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ALG2, Zuständigkeit nach Zwangsräumung?

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schuldenjenny

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#1
Hallo liebe Forengemeinde,

ich wende mich mal mit was total kompliziertem an Euch denn ich weiss nicht mehr weiter.

Es geht um einen Freund dem ich derzeit Hilfestellung gebe, ich weiss nicht wer nun Zuständig ist u. wer nicht.

Folgendes Problem...

Mein Freund wurde aufgrund von Mietschulden zwangsgeräumt, obwohl er in dieser Wohnung 2 Jahre lebte war er dort nicht polizeilich gemeldet, paralell hat er seine Arbeit in der Probezeit verloren, hat nur Anspruch auf HartzIV da er nicht lange genug fest angestellt war.

so, die letzte Meldeadresse, also die die im Personalausweis steht, ist schon 4 Jahre alt.

Des weiteren liegt ein Suchtproblem -Alkohol- vor.

Derzeit wohnt er noch eine Woche in einem möblierten Apartment u. steht danach auf der Strasse.

Problem ist nun, welcher Bezirk bzw. welche Arge ist nun zuständig, hilft es was wenn er sich bei der letzten wohnung nochmal anmeldet -da wo er geräumt wurde- weil eigentl. ist er ja obdachlos, wie geht er denn am besten vor?

wohnungsamt des bezirkes in dem er geräumt wurde?

habt ihr da nen rat? ich möcht vermeiden dass "wir" von a nach b geschickt werden.

gibt es nicht für leute die von akuter obdachlosigkeit betroffen sind u. dazu noch suchtgefährdet sind eine besondere hilfestellung? "wir" leben in berlin.

über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

lg
 

Mario Nette

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#2
Hm, schwierig. Euch ist klar, dass man die ausgebliebene Ummeldung als Ordnungswidrigkeit ahnden kann? Das nur nebenbei. Ich schicke euch mal was per PN.

Mario Nette
 

schuldenjenny

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#4
hi,

danke für die antwort, meint ihr es macht dann mehr sinn wenn man zuerst zum wohungsamt bzw. sozialamt geht oder doch erst zur arge, ich mein weil ja keine wohung vorhanden ist, wie soll die arge da was berchnen?

lg

jenny
 

Mario Nette

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#5
Die ARGE kann den Regelsatz unabhängig von den Kosten der Unterkunft (KdU) berechnen. So ist es ja in Bescheiden auch aufgeführt. Als Obdachloser etwa hat man, wenn die restlichen Voraussetzungen erfüllt sind, ja auch Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Und ganz direkt hat dein Bekannter/Freund sicherlich für das möblierte Zimmer auch Aufwendungen.

Mario Nette
 

Ferenz

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#6
Hallo liebe Forengemeinde, gibt es nicht für leute die von akuter obdachlosigkeit betroffen sind u. dazu noch suchtgefährdet sind eine besondere hilfestellung? "wir" leben in berlin.

über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

lg
Bei bestehender Obdachlosigkeit eines Hilfebedürftigen in Berlin könnte sich Dein Freund an die Wohnungsnotstelle des jeweiligen bezirklichen Sozialamts wenden.

z.B. Fachstelle für Wohnungsnotfälle - Berlin.de

Auch wenn das Sozialamt als zuerst angegangener Leistungsträger für einen vermutlich Arbeitsfähigen nicht zuständig sein sollte, muß das Sozialamt Deinen Freund beraten und ihm Auskunft darüber geben, wo er Hilfe erhalten kann. Dein Freund sollte beim Sozialamt mal nachfragen, ob ihm kurzfistig (und damit meine ich innerhalb von 1-2 Tagen) eine Bettstelle in einem Aufnahmewohnheim vermittelt werden kann - dabei handelt es sich nicht um eine Obdachlosen-Tagesunterkunft in Gruppenräumen, sondern um ein Zimmer mit Grundausstattung (Bett, Kleiderschrank, Tisch, Stuhl, Kommode, Kühlschrank) in einem 2-3 Zimmer-Appartement + gemeinsam genutzter Küche + Bad, das der Betroffene regelmäßig als seinen privaten abschließbaren Wohnbereich nutzen kann. Für eine begrenzte Zeit (6-12 Monate) wäre das zunächst doch ausreichend um wenigstens eine menschenwürdige Unterkunft und somit einen festen Wohnsitz zu haben.

Fragt mal beim Internationalen Bund in Berlin nach. Die betreiben mehrere derartige Unterkünfte (Männerpensionen) in Wedding und Mariendorf. Vielleicht ist dort eine Unterkunft verfügbar. Zudem könnte er hinsichtlich seiner Suchtproblematik ebenfalls weitere Hilfe erhalten.

Internationaler Bund - Wir helfen weiter!

Gruß Ferenz
 

Mario Nette

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#7
Bei bestehender Obdachlosigkeit eines Hilfebedürftigen in Berlin könnte sich Dein Freund an die Wohnungsnotstelle des jeweiligen bezirklichen Sozialamts wenden.
Gute Idee im Grunde, jedoch bezirksabhängig womöglich nicht von Erfolg gekrönt. Für "meinen" Bezirk bleibt man erfolglos, weil betreffende Person eingangs die Frage stellt, ob man erwerbsfähig ist und bei Beantwortung mit "ja" reflexartig aufs Jobcenter verweist.

Mario Nette
 
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