ALGII Maßnahme mit Probearbeit aus einem Vermittlungsvorschlag,bin Alkoholkrank,wie kann es weitergehen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nurich19

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Hallo zusammen, wie man an meinen registrierungsdatum sieht, habe ich lange gezögert bzw. mich nicht getraut hier zu posten. Jetzt muss es aber sein und mehr als das ich rausfliege kann ja auch nicht passieren. Ich möchte euch aber bitten gnädig mit mir umzugehen.

Also, ich bin 45 Jahre alt und schon eine ganze Zeit arbeitslos.
Ich schreib das kurz und knapp. Ja, ich dieser Zeit hat sich bei mir ein Alkohol Problem eingeschlichen.
Eskaliert ist das ganze im März letzten Jahres als ich in einer Nacht Mutter und Tante verlor. Denn nächsten Dämpfer gabs dann im April wo mein geliebter Kater verstarb.

Mein trinkverhalten ist täglich ab späten Nachmittag. Am nächsten Tag in der Früh bin ich zwar nicht nüchtern, aber durchaus zum Arbeiten zu gebrauchen. Nur machen mir in letzter Zeit meine Füße immer mehr zu schaffen, so dass ich nicht wirklich weit laufen kann. Auch habe ich Bluthochdruck.
Gemerkt hat das bis jetzt noch keiner. Ein Arzt hat mir mal Blut abgenommen. Bei dem war ich seitdem nicht mehr und bin zu einen anderen. Bei Termine beim Amt die morgens sind fang ich am Vortag früher das trinken an.
Ist immer der blanke Horror, da ich vorm Amt eine panische Angst habe und da das Verlangen nach Alkohol natürlich am größten ist. Mir geht’s dann körperlich immer richtig mies mit Magenkrämpfen, Übelkeit und Herzrasen.
Für eine Therapie kann ich mich noch nicht entscheiden. Es fehlt ganz einfach der Wille.

Nun habe ich ab Montag eine Maßnahme die zeitgleich mit Probearbeiten beginnt. Das Probearbeiten kommt aus einen Vermittlungsvorschlag und die Maßnahme rechnet das als Praktikum mit in die Maßnahmezeit ein. Kamm alles sehr kurzfristig. Die Stelle war als Teilzeit ausgeschrieben, das Praktikum soll aber Vollzeit gehen. Wie ich das schaffen soll 8 Stunden zu stehen, weiß ich selber noch nicht.
Ich befürchte, dass dann mein ganzes Kartenhaus zusammenfällt und genau deswegen schreibe ich hier.

Was passiert wenn das Amt mitbekommt das ich ein Problem mit Alkohol habe?
Wie sollte ich jetzt am besten vorgehen?
Kann mir die Leistung gestrichen werden und ich lande auf der Straße?
Kann ich zur Therapie gezwungen werden (Einweisung z.b.)?
Ich bin ganz ehrlich. Manchmal spiele ich mit dem Gedanken das ganze einfach zu beenden.

Ich bitte euch wirklich vielmals um Hilfe. Ratschläge wie hör das saufen auf, helfen mir wenig. So einfach geht das nämlich nicht.
Zu guter letzt. Ich bin durchaus gewillt zu arbeiten soweit ich das schaffe.

Ich sage schon mal herzlich Danke.
LG
 

Katzenstube

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AW: ALG 2 und alkoholiker

Es wird Dir vermutlich niemand sagen "hör auf zu saufen" weil sich alle über den Suchtcharakter klar sind und über die Gefahr einer Rückfälligkeit ect. pp. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass Dich jemand zu einer Therapie zwingen kann oder will. Wenn Du selber nämlich nicht willst, dann wären das verschleuderte Gelder und vergeudete Zeit für Dich und die Einrichtung.

Du fragst ganz viel was das "Amt" Dir aufdrücken kann oder wie es Dein Leben behindern kann. Was aber - und das fände ich interessanter - willst Du für Dich? Ich kann alle Trauer nachvollziehen und allen Frust - auch die Hoffnungslosigkeit. Ich habe Mutter und Onkel vor ein paar Monaten verloren und meine alte Katzendame, die mich 17 Jahre begleitet hat. Auch ist gesundheitlich einiges im sehr argen und daran muss ich Tag für Tag arbeiten.... und das fällt schwer, weil auch viele Gewohnheiten wegfallen müssen und eine andere Struktur entstehen muss.

Ich weiß aber, ich will noch leben - ich will hoffen, dass alles einmal einfacher wird für mich und mein tagtäglicher Überlebenskampf mit knappem Gehalt irgendwann einfacher wird. Und wenn ich das will, so muss ich meinen Teil dazu beitragen. Eines habe ich gelernt: als Hilfsempfänger gebe ich alle Grundrechte ab und bin (mehr oder minder) ein Spielball der Freunde vom Amt.

Ja, unsere Kartenhäuser und Schutzbehauptungenn fallen, wenn es uns gesundheitlich nicht gut geht und der Druck immer stärker wird. Ich konnte einige Zeit nicht mehr laufen und nicht mehr Autofahren. Vorbei mit der Stärke die Mutter zu versorgen ect. pp. Mein Kartenhaus ist gefallen und ich musste mich entscheiden ob ich etwas für mich tun will (durch und mit ärztlicher Hilfe) und versuchen will mit meinem Arbeitsplatz und meiner geminderten Arbeitsfähigkeit einen Kompromiss schließen zu können um irgendwie Perspektiven entwickeln zu können.

Für mich waren die verschiedenen Wege wichtig um mich für meinen zu entscheiden. Das wird vermutlich auch Dir nicht erspart bleiben. Du wirst für Dich entscheiden müssen ob Du weiterhin versuchst alles zu vertuschen oder ob Du Dich dazu stellen willst welche Probleme Du hast und mit diesen (wie auch immer) umgehst.

