ALGII komplett gestrichen - Was tun?

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alex.h

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Hallo zusammen,

ich lese hier seit einigen Jahren mit uns das Forum hat mir schon so oft weiter geholfen, das hier ist wirklich eine mega Community! Ein großes Dank an alle engagierten User.
Jetzt habe ich allerdings einen sehr speziellen Fall, welchen ich euch hiermit schildern möchte. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich fassungslos. Das JC wirft mir gerade die absurdesten Dinge an den Kopf, hier brauche ich definitiv eure Hilfe. Dazu muss ich jedoch ziemlich weit ausholen.

Ich war über 15 Jahre selbständig, durch mehrere Zahlungsausfälle meiner damaligen Kunden bin ich selbst in die Pleite geraten, ich hatte schlichtweg zu schlecht vorgesorgt. Seit 2013 bin ich in ALG II und komme seit dem auch nicht mehr raus, wobei jetzt konkrete Hoffnung besteht (dazu später mehr).

Als ich in ALGII-Bezug kam, war meine Miete zu hoch und ich hätte umziehen müssen (ca. 850 Euro Warmmiete, Höchstsatz bei uns ist 425 Euro zzgl. NK.). Meine Mutter pendelt beruflich zwischen meiner Stadt und einer anderen hin und her, bis zu diesem Zeitpunkt war sie immer in Hotels, wenn sie ca. 7-10 Tage im Monat in der Stadt war. Wir haben es dann so gemacht, dass meine Mutter ab Mai 2014 die Wohnung übernommen hat und ich bei ihr zur Untermiete wohne. Das was sie früher in Hotels investierte, investierte sie von nun an in die Wohnung. Ich selbst zahle eine Pauschlamiete von 570,00 Euro für meinen Wohnanteil, den Rest übernimmt sie. Das Jobcenter hat nie etwas dagegen gesagt. Sie erstatten mir natürlich nur die Höchstgrenze von 425 Euro (da ich eine Pauschalmiete habe ohne Nebenkosten).

Ich habe von Ende 2013 bis Ende 2018 stundenweise in der Firma meiner Mutter mitgearbeitet. Zeitweise sah es so aus, als könnte ich dort vollzeit angestellt werden, dem war aber dann leider aufgrund der finanziellen Lage der Firma doch nicht so (das muss Anfang / Mitte 2014 gewesen sein). Verdient habe ich dort auf Minijob-Basis 135,00 Euro / Monat. Anfang 2018 war ich einige Monate krank, dies hatte psychische Gründe und hing auch mit der Trennung meiner Ex-Partnerin zusammen.

Seit 2019 bin ich in einer anderen, neu gegründeten Firma meiner Mutter angestellt, dort verdiene ich aktuell 150 Euro auf Minijob-Basis. Im Handelsregister bin ich formal als Prokurist eingetragen, damit ich bestimmte Dokumente unterschreiben kann, wenn meine Mutter nicht da ist (wie gesagt, sie ist nur eine gute Woche pro Monat am hiesigen Standort). Das mit der Prokura ist eine reine Formalität, ich bekomme dafür keine extra Entlohnung. Jedoch hätte ich die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab Oktober dauerhaft vollzeit angestellt zu werden. Hierzu wäre jedoch eine Förderung durch das Jobcenter nötig, wie diese aussehen könnte würde ich gerne mit dem Jobcenter besprechen. Die spezifische Ausbildung würde ca. 27.000 Euro kosten, die Kosten würde die Firma meiner Mutter komplett übernehmen. Für die Firma macht das nur Sinn, wenn das Jobcenter die laufenden Lohnkosten auf gewisse Zeit fördern würde.

Ich bat bereits Anfang Januar 2019 beim Jobcenter um einen Gesprächstermin, um die Situation individuell zu besprechen. Der erste Termin wurde vom Jobcenter abgesagt, es folgten weitere Termin-Vereinbarungsversuche. Ich arbeite in der Firma meiner Mutter nur stundenweise, habe demnach genügend Zeit um die Termine beim Jobcenter anzunehmen. Wenn das Jobcenter mitspielen würde... Ich bekam mehrere Terminvorschläge, immer äußerst kurzfristig. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich entweder auf der Arbeit oder auf dem Weg zu/von der Arbeit. Da ich in der Kundenbetreuung eingesetzt werde, muss ich mich an die zuvor vereinbarten Arbeitszeiten halten. Die Zeiten werden ca. 5-8 Werktage im Voraus festgelegt. Ich bat meine Ansprechpartnerin um eine Terminvereinbarung, sodass wir zeitnah einen gemeinsamen Termin finden und es nicht wieder zu Überschneidungen kommt. Wie gesagt, ich habe genügend Zeit und könnte flexibel reagieren. Stattdessen wurde das mehrfach (mittlerweile 6x!) ignoriert und ich bekam immer kurzfristig ungefragt Terminvorschläge, statt einfach mal einen Termin mit mir abzustimmen. Jedes Mal kollidierte das mit meiner Arbeit, man könnte meinen, das Jobcenter kannte meine Arbeitszeiten. Ich habe so oft darauf hingewiesen, dass ich endlich einen Termin vereinbaren möchte und man mit mir doch bitte einen Termin abstimmen möge, schließlich liegt es in beidseitigem Interesse. Nichts! Keine Kontaktaufnahme. Ich will doch einfach nur einen Termin!!! Ich habe auch mehrfach schriftlich mitgeteilt, worum es mir in dem Termin geht. Das Jobcenter weiß genau, dass es um meinen Weg aus ALG II geht. Dennoch kommt man nicht auf die Idee, mich zwecks Abstimmung eines Termins zu kontaktieren. Ich habe meinem Unmut mehrfach Luft gemacht, in dem ich alle Tatsachen ausgesprochen habe. Das scheint wohl nicht besonders gut angekommen zu sein, denn jetzt kommt der Knaller! Heute bekam ich folgendes Schreiben vom Jobcenter:

"Sehr geehrter Herr XXX,

die Entscheidung über die Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II wird ab dem 30.06.2019 ganz aufgehoben. Begründung:

Sie sind der Prokurist der Firma Ihrer Mutter und verdienen lediglich 135,00 Euro im Monat. Die Höhe des Einkommens hat sich seit 2015 nicht geändert. Sie haben in 2013 bereits angekündigt, den Minijob ab 04/2014 auf eine Vollzeitstelle aufzustocken. Dies ist nicht passiert. In 2019 haben Sie mitgeteilt, dass Sie planen, im vierten Quartal aus dem ALG II Bezug auszuscheiden.

Ihrem Mietvertrag muss ich entnehmen, dass Sie zur Untermiete im Haushalt Ihrer Mutter leben. Ihre Miete ist unangemessen und seit dem 09/13 abgesenkt. Wie sie die Differenz bestreiten ist nicht bekannt. Nach §9 Absatz 5 SGB II wird vermuetet, dass Sie Leistungen von Ihrer Mutter erhalten, soweit dies nach dem Einkommen und dem Vermögen Ihrer Mutter erwartet werden kann. Ihre Mutter hat ihre Firma in 01/2019 in eine GmbH umgewandelt.

