ALGII als Darlehen wegen Studium - Studienabbruch (1 Betrachter)

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kerosin

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Hallo zusammen!

Eine Bekannte, alleinerziehende Mutter, hat im Zuge einer Härtefallregelung ALGII während des Studiums in Form eines Darlehens gewährt bekommen.

Nun ist aus diversen Gründen vor einigen Tagen die Exmatrikulation ins Haus geflattert. :icon_neutral:
Die Bekannte macht allerdings keinerlei Anstalten, dies dem JC mitzuteilen. :icon_neutral:

Stellt es eine Ordnungswidrigkeit dar, wenn Sie daraufhin weiterhin das Geld nach obiger Form erhält?

Was passiert, wenn Sie jetzt eine Veränderungsmitteilung einreicht? Gibt es Fristen, bis wann das zu geschehen hat?
Muß ein neuer Erstantrag gestellt werden?
Ist das Darlehen sofort zurückzuzahlen?
Wenn ja, und das nicht geht, was dann?

Ich bin dankbar für hilfreiche Antworten!

mfg,
kerosin
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde mal sagen, die Bekannte schießt sich ins Knie. Sie sollte die Änderung sofort angeben!
 

kerosin

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Ich würde mal sagen, die Bekannte schießt sich ins Knie. Sie sollte die Änderung sofort angeben!
Das sehe ich ja genauso.

Blöderweise zeigt sie diese "Ist-mir-doch-egal-Haltung" und kombiniert mit Null Ahnung von den Konsequenzen ihrer Handlungen sehe ich gewaltige Probleme auf sie und natürlich auch das Kind zukommen!
 

wommi

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Das ist nicht nur eine Ordnungswidrigkeit - wenn Sie unberechtigterweise das Geld bekommt (auch als Darlehen), dann wäre es evtl. auch Betrug !
Und natürlich muß sie das bisher erhaltene Darlehen zurückzahlen - dann wohl vom jetzt zu beantragenden ALG2 !
 

kerosin

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Das ist nicht nur eine Ordnungswidrigkeit - wenn Sie unberechtigterweise das Geld bekommt (auch als Darlehen), dann wäre es evtl. auch Betrug !
Und natürlich muß sie das bisher erhaltene Darlehen zurückzahlen - dann wohl vom jetzt zu beantragenden ALG2 !
Ja, zurückzahlen ist klar. Ich meinte Rückzahlung im Ganzen auf einmal, ich hab mich da im EP nicht richtig ausgedrückt.
 

Konstabler

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Was passiert, wenn Sie jetzt eine Veränderungsmitteilung einreicht? Gibt es Fristen, bis wann das zu geschehen hat?
Nach § 60 SGB I muss man Veränderungen unverzüglich mitteilen.


Muß ein neuer Erstantrag gestellt werden?
Keine Ahnung, ob das erforderlich ist :confused:.

Würde ich aber machen, da der Antrag nach § 37 SGB II auf den 1. des Monats zurückwirkt.


Ist das Darlehen sofort zurückzuzahlen?
Wenn ja, und das nicht geht, was dann?
Da das ALG II bisher darlehensweise gewährt wurde, ist in dem Bewilligungsbescheid sicherlich auch dargestelolt, wie das Darlehen zurückzuzahlen ist.

Ich gehe davon aus, dass eine Stundung /Ratenzahlung zu beantragen ist.
 
E

ExitUser

Gast
Sie schießt sich nur insofern ins Knie, weil sie mit der Ex praktisch ALG 2 nicht mehr auf Darlehen kriegen sollte... Sie sollte im Eigeninteresse das mitteilen, weil sich die Bedingungen auf ALG2 ändern. Sie würde das ALG2 dann, wie jeder andere normal beantragen mit allen üblichen Konsequenzen.

Ob Sie das Darlehen dann und in welcher Höhe sie monatlich zurückzahlen muss, muss mit dem JC verhandelt werden. Es kann auch gestundet werden, Verhandlungssache. (zur Not mit Anwalt) Warum sie das auf Darlehen bekommen hat, ist auch nicht unwichtig.

Die Veränderungsmitteilung jetzt hinfaxen und um einen Termin erbitten..oder dort vorbeigehen mit Beistand....

Noch sehe ich hier kein Problem.... Man sollte nicht vorher schon alles dramatisieren.
 

kerosin

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Ich danke euch für die Antworten.

Ich gebe das mal so mit einem kleinen Tritt in den Allerwertesten meinerseits weiter :icon_smile:
 
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