ALG1 und Massnahme Orientierung & Aktivierung, hätte Fragen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

TomatoeFreak

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Hallo an alle!
Nachdem ich schon des Öfteren hier im Forum mitgelesen habe, habe ich mich endlich angemeldet und würde Euch auch gleich um Rat fragen, ich hoffe jemand kann mir Tips geben..

Folgende Situation:
Ich beziehe seit Juli 2012 ALG1.

Habe mich seit dem vielfach beworben (ca. 20 Bewerbungen im Monat), habe jedoch bei Bewerbungen an ZAF's darauf geachtet, keine Telefonnummer oder Email-Adresse anzugeben - jedoch im Lebenslauf zu erwähnen, dass ich keinen PKW habe.

Habe mich auch dank Eurer zahlreichen Tips bisher bei Vorstellungsgesprächen von ZAF's un Co. recht gut gemacht und wurde dafür mit zahlreichen Absagen dieser Leihbuden belohnt.

Nun wurde mir bei meinem letzen Termin bei der Arbeitsagentur von meiner SB verkündet, dass ihr zu Ohren gekommen sei dass meine Bewerbungen zu wünschen übrig liessen, weil teilweise keine Telefonnummer angegeben wäre.. Darum hat sie mir eine Massnahme "Orientierung & Aktivierung in Teilzeit mit betrieblicher Erprobung" zugeteilt. (Denn dort würde man mir laut ihrer Aussage lernen wie man sich anständig bewirbt)

Leider habe ich eine EGV unterschrieben, die mir aber NICHT ausgehändigt wurde. Als ich die SB fragte ob ich das unterscheiben müsste, wurde das bejaht. Eine Kopie bekam ich trotz Nachfrage auch nicht mit :icon_mued:


Nun meine Frage:

Da ich nicht unbedingt 8 Wochen in einer Psycho-Massnahme verbingen möchte - was würdet Ihr mir raten zu tun?

Soll ich
a) mich krankschreiben lassen
b) mich irgendwie gegen die Massnahme wehren, sofern möglich
c) in den sauren Apfel beissen und die Zeit absitzen

Was meint Ihr wäre das beste?

Achja - Ich habe heute telefonisch einen Antrag auf Fahrtkostenübernahme bei der Arbeitsagentur verlangt, dort wurde mir mitgeteilt dass ich das entsprechende Formular vom Massnahmenträger bekäme, wenn dort am ersten Tag alles bürokratische besprochen wird. (Unterschreiben werd ich dort gar nichts - wenn dann Unterlagen zur Prüfung verlangen, richtig?)

Falls ich während der Massnahme krank werden sollte, kann diese Massnahme tatsächlich vom Träger abgebrochen werden (wegen meiner Fehlzeit) und kann das tatsächlich zur Folge haben dass ich diese Massnahme wiederholen muss? Könnte eine Fehlzeit wegen AU eine Sperre verursagen? Mein gesunder Menschenverstand würde sagen "nein", aber ich bezweifle langsam dass der bei AA angewendet wird..

Und zu guter letzt noch eine Frage die mich beschäftigt:
In der Beschreibung der Massnahme wird von einer "betrieblichen Erprobung" gesprochen, die 3 (!) Wochen dauern soll. Hat jemand schon mal so etwas mitgemacht? Darf ich mir hierbei den Betrieb wenigstens selber aussuchen oder werde ich da einfach zugeteilt??


Ich habe mal alles hochgeladen, was ich dazu in Schriftform habe.. (also die Zuteilung von der Arbeitsagentur und den Flyer des Trägers)

Ich würde mich wirklich freuen wenn mir jemand einen Rat geben könnte. Sorry für den langen Text.. :icon_kinn:
 

