Alles nur noch Pseudo...? (1 Betrachter)

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franzi

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So wie es aussieht, läuft es immer mehr darauf hinaus,
dass es überwiegend nur noch Pseudo-Stellenangebote gibt (die real überhaupt nicht existieren).

Wenn man sich dann bewirbt, erfolgt im günstigsten Falle eine Einladung zu einem Pseudo-Vorstellungsgespräch (wo echtes Interesse nur vorgetäuscht wird).

Man schickt nur noch Bewerbungen raus, um seine Mitwirkungspflicht zu erfüllen und Sanktionen zu vermeiden.

Ich hatte in letzter Zeit auch einige Vorstellungsgespräche, bei denen ich das Gefühl hatte, dass das nur scheinhalber geführt wird. Belangloses Blabla. Auf konkrete Fragen zum Stellenangebot bekam ich keine oder nur ausweichende Antworten.

Meistens hört man von denen dann auch nix mehr. - Sieht so der Frühjahrs-Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt aus?!

Langsam erlahmt meine Motivation. Die war echt schon mal besser.

:icon_mued:
 
E

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Gestern am späten Nachmittag erreichte mich ein Stellenangebot des JC!

PAV aus Dortmund. Ich wohne in Frankfurt.

Soll mich als Sicherheitsmitarbeiter bewerben. Okay, also kriegen die morgen 'ne Mail. Und evtl. noch einen Anruf, um auf die Mail hinzuweisen...

Es kommt sowieso nix raus bei. Weiß ich jetzt schon!

Hätt' ich damals bloß nicht diese IHK-Bescheinigung für den Sicherheitsdienst gemacht + Brandschutzausbildung etc.

Jetzt kennen die nur noch diesen Mist u. nichts anderes mehr.
 
E

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Man schickt nur noch Bewerbungen raus, um seine Mitwirkungspflicht zu erfüllen und Sanktionen zu vermeiden.
Es ist ja so gewollt. Laut sagen darf man das aber nicht. Ich hatte vor mehr als 2 Jahren eine EGV (damals war ich noch blöd genug so einen Müll zu unterschreiben), da stand ausdrücklich drin, ich müsse auch das Telefonbuch sowie das Branchenbuch zur Stellensuche nutzen. Das hab ich auch getan. "Initiativbewerbungen" an mir völlig unbekannte Unternehmen geschickt. Angefangen bei A und mich dann vorgearbeitet. Wenn es keine passenden Stellenangebote gibt, muss man schließlich irgendwie auf die verordnete Berwerbungszahl kommen.

Nicht wenig später wurde mir von der gefallenen Managerin im Gespräch genau dies vorgeworfen: Ich hätte doch, nur um die "vereinbarten" Zahlen zu erreichen, von vorneherein nicht erfolgversprechende Massenbewerbungen verschickt.

Mein Fazit daraus war: Egal was man als Elo tut, es ist immer falsch. :icon_razz:


Hätt' ich damals bloß nicht diese IHK-Bescheinigung für den Sicherheitsdienst gemacht + Brandschutzausbildung etc.

Jetzt kennen die nur noch diesen Mist u. nichts anderes mehr.
Da ist die wunderbare "EDV zu Fuß" der Arge. Es kann immer nur ein Tätigkeitsschwerpunkt eingegeben werden. So wurde es mir erklärt, nachdem ich mich gewundert hatte, warum ich trotz breiter Qualifikation immer nur supertolle Vorschläge zu einem einzigen und ehr untergeordneten, randständigem Qualifikationsmerkmal bekam. Daraufhin durfte ich dann mein Profil anhand der Masken selbst vorgeben. Dadurch hatte ich zwar die Möglichkeit, die mir wichtigen Dinge in den Vordergrund zu stellen, aber andererseits ist der umfangreiche Rest komplett verloren gegangen.
 

franzi

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Ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis für den Bereich Eigenbemühungen neue Regelungen gefunden werden.

