ALG1 und Massnahme Orientierung und Aktivierung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Struppi

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Hallo,

zu diesem Thema habe ich auch ein paar Fragen. Ich hoffe, es ist ok, wenn ich mich hier einfach dranhänge?

Kurz zu mir: Ich habe mein ganzes Leben in Vollzeit gearbeitet. Habe nun ein 3-jähriges Kind und habe nach seinem 1. Geburtstag bis vor 2 Monaten in Teilzeit gearbeitet. Nun bin ich seit August arbeitslos und bin in eine solche O+A Maßnahme gesteckt worden, die ich nun seit dem 1.10. besuche. Leider musste ich dort ganz andere Erfahrungen machen. Ich werde dort fast täglich angegangen, dass ich selber schuld an meiner Situation bin. Ich hätte zu viele Vermittlungshemmnisse, an denen ich arbeiten müsse (kleines Kind, niemanden, der nach KiGa-Schluss die Betreuung übernehmen könnte, kein Auto). Ich fühle mich inzwischen so schlecht, nutzlos und frustriert... Egal.
Auf jeden Fall ist es so, dass wir ein Praktikum machen müssen. Ich habe nichts gefunden und habe einen Bekannten gefragt, der ca. 50 km entfernt ein kleines Unternehmen hat. Er hätte es gemacht. Das Arbeitsamt hat es jedoch abgelehnt, da ich keine Übernahmeoption hatte und es zu weit weg wäre. Es wären nichtmal Fahrtkosten entstanden, da ich eine Mitfahrgelegenheit gehabt hätte. Nun wäre die Alternative wohl Regaleauffüller bei Lidl gewesen. Da ich aber 2 abgeschlossene Ausbildungen habe und jede Menge Erfahrung (außerhalb des Einzelhandel), fühle ich mich echt ausgenutzt! Seit Tagen kann ich nicht mehr schlafen, das ganze belastet mich außerordentlich! Meine Vermittlerin ist nicht erreichbar und auch nicht verhandlungsbereit. Heute war ich beim Arzt, der hat mich 1 Woche krank geschrieben. Danach müsste ich wieder hin. In 1 Woche beginnt aber das Praktikum.
Was soll ich bloß machen? Ich bin mit den Nerven echt am Ende....

Achso: ich kann mich nicht erinnern, beim Arbeitsamt damals irgendwas unterschrieben zu haben. Und auf Nachfrage bei der AfA, welches Ziel diese Maßnahme haben soll habe ich zur Antwort nur bekommen "Gehen Sie da mal gehen, da sind ganz viele Betroffene und der Träger hat gute Kontakte zu Arbeitgebern. Da wird Ihnen geholfen!"
.........

Könnte gute Tipps und Hilfe gebrauchen! :icon_sad:

lg
Struppi
 

Bessi

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Wie lange dauert die Maßnahme

am besten krank schreiben lassen wenn es dich fertig macht

ansonsten macht man es so das man die Deppen von Dozenten fleißig
nervt und denen das Leben mit vielen doofen fragen schwer macht

man muß drüber stehen ansonsten geht man da unter
Dozenten haben in der Regel wirklich null Ahnung von dem was sie erzählen wollen
 

Struppi

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Die Maßnahme soll noch insg. 4 Wochen gehen (2 wochen habe ich schon überstanden). Mir liegen vor allem die 3 Wochen Praktikum sehr schwer im Magen! :-/

Krank schreiben geht wohl nicht. Mein Arzt hat mich diese Woche krankgeschrieben und sagt, länger geht es nicht, weil bei Arbeitslosen der MDK immer sofort auf der Matte steht und er das dann nicht begründen kann.
Er hat mir ein Schlafmittel aufgeschrieben und meinte, wenn ich mal ein paar Nächte geschlafen und mich ausgeruht habe, gehts schon wieder.

Ich fühle mich echt mies und nicht ernst genommen.
 

Bessi

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Er hat mir ein Schlafmittel aufgeschrieben und meinte, wenn ich mal ein paar Nächte geschlafen und mich ausgeruht habe, gehts schon wieder.

