 2000, dann 3 Jahre ZAF, also Praxis vorhanden mit aktuellen Kenntnissen und breitem Allgemeinwissen, leiste in meinen Augen qualifizierte Sachbearbeitung in INSO-Bearbeitung.

Ausserdem sagt mir mein Bauchgefühl, dass mein Arbeitsvertrag eine rechtliche Prüfung zwecks einklagen einer 100 % Arbeitsstelle mit tariflichem Hintergrund positiv bestehen könnte :cool:

Dann ab zur Gewerkschaft und die darauf angesetzt, würde ich an Deiner Stelle tun.
 

Drueckebergerin

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Nun, wer wieder in Arbeit ist, hat auch wieder eine Lebensperspektive, ein regelmäßiges Einkommen, das er verdient hat, -und kein Almosen mehr. Hat wieder Urlaub,- und keine Stallpflicht. Kann wieder erhobenen Hauptes dahinschreiten, statt gebückt, mit hochgezogenem Mantelkragen das Amt zu betreten,- immer darauf bedacht, daß niemand, weder Feind, Freund, Parteifreund, Nachbar, ja manchmal die eigenen Verwandten mitbekommt, daß man arbeitslos ist, o'gschafft den Tag auf Kosten der Allgemeinheit fristen muß.
Sorry, Heinz, aber in letzter Zeit frag ich mich wirklich manchmal............
Ich hab knapp 30 Jahre ESt, SozV etc. eingezahlt, also wenn ich manchmal gebückt gehe, dann des Rückens wegen aber bestimmt nicht, weil ich keinen Job habe.

Aber zurück zum Thema..........

Auch wenn es keine Maßnahme 50+ ist, hat mir doch das JobCenter einen köstlichen Vorschlag gemacht...........

Mir wird die > Teilnahme an der Trainingsmaßnahme "Grund-Kenntnisvermittlung EDV" < vorgeschlagen.
Als Finanzbuchhalterin beherrsche ich 3 EDV-Buchführungsprogramme und hab in diverse andere reingeschnuppert, in meiner letzten "Fort"bildung hab ich den ECDL gemacht, ich arbeite auf meinem Rechner mit Office 2007 da wirds ja höchste Eisenbahn, daß mir endlich einer zeigt, wie so ein Computer eingeschaltet wird......:icon_neutral:
Der Maßnahmeträger ist TERTIA.

Aber vielleicht soll ich ja als Dozentin da anfangen????:icon_twisted:
 
E

ExitUser

Gast
Sorry, Heinz, aber in letzter Zeit frag ich mich wirklich manchmal............
Ich hab knapp 30 Jahre ESt, SozV etc. eingezahlt, also wenn ich manchmal gebückt gehe, dann des Rückens wegen aber bestimmt nicht, weil ich keinen Job habe.

Aber zurück zum Thema..........

Auch wenn es keine Maßnahme 50+ ist, hat mir doch das JobCenter einen köstlichen Vorschlag gemacht...........

Mir wird die > Teilnahme an der Trainingsmaßnahme "Grund-Kenntnisvermittlung EDV" < vorgeschlagen.
Als Finanzbuchhalterin beherrsche ich 3 EDV-Buchführungsprogramme und hab in diverse andere reingeschnuppert, in meiner letzten "Fort"bildung hab ich den ECDL gemacht, ich arbeite auf meinem Rechner mit Office 2007 da wirds ja höchste Eisenbahn, daß mir endlich einer zeigt, wie so ein Computer eingeschaltet wird......:icon_neutral:
Der Maßnahmeträger ist TERTIA.

Aber vielleicht soll ich ja als Dozentin da anfangen????:icon_twisted:

Die setzen einfach voraus, dass der Horizont ganz nah ist, wenn man die 35 überschritten hat. Vielleicht sollst Du ja nun die Kisten auseinandernehmen. Gab's hier auch schon.
 
R

Rounddancer

Gast
Mir wird die > Teilnahme an der Trainingsmaßnahme "Grund-Kenntnisvermittlung EDV" < vorgeschlagen.
Als Finanzbuchhalterin beherrsche ich 3 EDV-Buchführungsprogramme und hab in diverse andere reingeschnuppert, in meiner letzten "Fort"bildung hab ich den ECDL gemacht, ich arbeite auf meinem Rechner mit Office 2007 da wirds ja höchste Eisenbahn, daß mir endlich einer zeigt, wie so ein Computer eingeschaltet wird......:icon_neutral:
Der Maßnahmeträger ist TERTIA.

Aber vielleicht soll ich ja als Dozentin da anfangen????:icon_twisted:

DEN Verdacht hab ich ja schon lange, denn immer wieder werden arbeitslose erfahrene Fachkräfte, Praktiker in Kurse für Anfänger in dem Bereich gesteckt,- und treffen da auf Teilnehmer bis hinunter zum echten Anfänger,- und zu denen, die mit dem Fach überhaupt nichts anfangen wollen, oder, noch schlimmer, nichts anfangen können.
Und nicht selten ist der Referent dann mit dieser Bandbreite von Teilnehmern völlig überfordert. Teilnehmern, von denn selbst der Referent noch was lernen kann, bis runter zu denen, die er erstmal dazu motivieren, öffnen, ja begeistern müßte, daß das Fach Sinn macht; daß es sich lohnt, dieses Wissen aufzunehmen und zu beherrschen,- und dann die ersten Schritte daran zu vermitteln.

