ALGII Zahlungen bei Ersatzhaftstrafe,Schadensbegrenzung wie möglich? (1 Betrachter)

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kerosin

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Heute morgen ereilte mich ein Anruf einer Bekannten, in dem sie mir mitteilte, soeben von der Polizei zum Antritt einer Ersatzhaftstrafe von 45 Tagen abgeholt zu werden. Sie erhält ALGII und ist alleinerziehend, Kind wurde heute früh zu Oma gebracht.

Was ist zu tun und zu beachten, um hier Schadensbegrenzung zu betreiben?

ALGII (RS +KDU?) wird wohl in der Haftzeit nicht gezahlt. Jugendamt wird wohl eingeschaltet, allerdings auch wegen schlechter Haushaltsführung also vermutlich wegen Verdachtes auf Kindswohlgefährdung.

Ich möchte verhindern, dass die Bekannte sowohl Wohnung als auch Kind verliert!

Für eure Hilfe bin ich dankbar!
 

kerosin

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@Seepferdchen

Danke fürs Anpassen der Überschrift und den Link. In der Hektik ist mir nicht gleich ne bessere Überschrift eingefallen :sorry:

Zwischenzeitlich wurde mit der JVA gesprochen. Dort sagte man, wenn das Strafgeld heute noch bezahlt wird, kann die Insassin gleich wieder nach Hause.

Also wurde Geld zusammengekratzt und Fahrdienst zur JVA organisiert. Der ist jetzt unterwegs und bei Rückkehr wird die Bude geputzt, damit das Jugendamt nicht auf blöde Ideen kommt.

Mann, das Leben kann einen ganz schön auf Trab halten :peace:
 

Seepferdchen 2010

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bei Rückkehr wird die Bude geputzt, damit das Jugendamt nicht auf blöde Ideen kommt.
Na dann viel Erfolg dabei und gut wenn man so eine Unterstützung hat gerade
für das Kind.

Und danke für deine Rückinfo, wegen der Überschrift ist schon okay...........

Also toi, toi und hoffendlich alles gute für Mutter und Kind :icon_stern::icon_smile::icon_daumen:
 

Claus.

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Darf ich trotzdem noch einhaken?.

Um ggf. dem Jugendamt einen Schritt voraus zu sein ... gibt es irgendeine Möglichkeit, die z.B. Oma "für den Fall der Fälle" vorab als ´Kindesleihmutter´ oder ´wie-auch-immer´ zu benennen?

Ähnlich wie bei einer Patientenverfügung.?
Ich überlege, was wohl alles gewesen wäre wenn die Bekannte die 45 Tage im Bau verbracht hätte ... Die Kindsmutter ist ja vermutlich die Erziehungsberechtigte. Während der 45 Tage hätte sie dann evtl. aber nicht der Personensorge für ihr Kind nachkommen können. Die Oma ist währenddessen weder Vormund für das Kind, Aufenthaltsbestimmungsberechtigt noch sonstwas. Damit hätte das Kind evtl. nicht bei der Oma bleiben können. Bliebe evtl. nur der Kindsvater übrig. Oder daß das JA die Vormundschaft von Amts wegen her übernimmt ...?
 

kerosin

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So, das hat gestern tatsächlich alles funktioniert. Die Bekannte wurde ausgelöst und dann in die geputzte Wohnung gefahren.

Jetzt muß man natürlich auf den nachfolgenden Rattenschwanz achten. Als erstes soll sie sich heute beim Jobcenter zurückmelden. Gerichtskosten müssen noch gezahlt werden. Vermutlich gibt es einen Eintrag ins Führungszeugnis, oder könnte man das irgendwie abwenden? Und dann ist da noch die Sache mit dem Jugendamt. Da muß man jetzt abwarten, welche Schritte die einleiten. Möglichst keine Munition liefern, lautet die Devise.

Und für den Fall der Fälle, man kann bei ihr ja nie wissen, sind für das Kind Verwandte da, die es in Obhut nehmen. Da dürfte doch kein Jugendamt etwas dagegen haben, oder?
 

Seepferdchen 2010

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Grüß dich @kerosin,

Die Bekannte wurde ausgelöst und dann in die geputzte Wohnung gefahren.
Gut wenn alles so gelaufen ist.

Als erstes soll sie sich heute beim Jobcenter zurückmelden.
Mal eine Frage hat das JC davon Kenntnis bzw. für was wurde das Strafgeld/Ersatzhaftstrafe gefordert/bezahlt, war das ein Vorgang vom JC ?

Vermutlich gibt es einen Eintrag ins Führungszeugnis, oder könnte man das irgendwie abwenden?
Kommt drauf an um welche Tat es hier handelt ?

Und dann ist da noch die Sache mit dem Jugendamt.
Hmm ist das Jugendamt schon öfter bei ihr vorstellig geworden bzw. wird
sie und das Kind von dort auch betreut?

Man kann da schlecht dir Hinweise geben, wenn man die Hintergründe nicht kennt,
darum mein Hinweis oben im Post 2.
 

kerosin

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@Seepferdchen:

Ich gehe davon aus, dass behördlicherseits bei Inhaftierung eine Meldung ans JC geht, und die dann einen vom Leistungsbezug abmelden. Oder liege ich hier falsch?

Ansonsten hat die Sache nichts mit dem JC zu tun. Es geht ganz klassisch um Erschleichen von Leistungen (Schwarzfahren) und eben das Nichtbezahlenkönnen des Strafgeldes.

Und ja, das Jugendamt hat schon öfter Interesse gezeigt. Betreuung liegt aber wohl nicht vor. Details weiß ich jedoch nicht, da ich eher ein Bekannter von Bekannten bin und mit betreffender Person nicht soviel zu tun habe.
 

Seepferdchen 2010

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Ich gehe davon aus, dass behördlicherseits bei Inhaftierung eine Meldung ans JC geht, und die dann einen vom Leistungsbezug abmelden. Oder liege ich hier falsch?
Ob das so an das JC gemeldet wird , kann ich dir leider nicht beantworten, allerdings
gibt es hier eine Regelung, lies bitte mal hier :

Hartz IV - Leistungsausschluss bei Aufenthalt in einer Einrichtung zum Vollzug richterlich angeordneter Freiheitsentziehung - Ersatzfreiheitsstrafe gem § 43 StGB - subjektiven Voraussetzungen für eine Aufhebung des Bewilligungsbescheids
sozialrechtsexperte: Hartz IV - Leistungsausschluss bei Aufenthalt in einer Einrichtung zum Vollzug richterlich angeordneter Freiheitsentziehung - Ersatzfreiheitsstrafe gem § 43 StGB - subjektiven Voraussetzungen für eine Aufhebung des Bewilligungsbe

Nun stellt sich die Frage, deine weitläufige Bekannte war ja nur für ein paar Stunden
in der Ersatzhaft, inwieweit es jetzt zum Leistungsausschuss kommt angenommen
für einen Tag eventuell, hmmm kann ich dir leider nicht schreiben, jedoch denke
ich auf Grund von kurzeitigen Aufenhalt, kann das JC davon absehen.

Und ja, das Jugendamt hat schon öfter Interesse gezeigt.
Gut hier kannst du nicht weiter helfen, hier kann man nur schauen liegt eine
Überforderung vor oder andere Gründe?
 
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