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alg2--selbständigkeit

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E

ExitUser

Gast
Hallo ,
was ist blos immer mit dem Einstiegsgeld? Das sind 600€ pro Monat.
Sehe ich das Richtig.Davon soll dann die private Miete mit Nebenkosten,
alle Leistungen die der normale Regelsatz nach SGB 2 enthält und die Beiträge für die Renten und Krankenversicherung finanziert werden.
Wie geht das denn???
Als minimum fallen bei mir 360 € für die Miete (warm) ,und 311 € Regelsatzleistungen die irgendwie gerade so reichen.Das sind schon 71 € über dem Einstiegsgeld.
Dann kommt auch noch die Krankenversicherung , die Pflegeversicherung und die Rentenbeiträge hinzu.Das sind bei mir im Monat so um die 168 € im Monat komplett.
Nun verratet mir mal die Auflösung wie das mit 600 € bezahlt wird
Du verwechselst hier einige Dinge.
Zuerst,Einstiegsgeld sind nicht 600 Euro pro Monat.

Wie hoch ist das Einstiegsgeld?
Das Einstiegsgeld ist ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld II und beträgt grundsätzlich 50 Prozent der Regelleistung.

Hierzu ein Beispiel:

Die Regelleistung für Alleinstehende beträgt 345 Euro (in den neuen Bundesländern 5 Prozent weniger).
Die Hälfte davon sind 172 Euro.
In der Summe würde ein geförderter Alleinstehender also 517 Euro zusätzlich zu Miete und Heizkosten erhalten.
Das Einstiegsgeld hängt zusätzlich von der Größe der Familie bzw. Bedarfsgemeinschaft ab:

Für jedes zusätzliche Mitglied erhöht es sich um weitere 10 Prozent (also ungefähr 35 Euro).
Die Förderung kann auch dann etwas höher angesetzt werden, wenn gravierden Vermittlungshemmnisse vorliegen, die das Finden eines Arbeitsplatzes erschweren oder die Arbeitslosigkeit schon recht lange besteht.

Der Zuschuss soll aber insgesamt 100 Prozent der Regelleistung nicht übersteigen. (Im Beispiel also maximal 690 Euro monatlich.)

Voraussetzungen
Voraussetzung für die Förderbarkeit sind:

Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Im einzelnen werden geprüft: Bezug von ALG II, Erwerbsfähigkeit, Hilfebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit)
Die Aufnahme einer hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit (auch sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten ab 15 Stunden werden gefördert)
Die Erforderlichkeit der Geldleistung in Hinblick auf die "Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt".
Erstellung eines Businessplans (vergleiche unten).

Die Kranken -und Rentenversicherung werden weiter vom Amt bezahlt.
 

michaelulbricht

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tut mir leid

was kommt denn dann jetzt unterm strich raus wenn ein alleinstehender ALG 2 Empfänger mit 360 € Warmmiete nun also Fördergelder beantragt und unter denn günstigten Bedingungen bewilligt bekommt.
Was bekommt er konkret überwiesen ? Helft mir doch mal weiter.

Michael
 

Silvia V

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In der Summe würde ein geförderter Alleinstehender also 517 Euro zusätzlich zu Miete und Heizkosten erhalten.
Lusjena hat Dir das doch schon mal geschrieben.
Die Sozialbeiträge werden auch vom Amt bezahlt.
Ansonsten klick den Link in meinem Beitrag von heute 12:58 an.
 

zulu

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@michael
Als ALG2-Empfänger bekommst Du Dein ALG2 weiter wie vorher.
Und wenn Du Glück hast, bekommst Du das Einstiegsgeld zusätzlich.
(Das Einstiegsgeld kann es auch geben, wenn man einen Job annimmt, es muss nicht Selbständigkeit sein.)
Ein Freund hat 350,00 Euro für 6 Monate bewilligt bekommen (zusätzlich zum ALG2) und ob er es danach nochmal bewilligt bekommt???
Damit kann man also echt nichts reissen.
ALG2 Empfänger sollen sich nicht/brauchen sich nicht/können sich nicht selbständig machen. Das steckt ja wohl dahinter. Denn Förderung bekommen sie keine.
Du kannst also nur was machen, wenn Du andere Geldgeber findest oder etwas machen, was keine Investitionen erfordert.
 

zulu

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@Das_Boo
Das bringt Dir null, nichts.
Denn als ALG2-Empfänger bekommst Du gar keinen Existenzgründungszuschuss, den bekommen nur ALG1-Empfänger.

Wenn Du Glück hast, bekommst Du zusätzlich zum ALG2-Geld das Einstiegsgeld. Es ist eine Kann-Leistung, Du hast kein Recht darauf.
Es steht aber nirgendwo, dass ein Konzept, Business-Plan oder was auch immer vorgelegt werden muss (wie beim Existenzgründungszuschuss).
Mach Deinem Sachbearbeiter schöne Augen oder bete oder was weiss ich.

