ALG1/Umgang mit JC mit seelischer Krankheit

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das finchen

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Moin da draussen,
ich bitte zunächst einige Ausfälle und den langen text zu entschuldigen. Ich habe zeitweise Probleme mit dem Denken.

Situation:
ich werde von meinem ehemann ernährt, bin bei ihm fam.-versichert und seelisch krank.

Letzten Sommer habe ich meinen Job wegen seelischer Probleme gekündigt. Seitdem habe ich - einschl. der Eigenkündigung so ziemlich jeden Fettnapf mitgenommen, den es gab.
Das heisst, ich konnte damals die eigenkündigung noch rechtfertigen, habe auch für 6 Wochen ALG1 bezogen.
Ich habe die ... Vermittlungsbemühungen des Jobcenters damals unterschätzt und hatte gedacht, ich bräuchte nach der AL-Meldung nicht extra noch eine Krankmeldung.
Mangelnde Selbsteinschätzung ist eine meiner Baustellen und ich dachte, ich wäre nach ein paar Wochen wieder auf dem Damm, so dass ich "weitermachen" könne. Pustekuchen.

Nachdem ich ausnahmslos VV in 50km Entfernung bei ZAF bekam, hab ich im Kurzschluss einen job angeworben, der offensichtlich noch viel mehr von dem bot, was mich im vorhinein krank machte, aber ich musste es ja versuchen!

Ich schrieb der JC-Dame eine Mitteilung, dass ich eine Arbeitsstelle gefunden hätte und mich dann aus der a-losigkeit abmelden würde, wenn ich einen schriftlichen vertrag hätte.

es kam wie es kommen musste. nach insgesamt 2x 6 arbeitsstunden im neuen job ist alles was sich in den letzten jahren an ausfällen angesammelt hat (stark verminderte auffassung, zusammenbruch, Panikattacken) in einem über mich hineingebrochen. ich teilte dies dem AG und dem AA mit und ging zum Doc, der mich umgehend krankschrieb für 3 Wochen.

Was danach kam: nach Ablauf dieser 3 Wochen bekam ich den Aufhebungsbescheid vom AA und musste das Geld seit dem vermtl. Besch.-Beginn rückzahlen.
Es fehlte ein Tag in der Krankmeldung, so dass ich auch kein Krankengeld bekam.

Ich habe in der darauffolgenden Zeit gelernt, was falsch lief und bin seitdem ohne Einkommen.
Ich bin auch weiterhin nicht in der Lage, diese Dinge zu begreifen und die Gefahr ist groß, weiter fehler zu machen.

ich habe nun eine liebe frau beim soz.-psych.-dienst, die mir hilft ein wenig licht ins dunkel zu bringen. so habe ich nun nach einem halebn jahr wieder den mut gefasst, mich erneut um alg 1 zu bemühen.
dieser prozess ist ein großer weg für mich, weil ich vieles nicht verstehen kann und angst habe. es ist sehr demütigend. vor einem jahr war ich noch konstrukteurin in einer entwicklungsabteilung. heite kann ich froh sein, meine schuhe selbst zu zu kriegen.


um die zusammenbrüche bei dem behörden-begegnungen abzuschwächen, bin ich nun auf der ambulanten höchstdosis meiner hab-mich-lieb-pillen unterwegs. die sorgen dafür, dass ich den kopf hoch halte, wenn ich mit scheisse beschmissen werde. das es mir nichts ausmacht und ich an meinem plan festhalten kann, alg zu bekommen.

Im september habe ich dann eine Behinderung beantragt. ich habe nun 30% bekommen, dagegen läuft ein Widerspruch.
dann hab ich bei der AL-Meldung letze Woche mitgeteilt, dass ich NICHT AU geschrieben bin, aber die bisherige Tätigkeit (ich erinnere Konstrukteuerin vs. Schnürsenkel) nicht mehr ausführen kann (in Gedanken, schon gar nicht bei ZAF in der ganzen Rep.)
und habe zwei Dokumente bekommen.

