Alle 2 Jahre EV oder Insolvenz bei ALG2

neudus

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Hallo,

foldender Fall.

Gerd bezieht seit 8 Jahren ALG2. Gerd hat Schulden bei einer großen, ausländischen Bank (Kredikarten von der Studenzeit, Kredit wurde ständig erhöht) 16.000 Euro.
Die Bank hat nun diese forderung einem Inkasso Unternehmen "übergeben".

Das Inkasso hat vor 2 Wochen, Gerd einen Mahnbescheid zukommen lassen.

Gerd hat aber schon vor 10 Monaten eine EV abgegeben, wegen einer Restschuld (800 Euro) bei einer Bankrotten und schon geschlossenen Krankenversicherung. Gerd hat eben nix. Gerd hat jede Kommunikation mit dem Inkasso unterlassen.

Fragen:

-Wie verhält sich Gerd am besten?
-Privatinsolvenz?
-Dem Inkassounternehmen mitteilen, dass schon eine EV abgegeben worden ist und das Gerd ALG bezieht.
-Oder soll Gerd wieder auf den Gerichtsvollzieher warten? (wird es nicht der gleiche sein? Bezirkszuständigkeit)
-Oder abwarten Vollstreckungsbescheid, GV, alle 2 Jahre das "gleiche"?


Herzlichen Dank für eine antwort und einen schönen Tag an alle :)
 

axellino

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Hallo neudus :wink:

Mein Weg wäre hier, die Privatinsolvenz.
Gerd braucht sich nicht alle Jahre wieder, mit den Gerichtsvollzieher zum Kaffee verabreden und nach erfolgreicher Insolvenz, könnte er ohne Schulden an der Backe, neu durchstarten.

Dem Inkassounternehmen mitteilen, dass schon eine EV abgegeben worden ist und das Gerd ALG bezieht.
Die Inkassobude wird sicher einen VB beantragen und somit an einen Titel kommen.
Mit diesen werden sie sicher und bevor sie ggfls. weitere Kohle an Gerd verbrennen, Einsicht ins Schuldnerverzeichnis nehmen und somit erkennen, das der GV bei Gerd zum Kaffee trinken, derzeit nicht antanzen braucht. Natürlich kann Gerd so lieb und nett sein und das Inkasso schon mal vorab informieren, das vor 10 Monaten eine Vermögensauskunft abgegeben wurde, sie werden darüber wahrlich begeistert sein und es zu schätzen wissen. :biggrin:

Wünsche auch einen schönen Tag:icon_pause:
 

neudus

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Danke für die Antwort :)
Gerd müsste dann in dieser Zeit (Insolvenz) intensiv Bewerbungen schreiben müssen. Das wäre seine AUfgabe die Jahre, so wurde es von der Schuldnerbeatung mitgeteilt.

Den letzten Satz kann ich nicht gut einordnen. Vorteilhaft oder eher weiterhin so viel wie nötig mit der Bude kommunizieren ?
Natürlich kann Gerd so lieb und nett sein und das Inkasso schon mal vorab informieren, das vor 10 Monaten eine Vermögensauskunft abgegeben wurde, sie werden darüber wahrlich begeistert sein und es zu schätzen wissen. :biggrin:
 

axellino

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Gerd müsste dann in dieser Zeit (Insolvenz) intensiv Bewerbungen schreiben müssen. Das wäre seine AUfgabe die Jahre, so wurde es von der Schuldnerbeatung mitgeteilt.
Mal ehrlich, hast Du ein Anliegen wofür Du Ratschläge haben möchtest oder willst Du mich oder uns hier hops nehmen ??

Woran läge denn daran das Problem ??
Was macht denn Gerd derzeit, wo er ALG 2 bezieht ??
Das einzig fragliche ist, wie kann und darf man dazu "intensiv" interpretieren.

Den letzten Satz kann ich nicht gut einordnen. Vorteilhaft oder eher weiterhin so viel wie nötig mit der Bude kommunizieren ?
Musst Du auch nicht unbedingt einordnen können.
Nachdem die Forderung tituliert ist, könnte Gerd, wenn er ebend Lust und Laune drauf hat, den Inkasso mitteilen, das er vor kurzen eine Vermögenauskunft abgegeben hat und das wars.
Das Inkasso wird über diese Information natürlich begeistert sein, denn ihnen wird erstens daraus ersichtlich, das es bei Gerd nix zuholen gibt und zweitens, ersparen sie sich vorerst weitere gerichtliche Kosten (GV etc.) die sie erstmal selbst auslegen müssten und wohl von Gerd, ggfls. niemals wieder kriegen würden.
 

neudus

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Jeder stellt seine Fragen so, wie ER es für richtig hält. Ob hops oder anderes hineininterpretiert wird, bleibt dem Leser selbst überlassen.

Ich bedanke mich, die antworten reichen Herrn Gerd!
 

Inkasso

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Fragen:

-Wie verhält sich Gerd am besten?
-Privatinsolvenz?
-Dem Inkassounternehmen mitteilen, dass schon eine EV abgegeben worden ist und das Gerd ALG bezieht.
-Oder soll Gerd wieder auf den Gerichtsvollzieher warten? (wird es nicht der gleiche sein? Bezirkszuständigkeit)
-Oder abwarten Vollstreckungsbescheid, GV, alle 2 Jahre das "gleiche"
ICH würde dem Mahnbescheid vollumfänglich und begründungslos widersprechen
Über die Vermögensauskunft ist der Forderungsinhaber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits informiert

Sehr wahrscheinlich wird man Ihn auffordern den Widerspruch zu begründen und/oder zurückzunehmen
Sehr wahrscheinlich erfolgen dann , angesichts der geleisteten EV , Vergleichsangebote da sich der Forderungsinhaber ausrechnen kann das künftige Pfändungen fruchtlos sein werden
 

axellino

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ICH würde dem Mahnbescheid vollumfänglich und begründungslos widersprechen
Die Frist dürfte für Gerd abgelaufen sein, denn

Das Inkasso hat vor 2 Wochen, Gerd einen Mahnbescheid zukommen lassen.
und was würde es auch bringen, wenn die Hauptforderung berechtigt ist, ausser sich noch weitere Kosten an die Backe zu nageln, durch ein unnutzes Klageverfahren.

Wenn Widerspruch bei einer unstrittigen Hauptforderung, dann auf die ggfls. unberechtigten Nebenforderungen.

Über die Vermögensauskunft ist der Forderungsinhaber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits informiert
Diese Information könnte ja derzeit eigentlich nur von Gerd kommen, denn die Forderung ist ja noch nicht tituliert. Ist sie dann tituliert, dann wird und darf auch erst der Forderungsinhaber, Einsicht ins Schuldnerverzeichnis nehmen und bekommt seine Informationen über und aus der Vermögensauskunft.

Vergleichsangebote da sich der Forderungsinhaber ausrechnen kann das künftige Pfändungen fruchtlos sein werden
Das halte ich bei einer gerade titulierten Forderung für ausgeschlossen und viel zu verfrüht, auch wenn den Forderungsinhaber aus der Vermögensauskunft ersichtlich ist, das es bei Gerd derzeit nix zuholen gibt.
 
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