ALG2 Bezug mit Schwerbehindertenausweis - wie steht es mit Jobvermittlung ? (1 Betrachter)

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KommandoLeopard

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Wird es schwerer oder leichter einen Job zu finden / vermittelt zu bekommen mit einem Schwerbehindertenausweis mit GdB (Grad der Behinderung) von 50-70 und Merkzeichen G ?

Denn das Jobcenter stellt ja in diesem Fall auch einen Teil des Lohns für den Arbeitgeber bereit und sichert ihn gewissermaßen im Fall des Ausfalls des Arbeitnehmers ab. Wenn ich mich nicht irre.


Und Zusatzfrage:

Hat man mit einem solchen Schwerbehindertenausweis mehr Möglichkeiten unpassende Jobs abzulehnen ohne Sanktionen befürchten zu müssen ?
 

Dark Vampire

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Ich hab "nur" GdB30 , bzw noch, Erhöhung ist auf dem Wege.

Generell spielen nur deine Einschränkungen eine Rolle, ich selber bin zwar vollschichtig verfügabr, aber habe soviele Einschränkungen dass es defacto bei mir keine Stellen gibt, bzw der Beruf erst noch erfunden werden muss.
Habe deshalb schon jahrelang Ruhe vorm JC und muss mich auch nicht bewerben.

Das was du evtl meinst sind Lohnzuschüße die auch nur begrent sind für den AG um die Anfangszeit abzufedern weil dieser eben evtl. einen höheren Aufwand hat um einen Behinderten einzulernen ect.

Und um Jobs ablehnen zu können musste die mit deinen Gutachten vergleichen was du machen darfst/kannst oder auch nicht da spielen die GdB keine Rolle.
Kenne leute mit GdB80 und die sind fitter als ich........
 
A

ALGler

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Hallo KommandoLeopard,

es gibt eine ARGE Broschüre aus Mecklenburg Vorpommern zum Download. Darin findest du vielleicht ein paar Informationen zu dem Thema schwerbehinderte Arbeitnehmer und welche Unterstützung du bzw. ein Arbeitgeber bekommt.

https://www.lagus.mv-regierung.de/serviceassistent/download?id=144164

Generell gilt, dass du keine Arbeiten verrichten musst die aufgrund deiner Behinderung auszuschließen sind. Deshalb darfst du auch nicht sanktioniert werden.

Gruß vom ALGler
 

hansklein

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Wird es schwerer oder leichter einen Job zu finden / vermittelt zu bekommen mit einem Schwerbehindertenausweis mit GdB (Grad der Behinderung) von 50-70 und Merkzeichen G
Eine Frage der Sicht der Dinge und vielleicht auch regional/jobcenter abhängig etwas unterschiedlich. Wenn dich die Schwerbehinderung bei der Ausübung eines Jobs nicht beeinträchtigt, müsstest du sie nicht angeben wenn der AG nicht ausdrücklich Schwerbehinderte bevorzugt, dafür verzichtest du aber auf die Vorteile durch die Schwerbehinderung. Viele AG möchten auch keine Schwerbehinderten und zahlen dafür die paar Euro Ausgleichsabgabe.

Vorteile beim Jobcenter seh und hab ich pers. keine grossen, die halten sich an die Einschränkungen, die der MDK festgestellt hat.
 

KommandoLeopard

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Vorteile beim Jobcenter seh und hab ich pers. keine grossen, die halten sich an die Einschränkungen, die der MDK festgestellt hat.

MDK ist der Arzt vom Jobcenter?

Ein Attest liegt bereits vor von einem anderen Arzt. Dort steht ausführlich drin, was geht und was nicht. Damit wurde auch schon mal ein Jobangebot abgelehnt, erfolgreich.

Charakter der Krankheit ist ziemlich "umfassend".

Also verstehe ich das im Grunde genommen richtig, dass es weniger um einen Schwerbehindertenausweis geht, egal ob GdB von 1 oder 100 oder Merkzeichen G - sondern vielmehr um ein Attest, in dem die Einschränkung definiert ist.
 
E

ExitUser

Gast
Also verstehe ich das im Grunde genommen richtig, dass es weniger um einen Schwerbehindertenausweis geht, egal ob GdB von 1 oder 100 oder Merkzeichen G - sondern vielmehr um ein Attest, in dem die Einschränkung definiert ist.

