ALGII-Vermittlungsvorschläge - ständige, unnötige Online-Recherche

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ExUser 32211

Gast
Hallo,

trotz meiner schon etwas länger zurückliegenden Mitgliedschaft im Elo-Forum, habe ich bisher nichts weiter zu meinem Anliegen gefunden.
Hat hier Jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Konnte dieses "Problem" irgendwie gelöst werden? Falls nicht- wie geht ihr damit um (Bewerbung per Post abschicken, Vermerk auf VV-Antwortbogen, etc.)?

Inzwischen ist es bei meinen VVs fast schon zur Norm geworden, dass ich mich erst einmal via Internet auf Ansprechpartner-Emailadressen-Schnitzeljagd begeben darf, weil auf der ersten Seite des Vorschlags entweder

1.) keine Emailadresse angegeben ist, sondern ein Link zur Anmeldemaske für eine Online-Bewerbungs-Registrierung,

2.) dort nur eine Handynummer steht,

3.) nur der Name des Ansprechpartners und nur die Adresse oder

4.) eine lange Url mit vielen Zeichen, die ich erstmal abtippen darf, die zu den Daten führt, die zur Bewerbung benötigt werden.

Langsam aber sicher fängt es an, mich zu nerven, dass ich neben den unpassendsten VVs auch noch zusätzliche Arbeit durch tiefgehende Recherche habe.

Im Schnitt bekomme ich sieben bis acht VVs pro Monat (habe aber keine EGV) von denen ich einen Großteil die Emailadressen rausfinden muss, zum Beispiel übers Handelsregister.

Klar, man muss die Recherche ab und zu bei den regulären, freiwilligen Bewerbungen betreiben, andererseits hat man da auch fast alle Infos auf einen Blick und kann auf einen Link klicken (oder ihn via Copy and Paste einfügen), anstatt etwas abzutippen.

Habe den starken Eindruck, dass mir mein SB alles ausdruckt, was nur nach zumutbarer Arbeit aussieht, ohne darauf zu achten, wie denn die Zwangsbewerbung ankommen soll. Leider bin ich nicht so wortgewandt, um ihn zu vermitteln, dass es mich mehr und mehr nervt, wenn ich durch ihn noch mehr zusätzliche (Nerv-)Arbeit habe.

Danke im Voraus, viele Grüße

Petite Biscuit
 

Jaskolki77

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AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

Hallo Petite Biscuit,

ein Grund mehr, die Bewerbung auf postalischem Wege zu erledigen. Die Adresse sollte doch im VV enthalten sein. Gut möglich, dass Du mal ein paar Tage aufgrund technischer Defekte kein Netz hast. Was machst Du dann?

Ein "seriöser VV" - der innere Widerspruch dieser Formulierung liegt auf der Hand, hält man sich einen Großteil des Jobbörsen-Krams vor Augen - sollte auch einen Ansprechpartner enthalten. Eine Verschanzung ist jetzt nicht wirklich vertrauenserweckend. Also müssten einmal mehr die "geehrten Damen und Herren" herhalten. Sei´s drum.

Habe den starken Eindruck, dass mir mein SB alles ausdruckt, was nur nach zumutbarer Arbeit aussieht, ohne darauf zu achten, wie denn die Zwangsbewerbung ankommen soll. Leider bin ich nicht so wortgewandt, um ihn zu vermitteln, dass es mich mehr und mehr nervt, wenn ich durch ihn noch mehr zusätzliche (Nerv-)Arbeit habe.

Schriftlich bist Du das aber auf alle Fälle. Ich würde das Problem dennoch ansprechen. Mündlich oder schriftlich. Mir erging es - was die pure Masse an unpassenden VV anbelangt - einmal ähnlich. Darum fragte ich die VV-raushau-wütige SB beim nächsten Mal, wie sie sich das vorstellte, innerhalb der vorgeschriebenen Frist zehn bis zwölf sorgfältige und individuell abgestimmte Bewerbungen zu verfassen.

Es stellte sich heraus, dass sie von diesem Thema weniger Ahnung hatte als der durchschnittlich routinierte Elo. Von dieser Dame kamen dann keine VV mehr. Von ihrem Nachfolger bisher auch nichts.

Hab keine falsche Scheu, das anzusprechen. Zeigt es doch, dass Du - im Gegensatz zum SB - die Sache ernst nimmst und planvoll angehst.

