Alle wissen, es ist illegal. Aber kaum einer wehrt sich

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Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Immer mehr Arbeitsverträge seien rechtswidrig, sagt Peter Schüren, Professor für bürgerliches Recht und Arbeitsrecht an der Universität Münster: “Da steht etwa drin, Überstunden sind freiwillig und werden nicht bezahlt. Oder es gibt nur Lohn, wenn ein täglicher Mindestumsatz erreicht wird. Regaleinräumen oder Hotelzimmerreinigen im Pseudoakkord für vier Euro Stundenlohn, habe ich auch schon gesehen. … alle wissen, dass es illegal ist. Aber die Arbeitgeber wissen, dass sich kaum jemand wehrt. Klagt doch jemand, vergleicht man sich vor Gericht, der Beschäftigte bekommt sein Geld und es wird bei den anderen weitergemacht. … Nach meiner Erfahrung hilft Abschreckung. Wir brauchen einen eigenen Bußgeldtatbestand für die Nutzung rechtswidriger Arbeitsbedingungen zur Kostensenkung. Dann kann man denen, die ihre Mitarbeiter über den Tisch ziehen, ein tüchtiges Bußgeld verpassen und den gesamten rechtswidrig erzielten Gewinn abschöpfen. Wer 250.000 Euro Bußgeld und fünf Millionen Euro Gewinnabschöpfung hinter sich hat, verzichtet vermutlich auf Pseudoakkord und unbezahlte Überstunden. … Es gibt wieder Billigtarife von dubiosen Gewerkschaften.
==> - taz.de
 

ladydi12

Super-Moderation
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Hallo zusammen,

doch,
ich wehre mich gerade per RA !

auch ich habe so manchen Arbeitgeber deswegen vor Gericht gezogen, den letzten im November bzw. Dezember letzten Jahres. Einer schloß sogar Bekanntschaft mit dem Hauptzollamt wegen Dumpinglohnes.:cool:
Allerdings habe ich von der Anzeige seit dem nichts mehr gehört:icon_kinn:

meint ladydi12
 
X

xyz345

Gast
Natürlich würden die Bußgelder nicht eingeführt werden, denn die Politnicks förderten ja diese Schweinereien.
Letztendlich bleibt nur, dass die Arbeitnehmer sich weigern, die unbezahlten Überstunden abzuleisten bzw. im Akkord zu schuften. :icon_mrgreen:
 
E

ExitUser12345

Gast
Meiner Erfahrung & Beobachtung nach, wissen die meisten gar nicht, dass etwas "rechtswidriges" in ihrem A-Vertrag steht.
Was logischerweise auf der "rechtlichen" Unbedarftheit der betroffenen fußt.
Eine weitere "Hemmschwelle" besteht dann noch in der Geltendmachung des rechtlichen Anspruchs.

Bestes z.B, eine enge Freundin.
Sie erhält ihre Kündigung, bei der Prüfung stellen wir fest, dass sie ohne "Soz-auswahl", "Betriebsbedingt", gekündigt wurde.
Nur den letzten Schritt, also die Kündigungsschutzklage einreichen, nun, dass hat sie nicht fertiggebracht.....:icon_neutral:

Naja, manche brauchen es einfach.

m.M

:icon_pause:
 

Erolena

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Gutes Zureden hilft manchmal. Wir haben eine Kollegin überredet, eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Ich war wie viele andere Kollegen als Zeuge notiert. Im Ergebnis konnte sie noch 2 Jahre weiterarbeiten, das war das Ergebnis eines Vergleichs.

Leider hatte sie nicht die Coruage, es auf ein Urteil ankommen zu lassen. Im Urteil hätte sie einen unbefristeten Vertag bekommen, das hatte der Arbeitsrichter deutlich gemacht. Aber aus einer unerfindlichen Angst vor ominösen Kosten hat sie den Vergleich angenommen. Das war schade.
 