Meiner Meinung nach bist Du bereits gesundheitlich in einem Zustand, in dem Du langsam so und so die Fassade verlierst. Du fragst Dich, wie Du einen Vollzeittag überstehst, es entsteht Stress, eventuell kommt nun Deine "Medizin" zum tragen, was dem Umfeld vermutlich nicht verborgen bleiben wird. Und der Kreislauf wird weitergehen .... rasend schnell... Deshalb solltest Du vielleicht mit Dir selber erst mal Frieden schließen und wissen was Du willst, bevor Du Dich hier beruhigen lassen kannst dass die "Freunde vom Amt" Dich in Ruhe lassen könnten.

Gruß und toi toi toi von Katzenstube
 
E

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Gast
AW: ALG 2 und alkoholiker

Hallo zusammen, wie man an meinen registrierungsdatum sieht, habe ich lange gezögert bzw. mich nicht getraut hier zu posten. Jetzt muss es aber sein und mehr als das ich rausfliege kann ja auch nicht passieren. Ich möchte euch aber bitten gnädig mit mir umzugehen.
Du bist hier anonym und ich denke, die meisten haben große Solidarität und Verständnis für Probleme und psychische Belastungen. Das ist bei Alos nämlich keine Seltenheit und Alo macht nachweislich krank!
Also keine Sorge, ich denke, du bist hier in guten Händen!
Gut, dass du den Mut gefasst hast! Das ist der 1. Schritt.

Ist immer der blanke Horror, da ich vorm Amt eine panische Angst habe und da das Verlangen nach Alkohol natürlich am größten ist. Mir geht’s dann körperlich immer richtig mies mit Magenkrämpfen, Übelkeit und Herzrasen.
Das sind jedenfalls Gründe, die eine Teilnahme an der Maßnahme verhindern könnten und dir somit Druck nehmen.
Für eine Therapie kann ich mich noch nicht entscheiden. Es fehlt ganz einfach der Wille.
Das finde ich zunächst zweitrangig. Wichtiger finde ich es, dass du aus dieser Maßnahme raus kommst und Zeit bekommst, deine Probleme zu reflektieren, um dich evtl. doch für Hilfe zu entscheiden.

Nun habe ich ab Montag eine Maßnahme die zeitgleich mit Probearbeiten beginnt. Das Probearbeiten kommt aus einen Vermittlungsvorschlag und die Maßnahme rechnet das als Praktikum mit in die Maßnahmezeit ein. Kamm alles sehr kurzfristig. Die Stelle war als Teilzeit ausgeschrieben, das Praktikum soll aber Vollzeit gehen. Wie ich das schaffen soll 8 Stunden zu stehen, weiß ich selber noch nicht.
Klingt danach, dass die dich ordentlich verarscht haben und die Maßnahme so nicht unbedingt rechtskonform sind.
Das müsste aber in einem separaten Thread durchgeackert werden, wo die Spezialisten für Maßnahmenabwehr sind.

Was passiert wenn das Amt mitbekommt das ich ein Problem mit Alkohol habe?
Die schicken dich vermutlich zum ärztlichen Dienst, der deine Leistungsfähigkeit abklärt.

Wie sollte ich jetzt am besten vorgehen?
Dich wie hier trauen und zum Arzt gehen.
Leider sehe ich keine andere Möglichkeit. Du machst dich nur kaputt.
Kann mir die Leistung gestrichen werden und ich lande auf der Straße?
Auf keinen Fall!!
Wenn du die Maßnahme aber ohne Grund nicht antrittst, kannst du eine Sanktion und 30 % weniger Leistungen bekommen.
Kann ich zur Therapie gezwungen werden (Einweisung z.b.)?
Ja und Nein! Zumindest nicht direkt, sondern nur über Umwege.
Eine Einweisung geht nur über richterlichen Beschluss und nur bei Eigen- oder Fremdgefährdung. Das macht kein Richter einfach mal so.

Man kann aber gezwungen werden, an medizinischen Untersuchungen teilzunehmen und eine medizinische Reha zu beantragen.
Dritter Titel SGB I Mitwirkung des Leistungsberechtigten Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) Allgemeiner Teil

Ich bin ganz ehrlich. Manchmal spiele ich mit dem Gedanken das ganze einfach zu beenden.
Bitte nicht! Wir brauchen dich hier, um zu wissen, wie es ausgeht und wie du dich erfolgreich gewehrt hast. Das hilft uns, anderen wieder besser zu helfen. Also lass uns bitte nicht im Stich.
Ich bitte euch wirklich vielmals um Hilfe. Ratschläge wie hör das saufen auf, helfen mir wenig. So einfach geht das nämlich nicht.
Ja, das ist quatsch. Das musst du für dich ganz alleine entscheiden, wann du so weit bist.

Zu guter letzt. Ich bin durchaus gewillt zu arbeiten soweit ich das schaffe.
Aber das Ausmaß sollte passen und da sind 8 Std. definitiv zu viel.
Daher solltest du die Möglichkeiten nutzen, dass du nur 3-6 Std. täglich arbeiten darfst und nur Arbeit, die deine körperlichen Einschränkungen berücksichtigt.
Dazu musst du aber leider mitarbeiten und in den sauren Apfel beißen, etwas für dich und deine Gesundheit zu tun.
 

Porks

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AW: ALG 2 und alkoholiker

hi
ich sage es sehr direkt . Es muss dir noch schlechter gehen denn erst wenn du bereit bist Hilfe anzunehmen kann dir geholfen werden. denn Alkoholismus ist eine Krankheit die man wenn man es selbst will Heilen/Behandeln kann.

Aber halt nur wenn man selbst bereit ist . Und solange das nicht so ist ist es auch allen anderen egal. Und was soll das Amt machen dir das noch bezahlen . Nein für die bist du gesund und somit werden die sagen alles nehme alle zumutbaren arbeiten usw an . Weil du ja deine Krankheit verheimlichst musst du erst ganz unten sein . Und es geht bestimmt noch viel weiter runter als jetzt . Einmal Geld mäßig und dann die Gesundheit .

Also wache auf und hole dir Hilfe.
 

