Alles rechtens oder Willkür?

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Parahybana

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Hallo,

Wir haben ein recht großes Problem mit der Arge und Hartz4.
Ich habe von Feb. 08 bis Dez.08 Krankheistvertreungstechnisch gearbeitet.(hatte keinen Vertrag dadrüber)
Seit Dezember ist nun die Dame wieder genesen und hat ihren Job wieder übernommen.
Ich habe der arge (wir, 2 Erwachsene 1 Kind,haben vorher volles Hartz4 bekommen zur Zeit der arbeit wurden 750 Euro angerechnet) gleich im Dezember mitgeteilt das ich nun nicht mehr dort beschäftigt werde.

Mein Arbeitgeber sagte mir er habe der Arge ein schreiben geschickt in dem dinnen stand das ich zum 31.12.08 ausgeschieden sei!
Ich gab die abmeldung der Sozialversicherung ab, die arge wollte noch ein schreiben vom AA das ich kein anrecht auf Arbeitslosengeld 1 habe( fand ich merkwürdig da ich ja nur ein paar Monate gearbeitet hatte.)
Ich gab die letzte abrechnung ab vom Dezember wo ersichtlich ist das ich nur 360 Euro verdient hatte und sogar den von ihnen verlangten Kontoauszug!
Aber es passierte nichts!
Es wurde weiterhin angenommen ich arbeite weiterhin dort auf Geringfügigenbasis! (das würde so auf dem kontoauszug stehen, was auch stimmt, aber nur dadran liegt das es nur 360 letztlohn waren die auf geringfügigenbasis abgerechnet wurden!!!!)
Weiterhin bestritten sie jemals ein schreiben vom Arbeitgeber erhalten zu haben!
Wir haben seit dem bisher nur im jannuar 112 euro und jetzt im feb 104 euro ausgezahlt bekommen, das das für 3 personen hinten und vorne nicht reicht kann man sich denken.
Selbst nachdem ich nochmal ein schreiben vom Arbeitgeber einreichte passiert bisher nichts, wenn wir anrufen und nachfragen (Man bekommt ja leider nie jemanden der leistungsabteilung) heisst es das nichts weiter passiert ist!
Was sollen wir denn noch alles machen und abgeben damit wir endlich mal Geld bekommen?
Wir haben uns jetzt einen termin bei einer Anwältin geholt, denn wir wissen nicht mehr was wir machen sollen, geschweige denn wovon wir leben sollen.
Laut meiner Rechnung fehlen uns seit Dezember 1500 Euro ...
Wobei ich nicht verstehe wieso mir der Lohn für den jeweiligen Monat in dem selben verrechnet wurde.
Abrechnung Februar vom Geld Februar etc.
Da man ja das geld erst im März bekommen hat und nicht in den Monat von dem die Abrechnung ist, man wird ja rückwirkend bezahlt ..

Vielleicht weiss hier noch jemand Rat, denn wir haben etwas Angst das sie sobald wir die Anwältin erst eingeschaltet haben komplett auf stur schalten.

LG Parahybana
 

Mario Nette

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Einkommen wird in dem Monat angerechnet, in dem es auf dem Konto landet. Schlimmster Fall: Geld landet am 31. auf dem Konto, wird dann also für den Monat, in dem dieser 31. war, angerechnet.

Das mit der Anwältin ist OK. Ihr könnt auch selbst noch einmal zur ARGE wandern und dort einen Antrag auf Vorschuss stellen. Weicht nicht vom Ort, bis mit dem Antrag nachweislich etwas Sinnvolles gemacht wurde - und wenn es "nur" eine schriftliche Ablehnung ist. Nehmt euch einen Beistand mit, der möglichst unabhängig ist.

Ich hatte das auch durch, dass man mir monatelang Geld angerechnet hat, was ich nicht bekommen habe. Und ich konnte das wie du nachweisen.

Mario Nette
 

Parahybana

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Hallo Mario Nette.

Ja, das mit den Vorschüssen ist sone Sache, wir haben letzten Monat einen vorschuss auf März bekommen 50 Euro, aber wenn bis dahin immernoch nichts passiert ist haben wir im März nachher garnix mehr über und schauen gänzlich in die Röhre.

