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Alleinerziehend und Hartz IV: "Da komm' ich nie mehr raus"

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Arania

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#1

oni71

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#2
Genau so wie es die Mutter hier beschreibt ist es ... bei ihr bei mir bei vielen anderen.....

Selbst wenn man wie ich etwas "anständiges" gelernt hat und Glück hätte eine Vollzeitstelle zu bekommen muss man rechnen ob es sich wirklich lohnt und es Wert ist sich diesem Doppelstress der schon viele krank gemacht hat auszusetzten.

gelernte Krankenschwester -> ca 1600 Netto je nach dem wieviel Wochenend und Nachtdienste
3 Kinder ->Kindergeld 462 €
Mann zahlt keinen Unterhalt deshalb nur noch für 3.tes Kind UVG 168€

Ausgaben zusätzlich wegen Arbeit
Spritkosten-->400 €
Kinderunterbringungslosten /Ganztag etc nochmals gut 400 €

JO wenn man da gegenüber die Zahlungen der Arge an mich dann nehmen würde kann sich jeder mal ein Bild machen wo man sich "besser" steht.

Selbst bei einem 400€ Job bleiben einem nur 160€ , dafür dann den Spaghatt zwischen Haushalt, Beruf Kinder , wohin mit den Kindern ???
 

Kaleika

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#3
Wenn Gabi für sich und ihre drei Kinder 1700 Euro im Monat benötigt, so würde sie die nie im Einzelhandel, auch nicht bei Vollzeit verdienen können.
Diesen Arbeitsplatz hat sie nicht und selbst wenn, wer passte dann auf die kleinen Kinder auf?

Auch eine Umschulung wäre nur in Vollzeit möglich.
Und das in Deutschland!
Mütter, Niedriglöhner, Alleinerziehende haben in Deutschland die A-Karte!
Diesem Dilemma könnten sie nur durch die Nichtanrechnung von Kindergeld auf das ALG II und anständige Entlohnung, sowie eine flächendeckende Kinderbetreuung auch in Form von Ganztagsschulen entgehen.

Auch ich besuchte die Erzieherinnenschule erst als meine Kinder groß waren. Jetzt darf ich im Anerkennungsjahr immer noch zur BAgIS gehen und um Aufstockung bitten. Toll!

Muttertag ist eine echte Verarschung!
Andererseits war ich heute Morgen sehr berührt als ich von meinen großen Kindern eine langstielige rote Rose und ein Glas mit Süßigkeiten und einer Katzenkarte überreicht bekam...
Eine liebe Geste des Dankes an meine Mutterschaft für sie!

Kaleika
 
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#4
Andererseits war ich heute Morgen sehr berührt als ich von meinen großen Kindern eine langstielige rote Rose und ein Glas mit Süßigkeiten und einer Katzenkarte überreicht bekam...
Eine liebe Geste des Dankes an meine Mutterschaft für sie!

Kaleika
Wirklich sehr rührend. Der "Dank" kommt zurück, irgendwann.
Da kann die Welt ringsherum untergehen, solch kleine Gesten seines Kindes lassen einem das Herz aufblühen. Ist fast wie die Geburt seines Kindes, ein einmalig unbeschreiblich schönes Erlebnis und Geschenk.

Mein Sohn hat mir heute morgen einen Cappuccino gemacht und schön den Frühstückstisch gedeckt. Alle Sorgen waren für den Moment vergessen. Ich war einfach nur gerührt und hab ihn knuddeln müssen.
Ich hatte ihm gestern gesagt, das heute Muttertag ist.

Morgen schreibt er mir noch das Gedicht auf, was er mir heute aufgesagt hat.

Das sind so unvergessliche Momente.
Kann man die geniessen, wenn man von der Hin- und Her- Rennerei zwischen Job und Kind gestresst ist? Nein. Deshalb geniesse ich die Zeit, die ich mit ihm habe doppelt. Denn diese Zeit kommt nicht zurück.
 

nine82

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#5
Hm es gibt zwei seiten, es gibt auch Mütter die den Spagat gerne machen (sehe ich in meinen umfeld) grade um nicht ganzen tag daheim zu sein und sich um die Kinder zukümmern, die betreuung läuft bei denen meist tagesmutter oder Kindergarten wo ein teil oder alles vom Jugendamt getragen wird weil zuwenig verdient wird.
Und gute Programme gibt es doch schon siehe Teilzeitlehren oder Teilzeitarbeit wo sich zwei Mütter auf eine ganztagsstelle bewerben und die die grade keine Schicht hat passt auf die Kinder auf.
Horte gibt es doch auch noch oder nichtmehr?
 

Kaleika

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#6
Hm es gibt zwei seiten, es gibt auch Mütter die den Spagat gerne machen (sehe ich in meinen umfeld) grade um nicht ganzen tag daheim zu sein und sich um die Kinder zukümmern, die betreuung läuft bei denen meist tagesmutter oder Kindergarten wo ein teil oder alles vom Jugendamt getragen wird weil zuwenig verdient wird.
Und gute Programme gibt es doch schon siehe Teilzeitlehren oder Teilzeitarbeit wo sich zwei Mütter auf eine ganztagsstelle bewerben und die die grade keine Schicht hat passt auf die Kinder auf.
Horte gibt es doch auch noch oder nichtmehr?
Hhm, es geht ja nicht darum, dass Mütter nicht wieder arbeiten gehen wollten, sondern, dass sie auch trotz Arbeit oft keine Chance mehr haben, je wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, sprich weg von der argen ARGE, trotz Vollzeitarbeit.
Oder, dass sie keiner Vollzeiterwerbsarbeit nachgehen können, eben weil es keine adäquate, ausreichende Kinderbetreuung gibt!
Wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland ein Entwicklungsland ist, was Kinderbetreuung betrifft und dass Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger Gehalt bekommen als Männer!

Kaleika
 
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#7
Hm es gibt zwei seiten, es gibt auch Mütter die den Spagat gerne machen (sehe ich in meinen umfeld) grade um nicht ganzen tag daheim zu sein und sich um die Kinder zukümmern, die betreuung läuft bei denen meist tagesmutter oder Kindergarten wo ein teil oder alles vom Jugendamt getragen wird weil zuwenig verdient wird.
Und gute Programme gibt es doch schon siehe Teilzeitlehren oder Teilzeitarbeit wo sich zwei Mütter auf eine ganztagsstelle bewerben und die die grade keine Schicht hat passt auf die Kinder auf.
Horte gibt es doch auch noch oder nichtmehr?
Die Gehirnwäsche der Medien wirkt.....und wirkt....und wirkt.
 
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#8
Inzwischen ist es sogar so, dass ein nichtschulpflichtiges Mädchen Samstag über etliche Stunden alleine und halbnackt auf dem Spielplatz rumlungert, vernachlässigt ausschaut, ohne Essen und Trinken, alle Mütter dort anbettelnd und auf die Frage, wo die Mama ist. Die ist auf Arbeit. Wenn es denn stimmt.

Sieht so unsere Zukunft der Kinder aus? Ist das eigentlich schon Kindesvernachlässigung? Ich habe echt Angst um dieses Kind, aber keinen Plan, was da zu tun ist oder ob wir uns da einmischen dürfen. Mit wir sind die Mütter auf diesem Spielplatz gemeint. Sollten wird das Kind vielleicht das nächste Mal mehr ausfragen, um die Situation richtig einschätzen zu können?

Auch mit einem Kind können Frauen für immer auf Hartz4 angewiesen sein, wenn sie nicht Vollzeit arbeiten gehen können oder bei Vollzeit zu wenig verdienen und Männer auch immer weniger verdienen und oft keinen Unterhalt zahlen müssen oder können.
 

oni71

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#9
@ Nine82
es geht überhaupt nicht darum nicht zu wollen , im Gegenteil ich für meinen Teil will gerne . Habe ja nicht um sonst eine qualifiziete Ausbildung gemacht und ich habe Spass an meinem Beruf.
Aber wenn ich letzentlich weniger in meinem Geldbeutel habe, zusätzlich weniger Zeit für meine Kinder , keine verlässliche oder bezahlbare Betreuung habe frage ich mich wofür????

Horte gibt es klar ... Betreuung übers JA bedingt ...ich zb würde nämlich wohl zuviel verdienen als das in Anspruch nehmen zu können, also bezahlt.

Dann ahbe ich zb. einen Beruf in denen ich in 3 Schichten und an Wochenende und Feiertagen arbeiten muss.... bin Krankenschwester.
Find mal ne Tagesmutter die morgens um halb 5 , abends bis 22 Uhr oder dann Nachts hier auf der Matte steht und die dann noch bezahlbar ist !!!

Dann kommen noch Ferien , Urlaub der TM und Krankheiten der Kinder dazu .

Und letzentlich stelle ich mir natürlich auch die Frage wofür ich dann Kinder habe wenn ich die immer "abschieben" muss nur weil Jobs unterbezahlt sind und die Dinge in Deutschland so sind wie sie grade sind.
Was können meine Kinder dazu das ich nun Alleinerzeihend bin und der Staat es mir so schwer macht.
Auch Muttersein und Hausfrau ist ein Beruf und zwar 24h, 7Tage die Woche ,365 Tage im Jahr............nur das wird nicht honoriert obwohl alle über den demographischen Wandel stönen und auffordern Vermehret Euch :icon_neutral:

Petra
 

Linchen0307

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#10
Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben unbeschadet gross zu werden und auch noch etwas aus dem Leben gemacht haben (Anständigen Schulabschluss und Ausbildung).
Ich stamme noch aus der Schlüsselkindergeneration, diesen Kindern ging es nicht schlechter als anderen, nur das der Ansprechpartner etwas später heim kam.
 

Linchen0307

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#11
@ Nine82
es geht überhaupt nicht darum nicht zu wollen , im Gegenteil ich für meinen Teil will gerne . Habe ja nicht um sonst eine qualifiziete Ausbildung gemacht und ich habe Spass an meinem Beruf.
Aber wenn ich letzentlich weniger in meinem Geldbeutel habe, zusätzlich weniger Zeit für meine Kinder , keine verlässliche oder bezahlbare Betreuung habe frage ich mich wofür????

Horte gibt es klar ... Betreuung übers JA bedingt ...ich zb würde nämlich wohl zuviel verdienen als das in Anspruch nehmen zu können, also bezahlt.

Dann ahbe ich zb. einen Beruf in denen ich in 3 Schichten und an Wochenende und Feiertagen arbeiten muss.... bin Krankenschwester.
Find mal ne Tagesmutter die morgens um halb 5 , abends bis 22 Uhr oder dann Nachts hier auf der Matte steht und die dann noch bezahlbar ist !!!

Dann kommen noch Ferien , Urlaub der TM und Krankheiten der Kinder dazu .

Und letzentlich stelle ich mir natürlich auch die Frage wofür ich dann Kinder habe wenn ich die immer "abschieben" muss nur weil Jobs unterbezahlt sind und die Dinge in Deutschland so sind wie sie grade sind.
Was können meine Kinder dazu das ich nun Alleinerzeihend bin und der Staat es mir so schwer macht.
Auch Muttersein und Hausfrau ist ein Beruf und zwar 24h, 7Tage die Woche ,365 Tage im Jahr............nur das wird nicht honoriert obwohl alle über den demographischen Wandel stönen und auffordern Vermehret Euch :icon_neutral:

Petra
Meine Nachbarin ist auch Krankenschwester, hat auch 2 Kinder und nur eine dreiviertel Stelle, Nachdienst muss sie gar nicht und auch dem Spätdienst ist sie 22.30 Uhr daheim.
Sie lebt unabhängig von der ARGE, Alleinerziehend.
 

nine82

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#12
Die Gehirnwäsche der Medien wirkt.....und wirkt....und wirkt.

also sind freundinen die alleinerziehend sind Medien? rofl schwowieder das gleiche kaum kennt man auch andere schiksale sinds die medien ;)
vieleicht sollte man mal nachdenken nachdem man einen text gelesen hat (aber die nickart und aussage wow der nächste roboter), da steht nix von Medien, nicht gleich alles auf gehirnwäsche oder medienwirkung aburteilen, ich glaube einige freundinnen und bekannte von mir würden sich freuen die medien zu sein da se da gehör finden würden bei wichtigen dingen XD
ich werds ihnen mal ausrichten das sie von menschen wie dir drückebergerin, für die Medien gehalten werden.
An dich den kleinen aber wertvollen tip Lesen---- Nachdenken --- Posten weil nachreden kann man leicht :icon_neutral:




Naja ok back to topic: kommt grossteils wirklich auf den beruf an stimmt auch wieder.
Aber ehrlich gesagt das ganze system beruht doch drauf uns in die Hausfrauenrolle wieder hinneinzuzwengen oder um die arbeitslosenstatistiken zu halten, wenn man bedenkt bei genug Kindergärten und Krippen auch wieder einige leute arbeit hätten.
Vieleicht sollten sich mal alle Mütter zusammentun und die da obn mal in ***** trehten weil halt alles auf christlich-mittelalterliche vorstellungen noch aufgebaut ist und grad dies geändert werden muss.
Aber es gibt noch Arbeitgeber, leider zu wenige, die verständniss für die Mütter habn und demnach die Arbeitszeiten auch so gestallten, aber dies sind halt meist kleiner betriebe oder Arbeitsplätze in gegenden auf dem Land.
 

oni71

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#13
Meine Nachbarin ist auch Krankenschwester, hat auch 2 Kinder und nur eine dreiviertel Stelle, Nachdienst muss sie gar nicht und auch dem Spätdienst ist sie 22.30 Uhr daheim.
Sie lebt unabhängig von der ARGE, Alleinerziehend.
Wunderbar...für Deine Nachbarin.

