ALG2 oder erst mal Vermögen aufbrauchen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Lilastern

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Einfach im Schreibwarengeschäft so ein Vertragsvordruck kaufen. Und diesen mit deinem Vater abschließen.

Das geht schon.

Aber zu diesem Thema Mietvertrag solltest du einen extra Tread aufmachen.

Sonst wird alles so unüberschaubar.
 
S

silka

Gast
Dann habe ich Wohngemeinschaft und Bedarfsgemeinschaft durcheinandergebracht. Sorry
Nein, nicht WG---Wohngemeinschaft.
Auch nicht BG---Bedarfsgemeinschaft.
Das einzige, was bei dir in Frage kommt, was das JC bei dir vermuten kann und wird:
Eine HG---Haushaltsgemeinschaft mit deinem Vater.
Das Gesetz dazu:
§ 9 Absatz 5 SGB II.
Das JC darf vermuten, daß Verwandte dich unterstützen.
Derzeit tut dein Vater das ja sogar wohl ganz freiwillig, indem er dich mietfrei mit dort wohnen läßt.
Das kann so bleiben. Das kann sich auch ändern.
Aber deinen Lebensunterhalt wird er dir nicht finanzieren, jetzt wo dein ALG1 zu Ende geht. Das hast du selbst sichergestellt und vorher hast du das mit deinem Lohn sichergestellt. Da hast du sicher auch mietfrei gewohnt??
Jetzt ist Ebbe und kein Job in Sicht.

Ich selbst würde in diesem Falle dieses machen:
Noch immer mind. 1 Minijob suchen.
Nur den Regelbedarf zu Lebensunterhalt beantragen, das sind 382,- und dann ab Januar 391,-
Ich selbst würde das mit dem Untermietvertrag nicht machen.
Denn ich selbst könnte nicht erklären, warum ich jahrelang mit gutem Einkommen mietfrei wohnen konnte und nun plötzlich nicht mehr.
Es sei denn, mein Vater hat es satt oder kann es sich wirklich nicht leisten, allein für alles am Haus aufzukommen. Dann wäre er nicht unterhaltsFÄHIG, könnte das auch ohne weiteres erklären und würde von mir wahrscheinlich eine Pauschalmiete verlangen.
Dann könnte ich auch Wohnkosten beim JC beantragen.
 

hans wurst

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Dann warten wir doch ab, ob es eine richtige Wohnung, etwa Einlieger, ist.
Das ist überhaupt nicht erforderlich.

Das einzige, was bei dir in Frage kommt, was das JC bei dir vermuten kann und wird:
Eine HG---Haushaltsgemeinschaft mit deinem Vater.
Nein, nur weil jemand im Haus der Eltern lebt, bildet man nicht automatisch eine HG.

Bundessozialgericht B 14 AS 6/08 R

Leben Hilfsbedürftige in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten zusammen, so wird nach § 9 Abs. 5 SGB II vermutet, dass sie von ihnen Leistungen erhalten, soweit dies nach deren Einkommen und Vermögen erwartet werden kann. 

§ 9 Abs. 5 SGB II enthält die widerlegbare Vermutung, dass der Hilfsbedürftige von seinen Verwandten oder Verschwägerten unterstützt wird (Löns in: Ders. / Herold-Tews, SGB II, 2. A. 2009, § 9 Rn. 31). Bevor die Vermutungsregelung eingreift, muss zunächst eine Haushaltsgemeinschaft (HG) im Sinne des § 9 Abs. 5 SGB II zu bejahen sein. Das BSG führt in seiner Entscheidung zutreffend aus, dass das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft von Amts wegen festzustellen ist.

Dafür, dass eine Haushaltsgemeinschaft (HG) bestehe, sei hingegen die Beklagte (Jobcenter) beweispflichtig.

Ein gemeinsames Wirtschaften ("Wirtschaften aus einem Topf") geht über ein gemeinsames Zusammenleben hinaus. Die gemeinsame Nutzung von Bad, Küche und Gemeinschaftsräumen reicht hierfür nicht aus. Unterstützungen zur Behebung einer Notlage, die z.B. durch die Zahlungsunwilligkeit des Grundsicherungsträgers (Jobcenter) verursacht wird, begründeten noch nicht die Annahme des Wirtschaftens aus einem Topf.
 
S

silka

Gast
Nein, nur weil jemand im Haus der Eltern lebt, bildet man nicht automatisch eine HG.
Nein, von Automatismus habe ich gar nichts geschrieben.
Aber:
Was in Frage kommt und vom JC vermutet werden darf----stimmts?
Und was ich sonst noch zu den Varianten schrieb---nicht gelesen??
Schade.
Warum denn nicht?:icon_mad:
 

Roter Bock

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Ich frage mich immer, warum Menschen die paar Flunzen die sie über dem Schonvermögen haben freiwillig aufbrauchen bevor die Hartz 4 beantragen - wieso dem Staat der diese Zustände geschaffen hat was schenken.

Einen Orden als Mustergültiger Staatsbürger bekommst Du eh nicht!

Also ich habs anders gemacht. Wenns um 5000 Ocken geht - also die kann man sinnvoll unterbringen.

Roter Bock
 
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