ZynHH

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AW: ALG 2 und alkoholiker

Ich habe dem jc erzählt, das ich alkoholkrank bin . Dadurch kam ich ins fallmanagement und konnte mich in Ruhe um Unterstützung kümmern.

Auch die jc wissen, das Alkoholkranke nicht vermittelbar sind, solange sie trinken.

Ich drücke dir beide Daumen. Kopf hoch. Wende dich an eine Suchtberatung, die wissen welche Ärzte dich gut unterstützen und nicht verurteilen.
 
E

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Gast
AW: ALG 2 und alkoholiker

Auch die jc wissen, das Alkoholkranke nicht vermittelbar sind, solange sie trinken. .
Wobei sehr viele Alkis bestens funktionieren, brav Arbeiten gehen und oft sehr hörig sind. Schon, um nicht aufzufallen.
Im Gegensatz zu Drogenabhängigen, oder Kiffern. Darum ist Kiffen ja auch verboten, es macht m.E. idR kritischer und rebellischer. Und auch gleichgültiger, was den Leuten aber egal ist. *g*
 

DonOs

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AW: ALGII Maßnahme mit Probearbeit aus einem Vermittlungsvorschlag,bin Alkoholkrank.

Hallo Nurich19 :welcome: im Forum.

Der Schritt wird zwar nicht leicht sein aber ich kann nur empfehlen, daß du dem Amt mitteilst, daß deine Erwerbsfähigkeit derzeit zumindest stark eingeschränkt sein kann und daher willst du einen Termin beim ärztlichen Dienst haben. Das ist dort nicht schlimm, dort kannst du dich dann offenbaren. Sollte das Amt trotz deinen Zweifeln an der Erwerbsfähigkeit dich in irgendwelche Sinnlosen Maßnahmen stecken, ist das für mich jedenfalls schon grobe Fahrlässigkeit.

Ich habe selbst als Beistand für jemanden diesen Weg vorgeschlagen. Jener betreibt seit 20 Jahren Alkoholabusus, daß sagte er dann auch ganz offen beim Amt. Daraufhin wurde der ärztliche Dienst beauftragt zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit. Daraufhin wurde er erstmal 6 Monate lang erwerbsunfähig geschrieben und das Amt will ihn jetzt in die Rente schicken. Durch den ganzen Wegfall von Streß durch das Amt in den 6 Monaten, konnte er sich besinnen und ist jetzt seit guten 9 Monaten trocken, ohne ärztliche Unterstützung, was ich nicht empfehlen würde, lieber mit einem Arzt. Aber er hat es geschafft, ab und an kauft er sich noch Alkoholfreies Bier zur Überlistung des Gehirns, bis her hat es gut geklappt.

Mein Fazit. Beim Amt die Erwerbsfähigkeit anzweifeln um einen Termin beim ärztlichen Dienst zu bekommen. Damit du erstmal Ruhe hast vor dem Amt und du dich auf wichtigere Angelegenheiten (Gesundheit) konzentrieren kannst.
 

Kerstin_K

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Vielleicht kannst Du ja den Einstieg beim Arzt auch über Dein Fußproblem finden. LAss das abklären und wenn Du merkst, dass Du dem Arzt vertrauen kannst, kannst Du Dich ihm offenbahren?
 

ArNoN

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Hallo Nurich19, auf jeden Fall wuerde ich mich am Montag beim JC krankmelden und von Deinem Arzt (hast Du einen?) krankschreiben lassen, damit bist Du erstmal aus der Massnahme raus.

Ein Widerspruch gegen die Zuweisung oder Anzweifeln der Rechtmaessigkeit der Massnahme zum/nach Massnahmebeginn ist immer gaaanz duennes Eis - kann klappen, muss aber nicht. Mit der AU bist Du mMn erstmal auf der sicheren Seite, die Anzweiflung etc kannst Du dann ja immer noch angehen.

Bezueglich dem "alles beenden" setze Dich bitte mit einer Beratungsstelle in Verbindung, da wird Dir akut geholfen - Dein Beitrag hier zeigt mir, dass Du Dir doch "was wert bist", und fuer Dich kaempfen willst.

Viel Erfolg!
 

hansklein

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Hallo Nurich19,

vielen Dank, das du so offen und ehrlich mit deinen Problemen umgehst. Da gehört eine Menge Mut zu. Ich spreche aus Erfahrung, weil ich selbst trockener Alkoholiker bin, nachdem ich in einer vom JC vermittelten Stelle zusammengebrochen bin.

Zum ersten, brauchst du dich nicht zu genieren, weil du ein Alkoholproblem hast. Das ist eine Krankheit, die i.d.R. nicht von mir als Person selbst und alleine behandelbar ist. Ein Selbstentzug - sogenannter kalter Entzug - ist auch nicht empfehlenswert, denn dieser kann mit schwerwiegenden Folgen, im schlimmsten Fall mit dem Tod enden und ist auch nicht nötig. Ich musste leider schon sehen, wie jemand, der wegen einer Maßnahme versuchte, selbst zu entziehen, mit schwersten Krämpfen und Verletzungen ins KH gefahren werden musste.

Bluthochdruck hatte ich durch den bei mir immer stärker gesteigerten Alkoholkonsum, schwere Herzprobleme, Krämpfe und Fadenrisse "vom feinsten", nicht schön. Dazu ständig Entzug, weil ich ja meinte, nicht auffallen zu dürfen und auch versteckt meine Flaschen gekauft in wechselnden Geschäften.

Aber es gibt Hilfe, wenn ich diese annehmen möchte. Wie kann dir meine kleine Geschichte weiterhelfen?

Wenn du wegen deines Alkoholproblems Probleme mit dem JC oder einer künftigen Arbeitsstelle bekommen solltest, muss das nicht schlimm enden. Etwas Mut gehört dazu und der Wille, sich helfen lassen zu wollen. Alleine schafft das kaum einer - und genießt auch keinen Schutzstatus.