Aber ich habe 3 Kinder , dreiviertel Stelle würde geldlich nicht reichen.
Vieleicht zahlt Ihr Mann ja Unterhalt?Wenn nicht bekommt sie bestimmt UVG ... lebt also auch vom Staat ...oder ist halt ne Überlebenskünstlerin.
SO und wer passt auf die Kinder bis abends um 22:30 auf??Oma Tante ??? Klar die braucht man nicht zu bezahlen ...oer aber sie sind alt genug schon.
Stellen ohne Nachtienst gibt es nicht mehr wenn man eine bekommt dann in 3 Schichten System.

Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben unbeschadet gross zu werden und auch noch etwas aus dem Leben gemacht haben (Anständigen Schulabschluss und Ausbildung).
Ich stamme noch aus der Schlüsselkindergeneration, diesen Kindern ging es nicht schlechter als anderen, nur das der Ansprechpartner etwas später heim kam.


Linchen das darf man nun aber nciht pauschalisieren ...hier kommt es ja auhc auf Alter der Kinder usw an .

Außerem geht es doch gar nicht darum nicht arbeiten zu wollen , sondern darum das man ganz oft trotz Job noch H4 mit allen auferlegten Zwängen beantragen muss.
 
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#14

Ich stamme noch aus der Schlüsselkindergeneration, diesen Kindern ging es nicht schlechter als anderen, nur das der Ansprechpartner etwas später heim kam.
Ich bin auch ein Schlüsselkind. Aber erstens handelte es sich nicht um etliche Stunden und zweitens auch nicht um die Zeit VOR der Schule. Also ein Kind unter 7 Jahren. Die Zeiten waren auch ganz anders.
Ich würde mich nicht wundern, wenn dieses halbnackte, verwahrloste Kind irgendwann einmal vergewaltigt irgendwo in der Ecke liegt. 4 Jungen haben sich gestern schon mit ihr beschäftigt, aber da waren genug Leute da. Aber so wie die Jungen gestern mit ihr umgingen, kann ich mir auch Schläge vorstellen. Denn dieses Mädchen war sehr penetrant, wollte schon mit einem fremden Fahrrad abhauen. Aber dafür ist dann die Mutter verantwortlich. Klar müssen wir arbeiten, aber doch nicht auf Kosten der Sicherheit unserer Kinder. Es interessiert dann auch keine Polizei oder Jugendamt, warum so ein kleines Kind ohne Essen und Trinken stundenlang bettelnd auf dem Spielplatz verbringt. Das ist Verletzung der Aufsichtspflicht, spätestens wenn etwas passiert...
 

oni71

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#15
Das ist Verletzung der Aufsichtspflicht, spätestens wenn etwas passiert...
Und dann schreien genau solche wie Linnchen und nine .... ohhh je das Arme Kind die böse Mama....
Tatsächlich ist sie aber vom Staat gezwungen worden so zu handeln....Meine Meinung dazu.
 
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#16
Und dann schreien genau solche wie Linnchen und nine .... ohhh je das Arme Kind die böse Mama....
Tatsächlich ist sie aber vom Staat gezwungen worden so zu handeln....Meine Meinung dazu.
Das wissen wir nun wirklich nicht, wäre aber möglich.
Aber dagegen sollte sich jede Mutter wehren. Ohne Kinderbetreuung ist Arbeit nicht zumutbar und das wissen doch auch die meisten Mütter in Hartz4 oder etwa nicht?
 
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#17
Och nö, dieses Herumgerede, wie es früher war, und auch wie man es heute machen könnte.

Ich bin in der DDR groß geworden. Die Betreuung war klasse. Mutter konnte arbeiten, wir Kinder waren versorgt. Wir sind raus gegangen, wir haben gespielt. Die Schlüsselkinder waren nicht im Hort, sondern sind nach der Schule gleich nach Hause.

Ich werde den Teufel tun und mein Kind zum Schlüsselkind machen, weil es ja früher auch möglich war und ging. Früher ist nicht heute.

Zu dem Mädchen auf dem Spielplatz. Hier würde ich die Mutter aufsuchen und versuchen ein Gespräch zu führen. Das muss ja einen Grund haben, dass die Situation so ist, wie sie ist. Da kann auch niemand sagen, das Kind ist schrecklich, es bettelt. Wir kennen doch alle Situationen, wo wir mal nicht weiter wissen. Sucht den Kontakt zur Mutter. Wenn ihr eh zu Hause seid bietet ihr an auf das Kind mit zu achten, ehe es in Unannehmlichkeiten kommt. Es ist schwach und kann nicht für sich selber sorgen. Findet raus, warum die Situation so ist. Nicht grübeln was wäre wenn, sondern handeln.
 

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#18
Sollte jeder wissen ;)
Aber nicht jeder ist so stark um sich zu wehren, viele haben vlt auch exentielle Existenzängste.

Das sowas wie mit dem Mädchen nicht in Ordnung ist ist klar ... was ich deutlich machen will ist das viele Mütter fast dazu gezwungen werden btw sich da in was reindrängen lassen .
Klar gbt es auch Mütter die gerne arbeiten und das gut hinbekommen ... mit Unterstüützung.

Aber mir kann doch keine halbwegs verantwortungsvolle Mutter weismachen das sie gerne und zufrieden zur Arbeit geht wenn sie unterhalb des Sozialsatzes am Ende des Monats auf Ihren Kinto gezahlt bekommt für tgl 8 Stunden arbeit und Ihre Knder sich selber oder irgend jemand Fremdes überlassen muss????

Nochmals in dem Anfangstread ging es gar nicht darum das Mütter nicht arbeiten wollen , sondern das Sie trotz Vollzeitjob Beruf und Vollzeitjob ( und für mich ist das mehr als Gleichwertig) Mutter trotzdem noch auf Harz4 angewiesen sind!!!!!!!!!!
 
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#19
Zu dem Mädchen auf dem Spielplatz. Hier würde ich die Mutter aufsuchen und versuchen ein Gespräch zu führen. Das muss ja einen Grund haben, dass die Situation so ist, wie sie ist. Da kann auch niemand sagen, das Kind ist schrecklich, es bettelt. Wir kennen doch alle Situationen, wo wir mal nicht weiter wissen. Sucht den Kontakt zur Mutter. Wenn ihr eh zu Hause seid bietet ihr an auf das Kind mit zu achten, ehe es in Unannehmlichkeiten kommt. Es ist schwach und kann nicht für sich selber sorgen. Findet raus, warum die Situation so ist. Nicht grübeln was wäre wenn, sondern handeln.
Gute Idee, aber wie sollen wir die Mutter finden? Wir sind weder das Jugendamt, noch die Polizei. Wir haben die Mutter oder den Vater noch nie gesehen. Da bleibt nur, dem Kind hinterherzulaufen und dann zu Hause zu klingeln, aber mal ehrlich. Wärst du erfreut über solch einen Besuch und was soll der auch bringen, wenn die Mutter gar nicht da ist? Sollen wir uns auf die Lauer legen?
Weiteres gerne per PN, damit ich nicht ständig OT bin.
 
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#20
Nochmals in dem Anfangstread ging es gar nicht darum das Mütter nicht arbeiten wollen , sondern das Sie trotz Vollzeitjob Beruf und Vollzeitjob ( und für mich ist das mehr als Gleichwertig) Mutter trotzdem noch auf Harz4 angewiesen sind!!!!!!!!!!
Das wird sich so schnell auch nicht ändern bei immer geringeren Löhnen für Papa und Mama. Unser Papa ist auch gerade arbeitslos geworden. Das heißt, dass es für viele Frauen wirklich keinen Sinn macht, aber trotzdem sind wir verpflichtet, unsere Bedürftigkeit zu verringern.
Wenn die Betreuung gesichert ist, sollte das auch möglich sein. Und wenn nicht, dann muss sich jede Mutter im Interesse ihres Kindes wehren oder an die Öffentlichkeit gehen. Mag sein, dass das viele nicht können. Wenn das bei der Frau auf dem Spielplatz der Fall ist, ich würde ihr gerne beistehen. Kann ich aber nur, wenn ich weiß, wer sie ist und sie treffen kann. Unsichtbaren kann niemand helfen.
Dem Kind Essen zu geben ist das eine, aber das ändert leider nichts an der Situation für das Kind. Es ist zwar heute satt, aber was ist morgen und übermorgen ...
 
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#22
Das wissen wir nun wirklich nicht, wäre aber möglich.
Aber dagegen sollte sich jede Mutter wehren. Ohne Kinderbetreuung ist Arbeit nicht zumutbar und das wissen doch auch die meisten Mütter in Hartz4 oder etwa nicht?
Eine Mutter betreut Kinder und das ist Arbeit.......

Warum ist es wertvoller fremde Kinder 8 Std. am Tag zu betreuen, als die eigenen u.U. 24 Std. am Tag ??? :icon_neutral: :icon_motz:

Warum definieren sich soviele (auch Betroffene) über Erwerbsarbeit?

46 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden p.a. 96 Milliarden unbezahlte...


Viele Erwerbslose sind wertvollere Menschen, als solche die einen bezahlten Job haben.
Ich hätte auch gerne einen vernünftig bezahlten Arbeitsplatz........ aber ich wüßte gar nicht, wann ich den ausüben sollte neben meiner ehrenamtlichen Erwerbslosenarbeit.
Leute, laßt Euch doch nicht auseinanderdividieren.........
Ich kann`s bald nicht mehr hören...
Lieber einen schlecht bezahlten Arbeitsplatz als gar keinen...

Ich mache ja wenigstens einen 1-€-Job....:icon_cry:


Sorry, für OT.
 
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#23
Eine Mutter betreut Kinder und das ist Arbeit.......

Warum ist es wertvoller fremde Kinder 8 Std. am Tag zu betreuen, als die eigenen u.U. 24 Std. am Tag ??? :icon_neutral: :icon_motz:

Warum definieren sich soviele (auch Betroffene) über Erwerbsarbeit?
Es ist nicht wertvoller, habe ich niemals gesagt.
Hilfe, komme doch mal wieder runter. Ich brauche nicht ums Verrecken unbedingt eine schlechtbezahlte Arbeit, aber wir leben doch nicht im Schlaraffenland. Ich habe nur die Gesetzgebung zitiert. Wir wissen doch alle, was am Muttersein hängt, aber jetzt finde ich doch, dass du überreagierst. Wem es möglich ist, der soll doch zu Hause bleiben. Aber es gibt DIE Wahl nicht, weil es vom Geld abhängig ist. Sonst hingen wir auch nicht in Hartz4.

Die PDF von biddy veranschaulicht deutlich, wo es hängt. Da kann nur ein bedingungsloses Grundeinkommen helfen oder eine einzelne, wirklich bedarfsdeckende Sozialleistung bei Bedürftigen.
 
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#24
Es ist nicht wertvoller, habe ich niemals gesagt.
Hilfe, komme doch mal wieder runter. Ich brauche nicht ums Verrecken unbedingt eine schlechtbezahlte Arbeit, aber wir leben doch nicht im Schlaraffenland. Ich habe nur die Gesetzgebung zitiert. Wir wissen doch alle, was am Muttersein hängt, aber jetzt finde ich doch, dass du überreagierst. Wem es möglich ist, der soll doch zu Hause bleiben. Aber es gibt DIE Wahl nicht, weil es vom Geld abhängig ist. Sonst hingen wir auch nicht in Hartz4.

