AlGII und Auszahlung einer großen Geldsumme, Anrechnung ALG II und KK selber zahlen?

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Skore

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Servus, ich habe da mal eine kurze Frage zum Verständnis.

Jemand bekommt ALG2 und auch die Krankenkasse wird vom JC gezahlt.
Jetzt ist es aber so, dass die Versicherung von der Person eine Summe von 10,000+€ auszahlen möchte.

Was muss man machen, was ändert sich?

Ich denke mal stark, dass ALG2 dann entfällt.
Wie ist das mit der Versicherung? - Muss man die dann selber bezahlen?

Kann man größere Summen vorm JC geheim halten?
Das Geld sollte eigentlich niemals zum "verballern" gedacht sein, sondern als eine Rücklage fürs Alter.
 

DVD2k

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AW: Alg2 und große Geldsumme

Wichtig ist hierbei, aus welchem Grund die Versicherung bezahlt.

Es gibt ja sehr unterschiedliche Versicherungen.
 

Skore

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AW: Alg2 und große Geldsumme

Es ist eine Berufsunfähigkeits Versicherung.
Diese möchte gerne eine monatliche Rente durch eine 1x Zahlung auslösen.
 
G

Gast1

Gast
AW: Alg2 und große Geldsumme

Das Jobcenter wird den Leistungsbezug des Betroffenen beenden und den Betrag als Einkommen werten. Weil 10.000 € geteilt durch 6 einen Betrag ergibt, der höher ist als die Leistung, die der Betroffene monatlich vom Jobcenter erhalten hat, siehe § 11 Abs. 3 Satz 4 SGB II.

Der Betroffene muss dann so lange von den 10.000 € plus etwaig noch vorhandenen Vermögen leben (und in der Zeit seine Krankenkasse in Höhe von monatlich ca. 170 € selber zahlen), bis er gleich viel oder weniger wie der Betrag besitzt, der ihm als maximal zulässiges Schonvermögen für den Bezug von ALG II zusteht. Erst dann hat er wieder Anspruch auf ALG II.

Das maximal zulässige Schonvermögen berechnet sich wie folgt:

150 € pro Lebensjahr + 750 €, siehe § 12 SGB II
 

DVD2k

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AW: Alg2 und große Geldsumme

Dann gilt es als (sonstiges) Einkommen und wird entsprechend angerechnet, bei dieser Summe, rechne ich sehr stark damit, dass man aus dem Bezug fällt.
Dann müsste man auch die KV selbst bezahlen.

Ich persönlich halte vom Vorschlag der Versicherung überhaupt nichts, da die Versicherung hier nur kräftig Geld sparen will. Statistiken zeigen, dass die Auszahlungssumme bei einer Einmalzahlung nur selten die Summe erreicht, die bei monatlicher Rentenzahlung aufzuwenden ist.

Bei monatlicher Auszahlung, würde die Rente zwar auch angerechnet, aber hierbei würde jeden Monat die Versicherungspauschale (sofern nicht bereeits bei anderem Einkommen berücksichtigt) berücksichtigt werden.

Ich habe zu dem Thema Auszahlung vs monatliche Rente das hier gefunden:
https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=1779

@schlaraffenland
Der Betroffene muss dann so lange von den 10.000 € plus etwaig noch vorhandenen Vermögen leben
Das stimmt so nicht!
Man ist nicht verpflichtet, weiterhin auf ALG II Niveau zu leben, eine normale Lebensführung ist auch nicht zu beanstanden, selbst, wenn man dann innerhalb kürzerer Zeit wieder auf Leistungen angewiesen ist, man darf nur nicht vorsätzlich verschwenderisch leben.
Bei 10k EUR gehe ich persönlich mal von 4-5 Monaten aus, da ich 2k-2,5k € pro Monat nicht als verschwenderisch bezeichnen würde.
 
G

Gast1

Gast
AW: Alg2 und große Geldsumme

Das glaub ich wohl, aber warum sollte der Versicherte sich darauf einlassen?