Wenn du Probleme bekommst und es schaffst, dich soweit zu überwinden, das du dich einem Arzt - am besten deines Vertrauens - zuwendest, kann er dich aufgrund deines Alkoholproblems krank schreiben. Da kann auch kein JC oder Arbeitgeber Probleme machen, das JC bei uns macht die nach bekanntwerden sowieso nicht. Da gehört natürlich einiges zu, heute kann ich darüber offen reden, anfangs ging das nicht.

Ich habe mich fürchterlich geschämt, als ich meinen Job nicht mehr schaffte, der Meister mich noch deswegen "zusammen Schiss" und wusste nicht mehr ein- noch aus, ich konnte mein Problem ja nicht zugeben, ich war kurz davor, großen Unsinn zu machen. Ich brach körperlich zusammen mit Herzproblemen und seelisch, ich konnte fast nichts mehr - wie ein kleines kind, absolut hilflos. Ich hatte zum Glück vorher schon in Foren begonnen, mich über mein "Problemchen" zu informieren. Ich schaffte es, zum Arzt meines Vertrauens zu gehen.

Ob mir das jemand glaubt oder nicht, erst war es mir extrem peinlich, mich "damit" an meinen Arzt zu wenden. Ich schämte mich fürchterlich. Ich kämpfte mit Tränen. Und mein Arzt machte es mir einfach, erklärte mir, das er noch viele andere in meiner Situation gäbe, er schrieb mich sofort und problemlos länger krank und gab mir ein Kärtchen mit, wo ich mich hinwenden konnte. Ich floh erstmal förmlich aus dem Arztzimmer, als das gespräch beendet war, und lies meinen Gefühlen freien Lauf. Es tat irgendwie sogar gut.

Danach schaffte ich es zur Suchtberatung zu gehen, dort holte ich mir weitere Hilfe. Der Arzt schrieb mich weiter krank. JC und Arbeitgeber bekamen darüber keine Infos. Dann machte ich mithilfe der KK einen qualifizierten Entzug mit anschließender Langzeittherapie. Zwischenzeitlich setzte ich irgendwann das JC in Kenntnis, das ich "in Kur" gehe. Auch diese ließen mich in Ruhe.

Ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein, die Statistiken zeigen, das nur dieser Weg Erfolg verspricht, wobei ich gleich sage, das manche auch scheitern aber oft dann einen 2. Anlauf nehmen. Ich bin trocken geblieben. Ich konnte wieder arbeiten und meine gesundheitlichen Probleme wurden soweit es möglich war in der Langzeitteraphie beseitigt. Meine Pumpe ist heute noch/wieder i.O. und kein Bluthochdruck mehr zum Glück, ich habe, seit der Therapie, (wieder)Spaß am leben.

Ich entschuldige mich, das dieser Beitrag so lang geworden ist, ich wollte nur aufzeigen, das es Möglichkeiten gibt, wenn ich bereit bin Hilfe anzunehmen. Dabei ist es nicht selbstverständlich, sondern gut, das es diese Hilfe gibt.

Und nochmal ganz deutlich. Wenn bekannt wird, das du ein Alkoholproblem hast, kann dir kein Strick daraus gedreht werden und keine Sperre gegeben. Ich hoffe du wählst einen guten Weg, auch wenn du es jetzt nicht glauben magst, liegt noch viel Gutes in deinem Leben vor dir.
 
R

Rübennase

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hi
ich sage es sehr direkt . Es muss dir noch schlechter gehen denn erst wenn du bereit bist Hilfe anzunehmen kann dir geholfen werden.

Dieser Quatsch stammt aus dem letzten Jahrhundert. Man sollte schon verstehen aus welchem Grund sich ein Mensch mit Alkohol betäubt. Deine Aussage trifft wohl in den wenigsten Fällen zu. Man muss die Ursache behandeln und nicht die Folgeerkrankung. Sonst könnte man ja auch einfach eine Lobotomie durchführen.


Im Gegensatz zu Drogenabhängigen, oder Kiffern. Darum ist Kiffen ja auch verboten, es macht m.E. idR kritischer und rebellischer
"Kiffen" ist und war in Deutschland noch nie verboten. Gefährliches Halbwissen? Cannabishaltige Medikamente und Blüten gibt es heutzutage in der Apotheke auf Rezept.

Wegen des Alkoholproblems würde ich mal schleunigst einen Arzt aufsuchen und die Problematik erklären, sowie eine AU einholen.

Du bist nicht der Einzige der sowas hat. Also trau dich.
 

Porks

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hi
sehe ich anders . Denn wenn einer nicht bereit ist sich einzustehen , dass er ein großes Problem mit Alk hat und meint keine Hilfe zu wollen ist er noch nicht bereit .

Denn wie soll einem geholfen werden wenn man es selbst nicht will. Und wie soll ein andere Hilfe bereitstellen wenn der Betroffene es nicht will dann kann man auch nicht die Ursache angehen.
Darum muss es für den Betroffenen wohl erst noch weiter ab gehen bis er selbst bereit ist Hilfe anzunehmen denn mit zwang von anderen geht es nicht .
 

Katzenstube

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Hallo Ihr alle,
vom Gefühl her würde ich Porks Meinung auch für mich in Anspruch nehmen. Aber: das können nur wir so fühlen, die dieses Problem nicht haben. Ich selber bin Raucher - also auch eine Sucht - und habe es nicht geschafft aufzuhören obwohl ich mir schade. Rein medizinisch schon (von der Seele und Psyche ganz zu schweigen) ist dieses verteufelte Gift Alk (welches gesellschaftlich so anerkannt ist) ja schon in den Stoffwechsel eingebaut. Das Belohnungssystem im Kopf arbeite auch damit. Nicht aufhören können heisst nicht im Rückkehrschluss nicht aufhören wollen.