Für die Vermittlung sind Sie nicht verfügbar, da Sie in der näheren Vergangenheit die Termine immer abgesagt haben, weil sie arbeiten mussten. Dem eingereichten Stundenzettel muss ich entnehmen, dass Sie die Termine der Arbeitsverbittlung für eine 80 bis 100 Minuten-Schicht absagen. Eigenständig bemühen Sie sich nicht, einen passenden Termin vei der Arbeitsvermittlung zu erhalten. Sie reichen der Arbeitsvermittlung keine Nachweise über Ihre Bewerbungsbemühungen ein.
Des Weiteren ist es unglaubwürdig, dass Sie für eine Schicht von 80 bis 100 Minuten eine Strecke von ca. 40 km und eine gesamte Fahrzeit von 50 bis 60 Minuten in Kauf nehmen.
Zuletzt warfen Sie sogar der Arbeitsvermittlung vor, dass diese ihre Arbeit nicht macht und Sie nicht in der Arbeit vermittelt. In 2018 wurden Sie von der Arbeitsvermittlung zu einer speziellen Maßnahme für Minijobber angemeldet. Sie haben an der Maßnahme nicht teilgenommen und ein Attest vorgelegt.

Insgesamt habe ich erhebliche Zweifel an Ihrer Hilfebedürftigkeit und hebe die Leistungen ab dem 30.06.2019 in voller Höhe auf. Die Entscheidung beruht auf §9 Absatz 5 SGB II.

In der Zeit, in der Sie keine Leistungen beziehen, sind Sie durch den zuständigen Leistungsträger für den Fall der Krankheit nicht versichert. Um Nachteile zu vermeiden, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Krankenkasse über Ansprüche und Rechte (zum Beispiel auf freiwillige Weiterversicherung) während dieser Zeit sowie die Rechte und Pflichten, die Sie gegebenenfalls während eines Widerspruchs- oder Sozialgerichtsverfahrens haben.

Rechtsbehelftsbelehrung:

(Standard...)"


Dieses Schreiben ist eine absolute Unverschämtheit! Ich kommentiere bestimmte Absätze einzeln:

"Sie sind der Prokurist der Firma Ihrer Mutter und verdienen lediglich 135,00 Euro im Monat. Die Höhe des Einkommens hat sich seit 2015 nicht geändert. Sie haben in 2013 bereits angekündigt, den Minijob ab 04/2014 auf eine Vollzeitstelle aufzustocken. Dies ist nicht passiert. In 2019 haben Sie mitgeteilt, dass Sie planen, im voerten Quartal aus dem ALG II Bezug auszuscheiden."

Mein Prokurist-Status hat rein gar nichts mit meiner Arbeit in der Firma zu tun. Dem Handelsregister kann man sogar
entnehmen, dass ich bereits seit Gründung in September 2018 als Prokurist eingetragen bin. Rechtlich muss ein
Prokurist weder der Firma angehören, noch Zahlungen erhalten. Ich habe diesen Status wie vorhin beschrieben nur, um
ab und zu Dokumente unterschreiben zu dürfen, wenn meine Mutter nicht vor Ort ist.
Außerdem hat sich die Höhe meines Einkommen durchaus erhöht, wenn auch nur um 15 Euro. Für einen Sachbearbeiter
beim Jobcenter mag das nicht viel sein, für mich ist es dennoch Geld!


"Ihrem Mietvertrag muss ich entnehmen, dass Sie zur Untermiete im Haushalt Ihrer Mutter leben. Ihre Miete ist unangemessen und seit dem 09/13 abgesenkt. Wie sie die Differenz bestreiten ist nicht bekannt. Nach §9 Absatz 5 SGB II wird vermuetet, dass Sie Leistungen von Ihrer Mutter erhalten, soweit dies nach dem Einkommen und dem Vermögen Ihrer Mutter erwartet werden kann."

Meine Miete ist von 08/13 - 04/14 unverändert, nämlich 850 Euro. Danach beträgt die Miete von 05/14 - heute pauschal
590,00 Euro. Was in 09/13 passiert sein soll, ist mir ein Rätsel. Außerdem hat das Jobcenter nie etwas gegen die
Untermiete in der Wohnung meiner Mutter geäußerst. Es gibt auch keine "Differenz". Meine Mutter zahlt mittlerweile
870 Euro Miete zzgl. Heizung / Warmwasser, ich zahle laut Mietvertrag eine pauschale Miete von 590,00 Euro. Es gibt
keinerlei Differenz die ich zu tragen habe.

"Ihre Mutter hat ihre Firma in 01/2019 in eine GmbH umgewandelt."

Das ist völliger Unsinn. Die bisherige Firma meiner Mutter besteht weiterhin, es wurde lediglich eine neue Firma
gegründet, welche völlig unabhängig von der anderen Firma ist.


"Für die Vermittlung sind Sie nicht verfügbar, da Sie in der näheren Vergangenheit die Termine immer abgesagt haben, weil sie arbeiten mussten. Dem eingereichten Stundenzettel muss ich entnehmen, dass Sie die Termine der Arbeitsverbittlung für eine 80 bis 100 Minuten-Schicht absagen. Eigenständig bemühen Sie sich nicht, einen passenden Termin vei der Arbeitsvermittlung zu erhalten. Sie reichen der Arbeitsvermittlung keine Nachweise über Ihre Bewerbungsbemühungen ein."

Sorry, dass ich arbeite?!? Ich bin froh über diesen Minijob. Nicht nur des Geldes wegen, sondern auch wegen der
sozialen Kontakte und der Aufgabe. Dass ich immer nur stundenweise dort bin, ist dem Jobcenter bekannt. Das war
übrigens auch schon bei meinem Minijob in der anderen Firma so.
Ich habe so oft darauf hingewiesen, dass ich einen Termin vereinbaren möchte, das kann ich sogar schriftlich belegen.
Woher die Aussage kommt, dass ich mich um keinen Termin bemühe kann ich absolut nicht verstehen.
Über meine Bewerbungsbemühungen habe ich in der letzten Zeit tatsächlich nichts eingereicht. Denn ich ging davon aus,
dass ich die Unterlagen im persönlichen Gespräch überreiche.

"Des Weiteren ist es unglaubwürdig, dass Sie für eine Schicht von 80 bis 100 Minuten eine Strecke von ca. 40 km und eine gesamte Fahrzeit von 50 bis 60 Minuten in Kauf nehmen."

Es sind einfache Strecke ca. 20 Kilometer, die Fahrzeit beträgt je Strecke tatsächlich 50-60 Minuten mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln. Aber wo ist hier das Problem?!? Ich habe doch Zeit?!? Für mich liest sich das so, dass ich mich lieber
zuhause auf die faule Haut legen soll, statt eine gesamte Wegstrecke von 2 Stunden auf mich zu nehmen. Sorry, das kann
ich nicht nachvollziehen!

"Zuletzt warfen Sie sogar der Arbeitsvermittlung vor, dass diese ihre Arbeit nicht macht und Sie nicht in der Arbeit vermittelt. In 2018 wurden Sie von der Arbeitsvermittlung zu einer speziellen Maßnahme für Minijobber angemeldet. Sie haben an der Maßnahme nicht teilgenommen und ein Attest vorgelegt."

