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ALG2 Bescheid/Berechnung

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Mitarbeiter des Monats

Elo-User/in

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#1
Hallo !

Heute möchte ich euch mit einem neuen Thema "belästigen".

Warum fällt eigentlich die Berechnung die man selbst macht immer höher aus als das was die ARGE berechnet?
Ich weiß nicht, aber ich glaube die besch... meine BG.
Bevor ich aber anfange Staub aufzuwirbeln, was vielleicht nach hinten los geht, frag ich lieber nochmal hier bei Profis nach.

Ich rechne so :

mein Regelsatz : 323
der meiner Frau : 323
unser Kind (wird 7) : 251
unsere Miete : 330
Summe : 1227

abzüglich Kindergeld also - 164
Summe : 1063


Kriegen wir aber nicht, wir kriegen 1027.


ARGE rechnet so :

mein Regelsatz : 323
der meiner Frau : 323
unser Kind : 251
Miete : 294
Summe : 1191
abzüglich Kindergeld also - 164
Summe : 1027


Was soll das?
Warum nicht die volle Miete?

In meinem neuen Bescheid steht da der coole Spruch "Das zu berücksichtigende Einkommen mildert die Geldleistungen, soweit
Einkommen darüber hinaus zu berücksichtigen ist (Einkommensüberhang) mildert sich die vom kommunalen Träger zu erbringende
Leistung".

Dieser Spruch stimmt mit dem Einkommensüberhang bei meiner Schwester überein.
Sie ist allein erziehend und das Einkommen ihrer Tochter (Kindergeld und Unterhalt) ist höher als ihre Sozialleistung.
Das was über ihrem Sozialgeld liegt, ziehen sie ihr von der Miete ab.

Nun, da mein Kind aber nur Kindergeld bekommt, was bekanntlich weniger als das Sozialgeld ist, haben wir doch gar keinen
Einkommensüberhang.
Warum also nicht die volle Miete?

Kann die ARGE noch irgendwelche anderen Gründe haben weshalb sie uns nicht die volle Miete zahlt?
Kaltmiete ist 200, Nebenkosten 130.
Wohnen zu dritt auf knapp 50qm.
Gab nie irgendwelche Beanstandungen von Seiten der ARGE bezüglich der Angemessenheit der Wohnung.
Theoretisch gesehen würden uns auch eigentlich mehr qm zustehen.

Liegt es möglicherweise daran das Heiz und Warmwasser Kosten, die Warmwasseraufbereitung beinhalten?

Also wer hat sich nun verrechnet, die oder doch ich?
Angenommen das die sich verrechnet haben, könnte ich denn noch Widerspruch machen?

Viele Grüße
der Mitarbeiter
 

ela1953

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#2
Du hast es schon selbst angesprochen. Es liegt daran

Liegt es möglicherweise daran das Heiz und Warmwasser Kosten, die Warmwasseraufbereitung beinhalten?
Aber die Summe erscheint mir etwas zu hoch. Bei mir ist Heißwasser mit Strom, daher weiß ich die genaue Summe nicht. Lese aber hier immer was von 6,xx Euro pro Person. Da es aber prozentual gerechnet wird, müsste der Betrag für Kinder noch niedriger sein.
 

Mitarbeiter des Monats

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#3
Hallo!

Danke für die schnelle Antwort ela1953!

Habe mir mal so bissel was durchgelesen.
Dabei habe ich das mit 6 oder 7 Euro Abzug wegen Warmwasser auch gelesen.

Nun bei 6 Euros pro Kopf, kommen wir ja dann bei 3 Köpfe auf 18 Euros was die für Warmwasser abziehen dürfen.

Gut, dann sind eben die 18 Euro Abzug berechtigt, aber hier fehlen dann immer noch ganze 18 Euro für die es dann keinen Grund gibt abzuziehen.
Warum ziehen die uns 2 x 18 Euro ab?
Brauchen die das? Sparen die sich von meinem Geld jetzt ihre nächste Weihnachtsfeier zusammen?

Bin da leider erst durch den Änderungsbescheid ( kam am Freitag) drauf gekommen.
Mensch, ich hätte schon gleich nach dem Umzug besser aufpassen sollen und mal meinen Bescheid genauer unter die Lupe nehmen sollen und hätte gleich nen Widerspruch machen sollen.
Ärger mich tierisch das ich da so gepennt habe, echt wie kann man so blöde sein?
Widerspruch dürfte wohl zu spät sein.
Ist jetzt vielleicht ne völlig dumme Frage - bitte nicht schlagen - aber (da auf dem Änderungsbescheid nix drauf steht) kann man auch nem Änderungsbescheid widersprechen?

Viele Grüße
der Mitarbeiter mit den Tomaten auf den Augen
 

catwoman666666

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#4
Überprüfungsantrag nach SGB X § 44 stellen. Ist bis zu vier Jahren rückwirkend möglich.

catwoman
 

Mitarbeiter des Monats

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#5
Hallo!

Vielen Dank für eure Ratschläge.