Gruß, Jaskolki77
 

Sonne11

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AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

EDIT: Jaskolki77 war schneller. :peace:

Dann wäre es das Klügste, sich nicht selbst damit zu beschweren, sondern den Versender! Nach §13-15 SGB I kannst Du doch fordern Dir die Angelegenheit zu er klären. Fordere doch Erklärungen ein! Fragenkatalog aufstellen und einreichen. Wenn viele Rückmeldebögen zu versenden sind, Anträge auf Erstattung aus dem Vermittlungsbudget stellen. Bei Ablehnung Widerspruch und Klage! Ein Rückmeldebogen soll Dich in Arbeit bringen, dann sollen die es erstatten.:first:

Wenn Du dies Nachweislich mehrmals tust, hast Du etwas in der Akte, wo sich SB nicht herausreden kann, falls sanktioniert werden sollte. Lasse Dir erklären wie Du einzelne Fälle angehen sollst? Ich habe kein Internet! Und wenn, dann nicht immer und für lange, weil ich nur 100 MB auf dem Handy habe. :peace: Ich habe nur ein Telefonbuch! Die Firma steht da nicht. Ich rufe da nicht an! Weil ich so schlecht höre und aufgeregt bin, dass ich die Hälfte des Gesprächs wieder vergesse! Das waren immer meine Aussagen! :peace: Manchmal muss man die Vorurteile eben bestätigen und sich viel dümmer anstellen, als man ist! :idea: Meine Erfahrung!

Ein Vermittlungsvorschlag hat korrekt zu sein. Aus der Belehrung heraus wird sanktioniert.
 

noillusions

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AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

@Sonne11:

Was ist das fürn Schmarrn, Rückmeldebögen sollen in Arbeit bringen? Die sind für die interne Auswertung bei der BA. Und wie willst du dafür Portokosten fordern? Da steht "Bitte...." drauf und nicht "Sie sind Verpflichtet Rückmeldung zu machen." Man läßt das bleiben und fertig.

Zum Thema "kann ich nicht", "hab ich nicht", habe ich schon gelegentlich was geschrieben. Selbst bei ZAFFEN muß man damit rechnen dass die Dienstwagen und Diensthandy raustun. Dann "hat man" und "kann man".

Wenn die links nicht funktionieren, Screenshot machen und ausdrucken (oder sicher abspeichern). Wenn keine Kontaktdaten drin sind ja wie soll man sich bewerben? Dann geht es nicht.
 

Regensburg

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AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

Hu Hu noill :)
Da steht "Bitte...." drauf und nicht "Sie sind Verpflichtet Rückmeldung zu machen." Man läßt das bleiben und fertig.
Richtig - ich habe so ein Ding noch nie zurückgeschickt.
Aber es wird oft in EGV (VA) als Pflicht aufgenommen.

LG aus der Ostfront
 

Matt45

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AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

Hallo zusammen.

1. Diese "Art" von Bewerbung hatte ich auch schon öfter. Ich musste mich auch erst einmal registrieren bei einem AG und danach warten auf einen Link. Dieser "Prozeß" inkl. Recherche hat fast 2 Stunden gedauert(weil ich warten musste auf den Link). Finde ich total unmöglich.

2. Die Rückmeldung schicke ich allerdings immer zurück. Ob freiwillig oder ob ich es machen muss, darüber habe ich keine Ahnung. Die Portokosten sind zwar ärgerlich, aber es ist meistens ja "nur" ein geringer Betrag. Erst ab mindestens "5 €" werde ich nicht in "Vorkasse" gehen.
 
E

ExitUser

Gast
AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

Du schreibst, du hast keine EGV. Dann ist vermutlich auch nicht geklärt, welche Kosten du für die Bewerbung erstattet bekommst?

Für E-Mail Bewerbungen zahlen viele JC nichts. Internet muss man auch nicht haben und ist m. W. schon von Gerichten abgelehnt worden, dass man darauf Anspruch hat. Auf einen TV hat man gem. mancher Urteile auch keinen Anspruch. Radio reicht.

So lange eine Postadresse dabei ist, sehe ich da kaum Möglichkeiten, weitere fehlende Angaben zu bemängeln. Man ist auch nicht verpflichtet ein Telefon zu haben. Klar es erleichtert die Bewerbung.
Aber das JC ist auch davon abhängig, was der AG für Angaben macht. Manche wollen nur schriftliche Bewerbungen.
Wenn der AG allerdings eine E-Mail Bewerbung will, dann muss die auch angegeben werden.
Ebenso die Internetadresse der Firma - also nicht der ellenlange Link zur Onlinebewerbung. Denn eigentlich sollte man von der Hauptseite per Link auf das Bewerbungsformular kommen.