Ja, hansklein, ärztliche Begleitung ist so wichtig. Aber wie dünn gesät sind gute, sozial kompetente Ärzte? Mir erklärte letzte Woche ein Orthopäde "für 19,40 kümmere ich mir nur um die Überweisung der Hüfte, nicht um den Rücken". Zuvor hat die Hausarztpraxis eine Entzündung übersehen und mich erfolglos mit Opiaten vollgestopft. Mit dem Resultat, dass ich nicht mehr laufen konnte! Ein menschlicher Arzt, kompetent im Fachwissen und ausgestatter mit der ärztlichen Verantwortung übernahm die Verantwortung und Alleinbehandlung für meine Hüfte. Das war ein Zufall!!!! Einen solchen Arzt zu treffen ist die Chance von 1 zu 10.000. Der Alkoholkranke ist ja noch viel beschämter und trauriger als ich, deren Knochen kaputt waren.

Alk ist eine Gesellschaftsdroge und die Abstinenz wird belächelt. Was meint Ihr (ich mag keinen Alk) was ich als Jugendliche für Spott aushalten musste weil ich an meiner Cola nicht vorbeikam. Leider können wir dem Betroffenen nicht helfen und ihm auch keinen Arzt senden. Er benötigt Kraft und Lebenswillen um sich selber auf die Suche zu machen nach Ärzten und Selbsthilfegruppen. Nach Hilfe, die in unserer Gesellschaft nicht mehr Standard ist.

Ich finde es schade um jeden Menschen, der durch Prinzessin Alk aus seinem Leben gerissen wird und gesellschaftlich nunmehr nur noch am Rande ist. Nur: helfen können diese Menschen leider nur sich selber. Ob jetzt durch Leidensdruck (was wohl meistens der Fall ist) oder durch anderen Druck - im Regelfall nicht freiwillig und guten Mutes. Haben diese Menschen doch oft genug schon versucht es zu schaffen. Dadurch wird ja auch das Selbstbewußtsein vermutlich immer kleiner.

Viel zu viel geschrieben, eigentlich das Thema zerstückelt von mir aber irgendwie ein Versuch denen die Betroffen sind klar zu machen, dass ihnen nicht nur Vorurteile entgegen gebracht werden.

Und ganz besonderer Respekt an jene wie hansklein (der dadurch für mich ein ganz GROSSER ist), die es geschafft haben und ebenso offen darüber reden können. Denn nur sie wissen was diese Belastungen sind und wie schnell sich ein Rückfall einstellen kann, der dann aber kein Grund zum Aufgeben sein sollte, sondern wieder ein Gang zum helfenden Arzt ..... der so schwer zu finden ist...

Gruß von Katzenstube
 
E

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Alk ist eine Gesellschaftsdroge und die Abstinenz wird belächelt. Was meint Ihr (ich mag keinen Alk) was ich als Jugendliche für Spott aushalten musste weil ich an meiner Cola nicht vorbeikam.
DAS ist eines der Hauptprobleme. Zu jedem Anlass gehört Alk. "Komm ein Schlückchen, sei kein Frosch, du musst doch mit uns anstoßen......".
Schnell wird man ausgegrenzt, wenn man nicht gerade schwanger ist,, oder sonst eine gesellschaftliche "Ausrede" hat.
Ja es ist dramatisch, man braucht eine Ausrede, muss sich rechtfertigen, wenn man keinen Alk trinken will!
Gerade für Jugendliche ist das ein Problem!
Die bekommen ja sogar von Erwachsenen zu Feierlichkeiten Alk angeboten.
Auch Babys füllt man schon ab mit Hustensaft etc. auf hochprozentiger Alkoholbasis (statt auf Zuckerbasis, was auch nicht optimal ist, aber besser als Alk). Da macht sich keiner Gedanken darum!

Mein Sohn war davon auch genervt. Er meinte: "Mama keine Ahnung wo ich am WE hin soll. Die eine Clique nervt mich dauernd, dass ich doch auch Bier trinken und rauchen soll, aber da geht halt der Bär ab und es ist lustig. Die anderen nerven zwar nicht rum, aber da ist es sterbend langweilig.

Nach intensiven Gesprächen mit mir, hatte er es dann geschafft, seinen Kumpels einiges klar zu machen. Zum Glück waren das super Kumpels, die ab da seine Abstinenz respektierten und ihn in Ruhe ließen. Diese Kumpels hat er heute noch. Er meinte u. A. "Die brauchen ja auch einen, der sie sicher nach Hause fährt."

Die Raucher werden inzwischen ja fast schon gejagt. Die Alkohollobby funktioniert bestens. Ein Werbeverbot und Horrorbilder für Alk gibt es noch nicht.

Auch in Lebensmitteln sind oft Aromen und sogar versteckter Alk, die einem trockenen Alkoholiker Probleme bereiten können.
Die Gesellschaft macht es ihnen sehr schwer trocken zu werden und zu bleiben. Das ist schlimm!
 

Porks

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ich würde sagen ,dass ist ein sehr schweres Gebiet für welche die nicht betroffen sind . Denn man weis ja nicht wie ein andere denkt usw.
Da kann man nur für sich Sprechen wie man das so sieht .
Und darum denke ich das ist so als ob man im Keller eine Undichte Wasserleitung hat aber man nicht will , dass der Klempner in den Keller kommt um es zu Reparieren weil er dann sieht das es dort auch sehr Unordentlich ist und das alles erst beseitigt werden muss um an die Defekte Stelle zu kommen.

Und genau so stelle ich mir das auch vor wie es in einem so ist . Aber ohne einen Anfang gibt es auch keinen Versuch das Problem zu lösen.

Und um beim Klempner zu bleiben wenn das Wasser erst auf die Straße läuft ist es zu Spät weil es dann alle sehen.


Klar da würde jeder Mediziner bei so eine Diagnose Umfallen aber so sieht es ein Klempner für Wasserleitungen.
 