Ich habe in der Tat deutlich zum Ausdruck gebracht, dass meine Sachbearbeiterin meiner persönlichen Meinung nach kein
ernsthaftes Interesse an einer Terminfindung hat, um mich bei meinem Weg aus ALG II zu begleiten. Anders kann ich es
mir nicht erklären, weshalb nicht ein einziger Versuch stattgefunden hat, einen Termin abzustimmen.
Außerdem habe ich vom Jobcenter seit über einem Jahr nicht einen einzigen Vermittlungsvorschlag erhalten. Ich finde,
dass man darauf durchaus mal hinweisen darf!
An der Maßnahme nahm ich tatsächlich nicht teil, da ich zu diesem Zeitpunkt krankgeschrieben war (deutlich länger, als
die Maßnahme überhaupt ging). Das Schreiben liest sich für mich so, als hätte ich ein Fake-Attest vorgelegt, um nicht
zur Maßnahme zu gehen! Das finde ich eine absolute Unverschämtheit! Ja, diese Maßnahme war in der Tat völlig sinnlos,
aber ich hätte sie mitgemacht. Wie gesagt, Zeit habe ich ja mehr als genug!

"Insgesamt habe ich erhebliche Zweifel an Ihrer Hilfebedürftigkeit und hebe die Leistungen ab dem 30.06.2019 in voller Höhe auf. Die Entscheidung beruht auf §9 Absatz 5 SGB II."

Für mich liest sich das ehrlich gesagt wie ein Racheakt, weil ich stets klar kommuniziere was ich denke. Ich war
derjenige, der das Jobcenter Anfang des Jahres kontaktierte, um die Möglichkeit einer Förderung zu besprechen. Fast 6
Monate später ist dieses Gespräch noch immer nicht zustande gekommen. Jahrelang war die Sache mit der Miete klar,
jahrelang bekam das Amt Kontoauszüge und sah die Gehaltszahlungen meiner Mutter und auch die abgehende Miete an meine
Mutter. Jahrelang war das alles kein Problem. Und jetzt wirft man mir das plötzlich vor und es gibt Zweifel?

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich ratlos. Zumal ich aktuell das Problem habe, dass meine Mutter von der ganzen Situation dermaßen genervt ist, dass Sie ersthaft in Erwägung zieht die Stelle anderweitig zu vergeben. Und zwar an jemanden, dessen Qualifikation schon so gut ist, dass sie die 27.000 Euro nichteinmal investieren müsste. Ich würde diesen Job wahnsinnig gerne machen, er entspricht komplett meinen Talenten und ich habe richtig Lust auf die Herausforderung. Aber statt an einen Gesprächstermin bzgl. der Fördermöglichkeiten zu kommen, bekomme ich jetzt die komplette Streichung meines ALG II. Sorry, das ist einfach nur unverständlich für mich.

Meine Frage an euch: Wie schätzt ihr die Situation ein und was sollte ich eurer Meinung nach jetzt am besten tun?

Wenn ihr Fragen habt, löchtert mich gerne damit, ich werde euch alles schnellstmöglich beantworten.

Viele Grüße
Alex
 

erwerbsuchend

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Wenn du einen Termin im JC wünschst, dann erhältst du direkt eine Einladung. Es erfolgt keine Terminvereinbarung, in der ein Termin gegenseitig ausgehandelt wird. Auf Grund deiner vielfältigen Themen solltest du ggfs. den nächstbesten Termin in Betracht ziehen, auch, wenn dieser mit deiner Arbeitszeit kollidieren sollte. Eine Klärung dieser Vielzahl an Problemen sollte hier Vorrang haben. Sofern du in einem Unternehmen deiner Familie eingestellt sein solltest, dürfte dies doch kein Problem darstellen, oder?

Ein kleiner Tipp: Stelle deine Fragen und Sachschilderungen in kurzer und prägnanter Form. So ein Riesentext wirkt abschreckend.
 
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ExUser 1309

Gast
So leid es mir tut, in deinem Fall kann ich das JC verstehen. So wie du schreibst, hat sie mittlerweile sogar 2 Firmen und kann dich lediglich auf 150€ einstellen, bei hohen Fahrtzeiten und das noch verbunden mit Prokura. Falls jemand nicht weis, was das bedeutet:
Die Rechtsgrundlagen der Prokura finden sich in § 48 bis § 53 HGB. Danach ermächtigt sie gemäß § 49 Abs. 1 HGB „zu allen Arten von gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt“. Durch Verwendung des unbestimmten Artikels „eines Handelsgewerbes“ will der Gesetzgeber zum Ausdruck bringen, dass der Prokurist auch branchenübergreifende Geschäfte abschließen darf.

Und diese Stellung innerhalb der Firmen hast du, bei dem "fürstlichen" Gehalt von 150€. Sorry, "Sehr glaubwürdig". Denke, deine Mutter wird auch mit ihren Fa. verdienen, sonst hätte sie kaum eine 2. aufgemacht. Was für seine zusätzliche Ausbildung benötigst du denn, wenn du schon für sie Geschäfte abschließen darfst?

Wegen den Terminen, wenn die Sache mit dem JC so wichtig ist, kann man einen Termin wahrnehmen, soviel Flexibilität muss ich schon besitzen, wenn ich etwas von einer Behörde möchte und nicht in Vollzeit tätig bin.
 
E

ExitUser

Gast
27000 für eine Ausbildung kann die Firma übernehmen braucht aber Zuschuss für den Angestellten ja geht es noch
von den ganzen anderen Ungereimtheiten mal ganz abgesehen, also unglaubwürdiger geht es ja fast nicht mehr
Fakt ist hier die Behörde hat gepennt, da besteht schon lange Klärungsbedarf
Es stellt sich wirklich die Frage von was lebt der, de facto wurde ja einiges betr. deine Mutter mit ALGII finanziert
was es dann nochmal komisch erscheinen lässt, von was lebt der ist hier der Zentrale Punkt wenn da keine 400 über sind
Die Rechnung geht nicht auf, das riecht nach Mauschelei.
Schon das Konstrukt mit der Arbeit das ist ja ganz daneben auch wenn es wahr ist vollkommen unverständlich
Gut ihr seid ehrbare Leute alles sauber und akribisch dokumentiert, dann könnt ihr es ja beweisen
Also aus meiner Sicht hätte hier die Leistung schon vor Jahren eingestellt werden müssen
Du hast ja auch Dinge versprochen und nicht eingehalten, Anstellung usw.
 

alex.h

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Danke schon mal für eure Antworten, hier meine Rückmeldungen:

Wieviele "80-100 Minuten-Schichten" pro Woche/Monat hast du denn?

little
Wir reden hier von ca. 2 Tagen pro Woche. Viel ist es natürlich nicht, sieht man ja am Gehalt.