Ich würde erst mal die Frage nach der Erstattung von Bewerbungskosten klären.
 
E

ExUser 32211

Gast
AW: ALG II-VVs - ständige, unnötige Online-Recherche

Tag auch, ich melde mich mal wieder zu Wort :)

Heute habe ich einen Fragenkatalog gemäß Antrag und Auskunft nach den §§ 13 und 15 SGB I gestellt und diesen mit einer Frist von zwei Wochen nachweissicher per Fax übermittelt.

Denn da ich wieder mit einem Paket VVs per Post bedacht wurde, von denen mal wieder zwei darunter waren, wo ich eine lange URL per Hand in die Browserleiste abtippen müssen, ist mir langsam mein Geduldsfaden gerissen :icon_evil:

Meine Fragen waren:
Packe das hier rein, damit sich das andere Leute in ähnlichen Situationen rauskopieren können.

  • Wie ist bei einer Frist von drei (Werk-)Tagen und einem durchschnittlichen Erhalt von mehr als [x] VVs die individuell verfassten Bewerbungen auf die jeweiligen Stellenangebote gewährleistet?

  • Wie kommen die häufigen Kontaktangaben in Form einer URL mit vielen Zeichen auf den Vermittlungsvorschlägen in Papierform zustande? Wie ist gewährleistet, dass das Abtippen der URL per Hand direkt zu den jeweiligen Ansprechpartnern führt, wo es doch viel effizienter wäre, nur die Emailadressen aufzuführen?

  • Bin ich gesetzlich dazu verpflichtet, bei allen Vermittlungsvorschlägen, auf denen eine URL statt der
    direkten Kontaktmöglichkeit abgebildet ist, zusätzlich eine alternative Kontaktmöglichkeit (zum Beispiel
    eine direkte Emailadresse) zu recherchieren?
    Wenn ja- auf welcher Rechtsgrundlage kann ich dies nachlesen?

Punkt Zwei und Drei sind nach Schema F (Ich doof) gestellt :peace:

Zum Thema Übernahme der Bewerbungskosten kamen auch noch ein paar Fragen in den Antrag:

  • Als erwerbslose ALG II-Bezieherin bin ich gesetzlich dazu verpflichtet, im Bereich des Existenzminimums wirtschaftlich zu handeln.

    Bei durchschnittlichen sieben bis acht erhaltenen Vermittlungsvorschlägen pro Monat ergibt das
    innerhalb eines halben Jahres 42 bis 48, auf ein ganzes Jahr gerechnet 84 bis 96 Bewerbungen. Bei
    der Beantragung der Erstattung der Bewerbungskosten sind in meinem Regelsatz keine zusätzlichen
    Kosten für Ausdrucke vorgesehen.

    Diese Ausdrucke werden aber als offensichtlich alleinige Anerkennungsgrundlage für die Bewilligung
    der Erstattung der Bewerbungskosten verlangt. Damit werden aber nur die entstandenen Kosten
    der bereits getätigten Bewerbungen abgedeckt, jedoch nicht die gesamt entstandenen Kosten
    der Ausdrucke.

    Wie ist das wirtschaftliche Handeln bei solch für mich hohen Kosten gewährleistet?

Zur letzten Fragen eine Anmerkung-
es war letztes Jahr tatsächlich so, dass mir die Email-Bewerbungen mit je einem Euro pro Stück erstattet worden wären. Der kleine Haken bei der Sache war, dass mein SB jede einzelne Bewerbung ausgedruckt haben wollte, zusätzlich zu der ausgedruckten Liste, auf der jede einzelne aufgeführt war. Da das Problem der VVs in ihrer hohen Anzahl pro Monat schon seit über anderthalb Jahren so geht, wären das allein letztes Jahr über 80 Bewerbungen und zwar nur die VVs! :mad: Kostentechnisch konnte ich das überhaupt nicht stemmen :icon_evil:

Wie dem auch sei, ich hoffe, ich kann zum Einen anderen ELOs mit dem Fragenkatalog helfen und zum Anderen melde ich mich, sobald es hierzu irgendeine Neuigkeit gibt (denn ich habe das Gefühl, dass ich eine Einladung bekommen werde anstatt einer schriftlichen Antwort).

Bis dann :)
 
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