Der Ratlose

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Meine Erfahrungen sind das ein Arbeiter genau weiß wieviele und welche Mannschaften in der Fußballbundesliga spielen.
Er weiß bei allen Mannschaften auch wer wo und in welcher Position spielt.
Aber bei den Pflichten auf seiner Arbeit ist er völlig unwissend.
Untereinander hat er in der Regel die große fre..e , wenn es dann aber hart auf hart kommt und er sich gerade machen muß, dann drückt er sich weg.

Das war immer schon so und wird auch immer so bleiben.
Selbst hier im Forum sind die meisten doch nur Maulhelden.
Denn wenn es anders wäre dann hätten sich diese ganzen linkslastigen Helden längst zu effektiven Gegenwehr zusammengerottet.

Dann würde hier nicht über Vergewaltigungen in Indien diskutiert sondern darüber wie jede einzelne Maßnahme des Jobcenters ausgehebelt werden kann.

Jahrelang dachte ich,und nicht nur ich, durch Beiträge in linkslastigen Foren die leute anspornen könnte sich zu wehren, ihren Kopf zu gebrauchen.

Aber es ist sinnlos. eigentlich habt ihr nur das Problem das ihr zu wenig Geld bekommt, euch ist der Rentenbetrug, der Betrug an der nächsten Generation usw. eigentlich schietegal.
Ihr wollt einfach auch nur euren Anteil an einem System das total verkommen ist.
Hauptsache rumweinen. Wenn ich weine bin ich wichtig, vielleicht bekomme ich ja wenigstens Mitleid.

Das System ist im Grunde genommen ein Spiegelbild von euch selbst.
Die Masse wird stumpf sehendes Auge untergehen,mit einem Begleitchor von Pädergogen, psyeudohilfsvereinigungen usw.

Nur das die letzteren ein gutes Gehalt beziehen und privat keine Schnittmengen mit den meisten von euch haben möchten.

Ihr seit jetzt schon gemarkert, ihr und eure Kinder, es reicht schon ein Blick in den Lebenslauf und ihr werdet nie verstehen warum es für euch eine unsichtbare Mauer gibt.


Wer sich nicht wehrt geht unter,und das ist eigentlich auch richtig so.

Das ist wie dem Tread über dicken und die Sozialhilfe in England.
Ihr glaubt doch tatsächlich das der Staat die Leute da bevormunden will, sie zu sportlichen Menschen umformen will usw.
Ja, so dämlich sind die meisten hier das sie so etwas glauben,sich darüber aufregen usw.

Man Leute für den Staat dort ist das eine Argumentationskette um mehr Gelder zu kürzen, um die Leute sinnlos zu beschäftigen.

Kein Staat hat in der momentanen Lage lust auf Erwerbslose und Arbeiter die sportlich sind, die vielleicht durch den Sport merken würden das sie etwas schaffen und bewegen können.
Denn wer Sport treibt und ein Hobby hat ist gefährlicher da er anders denkt, erfolgsorientierter, nicht soviel hinnimmt.

Wer hat daran schon groß Interesse, nichtmal ihr.:biggrin:
 

KARLderWEHRER

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Hier wird die scheinbar offensichtlich vorhandene Angst, von denjenigen, die noch arbeiten sehr deutlich. Jedoch gibt es sicherlich auch zahlreiche AN, die nicht über Ihre Rechte, die sich aus einem Arbeitsverhältnis ergeben, informiert sind.

Es ist aber auch ein Dilemma, in dem man da steckt. Wehrt man sich, oder lässt es sein? Das Patentrezept gibt es da meiner Meinung nach nicht. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich durchaus lohnen kann, sich mit dem AG anzulegen und diesen ggf. auch zu verklagen. Ich habe das während meiner Berufsausbildung gemacht und hatte mir damit den Respekt meines AG regelrecht verdient. Der Umgang danach war recht respektvoll. Aber als Azubi, ist man ja quasi unkündbar. Sicherlich gibt es da Möglichkeiten, auch unterhalb der Gürtellinie zu boxen. Aber da gilt dann aber auch das Sprichwort:

"Wie du mir, so ich dir!"

Sicherlich können mögliche Streitigkeiten mit dem AG aber auch die Einleitung vom Ende des Arbeitsverhältnisses bedeuten.
 
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