Jetzt, wo der Sparstift angesetzt werden soll und man überlegt, Sinnlos-Maßnahmen zu streichen, weil sie den Erwerbslosen eh nicht in Arbeit bringen, könnte man auch mal das Schreiben von Sinnlos-Bewerbungen auf seine Sinnhaftigkeit hin überprüfen. :icon_twisted:

Wenn nun sogar die Stellenanzeigen in der Zeitung zur Hälfte gefaked sind und nur noch als Werbe-Anzeigen dienen und Initiativ-Bewerbungen nicht erwünscht sind, welche Möglichkeiten hat man denn da noch als Bewerber? Dadurch wird´s in Summe auch nicht mehr.
 

franzi

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Gestern am späten Nachmittag erreichte mich ein Stellenangebot des JC!

PAV aus Dortmund. Ich wohne in Frankfurt.

Soll mich als Sicherheitsmitarbeiter bewerben. Okay, also kriegen die morgen 'ne Mail. Und evtl. noch einen Anruf, um auf die Mail hinzuweisen...

Es kommt sowieso nix raus bei. Weiß ich jetzt schon!

Hätt' ich damals bloß nicht diese IHK-Bescheinigung für den Sicherheitsdienst gemacht + Brandschutzausbildung etc.

Jetzt kennen die nur noch diesen Mist u. nichts anderes mehr.
Die Ausbildung hat man mir auch mal ans Herz gelegt ... Vermutlich gibt es solche Leute mittlerweile wie Sand am Meer. Das ist dasselbe wie mit dem Stapler-Schein ...:icon_party:
 
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Jetzt hab ich meine Bew.Mail rausgeschickt u. diesen PAV angerufen:

Die wollten nur wissen, wie alt ich bin u. wo ich wohne.

...und dann würde man meine Unterlagen sichten u. käme nächste Woche auf mich zurück. :icon_kotz:

Also, wie gehabt: bla, bla, bla...........

:icon_twisted:
 

BlackForest

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Es ist inzwischen schon wichtig, daß man Fake-Stellenangebote herausfiltern kann. Ich halte es so: keine Bewerbung auf Sammelanzeigen (suchen Elektriker), keine Bewerbung auf anonyme und chiffre Anzeigen, prüfen ob ein Betrieb oder eine Zeitarbeitsfirma dahintersteht. Wenn Zeitarbeit dann nur mit konkreter Beschreibung, z.B. suche Facharbeiter der folgende Anforderungen erfüllt...und dann eine möglichst genaue Beschreibung, so daß man weiß ob man für die Stelle geeignet ist.

Edit: gelbe Seiten hat da schon jemals jemand ne Stelle gefunden? Als Arbeitgeber geb ich ne Anzeige auf, ansonsten leg ich so schnell wie möglich auf wenn mich so ein H4-Fuzzy anruft.
 
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Das ist der Grund, warum ich mich seit Jahren überhaupt nicht mehr bewerbe. Es sind einfach in der Gegend überhaupt keine Stellenangebote dabei, die in Frage kommen. Zum Glück habe ich auch die nötigen gesundheitlichen Vorraussetzungen, um das durchziehen zu können.

Vom Amt kam nie was. Pendeln wird nicht bezahlt bzw. ist nicht bezahlbar, Umzug wegen einer unsicheren / geringfügigen Stelle eh nicht. Da heißt es eigentlich nur noch auf die Rente warten, falls man überhaupt noch so alt wird bei dem ständigen Stress.
 

franzi

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Es ist inzwischen schon wichtig, daß man Fake-Stellenangebote herausfiltern kann. Ich halte es so: keine Bewerbung auf Sammelanzeigen (suchen Elektriker), keine Bewerbung auf anonyme und chiffre Anzeigen, prüfen ob ein Betrieb oder eine Zeitarbeitsfirma dahintersteht. Wenn Zeitarbeit dann nur mit konkreter Beschreibung, z.B. suche Facharbeiter der folgende Anforderungen erfüllt...und dann eine möglichst genaue Beschreibung, so daß man weiß ob man für die Stelle geeignet ist.

Edit: gelbe Seiten hat da schon jemals jemand ne Stelle gefunden? Als Arbeitgeber geb ich ne Anzeige auf, ansonsten leg ich so schnell wie möglich auf wenn mich so ein H4-Fuzzy anruft.
Im Jahr 1997 bin ich aus persönlichen Gründen in eine andere Stadt umgezogen. Nachdem es beim dortigen Arbeitsamt nicht allzu viel an Angeboten gab, nahm ich mir tatsächlich die Gelben Seiten zur Hand und hab auf diese Weise einen Job gefunden.
Damals war auch der Arbeitgeber noch positiv eingestellt und freute sich über die Bewerbung.