Eine Klärung dieser Vielzahl an Problemen sollte hier Vorrang haben. Sofern du in einem Unternehmen deiner Familie eingestellt sein solltest, dürfte dies doch kein Problem darstellen, oder?
Ich bin ggü. der Firma meiner Mutter genau so zuverlässig wie bei jeder anderen Firma auch. Da ich Kundengespräche führe, rechnet man fest mit mir. Es handelt sich bei der Firma nicht um ein riesengroßes Unternehmen, sondern um eine kleine Firma mit gerade Mal 2 Angestellten und 3 Minijobbern. Hier verlässt sich jeder auf jeden.
Ich muss dazu sagen, dass ich früher solche Probleme mit meiner ehemaligen Sachbearbeiterin nie hatte, sie hat das repektiert und anerkannt. Sie hat mir mit ca. 10 Tagen Vorlauf 1-2 Terminvorschläge per E-Mail gesendet, in der Regel konnte ich an beiden Terminen. Es kam kein einziges Mal dazu, dass ich einen Termin absagen musste.

So leid es mir tut, in deinem Fall kann ich das JC verstehen. So wie du schreibst, hat sie mittlerweile sogar 2 Firmen und kann dich lediglich auf 150€ einstellen, bei hohen Fahrtzeiten und das noch verbunden mit Prokura.
Und diese Stellung innerhalb der Firmen hast du, bei dem "fürstlichen" Gehalt von 150€. Sorry, "Sehr glaubwürdig". Denke, deine Mutter wird auch mit ihren Fa. verdienen, sonst hätte sie kaum eine 2. aufgemacht. Was für seine zusätzliche Ausbildung benötigst du denn, wenn du schon für sie Geschäfte abschließen darfst?

Wegen den Terminen, wenn die Sache mit dem JC so wichtig ist, kann man einen Termin wahrnehmen, soviel Flexibilität muss ich schon besitzen, wenn ich etwas von einer Behörde möchte und nicht in Vollzeit tätig bin.

Es wäre schön, wenn es so wäre. In Deutschland wird Selbständigkeit & "Firmen besitzen" direkt mit hohem Einkommen und Gewinn verbunden. Ohne auf die Hintergründe eingehen zu wollen, dem ist NICHT so! Beide Firmen schreiben aktuell Verluste.
Die Sache mit der Prokura habe ich bereits erklärt. Es geht eindeutig NICHT darum, dass ich selbständig Entscheidungen treffen darf. Ja, rein rechtlich wäre das bei Prokura generell möglich, ist mir arbeitsvertraglich jedoch untersagt, da die Prokura stark begrenzt ist. Ich besitze die Prokura nur, um bspw. Veträge in Abwesenheit meiner Mutter zu unterzeichnen (dazu zählen auch so banale Dinge wie ein Strom-/Gasvertrag).

Bei der Ausbildung geht es um Kenntnisse, welche im Rahmen der Unternehmensberatung benötige. Die Basis habe ich durch meine 15-jährige Selbständigkeit. Es geht um Trainingsprozesse, Psychologie, u.s.w. . Hierfür gibt es eigens Lehrgänge und Seminare, welche leider sehr sehr teuer sind. Diese würde die neu gegründete Firma meiner Mutter tragen.

27000 für eine Ausbildung kann die Firma übernehmen braucht aber Zuschuss für den Angestellten ja geht es noch
von den ganzen anderen Ungereimtheiten mal ganz abgesehen, also unglaubwürdiger geht es ja fast nicht mehr
Fakt ist hier die Behörde hat gepennt, da besteht schon lange Klärungsbedarf
Es stellt sich wirklich die Frage von was lebt der, de facto wurde ja einiges betr. deine Mutter mit ALGII finanziert
was es dann nochmal komisch erscheinen lässt, von was lebt der ist hier der Zentrale Punkt wenn da keine 400 über sind
Die Rechnung geht nicht auf, das riecht nach Mauschelei.
Schon das Konstrukt mit der Arbeit das ist ja ganz daneben auch wenn es wahr ist vollkommen unverständlich
Gut ihr seid ehrbare Leute alles sauber und akribisch dokumentiert, dann könnt ihr es ja beweisen
Also aus meiner Sicht hätte hier die Leistung schon vor Jahren eingestellt werden müssen
Du hast ja auch Dinge versprochen und nicht eingehalten, Anstellung usw.

Sorry, aber das klingt gerade danach, als hätte ich in den letzten Jahren auf irgendeine Art und Weise betrogen oder ähnliches. Davon kann ich mich ruhigen Gewissens frei sprechen! Ich gehe deine Nachricht mal Stück für Stück durch:

Meine Mutter könnte jemanden einstellen, der diese Qualifikation bereits besitzt. Diese Person könnte ab sofort volle Leistung bringen und wäre dann natürlich auch "volles Gehalt" wert! Der Mitarbeiter würde entsprechend Leistung bringen, direkt Geld für die Firma verdienen und die 27.000 Euro wären gespart. Dem gegenüber stehe ich, der zwar das notwendige Grundwissen hat, diese Ausbildung jedoch nicht hat und über ein Jahr erstmal lernen muss. Ich denke es ist nachvollziehbar, dass es nicht wirtschaftlich wäre, mich ohne Förderung einzustellen. Und da spielt es keine Rolle, ob es sich um Familie handelt oder nicht.

Was soll meiner Mutter durch mich finanziert worden sein? Das habe ich nicht verstanden, bitte führe das näher aus, damitich darauf eingehen kann.

Was ist an dem "Konstrukt" mit der Arbeit daneben? Ich sehe da kein Konstrukt, ich gehe 15 Stunden im Monat arbeiten, da gibt es kein "Konstrukt". Kannst du das näher ausführen? Gerne erkläre ich es, wenn etwas unklar ist. Ich will mir hier aber nichts in die Schuhe schieben lassen.

Von was ich lebe? Mir bleiben monatlich ca. 300 Euro, davon lebe ich. Damit geht es mir weder besser noch schlechter als den meisten anderen ALG II Empfänger.

Ich habe niemals zugesagt, dass ich in 2014 in eine feste Anstellung gehen würde. Es war eine Option die angedacht war, mehr nicht. Meine damalige Sachbearbeiterin wusste das auch. Sie hatte auch direkt Kontakt mit meiner Mutter und hat alles genau mitbekommen, auch weshalb es zu der Entscheidung gekommen ist, dass die Stelle nicht möglich ist. Es gab also niemals eine Zusage, welche später zurückgezogen wurde.


Moderationshinweis...

2 Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 

little

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Sry, aber mir will folgendes nicht in den Sinn:

1) DU willst was vom Jobcenter!

- deine monatliche Regelleistung plus KDU

- desweiteren eine Förderung für einen Job, bei dem eventuell, nach der Fortbildung vom JC weg wärst

2) Du schaffst es NICHT, angesichts deiner "Wünsche"/Forderungen, 1 von min 6 (!!!!) Termin wahrzunehmen, um das, was für deine Zukunft ESSENTIEL ist, sicher zu stellen!!!

Statt dessen "versteckst" du dich hinter (vermeintlichen) Schichten (welche 80-100 Minuten dauern!), die auch kein anderer mal für dich übernehmen könnte, EBEN WEIL so viel von diesem JC-Termin abhängt, für die Firma und insbesondere für deine Zukunft!!