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Ein Hartzianer

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Unterschreiben werd ich dort gar nichts - wenn dann Unterlagen zur Prüfung verlangen, richtig?
Goldrichtig.
Falls ich während der Massnahme krank werden sollte, kann diese Massnahme tatsächlich vom Träger abgebrochen werden (wegen meiner Fehlzeit) und kann das tatsächlich zur Folge haben dass ich diese Massnahme wiederholen muss?
Üblicherweise nicht.
Könnte eine Fehlzeit wegen AU eine Sperre verursagen? Mein gesunder Menschenverstand würde sagen "nein", aber ich bezweifle langsam dass der bei AA angewendet wird..
Dein Verstand sagt das Korrekte. Auch wenn mir nichts Gegenteiliges bekannt ist,
würde ich auf der Hut sein.
Und zu guter letzt noch eine Frage die mich beschäftigt:
In der Beschreibung der Massnahme wird von einer "betrieblichen Erprobung" gesprochen, die 3 (!) Wochen dauern soll. Hat jemand schon mal so etwas mitgemacht? Darf ich mir hierbei den Betrieb wenigstens selber aussuchen oder werde ich da einfach zugeteilt??
Das ist gewöhnlich unbezahltes Praktikum. Selbst gesucht natürlich.
Teilnahme ist nicht deine Pflicht, also lass laufen.
Zuteilung hab ich bisher noch nicht gesehen, auszuschließen ist es aber nicht.
Selbst dann kannst du ablehnen, bzw. Bezahlung beim Chef aushandeln.
Denke daran: Jede Arbeit hat ihren Wert !
Will der Chef partout nichts bezahlen, dann mach auch keinen Finger krumm.

Auf Herausgabe einer Kopie der EGV hätte ich bestanden.
Und hör bitte auf, mit dem JC zu telefonieren !
Alles nur schriftlich !
Lass bitte auch Telefonnummer und andere,
unnötige Daten gegen Bestätigung beim Amt löschen.
Du mußt nur postalisch erreichbar sein.

Was die da anstellen geht gar nicht. :icon_evil:
 
H

Huemmel

Gast
Habe mich seit dem vielfach beworben (ca. 20 Bewerbungen im Monat), habe jedoch bei Bewerbungen an ZAF's darauf geachtet, keine Telefonnummer oder Email-Adresse anzugeben - jedoch im Lebenslauf zu erwähnen, dass ich keinen PKW habe.

:icon_daumen:

Habe mich auch dank Eurer zahlreichen Tips bisher bei Vorstellungsgesprächen von ZAF's un Co. recht gut gemacht und wurde dafür mit zahlreichen Absagen dieser Leihbuden belohnt.

:biggrin:



Leider habe ich eine EGV unterschrieben, die mir aber NICHT ausgehändigt wurde. Als ich die SB fragte ob ich das unterscheiben müsste, wurde das bejaht. Eine Kopie bekam ich trotz Nachfrage auch nicht mit :icon_mued:

Auf Herausgabe einer Kopie der EGV hätte ich bestanden.

und der beste nächste schritt jetzt, eine Kopie bzw. das original von der AFA fordern mit fristsetzung , damit du weisst was da überhaupt drinn steht !!

die AFA nimmt sich wohl jetzt die JC als vorbild :icon_dampf:
 

TomatoeFreak

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Wow, das ging aber schnell! Danke für Eure Antworten! :icon_smile:

Okay, dann ist mein nächster Schritt die Beantragung der Löschung meiner Telefonnummer bei der AfA.

Die Massnahme startet ja am kommenden Montag, da werd ich mal hingehen und mir das ganze ansehen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
 

TomatoeFreak

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So - hier bin ich wieder und berichte Euch von meinen Erfahrungen bei dieser Massnahme.

Heute war der 2. Tag - Gestern konnte ich Euch leider nichts berichten, weil meine Internetverbindung nicht mitspielen wollte..

Also, gestern war ich am Tag 1 dieser Massnahme, dort wurden uns einige Zettel übergeben, aber meine Befürchtungen, dort einen Vertrag mit diesem Veranstalter/Träger unterschreiben zu müssen haben sich nicht bestätigt.

Es wurde nur die Anwesenheit per Autogramm festgehalten (von 13 eingeplanten Teilnehmern erschienen offenbar nur 6 Leute)

Dann wurde uns ein USB-Stick überreicht, den die Teilnehmer behalten können - der Empfang wurde quittiert.

Dann gabs noch eine Hausordnung, die nur überreicht wurde.

Zu Guter letzt wurde uns noch mitgeteilt dass wir die Fahrkoten vom Träger zurück erstattet bekommen - und zwar auf Wunsch jede Woche, 14tägig oder komplett am Schluss.


