ALGII Aufstockung, Teilzeitjob, Überstunden für Juli übersteigen Vertragsstunden

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Ingo Gnido

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Liebe Gemeinde,

folgendes: Ich arbeite momentan bei einer Ladenkette auf Teilzeitbasis bei 87 Stunden und 8,50€ Mindestlohn, also 20h/Woche. Momentan ist durch Krankheit und Urlaub personell heftig Not am Mann, und momentan sieht es ganz danach aus, dass ich extrem viele Überstunden kloppen muss.

Für den Juli bedeutet das, dass ich neben meinen 87 Stunden noch ganze 102 zusätzliche Stunden eingeplant werden muss, weil die Aushilfen nur bis 400€ verdienen dürfen bei uns. Die beiden haben ihre Stunden bereits voll. Und momentan ist es so, dass die Einteilung gar nicht anders möglich ist - außer unser Chef findet aus einer anderen Filiale jemanden. Mal eben jemanden neu einstellen ist ein Problem, weil die Einlernphase bei uns deutlich schwieriger ist.

Dies bedeutet, dass ich statt meiner normalen rund 600€ netto Ende Juli dann am 15.8. noch einen ganzen Batzen dazubekomme - mehr als das eigentliche Gehalt (Überstunden zahlt das Unternehmen am 15. des Folgemonats separat aus).

Das bringt uns natürlich in die Situation, dass GEZ wieder läuft und das jobcenter einiges schlucken wird. Auch auf den Bildungsgutschein meiner Frau (jobcenter finanziert ihn) dürfte das erhebliche Auswirkungen haben - denn kämen wir aus ALGII heraus, müsste sie die Ausbildung, die sie gerade macht, selbst bezahlen. Einzig und allein der Juli wird so heftig werden, und dieser Monat wird einiges erheblich durcheinander bringen.

Doch die Überstunden bei meinem Arbeitgeber sind sehr unregelmäßig. Manchmal habe ich kaum welche, im aktuellen Monat ein paar (30-40), und nächsten Monat eben diese monströse Zahl.

Darf das überhaupt sein, dass ich über 200% meiner vertraglichen Arbeitszeit ableisten muss?

Für den Fall, dass ich um diese extreme Stundenzahl nicht herum komme: Was muss ich schlimmstenfalls befürchten? Denn es kann doch nicht sein, dass ich endlos Stunden kloppe und meine Frau und ich dafür bestraft werden?

Da es sich um eine Ladenkette mit ziemlich starren Vorgaben handelt, wird der Lohn auch nicht gestückelt werden, und auf die Kralle gibt mir mein Chef (der ja auch nur "Untergebener" in einer breitgefächerten Hierarchie) nichts - das macht diese Kette absolut nicht, zumal sie sich ja auch strafbar macht, wenn sie einem Arbeitnehmer Geld "schwarz" zusteckt.

Ich bin etwas ratlos im Moment.

Vielen Dank im Voraus
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Das bringt uns natürlich in die Situation, dass GEZ wieder läuft und das jobcenter einiges schlucken wird. Auch auf den Bildungsgutschein meiner Frau (jobcenter finanziert ihn) dürfte das erhebliche Auswirkungen haben - denn kämen wir aus ALGII heraus, müsste sie die Ausbildung, die sie gerade macht, selbst bezahlen. Einzig und allein der Juli wird so heftig werden, und dieser Monat wird einiges erheblich durcheinander bringen.
Frag mal deinen Chef ob du einen Teil der Überstunden im Nachhinin abfeiern darfst, diese also nicht ausgezahlt sondern durch Freizeit ausgeglichen werden. Mit der Begründung solltest du dir vorsichtshalber was einfallen lassen was nichts mit dem JC zu tun hat (Wohnung renovieren oder so).

Doch die Überstunden bei meinem Arbeitgeber sind sehr unregelmäßig. Manchmal habe ich kaum welche, im aktuellen Monat ein paar (30-40), und nächsten Monat eben diese monströse Zahl.

Darf das überhaupt sein, dass ich über 200% meiner vertraglichen Arbeitszeit ableisten muss?
Bei so unregelmäßigen und teilweise extremen Überstunden solltest du mal ein ernstes Gespräch mit deinem Chef führen, z.B. Erhöhung der vertraglichen Arbeitszeit und Führung eines Zeitkontos, um die Überstunden abbummeln zu können. Erzähl ihm was von finanzieller Planungssicherheit oder so, das JC würde ich auch hier möglichst nicht erwähnen.
Ob Überstunden in diesem Ausmaß arbeitsrechtlich zulässig sind kann ich dir aus dem Stand heraus auch nicht beantworten, fragwürdig ist es auf jeden Fall.
 

keinefee

Elo-User*in
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ich vermute mal, dass du aufstocker bist. das problem wird dann kommen, wenn aus deiner vorläufigen bewilligung eine endgültige festlegung wird, nachdem du die einkommensnachweise eingereicht hast.. da wird dann der durchschnittsverdienst des leistungszeitraum ermittelt, es geht nicht nach einzelnen monaten und du wirst durch den monat mit den überstunden wahrscheinlich eine kräftige rückzahlung für den gesamten zeitraum am hals haben, da dieser monat natürlich das durchschnittseinkommen insgesamt wesentlich erhöht. bis vor einiger zeit wurde ja monatsweise gerechnet und da mußte nur für den monat, in dem zuviel verdient wurde geld zurückgezahlt werden. durch die durchschnittsberechnung fährst du schlechter und könntest sehr viel geld zurückzahlen müssen. praktisch arbeitest du dadurch zu deinem schaden.
 
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