Erwartest du allen Ernstes, das vor diesem Hintergrund, das JC auf Dauer sagt "Ja, kein Problem, wir richten uns da ganz nach dir, wir haben ja auch keine weiteren Kunden und sonstiges. Du bist so "wichtig", das deine gesamte (ungewöhnliche *hust*) "Akte samt Inhalt", natürlich darauf warten kann, bis du es mit deinem Minijob (2x/Woche), mit dem du sage und schreibe 40€ zu deinem Unterhalt beiträgst, einrichten kannst .....

Ich habs bewusst provokant geschrieben!

Andere erhalten nicht erst nach 6 (??) verstrichenen Termin die Total-Sperre, sondern schon erheblich früher!!

Definitiv solltest du sehr viel kleinere Brötchen, dem Amt gegenüber, backen und dich persönlich hinmachen und das vor Ort klären!

*kopfschüttelnde Grüsse*

little
 

Helga40

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Unabhängig von der Glaubwürdigkeit/Unglaubwürdigkeit des Ganzen:

Was kannst du machen? Steht unter dem Bescheid, nennt sich "Widerspruch". Und da du ja wohl am Hungertuch nagst, obwohl dein Vortrag zum angeblichen Minijob in meinen Augen auch stinkt (dass sämtliche Termine beim JC justament immer mit den paar Stunden, die du für 150 Öcken im Monat angeblich nur arbeitest, zusammenfallen, ist nunmal unglaubwürdig), kannst du dich wegen einer einstweiligen Anordnung natürlich noch an das Sozialgericht wenden.

Die werden dann mal die Fakten werten. Bekannte und ggf. hier noch unbekannte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
was sollte ich eurer Meinung nach jetzt am besten tun?
:welcome:

Stichhaltiger Widerspruch gegen den Bescheid! SG - was Helga schreibt mit stichhaltiger Begründung. Das wäre der formale Ablauf.

Mauschelei???!!!!
Eine Mutter, die Angestellte (2) in der Firma hat und 3 Minijobber läßt Sohn/Tochter für 135 € im Minijob Prokura ausüben ?? Das stinkt!!
Als Mutter würde ich mein Kind in der Gehaltsklasse nicht dümpeln lassen und eine Anstellung vornehmen, auch wenn erforderliche berufliche Qualifikationen nur teilweise vorhanden sind.
Es riecht einfach nicht gut - leger ausgedrückt!
 
E

ExitUser

Gast
Wenn die Firma diese 27000 hat würde ich wissen wollen wie die tatsächliche Vermögenslage der Mutter ist und ob da nicht durch Gestaltung
Geld auf Eis gelegt wird das verwendet werden könnte und ob die Mutter nicht sogar für den Sohn aufkommen muss.
Auch da gibt es Gesetze
Das ergibt sich als Fragen aus den von Dir zur Verfügung gestellten Informationen
Auch eine zweite Firma kann dazu dienen erst mal Gewinn zu senken, das geht einfach und wird gern gemacht
Das JC wird das genau so auch sehen, nur hätten Sie schon viel früher einhaken müssen
Was euch natürlich noch blühen kann ist eine saftige Rückzahlung, bei dem was ich von dir gelesen habe drängt sich der Verdacht der Erschleichung auf, ich unterstelle dir nichts, ausgehend von deiner Darstellung ist es jedoch naheliegend in der Richtung zu bohren
So gesehen klär die Rechtslage bevor du da Forderungen stellst, sonst kann das teuer werden
 

alex.h

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Hallo zusammen,

danke für eure Antworten. Ich bin zwar zugegebenermaßen wirklich erstaunt, dass hier alle anzunehmen scheinen dass irgendetwas nicht stimmt, aber dem stelle ich mich. Ich habe nichts zu verbergen und ich weiß, dass die Konstellation vielleicht nicht so ganz 08/15 ist. Ich versuche demnach gerne alle eure Fragen zu beantworten, dass das "merkwürdige Gefühl" vielleicht der Klarheit weichen kann. Weder ich, noch meine Mutter, haben zu irgendeinem Zeitpunkt irgendwelche suspekten oder intransparenten Dinge getan. Ganz im Gegenteil. Mit dem Jobcenter wurde immer (!) offen kommuniziert, auch mit meiner ehemalige Sachbearbeiterin gab es nie Probleme. Wir haben miteinander gearbeitet und nicht gegeneinander, wir haben an einem Strang gezogen. Und an einem Strang ziehen bedeutet für mich nichts Anderes als "Raus aus ALG II". Ich denke, das sollte das Ziel von beiden Seiten sein! Seit ich durch die neue Sachbearbeiterin betreut werde, gibt es nur noch Probleme. Gespräche finden nicht mehr statt, vor meinem Termin-Wunsch im Januar gab es 9 Monate keinerlei Lebenszeichen von ihr. Kein Gespräch, keine Vermittlungsvorschläge, nichtmal zur Erneuerung einer Eingliederungsvereinbarung wurde ich geladen. Dafür erzählte sie mir in unserem ersten gemeinsamen Gespräch vor knapp 2 Jahren Dinge wie, ich müsse eine EGV sofort unterschreiben und dürfe diese nicht mit nach Hause nehmen, oder, ich müsse meinen Minijob kündigen für eine unbezahlten Maßnahme (nur um zwei Beispiele zu nennen). So etwas gab es früher nie!

Zu euren Kommentaren möchte ich noch folgendes sagen:

Sry, aber mir will folgendes nicht in den Sinn:

1) DU willst was vom Jobcenter!
- deine monatliche Regelleistung plus KDU
- desweiteren eine Förderung für einen Job, bei dem eventuell, nach der Fortbildung vom JC weg wärst

2) Du schaffst es NICHT, angesichts deiner "Wünsche"/Forderungen, 1 von min 6 (!!!!) Termin wahrzunehmen, um das, was für deine Zukunft ESSENTIEL ist, sicher zu stellen!!!

Statt dessen "versteckst" du dich hinter (vermeintlichen) Schichten (welche 80-100 Minuten dauern!), die auch kein anderer mal für dich übernehmen könnte, EBEN WEIL so viel von diesem JC-Termin abhängt, für die Firma und insbesondere für deine Zukunft!!

Erwartest du allen Ernstes, das vor diesem Hintergrund, das JC auf Dauer sagt "Ja, kein Problem, wir richten uns da ganz nach dir, wir haben ja auch keine weiteren Kunden und sonstiges. Du bist so "wichtig", das deine gesamte (ungewöhnliche *hust*) "Akte samt Inhalt", natürlich darauf warten kann, bis du es mit deinem Minijob (2x/Woche), mit dem du sage und schreibe 40€ zu deinem Unterhalt beiträgst, einrichten kannst .....

Ich habs bewusst provokant geschrieben!

Andere erhalten nicht erst nach 6 (??) verstrichenen Termin die Total-Sperre, sondern schon erheblich früher!!

Definitiv solltest du sehr viel kleinere Brötchen, dem Amt gegenüber, backen und dich persönlich hinmachen und das vor Ort klären!