Momentan habe ich ein wenig das gefühl das wir schon länger vom Amt schickaniert worden sind.
Habe hier mal ein wenig rumgelesen und mir ist vieles sehr bekannt vorgekommen!
Letztes Jahr im März /April hatten wir einen Hausbesuch vom Amt, angeblich würden wir nicht hier Wohnen!
Wie ich gelesen habe habe ich auch leider ganz falsch reagiert und sie sofort reingelassen etc.
Eine Direktzahlungserklärung von mir inklusive Wasser abrechnungen etc sind ins Nirvana verschollen, wodrauf hin ich jetzt ne menge Ärger an der backe habe, da das Amt nie gezahlt hat und ich jetzt alles zahlen soll (obwohl es mir auch nicht ausgezahlt wurde, es wurde einfach nie berücksichtigt!!).
Selbst Papiere dir wir uns haben Stempeln lassen sind verschwunden und angeblich wurden sie nie eingereicht ...

Das alles zusammen macht grade ein richtig gutes Bild für mich!

Die würde des menschen ist unanstatbar ....das ich nicht lache!

Man fühlt sich momentan wie das letzte stück dreck das nach einem stück Brot betteln muss!

LG Parahybana
 

avalon

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Soweit alles nachvollziehbar!
Dein Arbeitsverhältnius besteht, solange es nicht gekündigt ist! Eine blosse Mitteilung, Du seiest "ausgeschieden" ersetzt die Kündigung nicht! Von daher dürfte die ARGE richtig liegen mit der Annahme, dass Du weiterhin beschäftigt bist.

Dabei spielt es gar keine Rolle, dass nur ein mündlicher Vertrag existiert!
Im gegenteil: dadurch ist das Arbeitsverhältnis unbefristet, weil auch eine Befristung aus einem Sachgrund (hier Krankheitsvertretung) zwingend der Schriftform bedarf. Soweit ich das sehe, bist Du zur zeit einfach noch unbefristet angestellt! Oder liegt eine schriftliche Kündigung vor?
 

Parahybana

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Es liegt ein schreiben vom Arbeitgeber vor das ich zum 31.12.08 als Mitarbeiterin ausgeschieden bin sowie die Abmeldung der Sozialversicherung mit dem Betreff Beschäftigungs Ende!
Ebenfall wie gewünscht ein schreiben vom Arbeitsamt das ich kein anrecht auf ALG1 habe, was sie mir ja nicht ausgestellt hätten wenn ich noch arbeiten würde.

LG Parahybana


P.S. sagte meine IGF soein Schriftstück reiche
 
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"was sie mir ja nicht ausgestellt hätten wenn ich noch arbeiten würde."

Den Schrieb von BA "Nix gibt´s" bekommt man auch wenn man noch in Lohn und Brot ist.

Ich würde hier vom AG den Lohn für die lezten Monate fordern. Formfehler gehen hier zu Lasten des Arbeitgebers.
 

Parahybana

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Ich habe Stundenlohn bekommen ...was soll ich einfordern? ne abrechnung für 0 stunden?
 

avalon

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Nein, den Durchschnittslohn der letzten Monate. "Annahmerverzug" nennt man das!
Der Arbeitgeber hat geschrieben, dass Du ausgeschieden bist? Wen interessierts, wenn es nunmal nicht stimmt?

Ohne Kündigung gehts nicht! Die Rechtmäßigkeit der Kündigung muss nunmal überprüft werden! Und erst recht muss überprüft werden, ob die Kündigungsfrist eingehalten wurde!

Die Arge hat vollkommen recht, Dir die Zahlungen zu verweigern! Der AG ist zahlungspflichtig, und es gibt für die ARGE keinen Grund, an seiner Stelle zu zahlen, solange Du den ausstehenden Lohn nicht einforderst!
 
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avalon, trotzdem muss nach meiner Meinung nach die Arge einspringen,auch wenn der AG zahlen müsste. Einfordern hin oder her.
Ich hatte beim letzten AG für den abschliessenden Monat meines Arbeitsverhältnisses auch keinen Lohn bekommen. Und die Arge hat sofort gezahlt.
Aber vielleicht hat ja Jemand hier ein entsprechendes Gesetz zur Hand.
 

