Als Azubi aus der BG ausgeschlossen

jenny26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
20 März 2015
Beiträge
3
Bewertungen
0
Hallo,

mal eine Frage:

ich bin Azubi mit Nebenjob insgesamt komme ich auf 1050 netto.

Meine Kinder bekommen, weil KG und KU nicht ausreicht, noch Leistungen.

Ich selbst bin aus der BG ausgeschlossen, mein Einkommen wird nicht angerechnet.

Ich möchte nur gerne mal wissen, wie hoch mein "Selbstbehalt" ist. Habe nämlich Einkommen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld brav angegeben, aber bekomme keine Korrekturbescheide (schon seit 5 Monaten) Die Weihnachts und Urlaubsgelder betrugen jeweils 300 Euro netto.

Die Veränderungsmitteilungen sind auf jeden Fall eingegangen, per Post und Fax.

Wie viel habe ich "frei"? Weiss das jemand?

Jenny
 

Cha

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 Juni 2006
Beiträge
842
Bewertungen
473
.1).., mein Einkommen wird nicht angerechnet.
2) Die Veränderungsmitteilungen sind auf jeden Fall eingegangen, per Post und Fax.
3) Wie viel habe ich "frei"?
1) Seltsam, da hat die Sachbearbeitung wohl geschlafen.
2) Danach hat die Behörde genau ein Jahr Zeit für Rückforderungen.
3) Grob: Vom Nettoeinkommen die Freibeträge abziehen und den eigenen Bedarf. Der Rest ist bei den Kindern anzurechnen.

Viele Grüße

Cha
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.581
Das Azubi-Einkommen wird ja nicht angerechnet, weil erst sein eigener fktiver Bedarf gedeckt sein muss, bevor ein eventueller Einkommensüberschuss auf die Kinder verteilt wird - eventuell gibt es hier beim Azubi noch ungedeckten Bedarf (fiktiv).

Um das mit dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld (in verschiedenen Monaten zugeflossen?) mal ausrechnen zu können, brauchen wir:

- Deine Brutto und Netto-Azubivergütung
- Dein Brutto- und Netto-Weihnachtsgeld
- Dein Brutto- und Netto-Urlaubsgeld (vermutl. ja in anderem Monat zugeflossen als das Weihn.geld?)
- Deinen anerkannten Bedarf der Kosten der Unterkunft und Heizung, also vor Anrechnung von Einkommen (oder den eines Kindes ganz vorn im Berechnungsbogen
- unter der Angabe der Regelbedarfe .. bei allen Personen gleich hoch)
- das Alter der Kinder wg. der Höhe des Alleinerziehendenmehrbedarfs
- Deine Aufwendungen (Fahrtkosten ÖPNV-Monatsticket oder Entfernung zur Ausbildungsstätte, falls Du einen Pkw hast, ggf. Kfz-Haftpflichtversicherung, ggf. Riesterrentenbeitrag)

Es könnte sich auch ergeben, dass Dein fiktiver Bedarf gar nicht gedeckt ist und Dir noch ein Zuschuss zu Deinen ungedeckten Kosten der Unterkunft und Heizung zusteht; ergibt sich dann später aus der Berechnung.

Gut wäre es, wenn Du den Berechnungsbogen der Kids hier anonymisiert einstellen würdest, dann haben wir schon mal ein paar Beträge.

Vermutlich hast Du selbst für Dich keinen Berechnungsbogen, oder?
("Berechnungsbogen zur Anrechnung bei Ausschlusstatbeständen" oder so ähnlich lautend, denn die JC rechnen ja aus, ob sich bei Dir als nicht Alg-II-Berechtigte Deinen fiktiven Bedarf übersteigendes Einkommen ergibt, um es dann den Kids anzurechnen).
Wenn nicht, kann ich Dir nur raten, mit jedem Weiterbewilligungsantrag eine solche Berechnung für Dich selbst anzufordern und auch für den laufenden Bewilligungsabschnitt; da hast Du ein Anrecht drauf. Ist auch hilfreich, wenn mal Rückforderungen kommen, denn ohne einen solchen Berechnungsbogen für Dich selbst wäre die Rückforderung dann schwer nachvollziehbar, wenn Du nicht weißt, ob Dein fiktiver Bedarf tatsächlich gedeckt ist und wie genau das JC Deine Azubivergütung auf Deinen Bedarf angerechnet hat (Überprüfung, ob das korrekte Brutto und Netto angesetzt wurden, ob Freibeträge und ggf. weitere Absetzungen in richtiger Höhe berücksichtigt wurden usw.).

Falls Du doch einen Berechnungsbogen für Dich selbst hast, dann wäre es gut, wenn Du auch diesen anonymisiert hier einstellen könntest.
 

jenny26

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
20 März 2015
Beiträge
3
Bewertungen
0
Danke biddy, ich warte noch meinen Folgebescheid ab, dann melde ich mich nochmal.

Möchte auch wegen der Rasterfahndung keine genauen persönlichen Daten eintippen
 
E

ExitUser

Gast
auf die gefahr hin, dass ich zu schnell anworte, bevor ich mein gehirn eingeschaltet habe, ABER,

sie ist doch nicht deshalb auf der BG draußen, weil ihre einkommen zu hoch ist, sondern wiel sie als lehrling schon dem grunde nach kein ALG II bekommen kann.

demzufolge müsste sie doch soviel verdienen können, wie sie will, und sie wäre trotz ihrer unterhaltspflicht ihren kindern gegenüber nicht verpflichtet, ihr einkommen mit deren bedarf zu verrechnen, mit der logischen folge, dass sie auch keine angaben über ihre verhältnisse machen muss.

also wenn ich hier nichts grundlegendes übersehen habe, dann geht das so gar nicht, sondern hier müsste eigentlich eine SGB XII bedarfsgemeineschaft aus 2 kindern gebildet werden.

so, und nur so, wäre es dann natürlich wieder richtig, dass die mutter dort angaben machen muss und ihr einkommen ggf. mit den kindern verrechnet wird.

.

ansonsten ist es so wie biddy sagt: mit 1000 euro einkommen ist vermutlich der bedarf der mutter gerade mal gedeckt, wenn man werbungskosten, (SGB II-) freibeträge, KdU, regel- und AE-bedarf addiert – wenn nicht unterdeckt.

alles, was über den fiktiven bedarf hinaus geht, wäre dann voll anzurechnen.

es soll aber hin und wieder sachbearbeiter geben, die auch kinder haben, und das weihnachtsgeld einer alleinerziehenden jungen mutter ganz aus versehen übersehen. ich würde hier nicht noch mal nachfragen und schlafende hunde wecken. die kommentarlose einreichung des lohnabrechnung langt vollkommen um seine pflichten zu erfüllen.
 

Helga40

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.099
Bewertungen
4.903
Korrekt, du hast dein Gehirn nicht eingeschaltet.

Sie ist als Mutter nicht aus der BG raus, sie ist nur vom Leistungsbezug ausgeschlossen! Wer Mitglied einer BG ist, steht immer noch in § 7 Abs. 3 SGB II, nicht in § 7 Abs. 5!
 
Oben Unten