So - nun mein erster Eindruck:

Der Schulungsleiter machte auf mich den Eindruck als ob er genau wissen würde dass niemand diese Massnahme gerne oder freiwillig besucht - und hat sich offenbar darauf eingestellt. (Ist wahrscheinlich auch das beste, wenn man bedenkt da sitzen 6 Leute die 0,00% Interesse zeigen..) Seie erste Frage war, ob man uns bei der AfA erzählt hätte dass es sich bei diese Massnahme um ein Bewerbungstraining handeln würde. Alle Teilnehmer bejahten das, und er meinte nur er hätte nichts anderes erwartet, dass aber das Thema Bewerbung nur ein winziger Teil dieser Veranstaltung sei und wir nicht richtig informiert wurden.

Dann wurde nur generell über einige Dinge wie Arbeitszeugnisse (Rechten/Pflichten), Arbeitslosenstatistiken usw. gesprochen.

Heute wurde uns dann der EDV-Raum gezeigt, ausgestattet mit nagelneuen Laptops, die wir dann auch "zur Stellensuche und /-information" nutzen durften. Was wirklich online gemacht wurde, interessierte niemanden. Später hat er noch eine Dokumentarsendung über das marode Rentensystem gezeigt, der gar nicht mal so uninteressant war - man konnte jedoch weiterhin im Internet surfen oder was man auch immer gerade tat.

Meinem persönlichen Eindruck nach ist der Schulungsleiter nicht besonders begeistern von der AfA, und auch kein Freund von Zeitarbeit. (Zum Glück - ich hatte schon Angst der will als Vermittler glänzen..)

Den Teilnehmern wurde noch gesagt, dass es kein Problem wäre wenn man mal tageweise nicht erscheinen kann falls man ein Vorstellungsgespräch oder ähnliches anstehen hat. (dabei meinte der Leiter noch dass er da nichts schriftliches bräuchte, nur im Falle einer AU sollte man die AU-Bescheinigung dann mitbringen wenn man wieder gesund ist, bzw. einschicken falls es länger dauern sollte.)

Achja - was mir noch einfällt: bei 2 Teilnehmern hat gestern gleich morgens das Handy gebimmelt - offenbar waren das Kontrollanrufe von der AfA, ob diese Leute denn auch wirklich bei der Massnahme wären.. Schon komisch, finde ich.
Als ich wieder heimkam, entdeckte ich auch einen Anruf auf meinem Handy, von unbekannter Nummer. (Ein Schelm wer böses dabei denkt)
Also: Morgen werde ich gleich die Löschung meiner Telefonnummer beantragen - und zwar persönlich.


Mein Fazit:

Zum Glück geht diese Massnahme nur vormittags und es wird (noch) nicht versucht die Teilnehmer einzuschüchtern oder ihnen ein Dasein als Leihsklave schmackhaft zu machen.

Ich habe für mich selber beschlossen, das ein oder andere mal wegen "Vorstellungsterminen" nicht erscheinen zu können, und vielleicht werde ich auch mal den einen oder anderen Tag krank.


Auf meine Nachfrage hin wurde mir bestätigt, dass man für die anschliessende 3wöchige "Betriebliche Erprobung" selbst einen Berieb suchen "darf", man aber gerne Behilflich sein würde falls man keinen finden sollte.

Hierfür werde ich mal ein paar Unternehmer aus meinem Bekanntenkreis befragen, ob denn nicht Interesse an einem motivierten Bekannten bestehen würde. :biggrin: Das dürfte ja im Prinzip kein Problem sein, ich gehe davon aus dass der Betrieb die Anwesenheit nur per Formular bestätigen soll. Bitte korrigiert mich falls ich hier mit meiner Vermutung falsch liegen sollte.


Soweit so gut - bin gespannt was ihr darüber denkt, oder falls ihr noch Tips für mich habt.

Ansonsten halt ich Euch weiter auf dem Laufenden - falls nicht unerwünscht.
 

flowerpowe

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Hi,

das ist interessant.

Während meines ALg1 Bezuges hab ich die Maßnahme auch gemacht, eigentlich hätte ich sie nicht unbedingt gebraucht, weil ich schon gute Bewerbungen schreiben konnte.

Dennoch war der Kurs bei uns klasse!

Die Kursleiterin war ein super Coach, die auf jeden eingegangen ist und ich hab mit ihr seinerzeit auch evtl. berufliche Alternativen besprochen.

Diejenigen (etwa 2 von 15), die keinen Bock hatten, hat sie links liegen lassen, fand ich auch ok. Wir anderen hatten eine Menge Spaß zusammen, und haben alle einiges mitgenommen an Tipps.