Zu 1) Das ist richtig! Die monatliche Regelleistung sowie KDU stehen mir aufgrund meiner finanziellen Situation und Lebensumstände zu.

Zu 2) Streng genommen richtig, aber hier muss man genauer hinschauen. Dem Jobcenter ist die Sache mit dem Minijob bekannt und sie wissen, dass ich 1 - 1,5 Wochen im Voraus meine Arbeitszeiten bekomme. Die Terminvorschläge erhielt ich in der Regel 1-2 Tage vor dem Termin. Selbst wenn keine Terminvereinbarung stattfindet (wie es bei meiner früheren Sachbearbeiterin kein Problem war), könnte man den Termin auf 10 Tage im Voraus setzen. Ich hätte dann jeden Termin annehmen können. Stattdessen wird in Kauf genommen, dass es seit Monaten nicht klappt. Versteht mich nicht falsch, ich will hier nicht die komplette Schuld auf das Jobcenter abwälzen!!! Aber es hat durchaus seinen Teil dazu beigetragen.

Wie erwähnt handelt es sich um eine kleine Firma und meine Arbeitszeiten richten sich nach den Kundenterminen. Hätte ich einen solchen einfach absagen können? Streng genommen ja, aber das wäre zu Lasten der Firma gegangen. Es spielt für mich absolut keine Rolle, ob es die Firma meiner Mutter ist oder eine andere. Vielleicht trage ich hier aber selbst noch zu sehr das Unternehmer-Gen in mir und habe dazu eine andere Ansicht. Ich hatte zu meiner Spitzen-Zeit während meiner Selbständigkeit über 40 Angestellte. Aber ich stimme euch natürlich auch zu, ICH will etwas vom Jobcenter. Es widerstrebt mir, einen Kunden dafür sitzen zu lassen und der Firma damit zu schädigen. Vielleicht hätte ich es aber dennoch einfach tun sollen.


Unabhängig von der Glaubwürdigkeit/Unglaubwürdigkeit des Ganzen:

Was kannst du machen? Steht unter dem Bescheid, nennt sich "Widerspruch". Und da du ja wohl am Hungertuch nagst, obwohl dein Vortrag zum angeblichen Minijob in meinen Augen auch stinkt (dass sämtliche Termine beim JC justament immer mit den paar Stunden, die du für 150 Öcken im Monat angeblich nur arbeitest, zusammenfallen, ist nunmal unglaubwürdig), kannst du dich wegen einer einstweiligen Anordnung natürlich noch an das Sozialgericht wenden.

Die werden dann mal die Fakten werten. Bekannte und ggf. hier noch unbekannte.

Die Termine des Jobcenters wurden stets am Vormittag vergeben. Dem Jobcenter ist auch bekannt, dass mind. 80% meiner Arbeitszeit am Vormittag ist. Gehen wir von einer 90-Minuten-Schicht aus zzgl. 2 Stunden Fahrzeit, sind das leider schon 3,5 Stunden Abwesenheit. Ich weiß, dass das Jobcenter auch nachmittags Termine vergibt, ich habe dennoch keinen einzigen erhalten. Trotz des Hinweises darauf, dass ich Nachmittags selbstverständlich Termine annehmen kann, selbst wenn ich Vormittags auf Arbeit sein sollte.
Dass du subjektiv an der Glaubwürdigkeit zweifelst, kann ich dir nicht verübeln, jedem steht seine Meinung zu und wir kennen uns nicht persönlich. Ich danke dir sehr für den Hinweis mit der einstweiligen Anordnung. Ich scheue mich auch nicht das Gericht einzuschalten, ich habe ausdrücklich nichts zu verheimlichen. Selbst wenn sie sämtliche Konten von mir und meiner Mutter (sofern rechtens) durchforsten würden, es gäbe keine Hinweise auf etwas, das ich fürchten müsste.

Was hat es genau mit der einstweiligen Anordnung auf sich?



Mauschelei???!!!!
Eine Mutter, die Angestellte (2) in der Firma hat und 3 Minijobber läßt Sohn/Tochter für 135 € im Minijob Prokura ausüben ?? Das stinkt!! Als Mutter würde ich mein Kind in der Gehaltsklasse nicht dümpeln lassen und eine Anstellung vornehmen, auch wenn erforderliche berufliche Qualifikationen nur teilweise vorhanden sind. Es riecht einfach nicht gut - leger ausgedrückt!

Meine Mutter ist im Privatleben meine Mutter, im Geschäftsleben meine Chefin und sie muss im Sinne der Firma handeln. Ihre beiden fest angestellten Mitarbeiter sind hochqualifiziert, die Minijobber üben die gleiche Tätigkeit aus wie ich. Ich bin hier ein Minijobber wie jeder andere auch. Familie hin oder her, das hat auf Arbeit nichts zu suchen. Ich werde auch niemals Vorteile genießen, weil ich ihr Sohn bin, so viel steht definitiv fest.


Wenn die Firma diese 27000 hat würde ich wissen wollen wie die tatsächliche Vermögenslage der Mutter ist und ob da nicht durch Gestaltung Geld auf Eis gelegt wird das verwendet werden könnte und ob die Mutter nicht sogar für den Sohn aufkommen muss.
Auch da gibt es Gesetze. Das ergibt sich als Fragen aus den von Dir zur Verfügung gestellten Informationen
Auch eine zweite Firma kann dazu dienen erst mal Gewinn zu senken, das geht einfach und wird gern gemacht
Das JC wird das genau so auch sehen, nur hätten Sie schon viel früher einhaken müssen
Was euch natürlich noch blühen kann ist eine saftige Rückzahlung, bei dem was ich von dir gelesen habe drängt sich der Verdacht der Erschleichung auf, ich unterstelle dir nichts, ausgehend von deiner Darstellung ist es jedoch naheliegend in der Richtung zu bohren
So gesehen klär die Rechtslage bevor du da Forderungen stellst, sonst kann das teuer werden

Die Frage ist natürlich absolut gerechtfertigt. Es handelt sich bei der Firma um eine GmbH. Es handelt sich um einen geringen Teil Eigenkapital im Stammkapital, der Rest ist fremdfinanziert (Venture Capital). Laut Businessplan wird die Firma ab dem 3. Jahr Gewinne schreiben. Finanziell wäre bei meiner Mutter privat offen und ehrlich gesagt nichts nennenswertes zu holen, was mit dem Umständen der ersten Firma zusammenhängt (diese wird zum Jahresende auch geschlossen). Eine Erschleichung liegt garantiert nicht vor, dafür fehlen die absoluten Grundvoraussetzungen. Bei den ganzen Mutmaßungen in diesem Thread kann ich es dir aber nicht verübeln, dass der Gedanke in die Richtung geht. Aber ich kann hier immer wieder nur betonen, dass die Situation nicht anders ist, als wäre mein Arbeitgeber eine fremde Person und mein Vermieter eine weitere fremde Person.


Ich freue mich über weitere, konkrete Hinweise und Hilfestellungen, was ich noch tun könnte. Aber wer Rückfragen zur Situation hat, darf diese natürlich gerne stellen, ich bin um Transparenz bemüht.
 