Das eine ist die Rechtfertigung von mir und meinem Arzt, dass ich wieder selbst gekündigt habe (Dieser 2-Tagesausflug in die Arbeitswelt)
Das andere ist die Schweigepflichtsentbindung der Ärzte und ein Fragebogen über meinen Zustand.

Nun ist es so, dass ich gleichzeitig mit dem ALG-Antrag die Vermittlungsforderungen bekam. Ich soll bis nächste Woche eine Bewerbung bei der JC-SB einreichen.

Was soll ich denn da bitte reinschreiben???
Meine Neurologin hat mich gestern entgeistert gefragt, was ich mir denn vorstellen könne zu machen. Ich antwortete darauf: Ich könne zu Hause bei freier Zeiteinteilung Teebeutel falten.

Die ganzen 3 Tonnen Papier fahr ich am Freitag zur Dame vom soz.-psych. dienst, die mir netterweise zur Seite steht bei der ausfüllung, obwohl sie sich nicht eindeutig auskennt.

Kann mir jemand da draussen einen Tipp geben, wie jemand wie ich ALG bekommen kann?
Soll ich die BEwerbung für die JC-SB auf Teebeutelfalter in Homeoffice auslegen, oder was soll ich tun?

viele grüße und danke für das lesen meiner verwirrten worte.

fi
 

gila

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Hallo Finchen ... trotz aller Tragik - dein Humor ist ja noch aktiv und gefällt mir. "Ich könne zu Hause bei freier Zeiteinteilung Teebeutel falten." :icon_lol: Das ist mal eine lustige Sache, merk ich mir, wenn meine ALGI-Tante wieder meint, für ü55 gäbe es hier genügend Arbeitsplätze...

Zunächst die Frage: Was nun? ALGI oder ALGII beantragen?
Du schreibst JC - das ist ALGII. Oder hast du noch alte Ansprüche auf ALGI?

Das Jobcenter (ALGII) wird zu einer Berechnung auch das Einkommen deines Ehemannes heranziehen ... ob dann noch was gezahlt würde???

Dass du ein Vermittlungsangebot erhalten hast - gleichzeitig zum ÄD sollst, ist natürlich Kappes.
Deine Erwerbsfähigkeit soll ja gerade erst geprüft werden.

Hoffentlich ist eine "EIngliederungsvereinbarung" dabei und deine Helferin ist der Meinung,man müsse das unterschreiben - diese soz-päds wissen da leider nicht alles und sind oft "zu brav".
 

das finchen

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Hallo Gila,
es geht um ALG1. Bei der erneuten Arbeitslosenmeldung letzte Woche (Die alte wurde ja aufgehoben und ich hab es letztes Jahr nicht mehr geschafft nervlich) wurde mir auch eine Papiermappe mit Vermittlungsunterlagen als Aufschrift gegeben und der Befehl, meine Bewerbungsunterlagen bis nächste Woche der zuständigen JC-SB zukommen zu lassen und ein Termin vergeben bei der JC-SB.

Ich hatte damals hier schonmal angefragt "Schutz vor Zwang" und den Hinweis bekommen, dass ich eine Feststellung der Erwerbsfähigkeit schriftlich beantragen soll beim AFA.

Mich macht nur der Vermittlungsbogen wieder verrückt. Ich weiss nicht, was ich konkret machen soll.
 

gila

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Das ist irritierend!

Wieso, wenn es um ALGI geht (anscheinend hast du hier einen REST-Anspruch???) schreibst du von der "JC-SB"?

JC ist Jobcenter = ALGII = Hartz IV

Klar - bei ALGI ist ja auch die Voraussetzung deine Vermittlungsfähigkeit. Da will man dich auch schnellstens "bedienen" und vermitteln.