Für mich ist nicht verständlich, wieso keiner Bock auf die Maßnahme hat bei euch? Man nimmt doch immer was mit, ist jedenfalls meine Erfahrung - und bei halbtags hat man noch genug Zeit, Bewerbungen zu schreiben oder sonstiges zu tun.
 

Ein Hartzianer

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Erstmal Danke für den Bericht.

Das der Kursleiter kein Freund von Leiharbeit ist muß aber nicht heißen,
daß sich nicht jemand anders dafür ins Zeug legen wird.
Behalte da mal Augen und Ohren offen. :icon_daumen:

Auch der lockere Anfang kann eine Falle sein.
Lasst euch nicht einwickeln !
 

TomatoeFreak

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Hallöchen - danke für Eure Antworten!

Heute war Tag 3 der Massnahme.

Da ich zu dieser Massnahme verdonnert wurde, habe ich im Prinzip auch keine große Lust dort hin zu gehen, allerdings denk ich mir: Wenn ich schon hin gehen muss, dann versuche ich wenigstens hierbei das Beste für mich rauszuholen - und darum löchere ich den Schulungsleiter mit allerlei Fragen.

Die Antworten werden immer interessanter, wie ich finde.
Mir wurde zum Beispiel heute etwas interessantes gesagt.
Im Gespräch mit den anderen Teilnehmern hat sich heraus gestellt, dass alle anwesenden Personen erst seit kurzem arbeitslos sind - ich mit meinen paar Monaten dabei schon am längsten. Es ist sogar eine junge Dame dabei, die gerade ihre Berufsausbildung beendet hatte und erst seit 6 Wochen arbeitslos ist. Da wir den Leiter fragten nach welchen Kriterien diese Massnahmen eigentlich zugeteilt würden und wie es kommt dass Leute schon nach so kurzer Zeit dort hin geschickt werden, wurde uns gesagt dass die AfA diese Massnahmen bereits im Voraus mit dem Träger vertraglich vereinbart hat und darum so viele Leute wie möglich zuteilt - die Plätze sind schliesslich schon gebucht und müssen anscheinend auch bezahlt werden wenn (fast) niemand erscheint. Ebenfalls wurde uns bestätigt, dass die Teilnehmer während dieser Massnahme NICHT als arbeitslos gelten.
Sehr interessant, wie ich finde.

Am Rande wurde noch erwähnt, dass die nicht erschienen Teilnehmer nicht unbedingt mit einer Sperre rechnen müssen wenn sie es schlau genug anstellen. Weiterhin hat man uns erzählt dass wir die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben hätten müssen, aber die AfA lt. Schulungsleiter mit Bauernfängerei-Methoden an Ihre Unterschriften kommt - wie ich ja leider auch bei mir selber fest stellen musste.

Die Offenheit in der Massnahme überrascht mich zwar, aber man darf uns ja dort auch nicht anlügen.. gut so.

Witzig fand ich auch, dass uns erzählt wurde dass auch bei der AfA viele Arbeitsplätze abgebaut werden, da anscheinend Kundschaft fehlt.. :icon_kinn: Also haben sich im letzten Jahr offenbar zwei ehemalige Sachbearbeiterinnen selbst in so einer Massnahme wieder gefunden! :biggrin: Tja, so schnell kanns gehen..


Also Flowerpower - ich kann für mich jede Menge Infos aus dieser Massnahme mitnehmen, es werden einem ja schon irgendwie Tips gegeben wie man am schlausten mit der AfA umgeht. Finde ich nicht mal schlecht - wobei ich auch dazu sagen muss dass ich auch oft ganz unverblümt frage. (ich glaub ich hab den Leiter heute so ausgefragt, dass er gar nicht richtig zu seinem eigentlichen Stoff kam..) Aber macht ja nichts - anstelle von Zeit Totschlagen kann ich somit wenigstens noch wertvolle Infos erfragen. :biggrin:


Hi Harzianer - ja, ich gebe Dir recht: Nur weil dieser Schulungsleiter kein Fan von Zeitarbeit ist muss nichts heissen. Nächste Woche soll ja sein Kollege für ein paar Tage die Leitung übernehmen - bin ja mal gespannt wie der so drauf sein wird. (Vor allem, weil der jetzige Leiter schon durchblicken liess dass er selbst das alles recht locker sieht und den Teilnehmern die Absitz-Zeit so angenehm wie möglich machen will, dass aber nicht alle seine Kollegen das auch so sehen und praktizieren..) Also, ich seh mir das an und werde dann wieder berichten. Lass mer uns mal überraschen :cool:
In ne Zeitarbeit lass ich mich sowieso von niemanden drängen :icon_twisted:

Was ich auch interessant fand, war wie uns heute die HartzIV Berechnung erklärt wurde und uns deutlich gemacht wurde dass es sich für eine Familie mit 3 Kindern oftmals gar nicht mehr lohnt zu arbeiten, da bei HartzIV teilweise mehr unterm Strich rauskommt.
Diese Berechnung kannte ich vorher noch nicht, das fand ich auch recht interessant und es stimmte mich nachdenklich.


Noch etwas interessantes habe ich heute vom Schulungsleiter erfahren:
Nach dem theoretischen Teil der Massnahme, welcher ja 4 Wochen dauert, sollen wir uns ja die erwähnte "Berufliche Erprobung" im Betrieb unserer Wahl machen. Als ich heute mal den Einwand in die Runde warf, dass man ja nicht unentgeltlich arbeiten müsse wurde das bejaht und darauf hin gewiesen dass es ja deswegen auch nicht Praktikum heissen dürfe. Mir wurde gesagt dass diese "Berufiche Erprobung" nicht vergütet werden würde (es sei den der Betrieb will das tun), aber dass man sich seine Fahrtkosten vom Träger erstatten lassen kann. Als ich dann konterte, dass man sich dann einen Betrieb suchen sollte, der 100km entfernt sei, wurde mir mit Schmunzeln noch ein ganz anderer Tip gegeben: und zwar steht einem Praktikum (ich nenns jetzt einfach so) in einer weit entfernten Stadt nichts im Wege - monatlich können bis zu max. € 400,00 an Fahrtkosten dafür erstattet werden. Das beste aber wäre, wenn man das Praktikum evtl. schon eine Woche früher als geplant antreten würde, dann könnte man sich auch für die letzte Woche von der theoretischen Massnehme freistellen lassen und einen ganzen Monat an Fahrtkosten erstatten lassen, da hierbei immer ein ganzer Monat verrechnet würde. (es ginge ja normalerweise am 1. Oktober erst los, und so hätte man noch die letzte Septemberwoche mit dabei..)

Das klingt doch nicht übel oder? Ich werde morgen den Schulungsleiter gleich nochmal darauf ansprechen, und ihm auch gleich einen entsprechenden Vorschlag machen: Ich hätte da einen Betrieb im Auge, der 48 Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist, mal sehen wie viel Fahrtkostengeld ich bei einem 5wöchigem Praktikum heraus bekäme..

Und meine Frage mit der Kontrolle dieses Praktikums wurde mir auch beantwortet: Mir wurde gesagt, dass die AfA damit gar nichts zu tun hätte und darum auch keinerlei Auskünfte darüber vom Betrieb verlangen würde. Es wäre vielmehr so, dass der Betrieb mit dem Träger einen Vertrag machen würde und dann diesem anschliessend mitteilt wie die Betriebliche Erprobung so gewesen wäre.

Daher tendiere ich zur Betrieblichen Erprobung im Betrieb eines mir gut bekannten Unternehmers :biggrin: Wieso auch nicht? Dürfte ja eigentlich kein Problem sein. Und das beste wäre: Eine Woche weniger in dieser Massnahme sitzen und sogar noch Fahrtkosten dafür bekommen.

Bin mal gespannt ob das alles so hinhaut wie ich mir das vorstelle - ich halte Euch auf dem Laufenden!
 

Alice Homes

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Echt interessant dein Bericht. Für mich jetzt zwar ohne neue Infos, aber nett zu lesen. :icon_smile:

Ich kann mir gut vorstellen, dass so eine Maßnahme auch sehr locker sein kann. Denn Dozenten bei einem Bildungsträger sind in den meisten Fällen seeeehr sozial und das komplette Gegenteil vom oft unsympathischen AfA-Mitarbeiter.

AfAs und JC hätten zwar gerne, dass die Mitarbeiter beim Träger der lange Arm wären, aber idR arbeiten die Trägermitarbeiter für die Menschen.
 
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