Vielleicht denken sich die Träger auch, so wie Eltern denken, die sich mehrere Kinder "anschaffen": In gewissen Teilen erziehen und beschäftigen die sich gegenseitig.

In unserem BMQ-Kurs,- da haben wir immer bei den Vorstellungen der Referenten aufgepaßt,- und wenn dann wieder einer erzählte, daß er selbst den selben Abschluß gemacht habe,- dann war unser erster Gedanke: "Oh je, auch bloß ein BMQ!". Und als ich kürzlich auf dem Kursabsolventen-Verteiler erwähnte, daß wir mit neuen BMM-Kursen beginnen, meldete sich einer von uns, der nun selbständig als QM-Unternehmensberater ist, mit: "Meine Auftragslage ist derzeit noch nicht so sehr gut, wenn Ihr mich als Referenten brauchen könnt,- dann denk bitte an mich,- das, was die BMQ's als Referenten uns vermittelten, schaffe ich auch."
In der Tat konnten nur wenige derer, die als BMQ uns unterrichten wollten, so sehr sie auch fachlich in der Praxis "drin" waren, ihr Wissen auch "rüberbringen". Was nutzt es, wenn ein Referent alles weiß, die Teilnehmer aber dabei verliert, weil sie ihm gedanklich oder real einschlafen ... Da ist weniger mehr.

Mein Nebensitzer, ein Amerikaner, 59, mit sieben Kindern, und bis zu seiner Einstellung bei unserer Stiftung Hartz-IV-Empfänger, macht nun schon seit November 2007 bei Kursen in Schömberg das Warm-up, - mit menschlicher Wärme, Witz und der amerikanischen lässigen Art nimmt er die oft verängstigten Teilnehmer an die Hand, gibt ihnen das Vertrauen, daß ihnen niemand was Böses will. Initiert Teambildung, etc. Aus der Bestuhlung Frontalunterricht wird dann der Stuhlkreis,- und Referent sitzt mit im Kreis oder auf einem Tisch. Dann Coaching, etc. mit den (richtigen) Fachreferenten.
 
E

ExitUser

Gast
Mein Nebensitzer, ein Amerikaner, 59, mit sieben Kindern, und bis zu seiner Einstellung bei unserer Stiftung Hartz-IV-Empfänger, macht nun schon seit November 2007 bei Kursen in Schömberg das Warm-up, - mit menschlicher Wärme, Witz und der amerikanischen lässigen Art nimmt er die oft verängstigten Teilnehmer an die Hand, gibt ihnen das Vertrauen, daß ihnen niemand was Böses will. Initiert Teambildung, etc. Aus der Bestuhlung Frontalunterricht wird dann der Stuhlkreis,- und Referent sitzt mit im Kreis oder auf einem Tisch. Dann Coaching, etc. mit den (richtigen) Fachreferenten.

Hört sich an, wie bei den Pfadfindern. Warum jammern bloß alle?
 

bulde

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DEN Verdacht hab ich ja schon lange, denn immer wieder werden arbeitslose erfahrene Fachkräfte, Praktiker in Kurse für Anfänger in dem Bereich gesteckt,- und treffen da auf Teilnehmer bis hinunter zum echten Anfänger,- und zu denen, die mit dem Fach überhaupt nichts anfangen wollen, oder, noch schlimmer, nichts anfangen können.
Und nicht selten ist der Referent dann mit dieser Bandbreite von Teilnehmern völlig überfordert.
...................

Diese Feststellung ist voll und ganz zu unterstreichen. Wäre nur noch die Frage erlaubt, ob Verteiler von Bildungsgutscheinen wie zu Stingls Zeiten noch immer Provisionen halbseidener "Bildungsträger" kassieren, deren "Zertifizierung" wiederum von Leuten erfolgt ohne Ahnung von Tuten und Blasen. Politischer Wille, dagegen vorzugehen, ist quer durch die Parteienlandschaft kaum bis gar nicht vorhanden. Kann man mit "Maßnahmen" durch sehr schön die Arbeitslosen-Statistik frisieren! Es lebe der zum "Fachinformatiker" von arbeitslosen Germanistinnen (!) umgeschulte, unter Mehlstaub-Allergie leidende Bäcker oder mit Frostbeulen geschlagene Metzgergeselle. Noch arbeitsloser (?) kann man wohl nicht mehr werden...
 

Stommeln

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Die setzen einfach voraus, dass der Horizont ganz nah ist, wenn man die 35 überschritten hat. Vielleicht sollst Du ja nun die Kisten auseinandernehmen. Gab's hier auch schon.

genau dies ist mir auch passiert, nach 30 Jahren Berufspraxis als Bürokauffrau wurde ich zur Tertia beordert nun weiß auch ich, wie man einen Computer an und aus schaltet. Allerdings wurde ich nach dem ersten Tag von den Dozenten vom vom PC Unterricht befreit. Selbst die Dozenten hielten dies für eine Lachnummer.:icon_klatsch:
 
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