Warte noch ein bisschen - sicher melden sich hier noch ALGI-Leutchen, die da besser Bescheid wissen.
Ich war z.B. nun länger krank, habe noch Restanspruch, und weil ich ja auch weiß, dass der Markt für mich nix her gibt, gehe ich "gesund" und unter Erfüllung aller erforderlichen Regeln (Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf, nettes Gespräch über meine Fähigkeiten und einsatzgebiet) erst einmal an ... und schaue dann weiter.

DU kommst aber nicht aus dem Krankengeld, sondern vom "heimischen Herd" mit einem Restanspruch und "willst" dich ja dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Gibst du an, dass du nur halbwegs fähig bist, will man dir sicher auch gleich "halbe Leistung" unterjubeln.
ALGI ist jedoch eine Versicherungsleistung und du hast die letzten Jahre einbezahlt, der AG auch, und du hast einen Anspruch.

Wie da am besten vorzugehen ist? Hm ... nicht einfach. Wenn du zuviel aussagst, kann es sein, dass du "krank" beraten wirst und eher in eine Reha gedrängt.
Frage deine Sozialtante mal wer hier richtig beraten kann!
Evtl. auch der VdK vor Ort oder ein anderer Sozialverband.

Noch was Info bei Krankheit: Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfhigkeit - Soziales & Recht - betanet
 

Doppeloma

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Hallo finchen,

deinen ersten Beitrag habe ich auch gelesen, gut, dass du viele deiner (krankheitsbedingt entstandenen) Fehler schon selber erkannt hast, es hilft dir auch aktuell nicht weiter wenn man nun schreibt, du hättest Dieses und Jenes besser bleiben lassen ...

Also gehe ich einfach mal vom "Ist-Zustand" aus ...

es geht um ALG1. Bei der erneuten Arbeitslosenmeldung letzte Woche (Die alte wurde ja aufgehoben und ich hab es letztes Jahr nicht mehr geschafft nervlich) wurde mir auch eine Papiermappe mit Vermittlungsunterlagen als Aufschrift gegeben und der Befehl, meine Bewerbungsunterlagen bis nächste Woche der zuständigen JC-SB zukommen zu lassen und ein Termin vergeben bei der JC-SB.

Zunächst solltest du unbedingt die Begrifflichkeiten und Zuständigkeiten trennen, die mit deiner aktuellen Situation nichts zu tun haben, du bist NICHT beim JC, denn das ist nur für Hartz 4 zuständig, darauf hast du ja nach deiner obigen Schilderung (du lebst von deinem Mann) wohl keinen Anspruch.

Du möchtest ALGI in Anspruch nehmen und dafür MUSST du zunächst mal Arbeitsfähig /Vermittlungsfähig sein, ansonsten bekommst du kein ALGI.

Du darfst also deinen desolaten Gesundheits-Zustand bei den SB (und auch beim Amtsarzt) nicht so in den Vordergrund rücken, dann wird man dir genau das direkt erklären und deinen Antrag ablehnen, wer arbeitsunfähig krank ist bekommt kein ALGI. :icon_evil:

Zumindest für eine kurze Zeit, wenigstens bis zur schriftlichen Bewilligung von ALGI MUSST du das "Spiel" dort (ohne AU-Bescheinigung !!!) mitspielen, warum hast du dich damals überhaupt bei einer ZAF beworben, hat das den Zumutbarkeiten nach § 140 SGB III entsprochen (kann ich mir kaum vorstellen) ... :icon_kinn:

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Die Mappe mit dem "Arbeitspaket" bekommt jeder von der AfA, das ist dort so üblich, wenn du nicht weißt was du da reinschreiben sollst dann lass dich von deinem Vermittler dazu beraten, welche Tätigkeiten für dich in Frage kommen würden (das mit den Teebeuteln solltest du dort besser nicht vorschlagen :smile:) , dafür wird der doch bezahlt.

Wenn deine (gesundheitliche) Eignung für bestimmte Tätigkeiten erst festzustellen ist, dann soll/wird der AfA-SB eine Untersuchung beim med. Dienst veranlassen (müssen) und diese Unterlagen könnt ihr dann erst anschließend zusammen ausfüllen, wenn die Leistungseinschätzung vom Med. Dienst vorliegt.

