Alimente auch wenn das Kind arbeitet?

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Fisch4

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Mein Ehemann hat eine Tochter die zurück zur Mutter ist.
Jetzt soll mein Mann ca.350 Euro zahlen.
Das können wir nicht,habe selbst vier Kinder und wir zahlen ein Haus ab.
unsere Existenz wäre dahin.
Seine Tochter ist 16 und angeblich arbeitslos.Wir haben erfahren dass sie in einem Altenheim arbeitet.Was können wir tun?Die Mutter hat übrigens noch
ca.€ 3000 offen an uns wegen nicht gezahlter Alimente.Das darf aber nicht gegengerechnet werden?:icon_kotz:
 
G

gast_

Gast
Jetzt soll mein Mann ca.350 Euro zahlen.

Sagt wer?

Wir haben erfahren dass sie in einem Altenheim arbeitet.

Was verdient sie?
Ohne die Beantwortung dieser Fragen kann euch niemand etwas dazu sagen.

Nur:
Unterhaltspflichtig ist der Vater bis zum Ende ihrer Ausbildung, wenn sie nicht untätig ist...

gibt es einen Unterhaltstitel?
 

KlebeFix

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Tja, in Punkto Kindesunterhalt interessiert es leider keinen was ihr noch für Kosten zu tragen habt und die 4 Kinder sind nicht seine....so wie ich das verstanden habe. So muss er den vollen Unterhalt (lt. Düsseldorfer Tabelle) berappen, sollte er einen Job haben. Allerdings muss ihm der der Pfändungsfreibetrag bleiben.

Das die Tochter nebenbei Arbeitet müßt ihr hieb und stichfest beweisen können, nur wissen nützt da gar nichts. Das Verdiente wird ihr angerechnet um zu sehen ob dann überhaupt noch KU geszahlt werden muss. Es kann ihr auch ein eventuelles fiktives Einkommen angerechnet werden, wenn sie ihre Einnahmen nicht offen legt. Deshalb sind stichfeste Beweise erforderlich.

Zu den 3000,-€uronen die euch die Mutter noch schuldet, kann ich euch den Tip geben, diese durch ein Anwalt vor Gericht als Auslage deklarieren zu lassen. Das heißt dann irgendwas mit Haushaltsausgleich. Da ihr in Vorkasse gegangen seit und den Unterhalt ausgelegt habt.
Mein Ex schuldete meinem Sohn auch ca.3000,-€ an Unterhalt. In der Zeit der Nichtzahlung bin ich dann in Vorkasse getreten und habe es ausgelegt. Ich habe dann auf Haushaltsausgleich geklagt und die Richterin hat es dann so annerkannt. Somit ist dies MEIN Titel aus dem ich Vollstrecken kann. Für die nächsten 30Jahre....was ich auch mache.
Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass er pünktlich und regelmäßig seinen KU an die Tochter ünberweist.


Sorry, ich hab es nicht so mit Paragraphen.
 

Fisch4

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Ohne die Beantwortung dieser Fragen kann euch niemand etwas dazu sagen.

Nur:
Unterhaltspflichtig ist der Vater bis zum Ende ihrer Ausbildung, wenn sie nicht untätig ist...

gibt es einen Unterhaltstitel?

es gibt noch kein Unterhaltstitel,die Anwältin der Mutter sagt,will 334€..........
ob sie arbeitet oder verdient können wir nicht beweisen.
Bei uns ist sie weg weil sie nach Abschluß der Hauptschule nicht arbeiten gehen wollte....
 

Fisch4

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hieb und stichfest können wir es nicht beweisen,bei uns ist sie weg weil sie nicht arbeiten wollte nach der Hauptschule.....
Freunde gaben uns den hinweis mit den Altenheim.
Ob es sich lohnt ein Privatdedektiv einzuschalten?
wir haben schon die altenpflegeschulen angerufen,dort ist sie nicht angemeldet.
was ist wenn sie weiterhin nicht arbeiten will?
 

Flodder

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was ist wenn sie weiterhin nicht arbeiten will?
Mit 16 sollte sie sich um eine Berufsausbildung kümmern oder zwecks bessere Ausbildungschancen den Realschulabschluss nachholen und nicht arbeiten gehen. :icon_evil:

Auf jedem Fall ist der Vater in der Zeit noch unterhaltspflichtig.
 

Hartzeola

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Wird ein Einkommen des Kindes angerechnet ?

Bei minderjährigen Kindern gilt: Erzielte Einkünfte der Kinder durch z.B. Schülerarbeit oder Ferienjobs sind in aller Regel nicht auf den Kindesunterhalt anzurechnen. Wird hingegen eine Ausbildungsvergütung erzielt, ist diese nach Abzug eines ausbildungsbedingten Aufwandbetrages (derzeit 90,00 €) hälftig auf den Kindesunterhalt anzurechnen.
Kindesunterhalt - Berechnung | Erluterungen | Tipps
 
S

silka

Gast
@Fisch4

einen Privatdetektiv?
Da ist eure Existenz wohl auch dahin---;-(

Als die Tochter noch bei euch wohnte, habt ihr sie auch unterhalten, stimmts?
Grundsätzlich und allgemein sind die Eltern unterhaltspflichtig, zu gleichen Teilen.

was genau schreibt denn die Anwältin ?
 