Nurich19

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Hallo
Zuerst möchte ich etwas Aufklärung in die Maßnahme/Vermittlungsvorschlag bringen.
Angedacht war eine 3-monatige Maßnahme. 2 Monate Theorie und abschließend 1 Monat Praktikum.
Um endlich halbwegs Ruhe von meinem SB zu haben und der Träger quasi nebenan ist, stimmte ich zu.
Zeitgleich kam ein Vermittlungsvorschlag für eine teilzeitstelle (4 Std. täglich nachmittags) auf die ich beworben habe und auch vorstellte. Der Arbeitgeber würde mich nun gerne 2 Wochen Probearbeiten sehen. Beginnend am gleichen Tag wo die Maßnahme startet. Da beides ja schlecht geht rief der Arbeitgeber meinen SB an, der wiederum mit dem Träger sprach. Dieser meinte dann, dass das Probearbeiten dann eben zum Praktikum (8 Std. täglich) zählt und dann halt eben zum Start der Maßnahme beginnt. Da die Stelle im Verkauf ist, würde ich mir 4 Stunden schon zutrauen, aber 8 Stunden stehen bekomme ich glaube ich nicht hin.

Einen Arzt habe ich nicht wirklich. Einer hat mir Blut abgenommen, also nie wieder hin. Der nächste hat meinen Bluthochdruck erkannt und wollte wegen meinen Füßen Blut abnehmen. Abnahme verschoben und nie wieder hin. Bei dem ich jetzt bin, brauch ich auf kein Verständnis hoffen. Er untersucht nicht wirklich und ich war bei ihm schon mal und hab versucht zu erklären das ich panische Angst vorm Amt habe. Ergebniss war ein Rezept für Schlaftabletten.

Ich sehe von euch 2 Vorschläge.
1. Zum Arzt und dem das offen sagen und auf Krankschreibung hoffen. Das geht ja auch nicht ewig und ich denke das Amt wird früher oder später den ÄD einschalten.
2. Es direkt dem Amt sagen. Das bekomme ich nicht hin. Da bin ich mir sicher.

Ich habe mir schon oft vorgenommen weniger zu trinken, mit dem Ergebniss das es zum Absturz gekommen ist. Ich muss @Porks schon Recht geben. Es ist mir bewusst, dass ich ein ernsthaftes Problem habe, Aber diese Einsicht verschwindet urplötzlich wenn die Sucht drückt.
Beratungsstellen helfen doch auch erst, wenn man etwas ändern möchte. Da bringt es doch nichts, wenn ich dahingehe und das blaue vom Himmel lüge und dann heimgehe und direkt das Saufen anfange.

Der ÄD würde ja auch zu dem Schluss kommen das eine Stationäre Therapie meine Arbeitsfähigkeit verbessern würde. Was wiederum wie von curcuma geschrieben dann eben doch zu einer Einweisung führen würde oder eben das Geld gestrichen wird was letztendlich den totalen Absturz nach sich ziehen würde.

Ich hätte nie gedacht das ich während ich diese Zeilen schreibe das heulen anfange. Es geht mir schon den ganzen Tag schlecht.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
LG
 

Kerstin_K

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Auch der ÄD der AfA kann eine stationäre Therapie nur empfehlen, Dichaber nicht dazu zwingen und per Zwangseinweisung schon gar nicht.

Die haben nur fetzustellen, was Du noch machen kannst und was nicht und sic nict in irgendwelche Therapien oder Behandlungen einzumischen.

Und das Geld streicht Dir auch keiner.

Du musst halt irgendwie da durch und nicht immer weglaufen, wenn ein Arzt hinter Dein Problem kommen könnte.

Ich würde vieleicht doch erstmal zur Beratungsstelle gehen. Die kennen vielleicht Ärzte, bei dene sie wissen, dass die Verständnis haben.
 
E

ExitUser

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AW: ALGII Maßnahme mit Probearbeit aus einem Vermittlungsvorschlag,bin Alkoholkrank,wie kann es weitergehen?

Hallo
Zeitgleich kam ein Vermittlungsvorschlag für eine teilzeitstelle (4 Std. täglich nachmittags) ... dass das Probearbeiten dann eben zum Praktikum (8 Std. täglich) zählt und dann halt eben zum Start der Maßnahme beginnt. Da die Stelle im Verkauf ist, würde ich mir 4 Stunden schon zutrauen, aber 8 Stunden stehen bekomme ich glaube ich nicht hin.
Jetzt beim Probearbeiten musst du vormittags aber nicht in die Maßnahme?
Du meinst diese 8 Std. reguläre Arbeitszeit im Rahmen der Maßnahme, also was nach dem Probearbeiten auf dich zukommt?


1. Zum Arzt und dem das offen sagen und auf Krankschreibung hoffen. Das geht ja auch nicht ewig und ich denke das Amt wird früher oder später den ÄD einschalten.
Ja, aber bis dahin vergeht Zeit und du kannst in dich gehen, welchen Weg du einschlägst und ob du doch bereit bist, was gg. den Alk zu machen. Selbst wenn nicht, wird dir zumindest erst mal der Druck genommen und vor Allem dir die körperlichen Beschwerden genommen!

2. Es direkt dem Amt sagen. Das bekomme ich nicht hin. Da bin ich mir sicher.
Brauchst du bei einer AU auch erst mal nicht.

Beratungsstellen helfen doch auch erst, wenn man etwas ändern möchte. Da bringt es doch nichts, wenn ich dahingehe und das blaue vom Himmel lüge und dann heimgehe und direkt das Saufen anfange.
Leider weiß ich nicht, wie die Beratungsstellen arbeiten. Ich sehe deren Aufgabe aber auch darin, dich zum Wollen zu motivieren und dir die Angst davor zu nehmen.

Was wiederum wie von curcuma geschrieben dann eben doch zu einer Einweisung führen würde oder eben das Geld gestrichen wird was letztendlich den totalen Absturz nach sich ziehen würde.
Da habe ich mich wohl zu unklar ausgedrückt.
Aber ich muss gestehen, dass ich mich da nicht sehr gut auskenne!
Wenn ich Mist erzähle, korrigieren mich die anderen bestimmt.