Ich fühle mich echt mies und nicht ernst genommen.
Sofort Arzt wechseln

das gibt es ja wohl nicht :eek:
 

Struppi

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Nunja, ich habe schon längere Zeit Probleme und wollte damit auch einmal zum Facharzt. Aber das hat jetzt mit der Maßnahme ja nichts zu tun und bis ich dort einen Termin bekomme, habe ich vermutlich schon einen neuen Job... :cool:

Am Freitag soll ich mich noch einmal beim Maßnahmenträger melden und sagen, wie es weiter geht. Tja, wenn ich das wüsste....

Wenn einen nicht der Job krank macht - spätestens das Amt schafft es!
 

gila

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Hallo "Struppi" - ich meine mal es fehlt dir ein wenig "Rückgrat" :icon_daumen:

Du schreibst: Ich habe mein ganzes Leben in Vollzeit gearbeitet. Habe nun ein 3-jähriges Kind und habe nach seinem 1. Geburtstag bis vor 2 Monaten in Teilzeit gearbeitet.

Dass du den Job nun verloren hast, ist nicht dein "Manko".

EIN KIND IST KEIN VERMITTLUNGSHEMMNIS ... sondern eher ein dringend benötigter Rentenzahler :icon_twisted:

Wenn das Drumherum nicht stimmt - es für deinen Wunsch, wieder zu arbeiten, keine adäquate Kinderbetreuung gibt, ist auch nicht DEIN "Hemmnis".

Lass dir das nicht an die Backe kleben und WEHRE DICH!

Deine bisherige Leistung "Arbeit" und AUCH DAS AUFZIEHEN EINES KINDES ist etwas, was man einem "Fachmann" einer solchen Maßnahme, die einen MOTIVIEREN und unterstützen soll, gerne mal LAUT und deutlich und sehr gerne auch vor versammelter Mannschaft um die Ohren hauen sollte und es sich VERBITTEN lassen muss, dass man in einer solchen Art und Weise behandelt und runtergemacht wird, bis man letztlich KRANK wird.

Vielleicht hilft so ein Auftritt auch anderen Gepeinigten in dieser Maßnahme auf die Sprünge und sie wehren sich auch gegen einen solchen Vollpfosten!
 

Onkel Melker

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Hallo Struppi,

hast Du denn überhaupt eine Zuweisung zu dieser Maßnahme? Ein amtliches Schreiben mit Bezug auf §45 SGB III? Wenn ja, kannst Du die gerne hier mal anonymisiert einstellen.
Falls nein und Du ja keine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hast, dürftest Du aus der Nummer gut rauskommen.
 

Struppi

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Hallo,

ja, ich habe eine Zuweisung erhalten. Sogar per Einwurf-Einschreiben :confused:

Zuweisung in eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gem. §45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - SGB III

So steht es drauf.
Einscannen kann im im Moment leider nicht.

Und für Streitereien mit dem Amt (oder dem MT) habe ich im Moment keine Kraft.
Eigentlich möchte ich im Moment nichts weiter, als in Ruhe nach einem vernünftigen Job zu schauen....

lg
Struppi
 

gila

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Dann lass dich eine Weile arbeitsunfähig schreiben - vielleicht suchst du dir einen gescheiten Therapeuten, der dich in einer Gesprächstherapie etwas bestärken kann und such nebenbei für dich weiter!

Wenn du so angeschlagen weiter machst, winkt der Burnout und der ist weder dir noch deinem Kinde dienlich.

Wir hier sind viele, die sowas durch haben und wissen, wie der Hase läuft! Denk an dich und deine Gesundheit!
 

Struppi

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Ja, das möchte ich so auch machen. Ich befürchte nur, dass mein Arzt mich nicht weiter krank schreiben wird. Mal sehen, wie ich es dann nächsten Montag machen werde...
 

gila

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Wenn du nicht arbeitsfähig BIST, dann HAT er dich auch krank zu schreiben.

Man macht häufig den Fehler, dass man sich seiner psychischen Minderbelastbarkeit selbst beim Arzt "irgendwie schämt" und sich zurück hält.
Mach ich nicht mehr - wenn ich heule, dann heule ich!
 
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