KlebeFix

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Nicht nur der Unterhaltszahler (Vater) hat eine Obligenheitspflicht seinem Kind gegenüber, sondern auch ein Kind hat eine Obligenheitspflicht gegenüber dem Unterhaltszahler (Vater).
Sie ist dazu verpflichtet so schnell wie möglich und reibungslos ihre schulischen Pflichten sowie ihre Ausbildung über die Bühne zu bringen. Macht sie dazu aber keine Anstalten....weil "keine Lust"... und läßt dadurch alles schleifen, dann kann ihr durchaus ein fiktives Einkommen angerechnet werden.
Es gibt da ein Urteil aus Brandenburg in dem einem 15jährigen, der keine "Lust" zum arbeiten hatte, ein fiktives einkommen angerechnet wurde. Leider habe ich das Aktenzeichen nicht zur Hand. Wenn der Fall aber so liegt wie geschildert, kannst du dich ohne weiteres darauf berufen.

Um das eine Anwältin auf eine KU-Summe kommt, müssen ihr Verdienstaabrechnung vorliegen....hat sie die?
Wenn nein, würde ich nachfragen auf welche Zahlen sie sich da beruft und wo sie die her hat.
Sollte das Jugendamt, zwecks KU-Titel eingeschaltet werden, dann nur einen statischen Titel der bis zu 18. Geburtstag gültig ist unterschreiben....nichts anderes und nicht belabern lassen....das ist DEIN Recht.
Der Vorteil ist, dass der KU sich nicht automatisch alle 2 Jahre erhöht wird und bei erreichen der Volljährigkeit sie alle Unterlagen vorlegen muss, ob sie überhaupt noch Anrecht auf KU hat.

Ansonsten lege ich die dieses Forum ans Herz htthttps://www.trennungsfaq.de/forum/index.phpp:// die Jungs sind echt fit und haben mir immer mit sehr guten Ratschlägen geholfen. Lass dich von dem rauhen Ton nicht abschrecken, aber wenn du da einige Geschichten gelesen hast, wirst du verstehen warum.
 

HajoDF

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Wer bekommt denn das Kindergeld?
Sollte die Mutter dies in voller Höhe erhalten, wird es hälftig auf den Unterhalt (Höhe) des Vaters angerechnet.
 

Erolena

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Ich hab mal im Internet gesucht und habe sinngemäß folgendes gefunden:
Minderjährige Kinder, die keine Schule besuchen und auch keine Ausbildung absolvieren, haben eine Teilerwerbsobliegenheit. Das erzielte Einkommen wird dann (nur teilweise? - da bin mir nicht ganz sicher) auf den Unterhalt angerechnet.

Urteil des OLG Stuttgart vom 20.3.08, Aktenzeichen 15 UF 28/08, dass ein 16-Jähriger teilerwerbspflichtig ist.
Auch Minderjährige trifft für die Zeit, in der sie nicht zur Schule gehen und auch keine Ausbildung absolvieren, eine Pflicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit.

Kindesunterhalt: Erwerbsobliegenheit minderjähriger Kinder > Familienrecht > kindesunterhalt

Entscheidungsgründe

Ein minderjähriges Kind hat gemäß §§ 1601 ff. BGB grundsätzlich einen Unterhaltsanspruch gegen seine Eltern, wobei die Unterhaltspflicht des Elternteils, bei dem das Kind lebt, durch Betreuung und Versorgung geleistet wird. Der andere Elternteil ist barunterhaltspflichtig. Wer einen Verwandten auf Unterhalt in Anspruch nimmt, hat allerdings die Obliegenheit, zunächst seine Arbeitskraft zu verwerten und selbst für sich zu sorgen. Ein volljähriges Kind muss für seinen Lebensunterhalt grundsätzlich selbst aufkommen (BGHZ 93, 123). Für ein minderjähriges Kind kann dies gelten, wenn es nicht zur Schule geht und keine Ausbildung absolviert (Palandt/Diederichsen, BGB, 67. Aufl., § 1602 Rn 7). Ihm ist jedenfalls eine Teilerwerbstätigkeit zuzumuten, sofern dem nicht Vorschriften des JugArbSchG entgegenstehen, um damit seinen Unterhalt zumindest teilweise zu decken (OLG Rostock FamRZ 07, 1267).
Kindesunterhalt | Erwerbsobliegenheit minderjähriger Kinder

Anders bei Volljährigkeit: Ein volljähriges Kind, das nicht in die Schule geht und auch keine Ausbildung absolviert, hat die Pflicht zur vollschichtigen Erwerbsarbeit. Und sein Verdienst wird voll angerechnet.
 
G

gast_

Gast
Mit 16 sollte sie sich um eine Berufsausbildung kümmern oder zwecks bessere Ausbildungschancen den Realschulabschluss nachholen und nicht arbeiten gehen. :icon_evil:
Geht sie denn arbeiten? Oder macht sie ein unbezahltes Praktikum?

angeblich arbeitslos.Wir haben erfahren dass sie in einem Altenheim arbeitet.
Es wird viel Mist erzählt...arbeitet sie da wirklich oder... es gibt viele Möglichkeiten, warum man da gesehen werden kann...
 

Flodder

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Geht sie denn arbeiten? Oder macht sie ein unbezahltes Praktikum?
Das habe ich ja nicht behauptet. Für mich liest es sich so, dass die 16jährige mit Hauptschulabschluss unbedingt einen Job annehmen soll, damit der Erzeuger Unterhalt spart.

Von Berufsausbildung oder weiterführende Schule schrieb die TE nichts. Darüber macht sich die TE anscheinend auch keine Gedanken.

Muss ich erwähnen, was für Chancen eine Hauptschülerin ohne Berufsausbildung mal später auf dem Arbeitsmarkt hat?
 
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