Die PDF von biddy veranschaulicht deutlich, wo es hängt. Da kann nur ein bedingungsloses Grundeinkommen helfen oder eine einzelne, wirklich bedarfsdeckende Sozialleistung bei Bedürftigen.
Hallo, es ging ja nicht gegen Dich oder was Du jetzt gesagt hast....
Das ist die Einstellung in unserer Gesellschaft, leider haben auch viele Erwerbslose diese Meinung...
Und nee...ich komm noch lange nicht runter, aber nicht wegen Deiner Äußerung :icon_smile:
Es gab ja schon mal die Idee, Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und nicht in die Kita geben zusätzlich eine Art Erziehungsgeld zu geben.
Das war ein guter Ansatz, aber die Argumente, die dagegen sprachen, brauch ich wohl nicht aufzuzählen....:icon_motz:
Richtig, es muß eine bedarfsgerechte Grundsicherung geben, aber nicht bedingungslos !
Für Mehdorns, Ackermänner und Zumwinkels? Nö.....!
Und es muß eine neue Definition des Begriffes Arbeit geben.
Solange Leuten wie dem Mistfelder, dessen Studium ich mitfinanziert habe, erlaubt wird sich derart abfällig über andere Menschen zu äußern wird sich nix ändern !

Es müßte viel mehr über die "Gabis" berichtet werden, die bilden nämlich die Mehrheit aber es ist halt nicht medienwirksam.
 
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#25
Okay, dann habe ich das missverstanden. Ich kann dich aber sehr gut verstehen.

Wer solche Schlagzeilen in den Medien liest, der kann nur der nicht vorhandene Kamm schwillen:
Frauen wird es leicht gemacht, nicht zu arbeiten
Deutsche Unternehmen: Frauen wird es leicht gemacht, nicht zu arbeiten - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE
Jetzt wird sich sogar auch noch darüber aufgeregt, dass Frauen zu Hause bleiben, wenn sie es sich leisten können.

Es sollte tatsächlich die Wahl geben, ob eine Frau zusätzlich zur Arbeit der Kinder und des Haushaltes nun Vollzeit oder Teilzeit oder keiner Arbeit nachgeht. Problem ist aber, es gibt diese Wahl nur selten
Nachdem es nun nicht mehr reicht, über die Mütter der vermeintlichen Unterschicht herzuziehen, sind nun die Gutverdiener dran. Spätestens hier wird doch klar, worum es wirklich geht. Die Kommentare sagen auch Einiges. Warum sollten Frauen auch freiwillig arbeiten gehen, wenn die Kinderbetreuung die Hälfte davon wieder auffrisst und die andere Hälfte geht für Aufwendungen zur Arbeit drauf. Warum also sollten diese Frauen sich jetzt auch noch freiwillig in die Tretmühle begeben. Mal davon abgesehen, dass es kaum Arbeit gibt. Der Nachwuchs ist wichtiger als die Firma des Chefs, in der jede und auch jeder jederzeit gekündigt werden kann.
Was ist so schlimm dabei, wenn Frauen zu Hause bleiben, die es sich leisten können und wollen, indem sie auf anderes verzichten, dafür für die Kinder da sind.
Leider haben wir die Wahl nicht und der Nachwuchs wird bei vielen etwas auf der Strecke bleiben. Das war früher nicht der Fall, obwohl da auch gearbeitet wurde. Da gab es aber noch andere Strukturen, oft half Opa oder Oma. Immer mehr sollen sich aber dem Kapital unterordnen, so schaut es aus. Es geht und ging in den letzten Jahren keiner Regierung um das tatsächliche Wohl der Kinder. Es geht nur um billige Arbeitskräfte. Je mehr, um so besser. Und um so mehr sinkt der Wert der Arbeit und die Armut steigt und steigt und der Kapitalist reibt sich die Hände. Ihm ist es egal, was aus den Menschen wird.
Aber eines Tages wird er Mauern bauen müssen, wenn ihm sein Leben lieb ist...
 

nine82

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#26
@oni es gibt solche und solche schicksale das hat nix mit schreihen zu tun nur weil jemand es auch anders kennt

Die menschen wissen nicht was sie wollen, einerseits sollte der Soziallismus weg wie in der DDR weil ja ALLES so schlecht war (kinderbetreuung so das frauen auch arbeiten gehen konnten war nämlich eines der dinge die da sehr gut organisiert waren wie ashna auch sagte) und nun ist es genauso schlecht und alle haben es mit sich machen lassen, wenn alle mütter (auch nicht alleinerziehende habens nicht leicht da meist der mann auch arbeitet) sich zamtun und mehr tun als sich drüber aufzuregen ,siehezuständige stelle was familie und so angeht mit mails zubomben, würde vllt was pasieren.
 
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#27
Der Nachwuchs ist wichtiger als die Firma des Chefs, in der jede und auch jeder jederzeit gekündigt werden kann.
So ist es.

Was ist so schlimm dabei, wenn Frauen zu Hause bleiben, die es sich leisten können und wollen, indem sie auf anderes verzichten, dafür für die Kinder da sind.
Meiner Meinungnach nichts. Nur die geldgeilen Säcke haben dann Mehrausgaben, denen sie hinterher jammern.
Ich heule gleich.

Leider haben wir die Wahl nicht und der Nachwuchs wird bei vielen etwas auf der Strecke bleiben.
Sehe ich nicht so, zumindest nicht von meiner Seite her. Da es eh an Arbeitsplätzen fehlt können wir doch die Zeit sinnvoll nutzen mit unseren Kindern. Du kannst deine Kinder "reinigen" von der "Gehirnwäsche", die öffentlich und in den Kindereinrichtungen abgehen. Wenn du erschöpft von der Arbeitsstelle kommst hast du da keinen Nerv mehr für.

Immer mehr sollen sich aber dem Kapital unterordnen, so schaut es aus. Es geht und ging in den letzten Jahren keiner Regierung um das tatsächliche Wohl der Kinder. Es geht nur um billige Arbeitskräfte.
Mit diesem Wissen kann man doch hervorragend "arbeiten", um sich eben nicht schlecht zu fühlen, weil man dem Kind nicht alles kaufen kann, was es möchte. Denn was es braucht wird es auch bekommen. Geht auch mit wenig Geld. Bis auf die Bildung vielleicht. Wobei ich hier Bildung schulmäßig meine. Aber Bildung passiert nicht nur in der Schule, sondern auch ganz nebenbei im Spiel der Kinder.
 

nine82

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#28
Wobei ich hier Bildung schulmäßig meine. Aber Bildung passiert nicht nur in der Schule, sondern auch ganz nebenbei im Spiel der Kinder.

*voll und ganz zustimm* aber sowas müssen noch sehr viel leute kapieren aber tun se nicht ...... oder wollens nicht kapieren
 
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#29
Natürlich war die Betreuung der Kinder in der DDR super. Aber das kann niemand mit der heutigen Arbeitswelt und Gesellschaft in Beziehung setzen und vergleichen. Sozialismus und Kapitalismus sind nicht dasselbe. Eine wirkliche Wahl haben jedenfalls nur Frauen in gut situierten Familien, die hatten auch in der DDR die Wahl. In der DDR hatten alle Arbeit. Jeder sein Auskommen, wenn auch viele meinen, dass es materiell wenig war, aber das ist Ansichtssache.
Ich kann jede Frau und auch jeden Mann verstehen, der seinen Nachwuchs nicht für einen Appel und ein Ei fremdbetreuen lassen will. Arbeit muss sich auch lohnen und das tut es nur, wenn nicht ein Großteil für Kinderbetreuung weg ginge, die in der DDR kostenlos war. Also bitte wenn schon vergleichen, dann aber richtig. Hätte ich jetzt schon eine Betreuung, dann wäre ich auf Arbeit, wenn ich eine bekäme und schon sind wir beim zweiten Vergleich, der nicht stand hält.
Die Menschen haben keinen Bock mehr auf Verarschung von oben und allen Seiten und erst recht nicht die Frauen.
Wer hier wirklich nicht weiß, was er will, sind andere. Frau ist an allem schuld. Arbeitet sie, ist sie eine Rabenmutter. Tut sie es nicht, ist sie faul. Uns reichts!!!
 

nine82

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#30
ja seit jahren liest und hört man das selbe was Kinderbetreuung angeht, wie schon mein vater sagte "ist wie mit allem es wird sich alles solang angeschaut ehe was pasiert"
Inzwischen heist es nitmehr das frauen die daheim bleiben Faul sind und die die arbeiten Rabenmütter das ist schon lang überholt und nur weil einige Talkshows sowas aufgreifen oder einige andere Medien heist es nicht das soviele Leute noch der meinung sind, und wie wärs mal mit richtig aufn putz hauen als nur zu schreiben "uns reichts"
 
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#31
Auf den Putz hauen? Da lachen die Schnarchnasen da oben. Diese Energie kannst du sinnvoller einsetzen... bei deinem Kind.
Das soll jetzt nicht heissen, dass man alles klaglos hinnehmen soll, nein. Aber auf den Putz hauen, wenn es sinnvoll ist und auch was bei raus kommt. Denn du hilfst deinem Kind nicht, wenn du ewig auf den Putz hast und es ändert sich nichts. Lieber mache ich dann was mit meinem Kind.

Nein, ich lass nicht nur die anderen machen.
 
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#32
Alles hängt irgendwie zusammen und deshalb ist das schwer machbar.
Zuerst bräuchten wir ausreichende Mindestlöhne, denn erst dann kann das andere angegangen werden.
Es macht keinen Sinn, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun. So wie VdL. Es nützen Krippenplätze auch nur denen, die diese bezahlen können. Dazu braucht eine Frau eine gut bezahlte Arbeit oder einen gut verdienenden Ehemann, weil sie ansonsten nämlich drei Jahre zu Hause bleibt, bzw. bleiben muss. Das Jugendamt zahlt erst nach drei Jahren in den meisten Bundesländern, weil es erst dann ein Recht auf Betreuung gibt.

Wenn der Staat will, dass mehr Frauen arbeiten, dann sollte er auch dafür sorgen, dass Frau arbeiten gehen kann, zumindest wenn sie das auch will. Aber das Gegenteil ist der Fall und ich wüsste auch nicht, wie das gerade in Krisenzeiten geändert werden soll. Am Ende will der Staat vielleicht gar nicht, dass wir arbeiten, denn so blöd kann er doch nicht sein, dass er nach 40 Jahren nicht erkannt hat, woran es liegt.
Es ist alles so widersprüchlich und als Nichtbundesdeutsche für mich total unverständlich. Eher noch irre.
 
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#33
Und dann schreien genau solche wie Linnchen und nine .... ohhh je das Arme Kind die böse Mama....
Tatsächlich ist sie aber vom Staat gezwungen worden so zu handeln....Meine Meinung dazu.
Wir haben uns geirrt.
Wir waren heute bei den Eltern an der Haustür. Das Kind ist 4!!! Jahre und beide Eltern sind zu Hause, wenn das Kind stundenlang draußen rumstreunt. Die Eltern sagten wortwörtlich, bisher hätte es keine Probleme gegeben.
 

maya1973

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#34
Aber das kann niemand mit der heutigen Arbeitswelt und Gesellschaft in Beziehung setzen und vergleichen.
Und warum geht das nicht? Warum war die Bildung in der DDr denn um sovieles besser als in der BRD?
Vergleichen kann ich sehr wohl und ich bin entsetzt wie sehr Bildung davon abhängt wieviel Geld Deine Eltern in der Brieftaschen habe!!!!
Bildung ist das wichtigste Gut einer Gesellschaft und genau diese Gesellschaft sollte verstärkt in gute Bildung investieren,in Ganztagsschulen und auch wieder die Studiengebühren abschaffen.
Was sollen denn unsere Kinder denken,wenn ihnen in der Hauptschule gesagt wird ,du findest mit dem Abschluß eh keinen Job?
Was sollen sie anfangen wenn keine Lehrstellen da sind?

Ich bin alleinerziehend mit 5 Kids(2 davon haben eine Lehrstelle) und auch ich würde wieder arbeiten gehen,aber ich habe keinen bock als Faullenzer dargestellt zu werden,denn das was ich tue ist heftig.......es fängt beim Wäschewaschen an und endet beim verarzten von Wunden bis Liebeskummer.......und was bekommt man? Nichts außer Häme!!!!