Parahybana

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Hallo,

Also egal ob ihr nun der Meinung wart sie seien im recht ...
Wir sind heute wieder hin, gewappnet mit §33 absatz 2 satz 2, sollten sie uns eine Zahlung verwehren möchten wir das schriftlich!
Wir machten uns also auf etwas gefasst!
Tja ....doch es geschehen noch wunder!
Wir mussten nichtmal lange warten, kamen sofort dran sprachen vor, legten nochmals alles vor, mussten kurz draussen warten ( wo ich mich schon auf "Das möchten wir schriftlich haben" vorbereitete) und waren erstaunt als wir wieder rein gerufen wurden und sofort einen Scheck über 365 Euro bekamen und die zusage das sich die Leistungsabteilung nun gezielt schnell mit unserem fall und der restlichen nachzahlung bafasst so das wir nächste woche angerufen werden oder spätestens nächsten Do nochmals vorsprechen sollen um einen Scheck über die nachzahlung zu erhalten!

Also war doch alles rechtens was ich abgegeben habe und hat vollkommen ausgereicht!

Momentan sind wir eine mischung aus erleichtert und "Wieso geht es jetzt plötzlich doch? Aber die ganzen Tage vorher nicht?"

LG Parahybana
 

avalon

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avalon, trotzdem muss nach meiner Meinung nach die Arge einspringen,auch wenn der AG zahlen müsste. Einfordern hin oder her.
Ich hatte beim letzten AG für den abschliessenden Monat meines Arbeitsverhältnisses auch keinen Lohn bekommen. Und die Arge hat sofort gezahlt.
Aber vielleicht hat ja Jemand hier ein entsprechendes Gesetz zur Hand.
Das ist richtig, unter Berufung auf die akute Notlage. Damit verbunden ist dann ein Forderungübergang des Ausstehenden Lohns an die ARGE. Gänzlich anders liegt der Fall, wenn hier mehr oder weniger freiwillig ein Arbeitsverhältnis ohne Kündigung und ohne Beachtung der Kündigungsfrist beendet wird.

Schön, wenn die ARGE das nicht mitbekommt! Aber normalerweise wollen die die Kündigung schon sehen, und dann wirds in diesem Fall richtig eng.
 

Vater Flodder

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Alles rechtens oder Willkür?
Es ist gerechte Willkür.

Mit den kleinen Fußvolk kann man es machen. Man zahlt die Leistungen eben so, wie es für einen selbst günstig ist (wo das größte rückforderungspotential steckt). Alg II als Vorleistung, Alg I als Nachzahlung.

Was soll man da auch schon machen ? Gesetze umschreiben ?
 
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ExitUser

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Hallo,

Also egal ob ihr nun der Meinung wart sie seien im recht ...
Wir sind heute wieder hin, gewappnet mit §33 absatz 2 satz 2, sollten sie uns eine Zahlung verwehren möchten wir das schriftlich!
Wir machten uns also auf etwas gefasst!
Tja ....doch es geschehen noch wunder!
Wir mussten nichtmal lange warten, kamen sofort dran sprachen vor, legten nochmals alles vor, mussten kurz draussen warten ( wo ich mich schon auf "Das möchten wir schriftlich haben" vorbereitete) und waren erstaunt als wir wieder rein gerufen wurden und sofort einen Scheck über 365 Euro bekamen und die zusage das sich die Leistungsabteilung nun gezielt schnell mit unserem fall und der restlichen nachzahlung bafasst so das wir nächste woche angerufen werden oder spätestens nächsten Do nochmals vorsprechen sollen um einen Scheck über die nachzahlung zu erhalten!

Also war doch alles rechtens was ich abgegeben habe und hat vollkommen ausgereicht!

Momentan sind wir eine mischung aus erleichtert und "Wieso geht es jetzt plötzlich doch? Aber die ganzen Tage vorher nicht?"

LG Parahybana
:icon_daumen: Prima, dass es dann doch noch gut ausging. Glückwunsch !!
 
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