Ja genau, es kommt auf die einzelnen Einschränkungen an.
Meine Frau z.B hat nur noch einen GdB von 20, der nichts wert ist.
Aber laut Amtärztliches Gutachten hat sie etliche gesundheitliche Einschränkungen, die es eigentlich unmöglich machen, einen passenden Arbeitsplatz zu finden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ja, weil vom Grundsatz her der GDB und die Erwerbsfähigkeit erstmal völlig unterschiedliche Dinge sind.

Es gibt arbeitsfähige Menschen mit 100% GDB, es gibt aber auch EM- Rentner ohne GDB.
 

Hamilkar

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Wird es schwerer oder leichter einen Job zu finden / vermittelt zu bekommen mit einem Schwerbehindertenausweis mit GdB (Grad der Behinderung) von 50-70 und Merkzeichen G ?

Denn das Jobcenter stellt ja in diesem Fall auch einen Teil des Lohns für den Arbeitgeber bereit und sichert ihn gewissermaßen im Fall des Ausfalls des Arbeitnehmers ab. Wenn ich mich nicht irre.


Und Zusatzfrage:

Hat man mit einem solchen Schwerbehindertenausweis mehr Möglichkeiten unpassende Jobs abzulehnen ohne Sanktionen befürchten zu müssen ?
es wird mit anerkannt GdB50 schwerer einen Job zu finden;

1. hast du als Schwebehinderter besondere Rechte bei Kündigung,

2. gibts lt. Tarifvertrag in aller Regel mind. 5 Tage mehr Urlaub

(welcher AG will das schon)

3. ist die Flexibilität bei der Jobauswahl naturgemäß geringer

(Wachschutz als Scherbehinderter ist schwierig, im Außendienst wird man erst gar nicht eingestellt usw. usf.)



manche Arbeitstellezentren haben separate Betreuung für Schwerbehinderte.

ablehnen brauchst du normal nichts, idR wollen die Arbeitgeber keine (neuen) Schwerbehinderten, die zahlen notfalls lieber die Ausgleichsabgabe.
 

Flodder

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2. gibts lt. Tarifvertrag in aller Regel mind. 5 Tage mehr Urlaub
Nicht laut Tarifvertrag, sondern laut Gesetz (§ 208 SGB IX). Und auch nicht "in aller Regel", sondern rechtlich bindend. :wink:
 

saurbier

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Eigentlich kann mal als SchwerB schon feststellen, daß es kaum eine Vermittlungsmöglichkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt git.

Da besonders die JC sich sehr an die ZAF´s hängen ist hier die Chance gegen NULL einen Job zu bekommen.

ich hab selbst einen SchwerB-Ausweis und schon damals mit nur 30% haben mich alle ZAF´s sofort abgelehnt.

Alleine die Kündigungserschwernis ggf. auch zu gewährenden Sondertage beim Urlaub stehen bei den ZAF´s im Forderung. Bei mir kamen die mit der vorgeschobenen Ausrede man müsse erst mit den Arbeitgebern rücksprache halten, ha wie lustig, die Vermitteln mich als ihren Mitarbeiter doch nur weiter. Da sieht man wie die ZAF´s schon lügen.

Einzig wie die einzelnen SB´s bei den JC darauf reagieren steht auf einem ganz anderen Blatt. Die einen lassen einen dann mehr oder weniger in Ruhe, die anderen versuchen mit allen Mittel einem irgendwie Maßnahmen etc. dennoch aufs Auge zu drücken. Da kann es dann sehr Hilfreich sein, wenn man weitere gesundheitliche Einschränkungen bezgl. seiner Erwerbsfähigkeit hat, z.B nichts schweres Heben, nicht dauerhaft sitzen/stehen/ oder in gebückter Haltung arbeiten, oder z.B. nur in warmen Hallen etc. pp. .

Als SchwerB muß man halt auf seine Rechte beharren und ganz besonders gegenüber den SB´s auf seine gesundheitlichen Einschränkungen. Zur Not könnte man dem SB ja auch den Versuch einer vorsätzlicher Körperverletzung nahe legen, wenn man knallhart ist.

Ich persönlich hab mal einen MDK Arzt die Inhaftungnahme angedroht und bekam daraufhin blitzschnell eine Rehabilitationsempfehlung von ihm.

Gruß saurbier
 
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