Die können dich zwingen zu Untersuchungen zu gehen und Anträge zu stellen. Z. B. auf EU Rente. Zuerst müsste mal deine Erwerbsfähigkeit, bzw. -unfähigkeit festgestellt werden. Verbindlich kann das nur die Rentenversicherung.
Es sei denn, das JC akzeptiert die Beurteilung des äD, dass du z. B. nur 3-6 Std. tägl. arbeiten kannst.

Dazu wird erst ein Gutachten erstellt und dann erst eine Reha, genehmigt, sofern überhaupt Anspruch darauf besteht. Reha vor Rente.
Voraussetzung für eine Reha wäre natürlich erst eine Entgiftung (dauert idR mind. 6 Wo) . Sonst nimmt dich keine Klinik.
Gehst du da nicht hin, oder brichst du ab, kann dir lediglich die Reha/Entgiftung versagt werden. Zurückzahlen musst du bei Abbruch aber nichts!

So weit ich das sehe, könnte dich das JC höchstens ins SGB XII, also "Sozialhilfe" abschieben. Aber ganz den Geldhahn abdrehen und dich verhungern lassen geht nicht!

Wo ich mir aber sehr sicher bin:
Zur Entgiftung oder Reha kann dich niemand zwingen!
Es wird dich keine Polizei abholen oder Sanis in eine Zwangsjacke stecken und in die Psych verfrachten!
Da musst du schon viel anstellen. Suizidversuch, oder Angriffe auf andere wären da Möglichkeiten. Die Unterbringung ist in den Bundesländern unterschiedlich und geht grundsätzlich nur mit richterlichem Beschluss!!
Das garantiere ich dir.
Zwangsbehandlung und sog. Zwangseinweisung ist in DE nur unter strengen Voraussetzungen erlaubt, weil das eine Freiheitsentziehung ist, die unter dem Schutz des GG steht.
Zwangsbehandlung – Betreuungsrecht-Lexikon
Unterbringung – Betreuungsrecht-Lexikon

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Du hast dich da vom JC breit schlagen lassen.
Allein wegen deiner körperlichen Beschwerden kommst du erst mal nur aus der Nummer raus, wenn du dich AU schreiben lässt.
Das dürfte kein Problem sein und du gewinnst Zeit. Dein Alk-Problem musst du erst mal nicht offenbaren.
Alles andere halte ich zumindest im Moment für zweitrangig.
Der Rest wird sich geben, wenn der Druck weg ist.
Ohne Druck kann man nämlich viel besser nachdenken.
 

Katzenstube

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Hallo Nurich19,
nennen wir das Kind beim Namen: die beiden Dir vorgeschlagenen Wege sind für Dich derzeit nicht realistisch bzw. gehbar. Was vermutlich bedeuten wird, dass Du das Thema beginnen wirst auszusitzen. Und zwar so lange, bis Dich eine Lawine überrollen wird oder Du doch einen der beiden Entscheidungswege treffen willst.

Du sagst, Du willst (derzeit!) nichts ändern, was in Ordnung ist weil es Deine alleinige Entscheidung ist, welche natürlich Konsequzenzen mit sich bringen kann. Aber dann hast Du ja schon eine bewußte Entscheidung für Dich getroffen und das ist (meiner Meinung nach) o.k.

In diesem Sinne wünsche ich Dir ganz viel Kraft für Dich und Deinen Weg, wohin auch immer dieser Dich führen wird.

Toi toi toi wünscht Katzenstube
 

Nurich19

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@ curcuma
Das Probearbeiten würde 4 Std. betragen. Da es aber in die Maßnahme mit aufgenommen wurde, ist es jetzt ein Praktikum mit 8 Std. Zur Maßnahme selbst brauch ich in der Zeit nicht, da es ja ein Inhalt der Maßnahme ist. Sollte ich das Praktikum schaffen und den Job bekommen, ist die Maßnahme beendet und ich habe einen Teilzeit Job mit 4 Std. täglich. Bekomm ich den Job nicht, läuft die Maßnahme weiter.
Ich habe mich jetzt so entschieden, ich hoffe das geht in Ordnung.

Ich werde morgen die Probearbeit/Praktikum antreten. Denn Job will ich ja, hab aber Zweifel das ich 8 Std. durchhalte. Sollte ich merken das es nicht mehr geht, werde ich zum Arzt gehen und mich wegen meiner Füße krankschreiben lassen. Dem Arbeitgeber kann ich ja sagen das es evtl. nur an passenden Schuheinlagen fehlt, die mir der Arzt verschreibt. Ob ich den Job dann bekomme bezweifle ich stark.

Bei meinem letzten Arzt habe ich meine Füße ja nie Erwähnt. Auch den Blutdruck nicht. Aus Erfahrung des Arztes vorher weis ich das die Frage kommen wird ob ich viel Alkohol trinke. Diesmal werde ich sie bejahen. Zeitgleich werde ich mich anonym bei der Caritas melden und erst mal anfragen was für Möglichkeiten bestehen.

Ich hoffe das ist so richtig. Keiner kann sagen ich habe nicht versucht den Job zu bekommen.
LG

EDIT: @ curcuma, dein Angebot per PN nehme ich gerne an, nur bitte nicht mehr heute. Ist einfach ein bischen zuviel gerade.
 

Kerstin_K

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Vielleicht will der AG ja auch gar nicht, dass Du 8 Stunden probearbeitest? MT uns JC können das nicht einfach so beschliessen, schliesslich hat der AG das selber z ebtscheiden.

Wobei 2 Wocen Probearbeit ohne Betahlung ganz schön lange sind. DAs rircht schon wieder danach, dass der AG nur kostenlose Arbeitskräfte abgreifen will.
 
