AlgII und freiberufliches Jobangebot, was tun? (1 Betrachter)

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Kate79

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Hallo liebes elo-Forum,

ich habe eine "Stelle" in Aussicht, diese ist allerdings keine Sozialversicherungspflichtige Anstellung, sondern Freiberuflich (Interviewer für ein Marktforschungsinstitut). Wie verhält es sich da mit meinem ALG II Bezug, kann ich ganz normal was dazu verdienen (ähnlich wie bei einem 400 € Job)? Was ist mit meiner Versicherung (KV und Co)? Ich bilde mit meiner Frau und Tochter eine BG, wie sind die beiden dann Versichert?
Meine Einnahmen werden von Monat zu Monat schwanken, es wird aber nie genug sein um aus dem ALG II Bezug zu kommen. Natürlich muss ich diese "Einahmen" auch versteuern... Wie mach ich das?? Veranschlage ich Mehrwertsteuer? Wie geht das? Und wie wirkt sich das auf die Verrechnung mit dem ALG II aus?

Dank schon im voraus und liebe Grüße

David
 

Koelschejong

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Lies Dich einfach mal etwas durch das Unterforum Existenzgründung - da wirst Du sehr schnell Antwort auf alle Deine Fragen finden.
 

Kate79

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Lies Dich einfach mal etwas durch das Unterforum Existenzgründung - da wirst Du sehr schnell Antwort auf alle Deine Fragen finden.
Ich hab bereits einiges zu dem Thema gelesen, verstehe aber die meisten Sachverhalte nicht richtig, da ich gerade erst mit der Ausbildung fertig bin und noch nie mit dem Thema "Freiberuflichkeit" konfrontiert wurde.

Außerdem wäre es doch schade, wenn bei neuen (alten) Fragen nur noch auf bereits vorhandene Beiträge verwiesen würde ;-). Ein Forum lebt doch vom Austausch, nicht (nur) vom bibliothekarischen Suchen...

Gruß, David
 

Kerstin_K

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Bei diesem Kenntnisstand halte ich eine freiberufliche Tätigkeit für ein Himmelfahrtsunternehmen.
 
E

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Gast
Yep. Wirst du aber schon selbst sehen. Ich sage dir jetzt schon, dass da der Schuß nach hinten los gehen wird.

Ich weiß bei mir selbst, dass ich das Zeug zur Selbstständigkeit oder Freiberufler nicht habe. Deshalb versuche ich sowas gar nicht erst.
 

Koelschejong

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Wie verhält es sich da mit meinem ALG II Bezug, kann ich ganz normal was dazu verdienen (ähnlich wie bei einem 400 € Job)? Was ist mit meiner Versicherung (KV und Co)? Ich bilde mit meiner Frau und Tochter eine BG, wie sind die beiden dann Versichert?
Meine Einnahmen werden von Monat zu Monat schwanken, es wird aber nie genug sein um aus dem ALG II Bezug zu kommen. Natürlich muss ich diese "Einahmen" auch versteuern... Wie mach ich das?? Veranschlage ich Mehrwertsteuer? Wie geht das? Und wie wirkt sich das auf die Verrechnung mit dem ALG II aus?
Ganz kurz:
Du kannst zuverdienen so viel Du möchtest, falls Du dann irgendwann einmal halbwegs ordentlich verdienst, bist Du nicht mehr bedürftig und fällst aus dem ALG II Bezug raus. So lange Du ALG II beziehst, zahlt die ARGE Deine Sozialversicherung, wie bisher auch.

Zur Anrechnung: Du wirst eine Einkommenschätzung abgeben müssen, dieses Einkommen wird Dir erst einmal "vorsorglich" angerechnet. Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums (also nach 6 Monaten) erfolgt dann eine genaue Abrechnung und Du musst entweder etwas zurückzahlen oder bekommst eine Nachzahlung. Natürlich musst Du Deine Einkünfte nachweisen können, ebenso die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen Aufwendungen, einfache Buchführung ist also wohl unumgänglich.