@catwoman666666
Dankeschön!
Habe eben mal wegen §44 nachgelesen.
Klingt ganz gut und ist soweit klar.

Wie schreibe ich das?
Muß ich begründen warum ich den Antrag stelle oder reicht es einfach nur zu schreiben das ich es mache?

Mensch ich grübel ob ich irgendwas übersehen habe, bin in letzter Zeit ein wenig neben mir.
Nicht das die doch irgendwie recht haben.
Ob ich erstmal versuchen sollte anzurufen?
Es kommt mir auch komisch vor das der Vermieter noch gar nichts gesagt hat.
Wenn die ARGE nicht die volle Miete übernimmt, heißt das nicht auch das die dann dem Vermieter nicht die volle Miete überweisen?
Der hätte dann doch sicher längst gemahnt, weil Geld fehlt.

Sollte vielleicht doch besser erstmal anrufen.

Danke euch nochmal für eure Hilfe!

Viele Grüße
der Mitarbeiter
 

nethippi

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#7
Falls es keine getrennte Abrechnung für Heizung und Warmwasser gibt, wird von der Heizkostenabrechnung ein fester Betrag für die Warmwasserbereitung abgezogen. Beim alten Regelsatz (351 Euro) waren das 6,63 Euro. Heute dürfte er bei 6,78 Euro (6,63 x 1,023) betragen. Bei einem Paar mit einem Kind berechnet sich der Abzug wie folgt:
90% von 6,78 Euro + 90 % von 6,78 + 70 % von 6,78 =
6,10 Euro + 6,10 Euro + 4,75 Euro = 16,95 Euro
Diese Rechnung kann um 1-2 Cent abweichen, da ich die neue Zusammenstzung des Regelsatzes noch nicht kenne und ich die alten Beträge einfach hochgerechnet habe (multipliziert mit dem Ergebnis von 359 / 351).

Zusätzlich gibt es aber Obergrenzen für die Kaltmiete, die in jeder Kommune anders sind. Bei uns in Fulda liegt diese bei 4,35 Euro pro Quadratmeter.
In euerem Fall gelten 75 qm als angemessen. Laut der Produktformel angemmessene Wohnfläche mal angemmessener Quadratmeterpreis ergäbe das für Fulda eine Mietobergrenze von 326,25 Euro, die Wohnungsgröße ist dabei zweitrangig. Zusätzlich zur Kaltmiete werden dann noch die Nebenkosten und die reinen Heizkosten bezahlt.

Einfach auf den letzten Bescheid schauen und prüfen ob die anerkannten Mietkosten und die tatsächlichen Mietkosten übereinstimmen. Selbiges gilt für Heizkosten und anerkannte Heizkosten. Bei der Kaltmiete dürfte der Abzug an den Mietobergrenzen liegen, bei den Heizkosten muss man nachrechnen ob der Abzug für Warmwasser korrekt gemacht wurde.

Viele Kommunen (Argen) legen auch Obergrenzen bzw. Pauschalen für die Heizkosten fest, dies ist aber unzulässig.

Quellen: Warmwasserabzug BSG vom 27.2.2008 B 14/11b As 15/07 R
Volle Übernahme der Heizkosten LSG vom 05.10.2006 - L 7 AS 126/06 ER 1 / 5
 

Mitarbeiter des Monats

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#10
Hallo !

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten und eure Mühen!

Verflixt, ich habe den Fehler gefunden.
Das hat mir keine Ruhe gelassen, also bin ich alles nochmal durchgegangen.
Tja, viel Staub aufgewirbelt und das alles für nichts.

Was soll ich sagen, wer ist Schuld?
Nicht ich (na gut ein wenig schon), nicht die ARGE, nein der Vermieter.
Habe mir den Mietvertrag nochmal angeschaut und dachte ich sehe nicht richtig.
Im Mietvertrag steht Kaltmiete 200, Kosten Heizung (nicht 130) nur 110 und Gesamtmiete 330.

Also bei mir sind nach wie vor 200 + 110 immer noch 310 und nicht 330.
Weiß ja nicht, es ändert sich ja immer vieles z.B.die Rechtschreibung, aber habe noch nicht gehört das man jetzt auch schon anders rechnet.

Also berechnet man das Ganze nun mit 310 Euro Miete, stimmt die Rechnung der ARGE.

Also echt, der Vermieter ist vielleicht ne Saftnase.
Hab mich schon telefonisch mit ihm in Verbindung gesetzt.
"Oh, da habe ich wohl einen Tipfehler gemacht, Miete ist 310." meinte er zu mir.
Werde mich dann in der kommenden Woche drum kümmern und meinen Mietvertrag berichtigen lassen.

Danke euch nochmals für die vielen hilfreichen Ratschläge.
Wieder was dazu gelernt, vor allem weiß ich jetzt mal wie die das mit den Heizkosten berechnen.
Tut mir jetzt halt nur leid das ich euch umsonst gestresst habe.
Beschwerdebriefe an den Vermieter bitte an folgende Adresse : ...

Nochmals Dankeschön!
Wünsche euch ein schönes Wochenende!

Viele Grüße
M.d.M.
 
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