Wir waren heute bei den Eltern an der Haustür. Das Kind ist 4!!! Jahre und beide Eltern sind zu Hause, wenn das Kind stundenlang draußen rumstreunt. Die Eltern sagten wortwörtlich, bisher hätte es keine Probleme gegeben.
@Individualistin....solche Eltern sollten sich nicht Eltern nennen mit 4 saß ich brav neben den Kiddis....ich würd beim JA ne Anzeige erstatten....sorry dieses Kind hat bei jedem besser als daheim....
Und das sind diese Eltern die keine Erziehungsaufgaben kennen und uns in die Scheiße reiten mit ihrem Verhalten!!!!!
 
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#35
Warum war die Bildung in der DDr denn um sovieles besser als in der BRD?
Vergleichen kann ich sehr wohl und ich bin entsetzt wie sehr Bildung davon abhängt wieviel Geld Deine Eltern in der Brieftaschen habe!!!!
Genauso geht es mir.
Ich bin auch entsetzt.
Was mich aber wütend macht ist das dumme Gequatsche... Wir müssen in die Bildung investieren...
Ich kann es nicht mehr hören, echt nicht.
Was macht die Gesellschaft, der Staat, damit die Kinder gebildet werden? NIX.
In der DDR wurde da kein Schmu drum gemacht, warum die Kinder in die Krippe sollten. Ja Mutter, du musst arbeiten für das BSP, damit wir die pöse BRD überrunden.
Hier wird geredet, du musst arbeiten, damit du deine Bagage ernähren kannst.
Dann bitte her mit dem Job, von dem ich meine Familie ernähren kann.
 

maya1973

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#36
@Ashna...lach ....nicht aufregen

Ich sehe es so das alles was aus der DDR kam schlecht sein muß....ja ist so.
Mal im Ernst man sagt es gab das und jenes was gut im Osten war und was bekommt man zu hören? All das andere negative,aber so ist es nun mal....

ich hätte auch kein Problem damit arbeiten zu gehen ,aber eben nur unter der Bedingung meine Kids sind versorgt und das kann und will mir dieser Staat nicht garantieren,lass ich meine Kinder aber verwahrlosen bin ich so eine verantwortungslose Hartz IV...Sch****
 
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#37
ich hätte auch kein Problem damit arbeiten zu gehen ,aber eben nur unter der Bedingung meine Kids sind versorgt und das kann und will mir dieser Staat nicht garantieren,lass ich meine Kinder aber verwahrlosen bin ich so eine verantwortungslose Hartz IV...Sch****
Er kann es dir nicht garantieren, weil er unter der Fuchtel der Wirtschaft steht.
In der DDR war das klar geregelt, auch wenn ich erst im Nachhinein durchblicke, warum. Aber mir ging es nicht schlecht mit der sozialistischen Erziehung. Im Gegenteil, der Mensch stand im Mittelpunkt, wie es immer propagiert wurde. Zwar im Sinne des Sozialismus, was solls.

Wirtschaftlich etwas besser organisiert, wer weiss, wie es weiter gegangen wäre.

Aber gut, ich wünsch mir das nicht zurück.
Nur man kann jetzt nicht das positive der DDR als seine eigenen Ideen verkaufen. Siehe Ganztagsschule.
 

maya1973

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#38
Nur man kann jetzt nicht das positive der DDR als seine eigenen Ideen verkaufen. Siehe Ganztagsschule.
Tja und die Leute in unserem Alter(wie alt bist du denn ...lach) vergessen so etwas schnell oder haben sich nur wenig Geedanken und DDR Struckturen gemacht....

Aber wie gut das,ich glaube Finnland, dieses DDR Schulsystem übernommen hat...

Er kann es dir nicht garantieren, weil er unter der Fuchtel der Wirtschaft steht.
Tja und wenn die Wirtschaft nicht gar so großes Interesse an der Geldvermehrung und der Macht hätte,dann wären doch Betriebskindergärten ein wunderbarer Weg die Leute in Lohn und Brot zu bringen.....wie in Dänemark.....

Aber warum denn auch mal über seine Landesgrenzen hinaus zu schauen, man könnte was lernen.
Denn wie lange will man sich noch mit der Vereinigung brüsten......
 
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#39
...
In der DDR wurde da kein Schmu drum gemacht, warum die Kinder in die Krippe sollten. Ja Mutter, du musst arbeiten für das BSP, damit wir die pöse BRD überrunden....
Und zwar zu Lasten der lieben Kleinen! Was hat meiner gebrüllt, wenn ich ihn bei morgens 6 Uhr vollkommen schlaftrunken bei wildfremden, unbeliebten Tanten abgegeben habe. Ne, das ist auch keine Lösung!
 

maya1973

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#40
Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
 
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#41
Und zwar zu Lasten der lieben Kleinen! Was hat meiner gebrüllt, wenn ich ihn bei morgens 6 Uhr vollkommen schlaftrunken bei wildfremden, unbeliebten Tanten abgegeben habe. Ne, das ist auch keine Lösung!
Passiert heute nicht anders.
Mein Kurzer brüllte auch anfangs.

Ich sagte nicht, dass das die Lösung ist.
Wir wussten Bescheid, es gab kein drumherum Gerede.

Und man konnte alleinerziehend sein und seine Kinder durchbringen, was so heute nicht mehr möglich ist.

Es wird doch gefordert von uns, es fehlen leider die Vorraussetzungen, um das auch umsetzen zu können.
 
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#42
Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
Von dem (bisweilen guten) Ergebnis mal abgesehen, man hat sein eigenes Kind morgens 6 Uhr abgegeben und musste rennen, dass man noch vor Torschluss 17 Uhr die Kinderkrippe/ Kindergarten erreicht hat.
Einkaufen, Abendbrot - Ende im Gelände.

Ich könnte heute noch:icon_cry::icon_cry:

Familienleben? Sonntags, wenn man seine Zeit perfekt organisieren konnte.
 
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#43
...Und man konnte alleinerziehend sein und seine Kinder durchbringen, was so heute nicht mehr möglich ist.
:icon_evil::icon_evil:
Mir ist eine Familie bekannt, dessen männliches 'Oberhaupt' Alkoholiker war. Dieser Vater zweier Kinder hat jeden Pfennig in die Kneipen der Stadt getragen. Mehrmals sturzbetrunken in der Landschaft herumliegend, von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gebracht und von dort getürmt(!!), ist er heim und hat wieder die Kassen geleert.

Durch diesen Fall habe ich erstmals erfahren, dass es selbst in der DDR sowas wie Sozialhilfe gab. Die Frau hatte sich -inzwischen völlig mittellos- an das Jugendamt gewandt. Ergebnis: 'Sozialhilfe' bekommt, wer weniger als 270,00 Mark Einkommen hat und selbst dann gab es wohl nur eine winzige Unterstützung. Man hatte der Frau angeboten, die Kinder (9, 7 Jahre) vorübergehend in eine 'Einrichtung' zu geben.

Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die Familie ist später weggezogen.

Aber: mit 270 Mark konnte man locker auch in der DDR verhungern.
Beispiel gefällig? Anorak 105,00, Stiefel 50,00, DDR-Jeans 128,00, Strom wie heute auch usw. usf. Da konntest Du froh sein, wenn Du in subventionierte Kinderklamotten gepasst hast.

Es wird doch gefordert von uns, es fehlen leider die Vorraussetzungen, um das auch umsetzen zu können.
Hättest DU Lust, Dein Kind in eine Wochenkinderkrippe zu geben, weil man von Dir Schichtarbeit (3 Schichten oder auch 4, bei rollender Woche wohlgemerkt) erwartet???:eek::eek:

Dann fordere ruhig weiter.

Wochenkinderkrippe:
Du bringst Dein Kind montags zur Krippe und holst es freitags wieder ab.
 
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#44
Mir ist eine Familie bekannt, dessen männliches 'Oberhaupt' Alkoholiker war. Dieser Vater zweier Kinder hat jeden Pfennig in die Kneipen der Stadt getragen. Mehrmals sturzbetrunken in der Landschaft herumliegend, von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gebracht und von dort getürmt(!!), ist er heim und hat wieder die Kassen geleert.

Durch diesen Fall habe ich erstmals erfahren, dass es selbst in der DDR sowas wie Sozialhilfe gab. Die Frau hatte sich -inzwischen völlig mittellos- an das Jugendamt gewandt. Ergebnis: 'Sozialhilfe' bekommt, wer weniger als 270,00 Mark Einkommen hat und selbst dann gab es wohl nur eine winzige Unterstützung. Man hatte der Frau angeboten, die Kinder (9, 7 Jahre) vorübergehend in eine 'Einrichtung' zu geben.

War mir so nicht bekannt.
Warum gingen die Kinder nicht in den Hort? Dass die Frau arbeiten konnte? Das war doch das übliche Bild.


Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die Familie ist später weggezogen.

Aber: mit 270 Mark konnte man locker auch in der DDR verhungern.
Beispiel gefällig? Anorak 105,00, Stiefel 50,00, DDR-Jeans 128,00, Strom wie heute auch usw. usf. Da konntest Du froh sein, wenn Du in subventionierte Kinderklamotten gepasst hast.

:eek:Wo hast du deine Sachen gekauft?
Mein Strom war billiger als heute.
Und verhungern? Kannst du Kleidung essen? Nein.
Brot habe ich aus der Kaufhalle geholt, 62 Pfennig. Um nur mal ein Bsp. zu nennen.
Sicher waren Klamotten, Technik, Möbel und dergleichen teurer.
Heute ist es fast umgekehrt.


Hättest DU Lust, Dein Kind in eine Wochenkinderkrippe zu geben, weil man von Dir Schichtarbeit (3 Schichten oder auch 4, bei rollender Woche wohlgemerkt) erwartet???:eek::eek:

Ich war in der Wochenkrippe, und meine Mutter hat nicht Schicht gearbeitet.
Und nein, ich würde das nicht tun bei meinen Kindern. In die normale Krippe ist eines meiner Kinder gegangen.
Ich konnte im normalen Tagdienst arbeiten.
Wo finde ich das heute?


Dann fordere ruhig weiter.

Wochenkinderkrippe:
Du bringst Dein Kind montags zur Krippe und holst es freitags wieder ab.
Weiss ich. Das ist aber nicht meine Forderung, sondern ein Arbeitsplatz im normalen Tagesdienst, der mir auch ein Leben unabhängig vom Staat ermöglicht.
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ausschütten, dann wird man auch immer was finden.
Mal beim Westen anfangen:icon_sad:? Nein, dann muss nicht sein.

Denke, das wird zu sehr OT.
 
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#45
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ausschütten, dann wird man auch immer was finden.
Mal beim Westen anfangen:icon_sad:? Nein, dann muss nicht sein. Denke, das wird zu sehr OT.
Sorry, sooo winzig sind diese Einzelheiten nicht bei einem Brutto-Anfangsgehalt von 365 Mark für typische Frauenberufe (Büro). BRUTTO, @ashna! Kannst es runterrechnen, ob Du Dir in dieser Lage Dein Brot dann noch vom Bäcker holen kannst oder ob Du schleunigst heiratest.

Aber Du hast natürlich Recht, es bringt eh nichts, sich über die ganzen Einzelheiten auszulassen.
Ich habe nur immerzu das Gefühl, dass bei allem Hartz IV einige von uns vergessen haben, die Brille zu wechseln!

So. Jetzt will ich wieder lieb sein.:icon_smile:
 
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#46
Und warum geht das nicht?
Weil das zwei unterschiedliche Systeme und somit unterschiedliche Arbeitswelten waren. Ich weiß aber, was du meinst.

@Individualistin....solche Eltern sollten sich nicht Eltern nennen mit 4 saß ich brav neben den Kiddis....ich würd beim JA ne Anzeige erstatten....sorry dieses Kind hat bei jedem besser als daheim....
Und das sind diese Eltern die keine Erziehungsaufgaben kennen und uns in die Scheiße reiten mit ihrem Verhalten!!!!!
Ich selbst werde den Eltern noch eine Chance geben, die sollten sie haben. Eine weitere Mutter (übrigens aus den neuen Bundesländern) holt das nächste Mal (wahrscheinlich heute, wenn das Kind wieder alleine ist) die Polizei. Am Wochenende wird sicher kein Jugendamt erreichbar sein.
Es ist nicht einfach, aber nachdem das Kind gestern fast vom Gerüst gefallen wäre, kann ich ihre Entscheidung gut nachvollziehen und irgendwie fühlen wir uns alle verantwortlich. Wir könnten nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn ihr etwas passieren würde und wir hätten nichts getan. So sollten sich eigentlich die Eltern fühlen, nicht wir.
 