Schweigepflicht-Entbindungen sind freiwillig, überhaupt ALLE Gesundheits-Unterlagen (Kopien) solltest du NUR direkt beim Med. Dienst abgeben, die Vermittler SB sind keine Ärzte, mit denen solltest du besser gar nicht über deine Gesundheit reden, das geht die nichts an.

Letztlich gilt es (auch) zu klären, ob deine Eigenkündigung berechtigt war (aus gesundheitlichen Gründen), dem Amt ist es egal ob du 2 Tage oder 2 Jahre in dem Job gewesen bist, es geht dabei um eine Straf-Sperre von 3 Monaten.

Ich hatte damals hier schonmal angefragt "Schutz vor Zwang" und den Hinweis bekommen, dass ich eine Feststellung der Erwerbsfähigkeit schriftlich beantragen soll beim AFA.

Wenn du schon Unterlagen für eine Untersuchung bekommen hast (Gesundheitsfragebogen und Schweigepflicht-Entbindungen für "Gott und die Welt"), dann hat man ja schon vor, dich zum Arzt zu schicken, die Erwerbsfähigkeit festzustellen ist allgemein Sache der Rentenkasse und hat damit nicht viel zu tun.

Es geht um den Tätigkeits-Rahmen deiner Vermittlungsmöglichkeiten (trotz der gesundheitlichen Einschränkungen) und um die Klärung, ob du eine Sperre wegen der Eigenkündigung bekommen wirst.

Je mehr Einschränkungen du da selber machst, zu deiner aktuellen Leistungsfähigkeit auch den Zeitrahmen betreffend, umso eher wird man dir empfehlen wieder zu kommen, wenn du Arbeitsfähig und Vermittelbar bist, erst dann hast du Anspruch auf ALGI wegen Arbeitslosigkeit.

Die Sonderregelungen zur "Nahtlosigkeit" treffen auf dich nicht zu, du bist ja nicht aus dem Krankengeld "ausgesteuert" worden, nach 78 Wochen Krankengeld-Bezug.
Selbst dann wird man nicht komplett "verschont" (oder nur ganz selten), denn ALGI erfüllt nicht die Funktion von "Ersatz-Krankengeld", das gibt es nur wenn man sich (Vollzeit) der Vermittlung in Arbeit zur Verfügung stellt.

Mich macht nur der Vermittlungsbogen wieder verrückt. Ich weiss nicht, was ich konkret machen soll.

Der muss dich eigentlich im Moment am wenigsten stören, da kannst du bei einem Vermittler-Termin ganz nett darum bitten, dir beim Ausfüllen beratend zu helfen, weil du dich jetzt erst mal beruflich neu orientieren musst.
Dabei solltest du dich mit deinen Pillen so stabil wie möglich darstellen können, denn wenn du dort zusammenbrichst, dann hat sich das direkt erledigt.

Nimm dir als Rückenstärkung Begleitung mit (Beistand nach § 13 SGB X) und unterschreibe dort keinerlei Extra-Verpflichtungen (EGV) ... eine Vermittlung kann üblicherweise vor der ärztlichen Untersuchung nicht stattfinden.

Du kannst deine verfahrene Situation nur noch retten, wenn man dir deinen Ehrgeiz jetzt arbeiten zu wollen (und auch zu können) auch abnimmt und dir erst mal einen Leistungs-Bescheid erteilt, vorher DARFST du NICHT mit AU krank werden...wenn du das nicht schaffen kannst, dann vergiß es direkt ...

Denn wenn der Leistungs-Bezug (bei der AfA) erstmal angelaufen ist, müssen die auch bei Abgabe einer AU 6 Wochen weiterzahlen (§ 146 SGB III) und danach hast du (bei weiterer AU OHNE Unterbrechung !!!) auch wieder Anspruch auf Krankengeld von der KK (in Höhe deines ALGI-Betrages), bei Erfordernis bis zu 78 Wochen.