Die Versicherung will wohl Geld sparen, nehme ich mal an. Bei einer längeren Laufzeit hätte der Betroffene vielleicht Anspruch auf eine höhere Auszahlungssumme?

Fraglich ist, ob der Betroffene die Auszahlung ablehnen kann. Als ALG-II-Bezieher ist man ja verpflichtet, eigenes Vermögen zu verwerten, ehe man Anspruch auf ALG II hat. Bis zum Altersrenteneintrittsalter nicht auszahlungsfähige (verwertbare) Versicherungssummen bleiben hierbei jedoch unangetastet, siehe § 12 Abs. 2 Nr. 3 SGB II.

Der Betroffene wurde aber durch die Versicherung in die Lage versetzt, jetzt, und nicht bei oder nach Eintritt ins Altersrenteneintrittsalter die Versicherungssumme in Anspruch zu nehmen. Also kann er jetzt die Versicherungsleistung verwerten.

Oder ist der Betroffene mit ca. 61 Jahren in den Leistungsbezug eingetreten und hat in seinem Antrag auf ALG II diese Berufunfähigkeitsversicherung mit einer Versicherungssumme in Höhe von 10.000 € angegeben? Falls ja, dann gehört die Versicherungssumme zu seinem Schonvermögen, und dann darf das Jobcenter den Betroffenen nicht dazu auffordern die 10.000 € zu verleben ohne dabei ALG II beziehen zu dürfen.

Nachtrag: DVD2k schrieb:

DVD2k meinte:
Das stimmt so nicht!
Man ist nicht verpflichtet, weiterhin auf ALG II Niveau zu leben ...

Das habe ich doch gar nicht geschrieben.
 
A

ALGler

Gast
AW: Alg2 und große Geldsumme

Hallo Skore,

wenn ich das richtig verstanden habe du bist berufsunfähig und statt der monatlichen Leistung soll eine Einmalzahlung der Versicherung erfolgen.
Falls ja stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist monatliche Zahlungen zu erhalten. Diese werden zwar angerechnet aber das dürfte der bessere Deal sein.

Handelt es sich um eine reine Berufsunfähigkeitversicherung oder kombiniert mit einer Kapital-/ bzw. Risikolebensversicherung?

Gruß vom ALGler
 

Skore

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AW: AlGII und Auszahlung einer großen Geldsumme, Anrechnung ALG II und KK selber zahlen

Es handelt sich um eine reine Berufsunfähigkeitversicherung.
Würde man die monatliche "Rente" wählen, wären die 10,000€ nach ca. 22 Jahren erreicht.

Es würde aber noch andere Vorteile verschaffen, wenn man das Angebot annimt.
Man könnte eine neue Versicherung abschließen, was wärend einer aktiven Rentenzahlung nicht geh.
 

ZynHH

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AW: AlGII und Auszahlung einer großen Geldsumme, Anrechnung ALG II und KK selber zahlen

Man könnte eine neue Versicherung abschließen, was wärend einer aktiven Rentenzahlung nicht geht.
Und das hilft wobei? Wenn die Versicherung zahlt, bist du doch schon Berufsunfähig....Warum willst du dann eine weitere bu-Versicherung bei dieser Versicherung abschließen....Wie alt/jung bist du denn?
 

Skore

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AW: AlGII und Auszahlung einer großen Geldsumme, Anrechnung ALG II und KK selber zahlen

Ich bin mitte 20 und werde demnächst noch eine andere Ausbildung machen.

Ich kann dann auch eine neue Versicherung abschließen, sofern die alte erloschen ist.
Solange ich aber Zahlungen erhalte, kann ich keiner anderen beitreten oder abschließen.

Umschulung etc. kommt für mich nicht in Frage, genauso wie arbeitslos bleiben.

Im besten Falle werde ich demnächst sogar selbstständig und leite ein kleines Unternehmen.
Das steht aber noch in Frage...
 
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