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#48
Daraus, um es mal ganz unbeschönigt zu betrachten:
Aber morgen ist nach fast 20 Ehejahren alles anders. Denn Wolfgang, der Mann und Vater, hat vor sechs Wochen seine Sachen gepackt und ist gegangen.Der Ehemann verlässt die Familie

Seither bröckelt Gabis Weltbild genauso rasant wie ihr Selbstbewusstsein.
Ein Weltbild und Selbstbewusstsein, das auf einem Lebenskonstrukt aufgebaut ist welches grösstmögliche Bequemlichkeit bietet, wird das zwangsläufig. Damit muss jede/r rechnen, der bis dato den bequemsten weil "gesellschaftlich" anerkannten und massiv geförderten Weg gewählt hatte. Der Vorteil: Man erhält damit die Chance, sein bisheriges (fremdgesteuertes?) Leben in Frage zu stellen und sich im besten Fall neu zu definieren und erwachsen zu werden.

Schuldzuweisungen sind der 39-Jährigen fremd. Die globale Wirtschaftskrise ist halt auch im beschaulichen Gladbeck angekommen, hat ihren Mann mit seinem kleinen Unternehmen fast in den Ruin getrieben. Um die Insolvenz zu verhindern, stürzt er sich in die Arbeit, versucht die Firma mit einem Rund-um-die-Uhr-Job zu retten ...
Ebenfalls ein Ergebnis des bisher geförderten Familien-Bildes. Es bleibt bei nicht dogmatisch gefärbter Betrachtung völlig unklar, warum Männer die Ernährerrolle zu erfüllen haben sollten, während Frauchen für ein bisschen Zubrot zum Leben in mehr Bequemlichkeit zuständig sein sollte. Wenn dieses künstliche Konstrukt nun mehr nicht mehr funktioniert: Umso besser. Dass es bei der kleinsten Belastung zusammenbricht, weil aufgrund des Aufbaues auf Unmündigkeiten und Abhängigkeiten nicht tragfähig, wundert mich nicht.

Auch ist, im größeren Kontext, bitte nicht zu vergessen dass genau diejenigen "ernährerversorgten" Teilzeit-Mütter sowohl die Preise für die Arbeit von Frauen nach unten drücken wie auch die gesellschaftliche Achtung der Arbeit von Frauen, da sie es nicht eigentlich "nötig haben". Sie arbeiten also aktiv an ihrer eigenen Demontagemit und an der der professionellen, berufstätigen Frauen - zugunsten der Bequemlichkeiten und Vorteile, einen "Beschützer" und "Ernährer" zur Seite zu haben, was dieses Gesellschaftssystem ja auch schön fördert. Daher muss es von allen Seiten her hinterfragt werden.

... und verlässt die Familie, zahlt ein bisschen Unterhalt für die Kinder. Weil's finanziell eng ist, muss Gabi zur Arge gehen und für sich und die Kinder Hartz IV beantragen.
Da hat sie ja noch Glück gehabt: Etliche Alleinerziehende sehen nie einen Cent Kindesunterhalt und dürfen sich von Anbeginn, schwanger oder mit Säugling im Kinderwagen, bei ARGE / vormals SA anstellen, als "Strafe" sozusagen, sich nicht brav wie erwünscht mit List und Berechnung einen "Ernährer" an die Seite zu tackern.

„Da komm' ich nie mehr raus”, sagt sie resigniert nach der ersten Beratung.
Dass sie mit drei Kindern, ohne ausreichenden Kindesunterhalt, erst mal keine Perspektive sieht aus Hartz rauszukommen, verstehe ich. Interessant wird dieses jetzt im Zusammenhang mit der hanebüchenen Aussage, die in einem anderen Thread hier diskutiert wird, was nur nochmals aufzeigt, wie realitätsfremd dieser Sarrazin polemisiert: Es gibt keine Garantie dafür, dass jemand mit Kindern "fertig wird". Und selbst aus braven, wie politisch gewünscht "erfolgreichen" Vater-Mutter-Kinder-Haushalten zeigen sich die Resultate erst 20-30 Jahre später - oder auch schon früher, in Form von Selbstmorden oder erweiterten solchen (und zwar gar nicht selten, mag googele nur mal nach Agnelli, Bogner ... oder betrachte den letzten Amoklauf).

Mit 17 Jahren hat sie eine Lehre im Einzelhandel absolviert. Bis auf vier Jahre Elternzeit habe sie immer gearbeitet und Sozialversicherungen gezahlt. Zwar nur in Teilzeit. 20 Stunden die Woche, aber immerhin.
Wie oben: Und damit den auf Kindergarten- und Hortplätze tatsächlich Angewiesenen diese streitig gemacht, sowie Arbeit von Frauen an sich sowohl betreffend Preisen als auch Reputation entsprechend gedumpt. Dies mag wieder mal hart erscheinen: Doch das sind die Realitäten, ohne Schönrednerei.

„Die Arge hat ausgerechnet, dass ich mit drei Kindern etwa tausendsiebenhundert Euro monatlich inklusive Miete benötige”, erzählt sie. Selbst wenn sie im alten Beruf wieder arbeitete – das bekäme sie netto nie. Nicht mal in Vollzeit.
Stimmt wohl, braucht sie jedoch gar nicht netto, denn sie kriegt immerhin Kindergeld für drei (298,-), sowie offenbar in bescheidenem Maß Kindesunterhalt, den wir nicht kennen. Unterhaltsvorschuß würde sie (2 Kindergartenkinder mal als unter 6 J. gerechnet, 1 GS-Kind als über 6 J.) 512, Euro kriegen, insgesamt also hat sie Zuschüsse für die Kinder an 810 Euro, auch ohne dass der Vater was zahlt. Also braucht sie netto "nur noch" knapp 900 Euro netto, und wäre nicht in Hartz 4, zumindest für 6 Jahre oder bis die Kinder 12 sind (auf letztere Absurdität habe ich schon öfters hingewiesen, ist aber so im UVG). Dabei ist Wohngeld jetzt nicht einmal angedacht worden. So einfach würde es manche andere Alleinerziehende auch gerne mal haben.
Wenn Gabi für sich und ihre drei Kinder 1700 Euro im Monat benötigt, so würde sie die nie im Einzelhandel, auch nicht bei Vollzeit verdienen können.
Diesen Arbeitsplatz hat sie nicht und selbst wenn, wer passte dann auf die kleinen Kinder auf?

Auch eine Umschulung wäre nur in Vollzeit möglich.
Und das in Deutschland!
Leider. Darauf an den richtigen Stellen und in der Öffentlichkeit hinzuweisen sollten viele nicht müde werden. Ich hatte das Glück den Meisterabschluss in einer Weiterbildung zu machen, die von 8.30 bis 15.30h ging, mit einem Dreijährigen und einer Siebenjährigen, was schon ein arges Gehetze war. Es ging gerade eben - ich würde mich auch weiter stets dafür einsetzen dass sich dafür qualifizierende Mütter mehr Möglichkeiten erhalten müssen!
Mütter, Niedriglöhner, Alleinerziehende haben in Deutschland die A-Karte!
Ja, aber diejenigen die sich einen Ernährer-Ehemann halten stehen noch ziemlich gut da. Es ist noch einmal etwas anderes, von Anbeginn ganz kleine Kinder alleine durchzubringen. Wenn man es so betrachten möchte, sind diese Damen entweder ganz grossen Illusionen erlegen, oder Opportunistinnen. Beides ist wertfrei zu betrachten: Es gilt immer Ursachen und Motive zu erforschen, um Probleme ernsthaft aufzudröseln.
Diesem Dilemma könnten sie nur durch die Nichtanrechnung von Kindergeld auf das ALG II ...
Fragt sich, ob die praktizierte Anrechnung überhaupt zusammen geht mit den Rechten des Kindes:
Artikel 2


[...]
2. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, daß das Kind vor allen Formen der Diskriminierung oder Bestrafung wegen des Status, der Tätigkeiten, der Meinungsäußerung oder der Weltanschauung seiner Eltern, seines Vormunds oder seiner Familienangehörigen geschützt wird.
Nämlich ob das Kind überhaupt eine Ernährerrolle durch Abgabe des ihm zustehenden Einkommens erfüllen DARF, oder ob dieses nicht im Konflikt mit der Kinderrechtskonvention steht, nach der das Kind nicht für den Status seiner Eltern finanziell bestraft ergo diskriminiert werden darf. Vielleicht sollte das mal jemand ausarbeiten und antesten.
... und anständige Entlohnung, sowie eine flächendeckende Kinderbetreuung auch in Form von Ganztagsschulen entgehen.
Letzteres bitte nur unter der Prämisse eines entsprechend hohen Qualitätsniveaus. Der Druck und Aufwand, die Gehirnwäscheaktionen und Fehlsozialisationen in öffentlichen Anstalten aufzufangen und zu reparieren, ist keineswegs gering.
Und gute Programme gibt es doch schon siehe Teilzeitlehren oder Teilzeitarbeit wo sich zwei Mütter auf eine ganztagsstelle bewerben
Es gibt faktisch extrem wenige Teilzeitstellen, geschweige denn TZ-Lehren ...
und die die grade keine Schicht hat passt auf die Kinder auf.
Horte gibt es doch auch noch oder nichtmehr?
Ich kann nur aus der Praxis anmerken, dass Fremdbetreuung nicht immer lustig ist. Daher auch die Forderung nach kompromissloser Qualität bei jeglicher Art von Kinderbetreuung. Es ist erstens nicht nur einmal geschehen dass ich sowohl im KiGa/Hort als auch vom Schulhof die Kinder stante pede zum Arzt bringen musste, weil Verdacht auf Blasenanriss, orthopädische Behandlung nach herbeigeführtem Sturz, etc., von Ausfallzeiten wegen offenbar "uneindämmbaren" Läusewellen gar nicht zu reden (frage mich gerade wie Europa überhaupt mit einer Virenwelle klarkommen wollte, wenn sie das organisatorisch nicht einmal mit Läusewellen hinkriegen).
Aussserdem hatte ich bei städtischem Kindergarten/ Hort stets das Problem, dass jedes Jahr neu "Bedarf" geprüft wird, und dort gerne auch mal Kinder von 2 arbeitenden Elternteilen oder nach anderen Präferenzen vorgezogen werden. Jedes Jahr wieder vor dem Drama zu stehen, dass die Betreuung nicht gesichert ist, macht echt keinen Spass, und das geht vielen Angewiesenen so.
Hhm, es geht ja nicht darum, dass Mütter nicht wieder arbeiten gehen wollten, sondern, dass sie auch trotz Arbeit oft keine Chance mehr haben, je wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, sprich weg von der argen ARGE, trotz Vollzeitarbeit.
Oder, dass sie keiner Vollzeiterwerbsarbeit nachgehen können, eben weil es keine adäquate, ausreichende Kinderbetreuung gibt!
Wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland ein Entwicklungsland ist, was Kinderbetreuung betrifft und dass Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger Gehalt bekommen als Männer!

Kaleika
Absolute Zustimmung! :icon_daumen: An den Ursachen dafür arbeitet jedoch auch der opportunistische weibliche Teil der Bevölkerung fleissig mit.

Ach Gavroche....kenn ich meine Mutter hat mir dasselbe über mich erzählt ....aber weißt du aus uns ist was geworden,denke ich
Das nennt sich wohl Selbstschutzfunktion der Psyche und verhindert leider, dass für die nächste Generation Dinge und Umstände verbessert werden, unter denen mensch selbst als Kind litt oder die man als sozial fähiger weil empathischer Mensch erkennt.

Gruss
Emily
 

nine82

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Auch ist, im größeren Kontext, bitte nicht zu vergessen dass genau diejenigen "ernährerversorgten" Teilzeit-Mütter sowohl die Preise für die Arbeit von Frauen nach unten drücken wie auch die gesellschaftliche Achtung der Arbeit von Frauen, da sie es nicht eigentlich "nötig haben". Sie arbeiten also aktiv an ihrer eigenen Demontagemit und an der der professionellen, berufstätigen Frauen - zugunsten der Bequemlichkeiten und Vorteile, einen "Beschützer" und "Ernährer" zur Seite zu haben, was dieses Gesellschaftssystem ja auch schön fördert. Daher muss es von allen Seiten her hinterfragt werden.

viele Frauen wollen unabhängig vom Partner sein, da dieses Ernährerbild heutzutage bei zuvielen überholt ist.
Desweiteren denken viele auch daran das der Partner gehen kann und se dann auf sich gestellt sind und viele wurden auch zur unabhängigkeit erzogen, es gibt nichtnur die bequemlichen die die löhne drückt etc die löhne drückt eher weil frauen angst um ihre Arbeit habn und nicht mal den mut habn zu sagn "ich will den lohn der mir zusteht."
Verallgemeinern Sollte man nie es gibt immer diese und diese und nichtnur eine Art von Frauen in Ehen oder Partnerschaften wo Kinder vorhanden sind.
 
