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Alles reine Schikane? Wer kann uns noch helfen?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Parahybana

Elo-User/in

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4 Feb 2009
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#1
Hallo,

Leider gibt es bei uns mal wieder ärger mit dem Amt.
Ich möchte mal kurz die Zeit nutzen um eine kurze übersicht dessen zu schildern was alles in den letzten 1,5 Jahren bei uns mit dem Jobcenter passiert ist und gerne eure Meinungen dazu hören, bzw tips wie wir nun am besten weiter vorgehen können.

1. Begann alles damit das kurz nachdem mein Lebensgefährte zu mir und meinem Sohn gezogen ist das Jobcenter or der Tür stand.
Wir hatten ihn normal sofort beim Amt gemeldet, damit er mit angerechnet wird etc umsomehr erstaunte uns der besuch des Amtes, die einer "anonymen" meldung nachgingen ich wir würden garnicht hier wohnen!
Ich weiss bis heute nicht wieso wir erst offiziell melden sollten das wir zusammen gezogen sind, wenn garkeiner hier in der Wohnung wohnt.

2. Ich war ein halbes jahr zuvor in diese Wohnung gezogen und hatte den Strom/Heizung/Wasser immer über das Jobcenter zahlen lassen per diekrektzahlungserklärung.
Leider habe ich übersehen das ich die nach meinem Umzug hätte erneuern/ändern müssen, was defintiv mein fehler war!
Als ich mich mit den Stadtwerken auseinandersetzte und erklärte das ich hartz4 erhalte, wurde das ganze mit meinem damaligen bearbeiter geklärt, ich unterschirbe erneut eine Direktzahlungserklärung und eine Ratenzahlungsvereinbarung auch per Direktzahlungserklärung, damit der Strom weiterläuft und alles bezahlt wird.(folgt noch etwas zu, ich versuche nur den zeitlichen ablauf in etwa einzuhalten)

3. Wurde ausversehen mal ein knöpfchen zu drücken das wir überhaupt die zahlung erghalten, aber naja man sieht drüber hinweg und wir durfen uns einen Scheck holen.

4. Da ich einige Schulden habe und mein Konto gepfändet war, entschieden mein lebensgefährte und ich uns das er ein Konto eröffnet und wir uns das Geld denn auf sein Konto auszahlen lassen.
Sofort nach eröffnung des Kontos gingen wir also zum Amt und füllten den zetten aus, der uns in die hand gedrückt wurde mit der der Kontoänderung.
Im Folgendem Monat bekamen wir erneut eine zahlung auf mein Konto!
Wir gingen wieder zum Amt, mussten erneut diesen zettel ausfüllen, angeblich wussten sie nichts davon ... zusätzlich wurde diesmal die nun vorhandene Kontokarte kopiert.
Im folgendem Monat erhielten wir garkein Geld.
Auf unsere nachfrage hin bemerkte man das eine 0 in der Kontonummer vergessen wurde.
Soweit sogut, denn bekommen wir wohl einen Scheck.
Pustekuchen, wir sollten warten bis das geld zurückgebucht wird, wieder auf dem Konto des Amtes ist und erst dann würde man es uns auszahlen!
Wir standen fast täglich auf der matte des Amtes, schliesslich habe ich auch noch einen Sohn zuhause.
Doch lediglich abschlagszahlungen wurden uns ausgezahlt.
Nun wer denkt das war es, nein ...die Kontokarte wurde noch ganze 3 mal kopiert un das geld noch weitere 2 mal auf die falsche Kontonummer überwiesen!

5. Bekam ich ende des Jahres denn Post von den Stadtwerken das weder die ratenzahlung noch die fälligen abschläge gezahlt wurden!
Supi kurz vor weihnachten und strom weg, wer mag das nicht?
Beim amt wussten sie angeblich nichts von einer Direktzahlungserklärung, der sachbearbeiter den wir seinerzeithatten war wohl nicht mehr auffindbar und wir standen da wie begossene Pudel, wenn ich nicht zufällig die kopie von der Direktzahlungserklärung noch in meinen Unterlagen hätte.
Ich konnte nun zwar beweisen das das Amt das versaubeutelt hat, was aber nicht viel brachte, da das geld zwar nicht an die Stadtwerrke überwisen wurde sondern an uns weiter ausgezahlt.
Mit hilfe der Schuldenberatung konnten wir ende jannuar denn erwirken das wir wieder eine ratenzahlungsvereinbarung unterschieben und alles sollte, nein musste sogar wieder übers Amt laufen.

6. Zur gleich zeit jedoch hatte das Amt probleme damit das ich meinen Aushilfsjob nicht weiterführen konnte, da die Dame für die ich kurzzeitig einsprang (6 Monate etwa) wieder gesund war und im Jannuar wieder anfing zu arbeiten.
Weiss der geier wieso, ich wurde von a nach b geschickt mit immer neuen ausreden warum sie uns kein geld auszahlen.
Angeblich fehlte immer irgendeine Unterlage und sie konnten auch nicht verstehen, nein unterstellten mir sogar weiterzuarbeiten heimlich, weil ich im dezember ja noch eine zahlung erhalten habe.
Das man im dezember das geld ausgezahlt bekommt was man im Novenber erarbeitet hat war ihnen wohl gänzlich fremd.
Wie schon zuvor bei dem Kontokram wurden wir auch hier wieder nur mit kleinen abschlagszahlungen abgespeist!
Fast hätten wir Weihnachten ohne Geld verbracht, Silvester mussten wir ohne geld verbringen.
Im Februar haben sie es denn endlich verstanden und wir haben endlich geld normal ausgezahlt bekommen.