E

ExitUser

Gast
Das was vermutet wird fußt ja auf deinen Informationen
Fakt ist doch das die Leistungsbehörde auch zu dem Schluss gekommen ist hier könnte was nicht stimmen
Wenn es bei einer Firma um eine GmbH geht erhärtet das den Verdacht noch das versucht wird bis ans Limit zu geht noch, zu gestalten
Aus dem Grund gibt es das, einmal wegen der Haftung und je nach Land wegen enormer Gestaltungsmöglichkeiten und/oder Steuervorteilen
Eine GmbH macht niemand weil das so lustig ist, da geht es um handfeste Vorteile, dafür werden ein paar Nachteile in Kauf genommen
Falls es eine GmbH co KG wäre das noch wichtiger da mal drauf zu schauen, wird ja schnell gesagt GmbH
und das KG vergessen was aber sehr wichtig ist

Nur ist es eben auch so das bestimmte Möglichkeiten zwar genutzt werden können dann aber in der Akzeptanz nicht so hoch im Kurs stehen
Geldflüsse und Sozialhilfe ist beides da muss da schon genauer hingesehen werden
Armrechnen ist ein beliebter Sport bei Unternehmers
 

Matt45

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@TE: Widerspruch und Klärung ist die eine Sache, allerdings ist diese "Geschichte" auch für andere ungewöhnlich. Nicht nur für den SB, sondern auch für die User hier.

Es gibt zwar Aufstocker(meistens mit Kindern; Minimum TZ mit 60 Stunden oder mehr Stunden....) die schon seit Jahren vom ALG2 leben, aber bei dir sehe ich es auch anders.

Du verdienst 135,- bis 150,- im Monat und "verkaufst" dem JC diese Stelle als VZ. Ich weiß nicht was in den letzten Jahren im JC passiert ist, aber es liest sich vieles merkwürdig.

Warum hast du dir nicht mal einen anderen Job gesucht? Oder arbeitest im Kiosk(Minijob)?

Wie lebst du eigentlich nach Abzug der Miete? Habe ich immer noch nicht verstanden bei dir.

Wer bezahlt die Fahrtkosten bzw. den Wagen oder die Tickets?

Warum sind 27.000 € in der Firma deiner Mutter kein Problem, aber du wirst mit 150,- "abgewürgt" ?

Wünsche dir wirklich viel Glück, aber du brauchst gute Argumente.
 

alex.h

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Gerne beantworte ich eure Nachfragen:

Wenn es bei einer Firma um eine GmbH geht erhärtet das den Verdacht noch das versucht wird bis ans Limit zu geht noch, zu gestalten
Aus dem Grund gibt es das, einmal wegen der Haftung und je nach Land wegen enormer Gestaltungsmöglichkeiten und/oder Steuervorteilen
Eine GmbH macht niemand weil das so lustig ist, da geht es um handfeste Vorteile, dafür werden ein paar Nachteile in Kauf genommen
Falls es eine GmbH co KG wäre das noch wichtiger da mal drauf zu schauen, wird ja schnell gesagt GmbH
und das KG vergessen was aber sehr wichtig ist

Armrechnen ist ein beliebter Sport bei Unternehmers

Ich entnehme deiner Aussage, dass du selbst noch nie ein Unternehmen geleitet hast bzw. selbständig warst. Deine Ansicht ist eine typisch deutsche Sicht auf Unternehmer, denn sie ist negativ. Sicherlich kann man eine GmbH auch für kreative finanzielle Konstruktionen nutzen (was vom Gesetzgeber übrigens gewollt ist, sonst wären sie verboten). Aber in vermutlich 90% der Fälle einer "kleinen" GmbH mit wenigen Mitarbeitern ist es, sich als Privatperson zu schützen. Und das heißt nicht, riesiges privates Kapital zu schützen, sondern ganz einfach nur die private Existenz, wenn geschäftlich etwas schief läuft. Und genau so ist es im Fall meiner Mutter.
"Armrechnen" ist im Fall meiner Mutter sicherlich auch kein Argument. Im übrigen würde sich "armrechnen" in jeder Bilanz herauslesen lassen. Aber darum geht es hier in diesem Thread eigentlich nicht.


Es gibt zwar Aufstocker(meistens mit Kindern; Minimum TZ mit 60 Stunden oder mehr Stunden....) die schon seit Jahren vom ALG2 leben, aber bei dir sehe ich es auch anders.
Du verdienst 135,- bis 150,- im Monat und "verkaufst" dem JC diese Stelle als VZ. Ich weiß nicht was in den letzten Jahren im JC passiert ist, aber es liest sich vieles merkwürdig.

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen Unterschied. Und ich verkaufe diesen Minijob sicherlich nicht als Vollzeit-Stelle. Ich arbeite 15 Stunden im Monat, fertig. Ja, ich habe noch den Hin- und Rückweg, aber dennoch habe ich mehrere Tage in der Woche frei und selbst an den Tagen, an denen ich arbeite, genügend Zeit.

Warum hast du dir nicht mal einen anderen Job gesucht? Oder arbeitest im Kiosk(Minijob)?
Wie lebst du eigentlich nach Abzug der Miete? Habe ich immer noch nicht verstanden bei dir.
Wer bezahlt die Fahrtkosten bzw. den Wagen oder die Tickets?
Warum sind 27.000 € in der Firma deiner Mutter kein Problem, aber du wirst mit 150,- "abgewürgt" ?

Das Ziel war stets, in eine Vollzeitstelle zu wechseln und den Praxisbezug meines Tätigkeitsbereichs nicht zu verlieren. Zumindest war es so mit meiner früheren Betreuerin im Jobcenter. Der Job bei meiner Mutter ist für den Lebenslauf deutlich besser, als eine Aushilfsstelle am Kiosk o.ä. . Es gab auch eine Zeit lang einen zweiten Minijob (Tankstelle bzw. später dann Frühstücks-Service im Hotel), aktuell gibt es aber keinen weiteren.

Wie ich nach dem Abzug der Miete lebe habe ich bereits beantwortet. Mir bleiben rund 300 Euro im Monat zum Leben. Auch wenn es viele gibt, die behaupten das sei in Deutschland nicht möglich (ich gehörte früher übrigens selbst dazu), weiß ich es nun deutlich besser. Wenn man ordentlich wirtschaftet ist es gar kein Problem, mit 7-10 Euro / Tag auszukommen, sich gesund zu ernähren und die Dinge des täglichen Bedarfs anzuschaffen.

In der Regel fahre ich mit jemand anderem zur Arbeit, sofern es zeitlich passt. Andernfalls fahre ich mit der Bahn, die Tickets zahlt die Firma.