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#51
nine, ich sage ja nicht dass jemand das bewusst so macht. Dennoch kommt das unterm Strich heraus was ich beschrieben habe. Auch unbewusstes Handeln hat seine Auswirkungen.
 

rayuell

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#52
Merkels Lieblingssatz ist die Suche nach e. gemeinsamen (oder doch gemeinen) Lösung.
Und die Frau von der Leine hat der Finger (hoffentlich desinfiziert?) in der Wunde /als öffentliche Diskussion/ - ob der Patient das überlebt?
Die Ganztagschulen - das klingt gut. Und während die alleinstehende Mütter ihren 1-Euro-Job nachgehen, sollten die Kids zur emotionellen Weisen aufwachsen.
Sorry, aber die Prozos-Umfrage der Kinder hat e. ganz anderen Unterton.
Hier wird von so vielen Rahmenbedingungen geredet.
Eine Situation, in der individuelle Wahl möglich wäre, ist anhand der Arbeitsmarkt nicht möglich.
Auch hochqualifizierten Müttern bleibt dann letztendlich Aufstockung übrig.
Die Familienministerin zählt immer die Drogensüchtige, Arbeitslose, Alleinstehende in einem Atemzug aus.
Ich verstehe nicht, wie ist das möglich, dass die Kinder, die nur ein Elternteil haben, kein Anspruch auf z.B. Halbweisenrenten haben, die zur 100% als Einkommen angerechnet wird.
Kein Geld der Welt kann einen verstorbenen Elternteil ausgleichen, aber es auch weg zu nehmen trägt doch nicht zur z.B. Bildungsgleichheit ein.
Ich sage das als alleinstehende, aufstockende 3-fache Mutter, deren ältester Sohn gerade Abi macht und dann studieren will.
Ich darf zu dem HIV-Satz 160 Euro in Monat behalten. Davon bezahle ich meine Fahrten zur Arbeit und die Kinderbetreuung (jüngste Tochter ist erst 9, ich arbeite außerhalb der gesetzl. Betreuungsdzeiten).
Was sagt die ARGE? "Ihre Tochter kann sich doch um 7.30 selbst ein Brot schmieren und alleine zu Schule gehen".
Ja, die Ganztagschulen lösen echt die Probleme, die sich die geschiedene & verwitwete selbst eingebrockt hatten.

Daher war der Beitrag der Frau v. d. L. echt brillant, wo sie das ehrenämtliches Engagement (Tafel und Suppenküchen) als Beweis dafür genannt hat, dass in Deutschland in Gegensatz zur Nordkorea keine Diktatur herrscht.

Ich habe nur Angst, dass bei der Welle der Kinderfeindlichkeit bald ein Vergleich mit Rumänien aufkommt.

Mit über 39°C bin aber auch nicht ganz in der Welt, aber sonst wäre ich heute bei der Arbeit und könnte nicht mal hier bei Forum kurz schauen.
Liebe Grüße
 

nine82

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#53
ich frage mich eh langsam wie Frau VdL immer so mist verzapfen kann eigentlich kann man doch einer Frau mit 7 Kids mehr verantwortung und engagment in Sachen Familienpolitik erwarten aber naja .... Ausnahmen bestätigen ja die Regel.
Ich finde das DDRKinderbetreuungssystem kann ruhig wieder her, da waren die Kiga´s ja sehr früh auf (meine mutter war Kindergartenerzieherin damals) und frühhort gabs auch.
 
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#54
Ich finde das DDRKinderbetreuungssystem kann ruhig wieder her, da waren die Kiga´s ja sehr früh auf (meine mutter war Kindergartenerzieherin damals) und frühhort gabs auch.
Du meinst das, wo die Kinder auf den Staat eingeschworen und angehalten wurden ihre Eltern zu bespitzeln?
Etliche haben ein Doppelleben geführt, damit die Kinder sich nicht versehentlich verplappern...

Wer sich das wiederwünscht, hat wohl ein kurzes Gedächtnis oder ist zu jung.....
Die Mehrheit der DDR-Bevölkerung wollte doch West-Verhältnisse....bitte schön, nun habt Ihr sie ( ist nicht persönlich gemeint)
Hat nicht Oskar genau das vor knapp 20 Jahren prophezeit ?
Aber man hat ja lieber den Lügen von dem Dicken geglaubt, der blühende Landschaften versprochen hat ! :icon_twisted:
und in der ganzen Zeit offenbar nix dazugelernt :icon_sad:
Im Übrigen war der Strom keineswegs fast genauso teuer wir heute, sondern wurde weit unter den Herstellungskosten geliefert, Wasser mußte überhaupt nicht bezahlt werden.

@ emily! Frauen die Teilzeit gearbeitet haben wurden im Einzelhandel genauso nach Tarif bezahlt wie Vollzeitbeschäftigte.
Ich habe zuletzt für 120 Std. i.M. rund 1.800 DM netto gehabt, das war richtiges Geld !
Davon konnte ich sogar noch sparen.

Guckt mal richtig hin !
 

nine82

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#55
Es geht hier nit umbespitzelungen oder die DDR selber sondern darum das die mehrheit der Alleinerziehenden es sauschwer habn wenn se berufstätig sind dasse noch h4 zum lohn hinzubeantragen müssen und es kein wirkliches Kinderbetreungssystem gibt.
So und du kommst mit bespitzelung :
1. es war nur das betreuungssystem für die Kinder damals gemeint
2. damit meinte ich nicht die bespitzelung sowas läuft heute im anderen Rahmen und hat sich nie wirklich geändert
3. kleiner tip: Lesen-nachdenken-schreiben weil man kann locker jeden scheiss überall reininterpretiern aber logisch sowas zu überdenken ist heutzutage sinnvoller als gleich loszuschreihen oder zu hetzen, und niemand sagte die ganze DDR soll zurück sondern nur das Betreuungssystem der Kinder weil das auf jeden fall besser war als das heutzutage,
Ich glaube viele Mütter wären Froh wenn se wissen das wenn se Frühs um 6 Uhr zur arbeit müssen, das die ihr Kind in die Krippe oder Kita (Frühhort nicht zu vergessen) geben können ohne das es unmengen an Kohle verschlingt, und diese Kohle für was schönes fürs Kind ausgeben können oder sparen können etc.
 

maya1973

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#56
Du meinst das, wo die Kinder auf den Staat eingeschworen und angehalten wurden ihre Eltern zu bespitzeln?
Etliche haben ein Doppelleben geführt, damit die Kinder sich nicht versehentlich verplappern...

Und das nehm ich echt persönlich.......DANKE
Gut ich habe meine Eltern ausspioniert und der Gartenzwerg hat uns ausspioniert....
Warum kommt ihr ständig mit diesem einen Thema??? Habt ihr nicht mehr???Ich find das sowas von billig
ich hatte in der 8.Klasse das was die Westberliner in der 10.Klasse hatten,mein Onkel war jedesmal baff wenn er sah was wir gelernt haben!
Welchen Wissensstand wir hatten und mein Onkel war nur 8 Jahre älter als ich!!
Es ist einfach auf das offensichtliche zu schauen,anstatt einfach mal zuzugeben das nicht alles Scheiße war......
 

rayuell

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#58
und wie durch eine Zauberhand kommen wir zur tatsächlichen Thema - da kommen WIR nie wieder raus. Was bringt's, wenn die Mauer gefallen sind - in unseren Herzen sind viel höhere gewachsen - und hören nicht zur wachsen auf, mit dem Segen der Politik und der Medien.

Schade drum, dass man durch völlig verfehlte pauschale (Vor)Urteile nicht mehr in der Lage sei, die gute Erfahrungen zu akzeptieren, weil die für symptomatisch für das eine oder das andere sind oder waren, oder dafür gehalten werden?

Wo sieht man überhaupt hier drin ein Platz für Kinder, Kinder, die ein Respekt verdienen, keine Instrumente in politischen Spiel, keine "zukünftige Steuerzahler" oder "zukünftigen Schuldenabträger" - weiß man denn überhaupt, was die Kinder in dieser Eiskühlfach-Gesellschaft überhaupt durch machen müssen, welchen Preis bezahlen?

Solange die Frau von der Leyen auf dem Rücken der ganzen Generation ihre persönliche Komplexe austragen wird und die Frau Sommer & Co. die Individualisten unter dem Kinder vernichtet, diese ganze groß angelegte Kampagne gegen die Kindheit, hat D. weder in der freundlichen Wohlstands- noch in Krisenzeiten eine Zukunft.

Aber zur Thema oben - sicher kommt man da nie wieder raus. Teilzeitjobbs, ein Konsens, ein Kompromis, wo weder das Wolf satt noch das Schaf ganz bleiben: dem Kinder gleichzeitig anständige Malzeiten und Bildung, nebenbei arbeiten doch ohne Aussichten auf Rente, mit chronischen Zeit- und Geld- und Schlafmangel - die alleinstehende Mütter haben nicht mal ein Recht zu klagen, denn dann könnte es heißen, sie sind überfordert, das müssen wir dem Jugendamt melden.

Aus diesem Kreis kann man nicht raus, und mit HARTZ4 dreht sich das mit Lichtgeschwindigkeit in einer Spirale, immer nach unten.

Noch mehr fiebernd...
 
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#59
Es ist einfach auf das offensichtliche zu schauen,anstatt einfach mal zuzugeben das nicht alles Scheiße war......
Das habe ich als Kind und Jugendliche bis zum Erbrechen gehört:
"Auch unter Adolf war nicht alles schlecht! "

Klar, und auch bei Hartz IV ist nicht alles schlecht !
 

nine82

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#60
Erm man sollte es ein wenig mit abstand sehen es gibt nix total schlechtes ... alles hat 2 seiten eine gute und ne schlechte ... aber das kapiern die wenigsten es ist auch sehr einfach nur rumzumotzen und alles zu kritisiern als es mal vom logischen zu betrachten und auch mal das gute an gewissen dingen zu sehen ........
 
E

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#61
Ich kann es auch ganz anders betrachten: Es gibt Gutes, und die Abwesenheit von Gutem. :icon_smile:

Letzteres wird dann bemängelt, ist doch logisch.

Noch einer zum Thema:
Nachwuchsproblem - Kinder machen arm - Deutschland - sueddeutsche.de
Nachwuchsproblem

Kinder machen arm


05.07.2006

[...]

Das Jugendinstitut hat gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium (hach!) einen Leitfaden für die bessere Unterstützung von Alleinerziehenden entwickelt.

Darin fordert das Institut unter anderem flexiblere Qualifizierungs- und Ausbildungsmodelle für Mütter und Väter, bessere Kinderbetreuung und eine gezieltere Arbeitsberatung.

„Wir brauchen Jobvermittler, die die spezielle Situation von Alleinerziehenden kennen“, fordert Dorit Sterzing vom DIJ. Auch die Wirtschaft müsse auf diese Bedürfnisse noch stärker eingehen und Teilzeitstellen anbieten, so ihre Forderung.

Bislang werden Alleinerziehende häufig abgelehnt, weil die Arbeitgeber befürchten, sie könnten eine geringere Leistung erbringen. Das Gegenteil sei allerdings häufig der Fall, argumentiert dagegen Sterzing: „Alleinerziehende sind in der Regel hoch motiviert, wenn man ihnen eine Chance gibt.“

Sie zeigten zudem sehr häufig eine größere Bindung zu dem ausbildenden Unternehmen als jüngere Kandidaten.

In der Unterstützung der Alleinerziehenden sieht das Institut eine gesellschaftliche Verantwortung, der sich Politik und Wirtschaft stellen müssen.
LG
Emily
 

Gabi

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#62
Darin fordert das Institut unter anderem flexiblere Qualifizierungs- und Ausbildungsmodelle für Mütter und Väter, bessere Kinderbetreuung und eine gezieltere Arbeitsberatung.

