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ALG2 nein - Wohngeld ja - Frist versäumt

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WeyounBN

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Guten Tag,

ich habe am 06.03. ALG 2 beantragt, was am 25.05. abgelehnt wurde.

Ein Bekannter sagte mir nun, ich sollte versuchen, Wohngeld zu bekommen. Hatte ich gar nicht dran gedacht.

In einer Broschüre der BA lese ich:


Wird ein Antrag auf ALG II/SozG aber später vollständig abgelehnt,
kann ausnahmsweise rückwirkend​
für diese Zeit des Wohngeldausschlusses Wohngeld beantragt werden (§ 27 Abs. 4 Halbs. 1 WoGG). Darauf sollte die [FONT=Arial_Fett0100]SBI II-Stelle ALG-II-/SozG-Antragsteller hinweisen. [/FONT]ALG II/SozG ist im Sinne des
§ 27 Abs. 4 WoGG abgelehnt, wenn die Entscheidung über den Antrag Bestands- bzw. Rechtskraft erlangt hat.

Der rückwirkende Wohngeldantrag ist vor Ablauf des auf die Kenntnis der ALG-II-/
SozG-Ablehnung folgenden Kalendermonats zu stellen (§ 27 Abs. 4 Halbs. 2
WoGG). Die Frist beginnt erst zu laufen, wenn entweder ein ALG-II-/SozG-Bescheid
oder der ALG-II-/SozG-Widerspruchsbescheid bestandskräftig oder ein Urteil
rechtskräftig wird. Verfristete Anträge werden wie reguläre Wohngeldanträge
behandelt, d. h. die Prüfung des Wohngeldanspruchs erfolgt für die Zeit ab dem

Ersten des Antragmonats.
Nun hat meine ARGE mich hierauf nicht hingewiesen, so dass die Wohngeldstelle wahrscheinlich nicht rückwirkend leisten wird.

1. Ist mein abgelehnter ALG-2-Bescheid schon bestands- bzw. rechtskräftig? Widerspruch habe ich nicht eingelegt.

2. Kann ich die ARGE drankriegen, weil sie mich nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen hat und ich somit für ca. 3 Monate weniger Wohngeld bekommen würde? (Im Arbeitsrecht gibt es doch etwas ähnliches: Der Arbeitgeber muss den scheidenden Arbeitnehmer darauf hinweisen, sich arbeitslos zu melden, ansonsten macht er sich schadenersatzpflichtig.)

Danke schonmal!
 

physicus

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1. Ist mein abgelehnter ALG-2-Bescheid schon bestands- bzw. rechtskräftig? Widerspruch habe ich nicht eingelegt.
du hast 1 monat zeit dagegen widerspruch ein zu lagen.

2. Kann ich die ARGE drankriegen, weil sie mich nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen hat und ich somit für ca. 3 Monate weniger Wohngeld bekommen würde? (Im Arbeitsrecht gibt es doch etwas ähnliches: Der Arbeitgeber muss den scheidenden Arbeitnehmer darauf hinweisen, sich arbeitslos zu melden, ansonsten macht er sich schadenersatzpflichtig.)
wenn du einen beistand mit hattest, der nun zum zeugen werden könnte, hast du gute chancen, ansonsten werden die sagen sie hätten dich umfangreich dahingehend belehrt und aufgeklärt!

das erste was du wissen must ist, zur arge immer mit beistand hin und alles was du abgiebst schriftlich machen und auf der kopie den eingang bestädigen lassen.
die leute schwindeln das blaue vom himmel, also nichts einfach so glauben nur weil die das sagen, denn wenn sie nicht völlig inkompetent sind und von nichts eine ahnung haben, so haben die welche viell. ahnung haben ein ebenso großes potential dir fresch ins gesicht zu lügen.

gruß physicus
 

WeyounBN

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du hast 1 monat zeit dagegen widerspruch ein zu lagen.
Ist vorbei. Also gehe ich davon aus, daß der Bescheid bestandskräftig ist.

Ich habe meinen SB nur zweimal gesehen: Einmal bei der Antragsabgabe und einmal, weil ich einen Vorschuss wollte. Zu diesen Zeiten stand die Sache 'Wohngeld' noch gar nicht zur Debatte.

Im Ablehnungsbescheid steht zum Thema Wohngeld rein garnichts drin. Die ARGE kann also schwerlich nachweisen, daß sie mich darüber belehrt hätte (auch nicht telefonisch, da ich der Nutzung meiner Tel.-Nr. sofort nach Antragsabgabe widersprochen habe und auch niemals jemand angerufen hat).

Hab ich da also Chancen? Auf welchem Weg? Wie mach ich das?
 
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