Ob Du für diese Tätigkeit ein Gewerbe anmelden musst, kann ich Dir nicht sagen, erkundige Dich da bei Deiner Gemeinde auf der Stelle, die für Gewerbeanmeldung zuständig ist.
Mehrwertsteuerzahlung kommt nur in Frage, wenn Du ein Gewerbe angemeldet hast.
 

Kate79

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Danke für eure Antworten.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen: ich möchte kein Gewerbe anmelden oder mich selbständig machen. Ich habe ein Jobangebot von einem Callcenter für Markt- und Meinungsforschung, die nur auf freiberuflicher Basis einstellen.

Das mit der Einkommensanrechnung bei der Arge ist mir jetzt klar, aber was muß ich wo versteuern?

Liebe Grüße, David
 

Kerstin_K

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Als Freiberufler bis Du aber selbständig und eventuell sogar verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden.
 

biddy

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gerda52

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Eine Info

...
Kate79 meinte:
Das mit der Einkommensanrechnung bei der Arge ist mir jetzt klar, aber was muß ich wo versteuern?
Anmeldung und rechtliche Pflichten


Als Selbständiger und Freiberufler müssen Sie sich selbständig um die Entrichtung Ihrer Steuern kümmern. Dafür brauchen Sie im Vorfeld eine Steuernummer vom Finanzamt. Die beantragen Sie mit dem Formular "Anzeige einer Betriebsaufnahme bzw. einer freiberuflichen Tätigkeit". Dieses Formular wirkt für Laien oft schwer verständlich. Lassen Sie sich das Formular in der Sprechstunde des Finanzamts erklären, damit Ihnen keine Fehler unterlaufen. Bis Mai müssen Sie für das vorangegangene Jahr eine Einkommensteuererklärung abgeben, sonst schätzt das Finanzamt einfach, wie viele Steuern Sie zahlen müssen.

Diese und weitere Infos findest Du hier.
@ Kerstin_K

Meister fallen nirgendwo vom Himmel und für eine freiberufl. Tätigkeit ist keine Gewerbeanmeldung erforderlich. :icon_mrgreen:

Wünschen wir David lieber viel Erfolg.
 

Mario Nette

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Und wenn doch ein Gewerbe in Frage kommt, dann gibt es ja hier auch noch das Kleingewerbe. Man sollte dann wirklich genau überlegen, wie viel man verdienen wird. Da gibt es einen jährlichen Grenzbetrag, hab den aber nicht im Kopf. Wenn man den nicht überschreitet, darf man sich folgenden Satz in seinen Rechnungen erlauben:
In dieser Rechnung ist gemäß § 19 (1) UStG keine Umsatzsteuer enthalten.
Mario Nette
 

Koelschejong

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Und wenn doch ein Gewerbe in Frage kommt, dann gibt es ja hier auch noch das Kleingewerbe. Man sollte dann wirklich genau überlegen, wie viel man verdienen wird. Da gibt es einen jährlichen Grenzbetrag, hab den aber nicht im Kopf. Wenn man den nicht überschreitet, darf man sich folgenden Satz in seinen Rechnungen erlauben:
Mario Nette
Maximalumsatz € 17.500 im letzten Jahr und € 50.000 im laufenden Jahr, darunter kann man als Kleinunternehmer die Berechnung der USt. unterlassen, aber auch keine Vorsteuer abziehen. Das ist aber keine Frage der Gewerbeanmeldung, sondern eine reine Frage zwischen Gewerbetreibendem und Finanzamt.

Nächste Grenze:
€ 500.000 Umsatz, oder € 50.000 Gewinn darunter kann man eine einfache EÜR führen, darüber ist man bilanzierungspflichtig.

Weiterhin zu beachten - für Freiberufler gelten die letztgenannten Grenzen ohnehin nicht, die sind nie bilanzierungspflichtig.
 
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