7. Stadt plötzlich das Hauptzollamt vor der Tür und wollten Pfänden!
Als ich die Wohnung hier bezog muste ich eine darlehensvereinbarung unterschreiben, das ich die Mietsicherheit zurückzahle.
Mir wurden also immer 20 Euro gleich vom satz abgezogen und verrechnet.
Da ja nun der wuselkram dazu kam, wo sie nichts auszahlte etc wurde wohl auch das nicht gezahlt. Das es denn nachdem das endlich geklrät war weiterlief wurde wohl gepflegt übersehen und wieder wurden häckchen setzen vergessen.
Zum Glück, konnte mit einem Bescheid und telefonat alles geklärt werden, aber mein Staunen war dennnoch groß, das wieder mal uns sowas pasisert!

8. Im Mai etwa oder Juni erhielten wir plötzlich post von unserem vermieter.
Es wäre nicht alles überwiesden worden.
Wir gingen mit diesem Schreiben zum Amt, die sagten nur es wäre alles überwisen worden wir müssten uns keine sorgen machen, da wäre kein fehler.
Im Folgemontat das selbe, immer fehlten 30 Euro miete.
Wir telefonierten mit dem vermieten, sagen es sei weitergeleitet forderten noch eine zahlungsaufstellung an etc etc etc, weiter beharrte das Amt drauf alles sei gezahlt.
Es ging weiter ...
Wir liessen uns jeden Besuch, da wir ja immer neue Post vom Vermieter dabei hatten abstemplen, das wir auch nachweisen konnten das wir das alles eingereicht haben.
Ende November bekamen wir nun endlich Post vom Amt. Die 30 Euro haben sie, aus welchem umerklärlichen Grund auch immer, an uns ausgezahlt , sie wären somit aus dem schneider und wir haben das mit unserem vermieter zu klären !
:eek:

Da dachten wir und schon, irgendwer scheint das was gegen uns zu haben.

9. Wer denkt das mit dem Strom wäre schon vorbei ..oh nein ..
Gestern erhielten wir Post von den Stadtwerken, die Raten sind nur einmal im Februar letzten jahres gezahlt worden und dann niewieder! Zum 15. wird uns der Strom abgestellt und fertig aus!
Wir haben von den Stadtwerken vorher nicht ein schreiben dazu erhalten das es mal wiede nicht gezahlt wurde, noch konnten wir aus unseren Bescheiden erkennen wieviel an wen gezahlt wird.

Momentan fühlen wir uns einfach nur Schikaniert und wissen uns nicht mehr wirklich zu wehren.
Wir überlegen einen Anwalt einzuschlaten, doch was soll der uns bringen?

Wisst ihr noch irgendeinen rat was wir machen können, damit das aufhört?
Denkt bitte nicht, das wir uns nicht benehmen können, wir sind bisher immer nett und freundlich geblieben, so sehr wir uns auch geärgert haben.

LG Parahybana :confused:
 

Arania

Elo-User/in

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#2
Wir überlegen einen Anwalt einzuschlaten, doch was soll der uns bringen?
das ist bei den vielen Baustellen und Problemen der einzige Weg, und das solltet Ihr so schnell wie möglich machen
 

Erolena

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#3
Ich bin der gleichen Meinung. Ihr kommt alleine nicht weiter und ihr rutscht immer weiter in die Katastrophe.

Der Darlehensvertrag ist rechtswidrig, wenn die Rückzahlungen aus der Regelleistung erbracht werden sollen. Es ist kein Einkommen über der Pfändungsgrenze vorhanden.
___
LSG Hessen - Tilgung von Darlehen bei Mietkaution

Das Hessische Landessozialgericht hat beschlossen, dass Darlehen für Mietkautionen von Hartz IV Empfängern nicht zu tilgen sind. Ein entsprechender Darlehensvertrag sei rechtswidrig.

Hessisches Landessozialgericht L 6 AS 145/07 ER - 05.09.2007
Quelle:
LSG Hessen - Tilgung von Darlehen bei Mietkaution — Rechtsanwalt Felsmann Kiel
___
Warum ihr der ARGE eure Angelegenheiten überlasst trotz der schlechten Erfahrungen bleibt euer Geheimnis (Strom, Kosten der Unterkunft).
Selbst wenn die ARGE eure Mietkosten überweisen würde, dann könnte das nie die ganze Miete sein.
Den Teil für die Warmwasseraufbereitung müsstet ihr dem Vermieter dazu noch überweisen. Denn Eure KdU sind ja immer nur ohne Strom für Warmwasserbereitung (f. Heizung). Das seht ihr in eurem ALG 2-Bescheid. Vergleicht
- die anerkannten und die ausgezahlten Kosten der Unterkunft für eure BG
- und die tatsächliche Miete, die der Vermieter von euch erwartet.
Differenz fehlt dann beim Vermieter.

Die Rückzahlungen und Schulden könnt ihr wohl nicht mehr alleine klären - deshalb unbedingt einen Fachanwalt für Sozialrecht bzw. auch eine ALG-Beratungsstelle.

Eine Adressdatenbank gibt es irgendwo im Forum - finde sie gerade nicht.
 
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