„Wir brauchen Jobvermittler, die die spezielle Situation von Alleinerziehenden kennen“, fordert Dorit Sterzing vom DIJ. Auch die Wirtschaft müsse auf diese Bedürfnisse noch stärker eingehen und Teilzeitstellen anbieten, so ihre Forderung.
Wenn ich so etwas lese, kann ich schon wieder gar nicht genug essen, wie ich :icon_kotz2:möchte. Selbstverständlich liegt es an mangelhafter Qualifizierung, an der Jobvermittlung, an der Wetterlage, des nicht aktualisierten Treibers der Schreibtischlampe, der Nord-Süd-Ausrichtung der Wäschespinne, etc, etc, wenn Menschen keine Arbeit bekommen. Auf gar keinen Fall liegt es daran, dass es keine Arbeit gibt ....neeeiiiin! [Ironiemodus off]

Ich rege mich deswegen so auf, weil ich gerade die xte Maßnahme in Folge begonnen habe, in der - wie immer - mit Stirnrunzeln eine Prüfung des Lebenslaufes und ein Kurs Wie-fasse-ich-bei-Bewerbungen-richtig-nach offeriert wurde ..... dass mein Lebenslauf perfekt, meine drei Ausbildungen gut abgeschlossen, meine Berufs- und Lebenserfahrung reichlich vorhanden sind, durchlaufen wir dann in den nächsten Wochen .... macht ja nüschte, ich kanns ja singen.
 

Neo1

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#63
Also, meine Generation wußte ja so gar nichts von den Verhältnissen in der DDR.

Uns wurde immer erzählt das dort schon die Kinder in staatlichen Einrichtungen (auf neu deutsch - KiTa) dem Sozialismus näher gebracht wurden, damit die Eltern dann ihrer staatlich garantierten Arbeit nachgehen konnten.
Dann soll es staatlich subventionierte Dinge wie Grundnahrungsmittel, öffentliche Verkehrsmittel, u.ä. gegeben haben.

Das haben wir uns im Westen auch manchmal gewünscht - die Arbeiter, von damals.

Bissle stutzig wurde ich allerdings schon als Kind. Mein Onkel seine Frau hatte Verwandschaft in der DDR. Die erzählten immer von "Päckchen" mit so komischen Sachen die hier jeder kaufen kann, die sie zu Besuchen mitnehmen würden. Und die Schokolade die Tante von "drüben" mitbrachte, hab ich gehasst - schmeckte... na ja.

Viel später dann, als ich schon groß und noch Arbeit hatte, ist dann die Mauer gefallen und alle haben gefeiert und bei uns vorm Postamt (ich wohnte gerade daneben) haben dann die Trabis in Schlange gestanden und deren Besitzer ihr Begrüßungsgeld abgeholt.

Es gab damals so eine saloppe Begriffsbestimmung für die Ansprüche der neuen Bundesbürger: Golf Gti, Videorecorder, Marlboro.

Die Tante (meiner damaligen Freundin) aus Leizig konnte es sich auch nicht verkneifen ständig zu betonen, dass sie mit der Trambahn für eene Mark durch ganz Leipzig fahren konnte - als Sie noch drüben war; und 1 Mark Ost in etwa 0,10 Mark West entsprach. Und überhaupt wäre hier alles zu teuer. Ja, dann liebe Tante...dachte ich damals.

Allerdings war ich da auch nicht mehr so blauäugig wie zu Kindeszeiten.

Was war ich froh, dass meine Mutter es sich erstens, leisten, und noch besser - in Ermangelung selbiger - mich nicht in so eine komische "Ganztagsbetreung" zu stecken.
So konnte ich mir meine Spielkameraden selbst aussuchen, mußte mir von niemand erzählen lassen was und mit wem ich etwas zu tun habe, prima Sache. Meine Agressionen konnte ich auch ungehindert an meinen Kameraden abarbeiten, die natürlich auch an mir.
Rundum eine glückliche Kindheit würde ich heute behaupten. Und für's Leben hat man auch noch etwas mitbekommen.

Aber wie ich sehe, befinden sich ja hier auch noch einige Nostalgiker, wenn auch mit anderem Hintergrund.
 

nine82

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#64
Rofl ich durft mir im Kiga ausuchen mit ich spiele, mit wem ich nit spielen wollt mit dem spielte ich nicht, bei meinen eltern wars im kiga nit anders die durften auch spielen mit wem se wollten. (im kiga hatten wir auch alle barbies, dickmanns, bananen etc etc)
Und ich denke heutzutage wären viele Mütter über eine kostenlose ganzstagsbetreuung ihrer Kinder froh.
Man sollte es halt logisch bedenken und die negativaspekte weglassn, es war nicht alles gut und auch nicht restlos alles schlecht wie es immer erzählt wird.
 

Neo1

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#65
Sag ich doch - was weiß denn ich von der ehemaligen DDR, ich hör nur zu was man mir erzählt.
So, wie ich meinem Papa auch immer zugehört habe, als er vom II. Weltkrieg erzählte; und ich mich hinterher dann wunderte wo die ganzen Nazis geblieben sind.
 
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#66
Rofl ich durft mir im Kiga ausuchen mit ich spiele, mit wem ich nit spielen wollt mit dem spielte ich nicht, bei meinen eltern wars im kiga nit anders die durften auch spielen mit wem se wollten. (im kiga hatten wir auch alle barbies, dickmanns, bananen etc etc)
Und ich denke heutzutage wären viele Mütter über eine kostenlose ganzstagsbetreuung ihrer Kinder froh.
Man sollte es halt logisch bedenken und die negativaspekte weglassn, es war nicht alles gut und auch nicht restlos alles schlecht wie es immer erzählt wird.
Klar gibts immer mehrere Seiten.....
Dann gratuliere ich Dir, daß Du nicht zu einer linientreuen Familie gegeben wurdest, weil bei Euch zu Hause das Sandmännchen im Fernsehen anders aussah!
Es war schon so, wie neos Tante das beschreibt, die Kitas waren dazu gedacht, von klein auf auf die Kinder einzuwirken. (Und sie wurden angehalten, ihre Eltern zu bespitzeln, ich habe nicht geschrieben, daß es alle auch gemacht haben! Das Problem war ja, daß vieles spielerisch gemacht wurde und die Kinder sich verplappert haben....siehe Ost- und West-Sandmännchen)

Und gegen eine kostenlose Kinderbetreuung bin ich alle Male.....das sollte Einkommensabhängig gemacht werden.
Ich habe in den 70er Jahren als Alleinerziehende 10,-DM im Monat bezahlt, das hat mir nicht wehgetan und mir ermöglicht 30 Std. in der Woche (nach Tarif bezahlt!!) arbeiten zu gehen.
Wäre ich zu Hause geblieben, hätten alleine die Pampers für die Krippenstunden mehr gekostet.

Ich sehe gar nicht ein, warum Gutverdienende nicht einen höheren Obulus geben sollten als Geringverdiener.
 
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#67
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ...
Sorry, aber das hat im Unterbewusssein weitergearbeitet.

Gavroche sagte :
Durch diesen Fall habe ich erstmals erfahren, dass es selbst in der DDR sowas wie Sozialhilfe gab. Die Frau hatte sich -inzwischen völlig mittellos- an das Jugendamt gewandt. Ergebnis: 'Sozialhilfe' bekommt, wer weniger als 270,00 Mark Einkommen hat und selbst dann gab es wohl nur eine winzige Unterstützung. Man hatte der Frau angeboten, die Kinder (9, 7 Jahre) vorübergehend in eine 'Einrichtung' zu geben.

Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Die Familie ist später weggezogen.
ashna sagte :
War mir so nicht bekannt.
Warum gingen die Kinder nicht in den Hort? Dass die Frau arbeiten konnte? Das war doch das übliche Bild.
Als gelernte DDR-Bürgerin müsstest Du wissen, dass nur zu hause bleiben durfte, wer einen WICHTIGEN Grund angeben konnte. Jeder andere wurde abgeholt und viele, viele Leute saßen deswegen hinter Gittern.


So, nun gehts mir wieder besser.:icon_smile:
 
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#68
:icon_smile:Nun denn antworte ich dir doch nochmal, Gavroche.

Zuerst schreibst du, dass es auch in der DDR so etwas wie Sozialhilfe gab... worauf ich dir antwortete, dass ich das nicht wusste. Bin ja denn doch noch nicht sooooo alt.
Als ich dann sagte, dass es in der DDR üblich war, dass auch Frauen arbeiten gingen antwortest du, dass es nur aus wichtige Gründen erlaubt war zu Hause zu bleiben, man ansonsten abgeholt und eingesperrt wurde.

Die, die nicht arbeiteten wurden A s s i s genannt. Und ja, die wurden verknackt, wenn man sie erwischte.

Aber wie passt das jetzt mit der Frau zusammen, die die Art Sozialhilfe bekam? Sie hätte doch arbeiten gehen können. Oder hat man es ihr verboten?
 
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#69
Wir können uns hier jetzt in winzigste Einzelheiten ausschütten, dann wird man auch immer was finden.
Mal beim Westen anfangen:icon_sad:? Nein, dann muss nicht sein.

Denke, das wird zu sehr OT.
:icon_smile:Nun denn antworte ich dir doch nochmal, Gavroche.

Zuerst schreibst du, dass es auch in der DDR so etwas wie Sozialhilfe gab... worauf ich dir antwortete, dass ich das nicht wusste. Bin ja denn doch noch nicht sooooo alt.
Als ich dann sagte, dass es in der DDR üblich war, dass auch Frauen arbeiten gingen antwortest du, dass es nur aus wichtige Gründen erlaubt war zu Hause zu bleiben, man ansonsten abgeholt und eingesperrt wurde.

Die, die nicht arbeiteten wurden A s s i s genannt. Und ja, die wurden verknackt, wenn man sie erwischte.

Aber wie passt das jetzt mit der Frau zusammen, die die Art Sozialhilfe bekam? Sie hätte doch arbeiten gehen können. Oder hat man es ihr verboten?
Sie bekam eben KEINE Hilfe. Bitte lies noch einmal. Sie hatte einen Mann, der 1300 Mark nach hause brachte, oder besser: hätte bringen sollen. Sie war nicht meine Freundin, Bekannte, Verwandte oder sonst irgendwas. Das Theater bekommt man zwangsläufig mit, wenn der Krankenwagen oder die Polizei mit Blaulicht vor der Haustür steht. Deshalb kann ich Dir auch nicht sagen, ob sie eine anerkannte Krankheit hatte oder Heimarbeit verrichtete oder aus welchem Grund auch immer zu hause bleiben durfte.
 
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#70
Ups, sorry, da ist wohl die dummheit aus dem anderen Forum in mein Hirn geschlüpft.
Habs verkehrt gelesen.

Okay, belassen wir es dabei.:icon_smile:
 

nine82

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#73
Und gegen eine kostenlose Kinderbetreuung bin ich alle Male.....das sollte Einkommensabhängig gemacht werden.
Ich habe in den 70er Jahren als Alleinerziehende 10,-DM im Monat bezahlt, das hat mir nicht wehgetan und mir ermöglicht 30 Std. in der Woche (nach Tarif bezahlt!!) arbeiten zu gehen.
Wäre ich zu Hause geblieben, hätten alleine die Pampers für die Krippenstunden mehr gekostet.

Ich sehe gar nicht ein, warum Gutverdienende nicht einen höheren Obulus geben sollten als Geringverdiener.
Damit wird nur wieder das zweiklassensystem gefördert, meinst du Kinder von geringverdienenden Eltern haben den gleichen standart dann in der Kita wie Kids von Gutverdienenden?
Nein das würde dann in zwei kindergartensystemen laufen die der Geringverdienenden habn schlechtere Einrichtung, schlechtere oder gar zu wenig betreuung wärend Kids der oberschicht in Luxus Kindergärten gehen etc. Aber das wird ja wieder nicht bedacht.
Wenns danach geht brauchen wir dann kein neues betreunngssystem mehr, weil dann kann es ja beim alten bleibn :icon_neutral:
Es ist jetzt schon alles Einkommensabhängig.
 

Neo1

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#74
Es ist jetzt schon alles Einkommensabhängig.
Und bald auch alles in privater Hand.

Seh' es gerade bei meiner Freundin. Lief bis vor einem Jahr noch alles bestens. Die Kids der Angestellten hatten einen KiGa im Hause - bis die Behörde nix besseres zu tun hatte, ihr Gebäude im Zuge des abstrusen Projektnamen „Immobilien-Portfolio Leo III“ zu verhökern; und dann wieder von selbigem privaten Investor anzumieten.
Als erste "Neuerung" wurde der KiGa geschlossen.