Die 27.000 Euro sind im Grunde leicht erklärt. Der Großteil der 27.000 Euro würden von der Firma als Darlehn aufgenommen werden, sie wären jedoch eine Investition und keine Ausgabe. Die Ausbildung meiner Person ermöglicht, später Dienstleistungen zu verkaufen, welche der Firma deutlich höhere Einnahmen bringen. Das ist eine rein wirtschaftliche Rechnung. Zum Verständnis: Gehe mal weg von mir und meiner Person / Situation und denke dich in eine andere Firma die einen Azubi im kaufmännischen Bereich beschäftigt. Ein "normaler" Azubi kostet eine Firma ähnliche Summen auf 3 - 3,5 Jahre gerechnet. Insofern ist das keine "hohe Summe" für die Ausbildung eines Mitarbeiters. Und es ist üblich, dass Firmen die Ausbildung ihrer Azubis über Kredite finanzieren, da es eine Investition in die Zukunft des Unternehmens ist.
Ich werde nicht mit 150 Euro abgewürgt, realistisch betrachtet leiste ich im Moment nicht mehr als diese 150 Euro für die Firma. Es ist demnach eine völlig gerechtfertige Bezahlung. Ich würde auch in keiner anderen Firma mehr oder weniger Geld für diese Leistung erhalten.

@alex.h
Stelle doch bitte den anonymisierten Einstllungsbescheid hier rein.
Ohne den ist jede Antwort für mich ohne Sinn und stochern im Nebel deiner Widersprüche. 😆
Du meinst das Schreiben über die Einstellung von Leistung? Mehr habe ich bisher nicht bekommen. Ich kann das gerne anonymisiert hier einstellen, sobald ich Zugriff auf einen Scanner habe. Da das frühestens übermorgen wieder gegeben ist, habe ich den Text gestern 1:1 abgeschrieben und in den Eröffnungsbeitrag geschrieben. Es steht nicht mehr oder weniger in dem Brief.


Moderationshinweis...

Erneut 2 Beiträge zusammengeführt. Du wurdest schon darauf hingewiesen nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit zu posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bei weiterer Nichtbeachtung werden Folgepostings kommentarlos gelöscht. :) LG @HermineL



 

Archibald

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Du meinst das Schreiben über die Einstellung von Leistung? Mehr habe ich bisher nicht bekommen. Ich kann das gerne anonymisiert hier einstellen, sobald ich Zugriff auf einen Scanner habe. Da das frühestens übermorgen wieder gegeben ist, habe ich den Text gestern 1:1 abgeschrieben und in den Eröffnungsbeitrag geschrieben. Es steht nicht mehr oder weniger in dem Brief.
Das Dokument könnte Vertrauen schaffen:icon_idee:.
Ein Handyfoto tut es auch sofern man da etwas drauf lesen kann.
Von da aus kann man das auch gleich hier anhängen. :D
 

ZynHH

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@@@
ich zahle laut Mietvertrag eine pauschale Miete von 590,00 Euro. Es gibt
keinerlei Differenz die ich zu tragen habe.@@@

Das Jobcenter zahlt dir 425€ als KDU, wer zahlt wovon die differenz?
 

alex.h

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Das Dokument könnte Vertrauen schaffen:icon_idee:.
Ein Handyfoto tut es auch sofern man da etwas drauf lesen kann.
Von da aus kann man das auch gleich hier anhängen. :D
Da haben wir bspw. eine Einschränkung in meinem Leben, das Handy. ;-) Die Kamera meines fast 5 Jahre alten Handys ist leider "blind" (verkratzte Linse), sonst hätte ich das natürlich gemacht. Die Fotos sind leider komplett unscharf. Es war nicht gerade meine erste Wahl den ganzen Text abzutippen. ;-)

@@@
ich zahle laut Mietvertrag eine pauschale Miete von 590,00 Euro. Es gibt
keinerlei Differenz die ich zu tragen habe.@@@
Das Jobcenter zahlt dir 425€ als KDU, wer zahlt wovon die differenz?

Wenn du diese Differenz meinst, so ist das natürlich leicht beantwortet. Diese zahle ich von ALG II und meinem Einkommen aus dem Minijob. Das kann das Jobcenter auch alles transparent auf meinen Kontoauszügen nachvollziehen. Es erfolgen keinerlei Barzahlungen oder sonstiges. Daher verstehe ich die Aussage des Jobcenters nicht, und ich habe nicht verstanden, was mit "Differenz" gemeint ist. Die "Differenz" zwischen den 590 Euro und 425 Euro konnte in meinen Augen nicht gemeint sein, weil eben alles auf den Kontoauszügen nachvollziehbar ist.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Ein Bekannter war in einer ähnlichen Lage wie Du. Da hat dann sogar der Zoll ermittelt: Verdacht auf Schwarzarbeit. Vollzeit gearbeitet, nur auf Minijob-Basis angemeldet, den Rest schwarz eingesteckt. Und zur Krönung noch ALG II kassiert.

Aber bei dir ist das sicherlich nicht so, wollte nur Bescheid sagen dass es möglich ist dass vom Zoll was nachkommt.
 

alex.h

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@alex.h ,

wenn Du alles (nötige Nachweise/Schriftlich) vorlegen kannst, warum bist Du nicht längst bei einem Juristen/In, für Sozialrecht ???

Berenike
.

Eine sehr berechtigte Frage. Natürlich spiele ich mit dem Gedanken, jedoch muss auch der Anwalt bezahlt werden. Ich befinde mich in der Privatinsolvenz und darf keine Schulden machen, davon abgesehen, dass ich das auch nicht will. Wenn ich später auf den Kosten sitzen bleibe, habe ich ein echtes Problem. Das gefährdet dann unter Umständen meine gesamte Insolvenz bzw. Restschuldbefreiung.
 

Berenike1810

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Jetzt kenne ich mich mit der P-Insolvenz nicht aus @alex,

aber sicher haben wir hier auch Leute, die das Thema kennen, meine bäuerliche Logik würde sagen: "ja habe ich denn in so einem Fall auch Anspruch auf Beratungshilfe ?":geek:

Es dauert nicht lange und wir zwei erfahren hier mehr !

Berenike
.
 

Nena

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es läuft alles sauber
Nein.
Unbezahlt zwei Stunden fahren für 90 Minuten arbeiten ist nicht "sauber".
Nicht mehr zu arbeiten (in einem der familieneigenen Betriebe oder woanders) ist nicht "sauber" (sofern Du gesund bist).
Vom Existenzminimum 165 Euro für eine Wohnung zu bezahlen, die seit mindestens sechs Jahren in keiner Relation zu Deinem Einkommen steht, ist nicht "sauber".
 

ZynHH

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Du verdienst mit deinem Einkommen also gerade mal deine zuzahlung zur Wohnung, die auch nicht komplett und die fahrtkosten die dir entstehen sind auch noch nicht dabei....

Aber gut....
 

alex.h

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Jetzt kenne ich mich mit der P-Insolvenz nicht aus @alex,

aber sicher haben wir hier auch Leute, die das Thema kennen, meine bäuerliche Logik würde sagen: "ja habe ich denn in so einem Fall auch Anspruch auf Beratungshilfe ?":geek:

Es dauert nicht lange und wir zwei erfahren hier mehr !

Berenike
.

Sehr guter Hinweis, Danke Berenike! Da habe ich mich bereits eingelesen und ich werde heute Nachmittag einen Antrag auf Beratungshilfe beim Amtsgericht einreichen (ist bereits ausgefüllt). Nur bis ich die Zusage habe, kann ich eben noch kein Mandat erteilen.
 
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