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ALG1 und Krankheit

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Usch

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Hatte bis April drei Jahre eine ICH-AG und entsprechende Förderung. Dann Krebsdiagnose, OP, Krankheit, Chemotherapie. Als Selbständige hatte ich keine Krankentagegeldversicherung, sodass ich kein Einkommen mehr hatte ab April. Habe im Mai Rente beantragt. Das läuft, ist aber wohl aussichtslos nach Erstellung eines Gutachtens, weil ich mitten im Therapieprozess bin. Im Juni habe ich dann ALG1 beantragt, was mir für 8 Monate nach Scheitern der ICH-AG auch zusteht. Aber wie sieht es mit meiner Erkrankung aus?
Ich stehe dem Markt wieder zur Verfügung für 30 Std., kann aber mit Chemotherapie nicht täglich arbeiten.
Ich erhalte zur Zeit ALG1. Nun kann ich aber nicht täglich arbeiten durch
die Auswirkungen der Chemotherapie. Bin ich somit schwer vermittelbar? Bin ich somit arbeitsunfähig? Bin ich erwerbsgemindert? Kann mir das ALG wieder gestrichen werden aufgrund meiner Erkrankung? Muss ich Bewerbungen schreiben, obwohl ich gar nicht zuverlässig einsetzbar bin?
Hat jemand Erfahrung damit? Wie trete ich der Arbeitsvermittlerin gegenüber auf?
Gruß Usch
 
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ExitUser

Gast
Zuerst einmal wünsche ich Dir gute Besserung!

Hatte bis April drei Jahre eine ICH-AG und entsprechende Förderung. Dann Krebsdiagnose, OP, Krankheit, Chemotherapie. Als Selbständige hatte ich keine Krankentagegeldversicherung, sodass ich kein Einkommen mehr hatte ab April. Habe im Mai Rente beantragt. Das läuft, ist aber wohl aussichtslos nach Erstellung eines Gutachtens, weil ich mitten im Therapieprozess bin. Im Juni habe ich dann ALG1 beantragt, was mir für 8 Monate nach Scheitern der ICH-AG auch zusteht. Aber wie sieht es mit meiner Erkrankung aus?
Ich stehe dem Markt wieder zur Verfügung für 30 Std., kann aber mit Chemotherapie nicht täglich arbeiten.
Ich erhalte zur Zeit ALG1. Nun kann ich aber nicht täglich arbeiten durch
die Auswirkungen der Chemotherapie. Bin ich somit schwer vermittelbar? Bin ich somit arbeitsunfähig? Bin ich erwerbsgemindert?

Die Fragen müssen im Zweifelsfall die Amtsärzte der Arbeitsagentur klären. Mache Dir da selber keine Gedanken. Die kommen da selbst auf Dich zu.


Kann mir das ALG wieder gestrichen werden aufgrund meiner Erkrankung? Muss ich Bewerbungen schreiben, obwohl ich gar nicht zuverlässig einsetzbar bin?

Das ALG kann Dir nicht gestrichen werden. Es wäre nur zu überlegen, ob während der Chemotherapie (ist ja für den Körper recht belastend) eine Krankschreibung nicht sinnvoller wäre. Du erhälst dann Krankengeld von der Krankenkasse statt ALG I. Übrigens entgegen diverser Märchen, sind von der Dauer her sogar openEnd Krankschreibungen machbar! Ich hatte schon eine solche für fast zwei Jahre. Damit würde sich auch die Frage der Bewerbungen erübrigen.


Hat jemand Erfahrung damit? Wie trete ich der Arbeitsvermittlerin gegenüber auf?

Am sinnvollsten mit einem ärztlichen Attest, in dem klargestellt wird was Sache ist und was geht. Medizinische Daten sollten allerdings nur drin sein, wenn der Brief für die Amtsärzte bestimmt sind. Dann verschlossen abgeben mit Aufschrift "Nur für amtsärztlichen Dienst!". Arbeitsvermittler gehen medizinische Fakten nichts an. Relevant ist nur welche Einschränkungen vorhanden sind. Da sollte man zum eigenen Vorteil ehrlich sein.


Gruß Usch
 
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