SGB II § 29 Einstiegsgeld

(1) Zur Überwindung von Hilfebedürftigkeit kann erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die arbeitslos sind, bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit ein Einstiegsgeld erbracht werden, wenn dies zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist. Das Einstiegsgeld kann auch erbracht werden, wenn die Hilfebedürftigkeit durch oder nach Aufnahme der Erwerbstätigkeit entfällt.

(2) Das Einstiegsgeld wird, soweit für diesen Zeitraum eine Erwerbstätigkeit besteht, für höchstens 24 Monate erbracht. Bei der Bemessung der Höhe des Einstiegsgeldes soll die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Größe der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt werden, in der der erwerbsfähige Hilfebedürftige lebt.

(3) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen ohne Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung zu bestimmen, wie das Einstiegsgeld zu bemessen ist. Bei der Bemessung ist neben der Berücksichtigung der in Absatz 2 Satz 2 genannten Kriterien auch ein Bezug zu der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jeweils maßgebenden Regelleistung herzustellen.

Diese Rechtsverordnung (s.3) kenne ich nicht, gibt es die überhaupt?
Kennt/hat die jemand?
 

Silvia V

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Es steht aber nirgendwo, dass ein Konzept, Business-Plan oder was auch immer vorgelegt werden muss (wie beim Existenzgründungszuschuss).
Mach Deinem Sachbearbeiter schöne Augen oder bete oder was weiss ich.
Doch..hier steht es!!!

http://www.my-sozialberatung.de/files/hinweise-16-abs-2-satz-2-nr-5-2005.pdf

Beten kann er trotzdem,vielleicht hilft es ja ;)

Ich finde es übrigens sinnvoll,das ein Businessplan verlangt wird,denn
vor jeder Existenzgründung, egal ob Ich AG oder mit Hilfe des Überbrückungsgeldes oder wie auch immer,
sollte man einen realistischen Plan erstellen, wie man mit der neuen Existenz auch wirklich Geld verdient!
 

zulu

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Da steht:
"Den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) wird die Anwendung im Sinne der Rechtseinheitlichkeit empfohlen."
Steht also nicht im Gesetz.
Schaden kann es aber sicher nicht.
Wenn es nützt, um das Einstiegsgeld zu bekommen - okay.
Ob eine Selbständigkeit ohne jeden Kapitaleinsatz überhaupt funktionieren kann, steht in der Sternen ...
Wie Miete bezahlen? Wie Werbung? Wie Arbeitsmittel? Wie Fahrtkosten?
Vom ALG2 geht es nicht.
Also wenigstens das Einstiegsgeld mitnehmen!
 

heinbloed

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moin moin,

Ihr mußt nur immer eine monatliche Gewinn und verlustrechnung machen
dagegen würde ich widerspruch einlegen, wobei eine monatliche abrechnung natürlich nicht schadet, damit der überblick nicht verloren geht.

und das Zuflußprinzip beachten
gilt nicht für selbständige, also ebenfalls widerspruch.

grüsse
 

zulu

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@heinbloed
Warum sollte denn keine monatliche GuV vorgelegt werden?
Was spricht dagegen?
Und wie kommst Du darauf, dass das Zuflussprinzip bei Selbständigen nicht gilt? Ein Freund hat deswegen gerade Ärger mit der ArGe, weil er in einem Monat hohe Einnahmen hatte und die auf das Jahr umrechnen wollte, den viele Ausgaben werden jährlich bezahlt und nicht mit 1/12 pro Monat (die Berufsgenossenschaft z.B. würde sich bedanken *ironie* für solche Kleckerbeträge jeden Monat!).
Aber seine ArGe meint, das Zuflussprinzip gelte.
Wie jetzt?
 

zulu

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Hab Deinen Gesetzestext gerade in dem anderen thread gelesen, danke.
 

heinbloed

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moin zulu

Aber seine ArGe meint, das Zuflussprinzip gelte.
was die argen und optionsmenschen alles meinen.

ich mache jetzt seit 12 monaten in einer erwerbslosen-initiative mit und sehe alle 14 tage das ganze ausmass an elend, was da an schriftstücken aus den ämtern kommt. zusammenhangslose textbausteine, die mehr oder minder mit dem thema zu tun haben, sind die regel.

vielleicht sollten wir mal einige initiativbewerbungen bei den ämtern starten. jeder forumsteilnehmer, der hier 1-2 stunden täglich mitmacht, dürfte mehr über sgbII wissen, als sein sb.

grüsse
 

zulu

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Stimmt!

Diesen Arbeitsplatz möchte ich allerdings nicht geschenkt!
Jeden Tag in so einer Institution, die derart schwachsinnige Gesetze umsetzen muss? Nein danke!
Dann lieber ein paar Kröten weniger und keinen Urlaubsanspruch ...
 
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