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ExitUser

Gast
@ curcuma
Das Probearbeiten würde 4 Std. betragen. Da es aber in die Maßnahme mit aufgenommen wurde, ist es jetzt ein Praktikum mit 8 Std.
Das Probearbeiten kommt aus einen Vermittlungsvorschlag und die Maßnahme rechnet das als Praktikum mit in die Maßnahmezeit ein.
Die haben ja einen Knall!
Der AG will nur 4 Std und der Maßnahmeträger entscheidet, dass du dort für 8 Std. hin gehst und schiebt dem AG täglich 4 Std. in den Rachen?
Auch unklar ist, ob das einfach so geht! Entweder Probearbeiten, oder Maßnahme. Das sind 2 Paar Dinge, zumal der AG aus einem VV kam!!

Die können das doch nicht einfach mixen?
Wieso schickt dir der SB einen VV während du in einer Maßnahme bist?
Da passt was nicht, die verarschen dich!

Zur Maßnahme selbst brauch ich in der Zeit nicht, da es ja ein Inhalt der Maßnahme ist
.
Stand das so da drin? Wurde das nachträglich schriftlich so vereinbart?
Von wem, vom Träger oder dem JC?
Das kann ich mir nicht vorstellen! Entweder ein Maßnahmeträger vermittelt dir ein Praktikum, oder der Arbeitsvermittler einen VV.
Solche Mischungen kommen mir seltsam vor, aber ich bin ja kein Experte.
Kläre das bitte mal in einem eigenen Thema!
Sollte ich das Praktikum schaffen und den Job bekommen, ist die Maßnahme beendet und ich habe einen Teilzeit Job mit 4 Std. täglich. Bekomm ich den Job nicht, läuft die Maßnahme weiter.
Ich habe mich jetzt so entschieden, ich hoffe das geht in Ordnung.
Ja und Nein. Probearbeiten ja, aber nicht zu diesen seltsamen Bedingungen von plötzlich 8 Std.
Klingt für mich, dass der Träger seine Zuschüsse sichert, der SB sich Arbeit erspart und die Maßnahme in ein Probearbeiten umwandelt.
Das macht nämlich Arbeit.
Abgekartetes rechtswidriges Spiel wittere ich da!

Ich werde morgen die Probearbeit/Praktikum antreten. Denn Job will ich ja, hab aber Zweifel das ich 8 Std. durchhalte.
Genau darum finde ich es wichtig, dass du da die rechtliche Situation klärst. Denn wenn du nur Probearbeiten per VV machst, packst du das!

Der AG will nur 4 Std. also kläre das und sage ihm dass das Probearbeiten eigentlich nur für 4 Std. vorgesehen ist, nimm den VV mit und zeige ihm den.
Dann weißt du ja, was der dazu sagt und ob diese 8 Std. überhaupt offiziell sind und warum.
Evtl. kannst du mit dem ja reden?
Ach keine Ahnung, echt ne schiet Situation und ich will dir ja nicht das Falsche raten.
Mal schauen, was die anderen dazu sagen.
Sollte ich merken das es nicht mehr geht, werde ich zum Arzt gehen und mich wegen meiner Füße krankschreiben lassen. Dem Arbeitgeber kann ich ja sagen das es evtl. nur an passenden Schuheinlagen fehlt, die mir der Arzt verschreibt. Ob ich den Job dann bekomme bezweifle ich stark.
Daher würde ich lieber mit dem AG reden und ihm klar machen, dass 4 Std. für dich kein Problem sind und dass bereits abgeklärt wird, dass du nur TZ arbeiten kannst, weil du sonst Probleme mit den Füßen bekommst.
Dass du den Job unbedingt willst und keine AU machen willst, nur weil das JC aus 4 Std. plötzlich 8 Std. macht.
Ein guter AG versteht das. Wenn nicht, kannst du den eh in die Tonne hauen.
Und dass du nochmals mit dem JC klären möchtest, warum du plötzlich 8 statt 4 Std. arbeiten sollst.

Aus Erfahrung des Arztes vorher weis ich das die Frage kommen wird ob ich viel Alkohol trinke. Diesmal werde ich sie bejahen.
SUUUPER!! :cheer2:

Na also, geht doch, ich wusste, dass ich auf dich bauen kann!

Zeitgleich werde ich mich anonym bei der Caritas melden und erst mal anfragen was für Möglichkeiten bestehen.
Ich bin begeistert! Du wächst gerade über dich selbst hinaus.
Bekomme jetzt bloß keine Angst vor deiner eigenen Courage :icon_evil:

Ich hoffe das ist so richtig. Keiner kann sagen ich habe nicht versucht den Job zu bekommen.
Jawoll und beim Rest helfen dir die Maßnahmespezialisten bestimmt!
Dazu mache bitte ein neues Thema auf und lade die Zuweisung zur Maßnahme und den VV hoch.
Und falls vorhanden die schriftliche Bestätigung oder Anordnung, dass das Probearbeiten tägl. 8 statt 4 Std. sein soll.

PS: Du hast Post, schau mal in dein Postfach.
 

ZynHH

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PS: Du hast Post, schau mal in dein Postfach.
Du weisst das er dir dort nicht antworten kann?

@Nurich19
Du kannst jederzeit in die Notaufnahme eines Krankenhauses gehen, auch und grade wenn du getrunken hast und es dir schlecht geht.
 

ArNoN

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wie @curcuma schon schrieb - das riecht nach Verarschung. Der MT verbucht offensichtlich das Praktikum als seinen Erfolg, und kriegt die Massnahme noch bezahlt...

Umso wichtiger finde ich, dass Du Dich morgen (also am Montag)

- beim JC krank meldest, beim AG gerne auch (MT wuerde ich nicht, was meinen die anderen?)
- Dir vom Arzt die AU bestaetigen laesst (und dem JC nur den "fuer den Arbeitgeber"-Teil schickst, ohne Diagnose!)
- Dich um die entsprechenden Hilfen bemuehst.

Die Massnahme, denke ich, ist damit erstmal vom Tisch, die drohendste Gefahr also auch. Somit hast Du dann die noetige Luft, Dich um Dich selber zu kuemmern - und auch wenn's bloed klingt: DuSchaffstDas!
 
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