Alle die hier so laut nach neuen Grippen und KiGa's schreien, würde ich empfeheln erst einmal genau hinzuschauen - wem sie Ihre Kinder anvertrauen.
 

nine82

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#75
Mal eine frage wieso wird alles dauernd verallgemeinert?
Irgendwie sieht kaum einer das thema Kinderbetreuung wärend die Mütter und Väter arbeiten gehen wirklich mit abstand.
Neue Krippen und Kiga´s müssen her das ist klar, nur VdL sagt es gibt kei kohle für sowas aber für Kinderheime und Pflegefamilien gibt es genug kohle, vllt sollte man sich darüber mal gedanken machen.
Und einkommensabhänge Kiga´s sind falsch weil die Kids dann drauf getrimmt werden das menschen nur nach dem was se an Geld habn zu beurteilen sind, und dies sind die falschen Werte.
Man sollte einfach schauen wo das Problem wirklich liegt das es sowenig betreuungsmöglichkeiten für Eltern und Alleinerziehende gibt und da kein Geld da ist, wenns Geld da eher in Institutionen wie Heime und Pflegefamilien fliesst dank Jugendämtern und einer total falschen "Familienpolitik"
Die Familienolitik ist noch auf vergangene Zeiten ausgelegt und nicht auf heute, das ist das eigentliche Problem wieso es Mütter so schwer haben und irgendwann resignieren was Arbeit angeht egal ob alleinerziehend oder mit Partner.
 
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#76
Mal eine frage wieso wird alles dauernd verallgemeinert?
Irgendwie sieht kaum einer das thema Kinderbetreuung wärend die Mütter und Väter arbeiten gehen wirklich mit abstand.
Neue Krippen und Kiga´s müssen her das ist klar, nur VdL sagt es gibt kei kohle für sowas aber für Kinderheime und Pflegefamilien gibt es genug kohle, vllt sollte man sich darüber mal gedanken machen.
Und einkommensabhänge Kiga´s sind falsch weil die Kids dann drauf getrimmt werden das menschen nur nach dem was se an Geld habn zu beurteilen sind, und dies sind die falschen Werte.
Man sollte einfach schauen wo das Problem wirklich liegt das es sowenig betreuungsmöglichkeiten für Eltern und Alleinerziehende gibt und da kein Geld da ist, wenns Geld da eher in Institutionen wie Heime und Pflegefamilien fliesst dank Jugendämtern und einer total falschen "Familienpolitik"
Die Familienolitik ist noch auf vergangene Zeiten ausgelegt und nicht auf heute, das ist das eigentliche Problem wieso es Mütter so schwer haben und irgendwann resignieren was Arbeit angeht egal ob alleinerziehend oder mit Partner.
Nee, sorry, die falschen Werte sind m. Mg. nach, daß Kinder "fremdbetreut" werden sollen, damit die Eltern "arbeiten" gehen können.......

Und was das "einkommensabhängig" betrifft...diese Zahlungen werden unbar getätigt, an eine übergeordnete Stelle.
Die liebe Kindergartentante weiß nicht, wer da 10,-€ bezahlt und wer 200,-€.

Und, nochmal großes sorry, warum soll jemand der durch die Kita-Betreuung in die Lage versetzt wird z.Bsp. 2000,-€ zu verdienen davon nicht einen höheren Obulus abgeben als jemand der eben nur die Hälfte verdient ?
Ich weiß nicht, ob ich mich so verquer ausdrücke, daß z.Bsp. Nine nicht versteht, was ich eigentlich meine....:confused:
Kinderbetreuung und -erziehung IST Arbeit....noch viel mehr, wenn es die Eigenen sind.
Und meine Meinung ist nun mal, wer sich Kinder anschafft sollte auch wenigstens die ersten 3 Jahre dem Kind widmen wollen...sollen.....dürfen.....:icon_smile:
 

Neo1

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#77
Irgendwie sieht kaum einer das thema Kinderbetreuung wärend die Mütter und Väter arbeiten gehen wirklich mit abstand.
Doch. Aber um eine gerechtere und bessere Gesellschaft zu schaffen, brauchen wir keine neue Form der Kinderbetreuung, sondern bessere Arbeitsbedingungen für alle, damit der einzelne überhaupt eine Wahl hat, von wem und wo er seine Kinder betreuen läßt.
Bei Dir hört sich das ständig so an, als wäre es ein absolutes Muß, egal welches noch so prekäre Arbeitsverhältnis - Betreuung um jeden Preis.

Und einkommensabhänge Kiga´s sind falsch weil die Kids dann drauf getrimmt werden das menschen nur nach dem was se an Geld habn zu beurteilen sind, und dies sind die falschen Werte.
Finde ich nicht. Wer mehr hat kann auch mehr bezahlen. Recht hast Du mit dem Argument das man niemanden nach seiner Herkunft beurteilen sollte.
Dann müßte allerdings als Konsequenz eine einheitliche Kleidung für KiGa's und Schulen her.
Das sind nämlich die heutigen Unterscheidungskriterien bei den Kids, nicht wieviel die Eltern für Ihren Aufenthalt in den jeweiligen Einrichtungen löhnen.
Und dann natürlich auch Schulspeisung und kostenloses Essen in KiGa's und Grippen, von wegen der Vermeidung von Bevorzugung und Ausgrenzung.

Genau diese offensichtliche Ausgrenzung ist gewollt, dass begreiflich zu machen, darum geht es einigen denen Du Verallgemeinerung vorwirfst.

Entschuldige, aber das was Du - sicherlich in guter Absicht - forderst, spielt genau denen in die Hände die uns und unsere Kinder zu unmündigen Bürgern erziehen wollen.
 

nine82

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#78
ja ihr habt recht und ich meine ruhe.
Das diese Forderungen nicht von mir allein kommen und ich genug Muttis im Bekanntenkreis hab die das gleiche Fordern ist egal, man spielt damit niemanden in die hände weil
1. das Elterngeld ist fürn A**** da ist klar das berufstätige spätestens nach dem Jahr wieda arbeiten gehen wenn nicht sogar früher, heutzutage wollen frauen arbeiten allein wegen unabhängigkeit was geld angeht egal ob mit oder ohne kind, kaum ne frau gibt sich mit dem herd zufrieden.
2. was ist an kostenlosen KiGa´s bloss falsch? ja ihr denkt dann man könne dann Frauen zwingen arbeiten zu gehen etc wie in der DDR nur die zeiten sind vorbei das ist 20 jahre her und fals ihr es nochnicht verstanden habt heutzutage werden Kinder nichtmehr ausgehorcht heutzutage habn se andre Methoden um auszuspioniern.

3. die Ausgrenzung findet in Forderungen statt wie einkommensabhängig weil keiner hält den Mund über das was gewisse Eltern zahlen und gewisse eltern nicht zahlen und da ist das Problem das merken die Kids und grenzen ärmere aus.

Ausserdem Vater staat würde eh Kindergärten dann öffnen die für die reichen sind und andre die für die armen sind na fein da ändert sich nie irgendwas.
Kinder sollten lernen das Menschen Menschen sind egal ob Arm oder Reich.
Reiche hetzen gegen die Armen und Arme gegen die Reichen (satz geändert weils so besser passt)
*ironie on* Aber ops das ist ja auch wieder Bullshit ....
 

Zwergenmama

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#79
Ich habe Schulabschluss, Ausbildung, Studium. 20 Jahre in Staatskasse eingezahlt, Kind, Heirat,Scheidung. Danach 4 Jahre Vollzeit gearbeitet, Kind Mo-Sa "verwaltet" in Krippe, KiTa, Tagesmutter. Und was habe ich davon? NICHTS! 3 Kuren innerhalb der letzten Jahre, weil ich die Doppelbelastung nicht mehr ertragen habe und Kind nicht mehr mein Kind war. Mein Sohn seit 4 Jahren verhaltensauffällig, mittlerweile in Dauerbehandlung eines Kinderpsychologen.

Ich werde und würde niemals wieder mit einem kleinen Kind in Schichten arbeiten, erst recht nicht in Vollzeit! Die Kinder werden wie Erwachsene behandelt und sollen's verstehen. Aber Kinder sind und bleiben Kinder und gehen vor die Hunde, wenn sie immer nur abgeschoben werden!

Wegen meiner und Erkrankung meines Sohnes, diversen Arzt- und Therapieterminen, bin ich nun, da nicht mehr dem Arbeitsmarkt zugägig, von 100 auf 0 in ALG II abgerutscht.
 
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#80
2. was ist an kostenlosen KiGa´s bloss falsch? ja ihr denkt dann man könne dann Frauen zwingen arbeiten zu gehen etc wie in der DDR nur die zeiten sind vorbei das ist 20 jahre her und fals ihr es nochnicht verstanden habt heutzutage werden Kinder nichtmehr ausgehorcht heutzutage habn se andre Methoden um auszuspioniern.
Nein...., darum geht`s doch gar nicht :confused:

Ich versuch´s mal mit einem ganz abstrakten Beispiel :

Willst Du 10,-€ für einen Fahrschein bezahlen, damit die an der Leine ihre Kinder kostenlos betreuen lassen kann ?

(Ich weiß, sie tut es nicht, und die Finanzierung läuft auch anders...ich hab jetzt bewußt ganz was Krasses genommen, um das mal gegenüberzustellen)
 
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#81
Nee, sorry, die falschen Werte sind m. Mg. nach, daß Kinder "fremdbetreut" werden sollen, damit die Eltern "arbeiten" gehen können.......
Stell dir vor, es gibt auch Eltern, die arbeiten gehen wollen und auch welche, die auch müssen. Wie in aller Welt haben die DDR-Bürger (und auch andere Länder) es geschafft, zu arbeiten und auch noch anständige Kinder zu erziehen? :icon_eek:

Und was das "einkommensabhängig" betrifft...diese Zahlungen werden unbar getätigt, an eine übergeordnete Stelle.
Die liebe Kindergartentante weiß nicht, wer da 10,-€ bezahlt und wer 200,-€.
Das weiß sie sehr wohl, weil im Kindergarten die Befreiungsanträge für das Jugendamt liegen und auch dort direkt ausgefüllt werden. Die Erzieherin (nicht Kindergartentante, ich wurde deshalb hier voll angemacht) weiß auf jeden Fall, wer von den Eltern ALG2 bekommt.


Und meine Meinung ist nun mal, wer sich Kinder anschafft sollte auch wenigstens die ersten 3 Jahre dem Kind widmen wollen...sollen.....dürfen.....:icon_smile:
Das sollte den Frauen selbst überlassen werden. Aber die Wahrheit ist doch. Es gab weder in der DDR die Wahl, noch gibt es sie hier.

Eine wirkliche Wahl haben Frauen nur, wenn sie diese ungeachtet des Einkommens und des Staates treffen können. Können aber die wenigsten. Und mir geht es in erster Linie um die Betreuung ab 3 Jahre, nicht die unter 3 Jahre. Jede Frau kann 3 Jahre zu Hause bleiben, auch wenn sie verheiratet ist, dann gibt es eben ALG2, wenn das Geld nicht reicht. Aber selbst das kann Frau selbst entscheiden. Sie kann nur nicht entscheiden, dass das Kind in die Krippe geht, wenn sie (noch) keine Arbeit hat, weil das Jugendamt dann die Kosten nicht übernimmt, wenn der Anspruch auf Betreuung des jeweiligen Bundeslandes erst ab 3 gilt. Dann MUSS sie zu Hause bleiben, ob sie will oder nicht. Das soll sich aber ändern und es ist schon richtig, dann gibt es wieder keine Wahl, weil Frau dann auch ab dem ersten Lebensjahr arbeiten MUSS, ob sie will oder nicht. Zumindest dann, wenn die BG ALG2 bekommt, das ist totsicher so, da verwette ich alles, was ich habe.

Mir geht es generell um die Wahlmöglichkeit, die Frau nicht hat. Nicht darum, dass alle gefälligst arbeiten müssen und sollen. Das wäre ja auch ziemlich vermessen.

Die Familienolitik ist noch auf vergangene Zeiten ausgelegt und nicht auf heute, das ist das eigentliche Problem wieso es Mütter so schwer haben und irgendwann resignieren was Arbeit angeht egal ob alleinerziehend oder mit Partner.
Das ist der Punkt. Wer aus der DDR kommt und in die alten Bundesländer gezogen ist, der kommt sich vor wie im Mittelalter und hat das Gefühl, es geht rückwärts. Aber gut, kann ich nicht ändern. Ich lebe damit, denn ansonsten fühle ich mich wohl.
 
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