Allein unter Irrenden

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Woodruff

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Nach der Niederlage bei der Europawahl sucht die SPD die Schuld nicht bei sich, sondern beim Wähler.

Es ist einer dieser Sprüche, für die der bayerische SPD-Chef Ludwig Stiegler bekannt, manche sagen auch berüchtigt ist. "Es hat immer wieder Irrende in der Arbeiterschaft gegeben", sagt er am Montagmorgen und kommentiert damit die schlimmste aller Nachrichten für die SPD - dass ihr sogar die Stammwähler aus der Arbeiterschaft zur FDP abgewandert sind. Ein flotter Spruch. Dabei steht der SPD das Wasser bis zum Halse.

[...]

Selbstkritik aber gibt es keine. Die SPD hat keinen Fehler gemacht. Die Themen stimmten, das Personal auch. "Da gibt es nicht die geringste Spur der Kritik", sagt Stiegler. Am Ende also kann es nur mehr der Wähler gewesen sein, der nicht verstanden hat, wo er zu seinem eigenen Wohl das Kreuz zu machen hat. "Wenn die Arbeitnehmer erstmal die Krise am eigenen Leib verspüren, schaut alles ganz anders aus", sagt Stiegler.[...]

SPD nach der Europawahl - Allein unter Irrenden - Europawahl in Bayern - sueddeutsche.de


Erinnert mich an dem Witz von dem Geisterfahrer, der sich wundert, dass alle anderen in die vermeintlich verkehrte Richtung fahren :icon_rolleyes:

Ein Jahr nachdem die zukünftigen Ex-Arbeitnehmer die Krise am eigenen Leib zu spüren bekommen gibt es Hartz IV. Ob sie davon derart begeistert sein werden, dass sie ihre Stimme wieder den "Sozis" geben?
 

Merkur

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Weil die größte Gruppe nicht zur Wahl gegangen ist, weil sich diese Gruppe nicht organisiert und somit im Machtgefüge keine Rolle spielt. Doch genau das ist der Grund, warum man diese Politik überhaupt betreiben kann. Wenn in der Politik nichts sicher ist, gibt es dennoch eine Konstante: "Die politische Abstinenz der Unterschicht", auf die sich Politik, Medien und Kapital absolut verlassen können. Die sorgenvollen Gesichter der Politiker über die geringe Wahlbeteiligung sind eine tolle schauspielerische Leistung, denn im Gegensatz zu den Wählern wissen sie genau, wie stark sie von der Wahlabstinenz derer profitieren, die nur in ihrem politischen Reden vorkommen, nicht jedoch in ihrer politischen Arbeit, ausgenommen wenn es darum geht, weiteren Druck auszuüben.
Die Unterschicht hat keine Lobby
Jeder sollte seine Stimme abgeben und wenn man sich für nix entscheiden kann so macht man den Zettel ungültig so kann man die Stimmen der Nichtwähler nicht missbrauchen.
 

physicus

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Jeder sollte seine Stimme abgeben und wenn man sich für nix entscheiden kann so macht man den Zettel ungültig so kann man die Stimmen der Nichtwähler nicht missbrauchen.

dem stimme ich zu 100% zu, auch dem zitat über deinem beitrag!

mfg physicus
 
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