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ALG2 und Ehrenamtliche Aufwandsentschädigung

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Thomas1983

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hi
ich hab ne frage. ich bin arbeitslos und bekomm ALG2.
ich fahr ehrenamtlich im rettungsdienst und bekomm als aufwandsentschädigung ca 50euro pro dienst.
aber nicht mehr als 1740euro im jahr. sprich im durchschnitt 145 pro monat.
darf ich ich auch mehr als 145 im monat verdienen, wenn eh net mehr als die 1740euro ausbezahlt werden??
wie ist das mit abzügen? wenn mal 200euro auf mein konto kommen sollten ? ?
bitte um möglichst viele beiträge.

danke
 

Arania

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Ich kann mir nicht vorstellen das Du das überhaupt anrechnungsfrei "verdienen" darfst, nämlich alles ist Einkommen was angegeben und auch angerechnet wird, was es da für Freibeträge bei Ehrenamt geben könnte musst Du bei Deiner ARGE nachfragen

Hier steht etwas dazu, ob es für Dich zutrifft

Wird die Übungsleiterpauschale und andere Aufwandsentschädigungen auf die neue Leistung Arbeitslosengeld II (ALG II) angerechnet ?.http://www.awo-konstanz.de/ehrenamt.htm#Aufwandsentsch%E4digung%20f%FCr%20ehrenamtliche
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hat entschieden, dass dies nicht der Fall sein wird. Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten wie Übungsleiter, Ausbilder, Betreuer oder aus vergleichbaren Tätigkeiten fallen unter § 11 Abs. 3 Nr. 1 SGB II. Sie sind somit nach Einschätzung des BMWA grundsätzlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen, sofern sie den Betrag von 50% des Regelsatzes monatlich nicht überschreiten. Nach letzter Auskunft des Jobcenters werden 172,50 € als Grenze genannt sowie unter 15 Stunden pro Woche.
http://www.awo-konstanz.de/ehrenamt.htm#Aufwandsentsch%E4digung%20f%FCr%20ehrenamtliche
 

Fortunatus

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Die Frage wurde hier schon mal beantwortet:
http://www.lsb-niedersachsen.de

Fragen von Sportvereinen zu Hartz IV

Der LandesSportBund veröffentlicht an dieser Stelle Fragen von Vereinen zu Hartz IV sowie Antworten der ARGE ‚Job-Center in der Region Hannover’ dazu.

Frage
Nach Informationen des Deutschen Sportbundes ist es so, dass den Übungsleitenden, die ALG II und eine Aufwandsentschädigung bis 154 Euro monatlich (1848 Euro jährlich) erhalten, diese nicht als Nebenerwerbseinkommen angerechnet wird. Der Freibetrag für Nebenerwerbseinkommen kann damit also (zusätzlich) mit einem weiteren Nebenjob ausgeschöpft werden. Ist diese Information korrekt:
Antwort
Nach § 11 Abs. 1 S. 1 SGB II sind – abgesehen von einigen Ausnahmen - grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert als Einkommen zu berücksichtigen. Von dem Einkommen werden nach § 11 Abs. 2 SGB II bestimmte Beträge abgesetzt, wie z. B. Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Versicherungen und Werbungskosten. Von dem um die Absetzbeträge bereinigten Einkommen, das aus Erwerbstätigkeit erzielt wird, werden zusätzliche Freibeträge nach § 30 SGB II abgesetzt.
Nach § 11 Abs. 3 SGB II gelten aber einige Einnahmen nicht als Einkommen und bleiben vollkommen unberücksichtigt. Dazu gehören nach § 11 Abs. 3 Nr. 1 a SGB II zweckbestimmte Einnahmen, die einem anderen Zweck als die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II dienen und die Lage des Empfängers nicht so günstig beeinflussen, dass daneben die Erbringung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nicht gerechtfertigt wäre.
Zu diesen zweckbestimmten Einnahmen gehören steuerfreie Einnahmen nach § 3 Nr. 26 S. 1 EStG aus einer nebenberuflichen Tätigkeit als u. a. Übungsleiter oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeit (z. B. Schiedsrichter od. ehrenamtlich Tätige im Sportverein) bis zur Höhe von 1.848,00 € pro Jahr, was 154,00 € monatlich entspricht. Das heißt, wenn der Übungsleiter / Trainer / Schiedsrichter / ehrenamtlich Tätige eine Aufwandsentschädigung bis zu 154,00 € monatlich erhält, wird diese nicht als Einkommen berücksichtigt. Er kann also ohne weiteres einer Erwerbstätigkeit nachgehen und in den Genuss der Freibeträge nach § 30 SGB II kommen. Zwischen Haupt- und Nebenerwerbseinkommen wird dabei nicht unterschieden. Das heißt, dass es – im Gegensatz zu den Regelungen des SGB III (Arbeitslosengeld od. vormals Arbeitslosenhilfe) – beim ALG II nicht mehr auf den zeitlichen Umfang der beruflichen Tätigkeit ankommt. Maßgeblich ist nur die Höhe des Einkommens.


Hier ist der genaue Gesetzestext:

http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/__11.html

Ich hatte auch schon mal Probleme deswegen mit der ARGE, da ich über eine Wohlfahrtsinitiative ehrenamtlich für eine Wohlfahrtsorganisation arbeite und dafür 65,- Euro monatlich als Aufwandsentschädigung erhalte. 3 Briefe, 1 Telefonat, 1 telefonische Beschwerde meiner Chefin beim stellvertretenden ARGE-Leiter und 4 Wochen später, habe ich fast das gesamte Geld wieder bekommen, dass man mir falsch und dazu noch doppelt abgezogen hatte. Eigentlich schuldet mir die ARGE immer noch 17 Euro, aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr mit denen zu streiten.[/url]
 
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