Allgemeine Fragen ALG2/KdU/Ehrenamt - Wann Antrag stellen, Krankheit im Leistungempfang bzw. Klinikaufenthalt, Größe der Wohnung, Auszahlung der KdU an den LE, Aufwandsentschädigung bei ehrenamtlicher Arbeit

Ruhrpottmensch

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Hallo Forum

Mich treiben aktuell ein paar Fragen umher, die ich mir selbst durchs Lesen hier im Forum schwer selbst beantworten kann.
Aktuell bin ich zwar noch im ALG1-Bezug (Ende Mitte Februar 2021), aber möchte mich durchaus schon mal mit der Möglichkeit des ALG2-Bezug beschäftigen.

Dazu, wie im Threadtitel bereits geschrieben, ein paar Fragen:

- Wann sollte ich mich (intensiv) mit dem Antrag beschäftigen bzw. stellen? Reicht ein Monat vor "Auslaufen" ALG1 aus?

- Da ich gesundheitlich "angeschlagen" bin, noch in einigen diagnostischen "Abklärungen" hänge, ist ein Antrag auf medizinische Reha geplant. Sollte diese genehmigt werden und der Behandlungszeitraum in die Zeit des ALG2-Bezugs fallen, habe ich gelesen, dass der Regelbedarf & die KdU nicht gekürzt werden dürfen. Richtig so?
(Es sei denn die DRV ist Kostenträger, dann bekomme ich ja wohl Übergangsgeld und werde aus dem ALG1/2-Bezug abgemeldet)

- Wie sieht es im ALG2-Bezug mit Krankheit allgemein aus? Auch nur max. 6 Wochen auf AUB? Oder gilt da etwas anderes?

- Ich habe bislang raus bekommen, dass ich mit der Kaltmiete im Rahmen liege (Wobei jetzt im/für Oktober eine leichte Mieterhöhung kommt). Unter Strich, nach Mieterhöhung 30€ unterm max. Satz. Allerdings ist meine Wohnung 5 Quadratmeter "zu groß" (55 bei "erlaubten" 50). Kann es damit Probleme geben?

- Wie verhält es sich mit der "Auszahlung" der KdU? Werden die grundsätzlich direkt an den Vermieter überwiesen oder kann ich drauf "bestehen", dass die zuerst an mich gehen und dann -zweckgebunden- an den Vermieter monatlich überwiesen werden?

- Ich strebe in den nächsten Wochen eventuell ein Ehrenamt an, bei dem es eine "kleine" Aufwandsentschädigung gibt (Etwa 150€ mtl.). Gibt es da im ALG2-Bezug etwas zu beachten? Gemeldet werden muss so etwas sicherlich, wird es aber auch (zu 100%?) angerechtet?

Vielen Dank schon einmal für die Beantwortung meiner (vielleicht simplen) Fragen :)
 

Kerstin_K

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- Wann sollte ich mich (intensiv) mit dem Antrag beschäftigen bzw. stellen? Reicht ein Monat vor "Auslaufen" ALG1 aus?
Sollte diese genehmigt werden und der Behandlungszeitraum in die Zeit des ALG2-Bezugs fallen, habe ich gelesen, dass der Regelbedarf & die KdU nicht gekürzt werden dürfen. Richtig so?
richtig.
- Wie sieht es im ALG2-Bezug mit Krankheit allgemein aus? Auch nur max. 6 Wochen auf AUB? Oder gilt da etwas anderes?
Nein, im ALG II gibt es da keine Grenze. Und es ist auch sinnvoll, dass du die AUB beim Jobcenter abgibst, damit mn dich nihct mit Meldetermien oder Massnahmen nervt. Kann allerdings gut sein, dass man dich nach einiger Zeit zum äD schickt, um deie Erwerbsfähigkeit prüfen zu lassen.
Allerdings ist meine Wohnung 5 Quadratmeter "zu groß" (55 bei "erlaubten" 50). Kann es damit Probleme geben?
So lange die KdU im angemessenen Bereich bleibt, ist das kein Problem.
- Wie verhält es sich mit der "Auszahlung" der KdU? Werden die grundsätzlich direkt an den Vermieter überwiesen oder kann ich drauf "bestehen", dass die zuerst an mich gehen und dann -zweckgebunden- an den Vermieter monatlich überwiesen werden?
Die Direktzahlung der KdU an den Vermieter soll eigentlihc die Ausnahme sein, wenn jemand zum Beipiel Mietschulden hatte.
- Ich strebe in den nächsten Wochen eventuell ein Ehrenamt an, bei dem es eine "kleine" Aufwandsentschädigung gibt (Etwa 150€ mtl.). Gibt es da im ALG2-Bezug etwas zu beachten? Gemeldet werden muss so etwas sicherlich, wird es aber auch (zu 100%?) angerechtet?
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Ruhrpottmensch

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Super... Danke @Kerstin_K
Das bringt mich ja schon mal ein bisschen weiter...

Nein, im ALG II gibt es da keine Grenze. Und es ist auch sinnvoll, dass du die AUB beim Jobcenter abgibst, damit mn dich nihct mit Meldetermien oder Massnahmen nervt. Kann allerdings gut sein, dass man dich nach einiger Zeit zum äD schickt, um deie Erwerbsfähigkeit prüfen zu lassen.
Das wäre dann ja -erstmal- kein Problem und würde ich ja auch so mitgehen.
Fraglich, ob ich mich überhaupt dann -regelmäßig- AU schreiben lasse.

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D.h. ich dürfte eine Aufwandsentschädigung ohne Anrechnung in voller Höhe behalten?
 

Woodruff

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