Heute klappt sowas nimmer.

Wenn das alle Arbeitslosen gleichzeitig machen täten, würde man die Chefs an den Rand des Wahnsinns treiben ... mal abgesehen von den Bergen an schriftlichen Bewerbungen, die die bewältigen müssen....
 

franzi

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Das ist der Grund, warum ich mich seit Jahren überhaupt nicht mehr bewerbe. Es sind einfach in der Gegend überhaupt keine Stellenangebote dabei, die in Frage kommen. Zum Glück habe ich auch die nötigen gesundheitlichen Voraussetzungen, um das durchziehen zu können.

Vom Amt kam nie was. Pendeln wird nicht bezahlt bzw. ist nicht bezahlbar, Umzug wegen einer unsicheren / geringfügigen Stelle eh nicht. Da heißt es eigentlich nur noch auf die Rente warten, falls man überhaupt noch so alt wird bei dem ständigen Stress.
Wenn du noch mehr als 3 Stunden arbeiten kannst, müsste dir doch hin und wieder mal ein Stellenangebot zugeschickt werden.
Oder die Einladung zum Termin "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen".

:icon_pause:
 

hergau

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Ich habe seit über 2,5 Jahren kein Stellenangebot mehr bekommen und war auch so lange nicht mehr bei der Arge.

Meine SB denkt sich halt, der macht nur Stress.
Den hat sie sicher schon selber, da braucht sie mich nicht noch.

Sie erlebt mich nur als Beistand.
 

franzi

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Fürchtest du nicht, dass mal eine ganz spontane Einladung kommt, wo du deine bisherigen Eigenbemühungen vorlegen musst?

Also bei uns wird darauf geachtet (vermutlich steht da der Teamleiter dahinter), dass die Erwerbslosen laufend in einer EGV sind und sobald diese abgelaufen ist, zeitnah wieder eine neue abgeschlossen wird. Und innerhalb dieser EGVs werden dann immer auch Bewerbungen vereinbart, manchmal mit genauer Vorgabe über die monatlich vorzulegende Anzahl.

Auch außerhalb einer EGV ist man ja verpflichtet, sich eigenständig zu bewerben und diese Nachweise auch aufzubewahren für den Fall, dass man die mal sehen will ...
Ich hab alle Bewerbungen der letzten 5 Jahre abgeheftet und aufbewahrt, falls da plötzlich Nachweise verlangt werden.
Einfach gar nix zu machen, wäre mir zu riskant ...

Auch das Argument, es gäbe leider keine passenden Stellen, zählt bei der ARGE normalerweise nicht. Auf irgend einen Job kann man sich immer bewerben. Und sei dieser noch so exotisch.
 
E

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Fürchtest du nicht, dass mal eine ganz spontane Einladung kommt, wo du deine bisherigen Eigenbemühungen vorlegen musst?
Also ich gehe da auch kein Risiko ein. Hab zwar keine EGV u. bin ebenfalls schon länger nicht mehr eingeladen worden, trotzdem mache ich immer wieder was in puncto Bewerbung.

Und wenn es nur Online-Bewerbungen sind.

Ich würde mich schwarzärgern, wenn man mir deshalb mal an den Karren p***** könnte.

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franzi

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Also ich gehe da auch kein Risiko ein. Hab zwar keine EGV u. bin ebenfalls schon länger nicht mehr eingeladen worden, trotzdem mache ich immer wieder was in puncto Bewerbung.

Und wenn es nur Online-Bewerbungen sind.

Ich würde mich schwarzärgern, wenn man mir deshalb mal an den Karren p***** könnte.

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Genauso ist es! Solange man im ALG II-Bezug (und nicht in der Sozialhilfe) steckt, ist man erwerbsfähig und daher auch vermittelbar.
Auch ich möchte sicher stellen, dass ich nicht wegen dieser Unpässlichkeit - die ich leicht hätte vermeiden können - eine Leistungskürzung oder sogar -einstellung erleben muss.

Ich hab derzeit auch keine konkreten Bewerbungs-Vorgaben. Monatlich schreibe ich zwischen 5 und 8 Bewerbungen. Damit gab es bisher keinerlei Anlass zur Beanstandung.
 
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