§ 146 SGB III Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Ganz ehrlich beneide ich dich nicht um diesen Weg, denn ich kann ganz gut nachfühlen und verstehen was mit dir los ist, aber anders wirst du kein eigenes Geld aus deiner Arbeitslosenversicherung mehr bekommen können und irgendwann ist der letzte Anspruch dann verfallen.

Ohne (wenigstens kurzen) ALGI-Bezug oder eine versicherungspflichtige Tätigkeit, lebt auch dein Anspruch auf Krankengeld nicht wieder auf.
Wie alt bist du eigentlich, wenn ich das fragen darf, hast du eventuell schonmal an einen Antrag auf EM-Rente nachgedacht oder mal eine Reha bei der DRV beantragt ...???

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
 

das finchen

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Uff. Das muss ich alles erstmal verdauen.
Vielen lieben Dank für Deine Hilfe, Doppeloma.
Ich bin 38 Jahre.
Ja, jetzt habe auch ich den Unterschied JC und Vermittlungs-SB verstanden ;-)

Meine erhöhte Dosis beginnt nun zu wirken. Ich fahre nachher zum SoVD hier im Dorf und bitte auch dort um Hilfe.
Je mehr "Anker"-Menschen ich von den Do´s und Don´ts erzähle, desto kleiner wird die Gefahr mich selbst in Schwierigkeiten zu bringen.

Damals bei den VV zu ZAF´s war es so, dass ich den Vorstellungsgesprächen, die diese Sklavenhändler haben wollten, durch diese Hauruck-Aktion der Eigeninitiative entging. Deshalb habe ich ja auch sofort nach dem "positiven" Vorstellungsgespräch die Mitteilung an die SB über diesen Job gemacht, um die Absage an die ZAF-Vorstellungstermine sanktionsfeindlich zu rechtfertigen.
Im Prinzip wäre der ganze Fall tatsächlich erledigt gewesen, wäre ich nicht sofort dort zusammengeklappt und "es ein Teebeutel-Falt-Job" gewesen wäre.

Ok... ich hab eine Idee. Ich stelle es so dar, dass ich ursprünglich etwas erlernt habe, dass mit den letzten Anstellungen nichts zu tun hatte. Die letzten Anstellungen waren im Prinzip höher im Anspruch und daher kamen meine Probleme.
Das heisst, ich kann der Vermittlerin sagen, dass ich mit den Jobs überfordert war und wieder im erlernten Segment vermittelt werden möchte. Dieses Segment ist recht selten und -VOR ALLEM -von den ZAF´s relativ unbehelligt.

Zum RechtfertigungsFormular über die Aufgabe meines letzten Jobs: Da war ein Formular für den Arzt beigeklemmt, welches er ausfüllen soll. Warum ich auf ärztlichen Rat gekündigt habe.
Darin hat meine Neurologin unter dem Punkt "Welche Tätigjeiten kann XY ausüben?" geschrieben "Zur Zeit gar keine" und unter dem Punkt über meinen Zustand stehen eine ganze Reihe Symptome zu meinem seelischen Zustand.
Was mache ich damit? Soll ich nochmal Rücksprache mit der Ärztin halten, um ihr das zu erklären? Sprich, sie soll reinschreiben, dass ich mit den überqualifizierten Jobs überfordert war und daher wieder Tätigkeiten im erlernten Beruf ausüben kann?
Das würde sie sicher machen, wenn ich sie darum bitte.

Wie kann ich bei der bevorstehenden EGV, die ich mit der SB bearbeiten werde mit dem Thema Entfernungen umgehen?
Im Sinne der Zumutbarkeit wurden mir damals VV gegeben, die den größt-zulässigen Radius von 50km ausreizten. Ich hab nun nicht nachgeschaut, ob die ZAF´s in dem Radius nicht doch Ressourcen aus dem vorig erlernten Bereich suchen.
Ich habe damals wie heute angegeben, dass ich kein Auto besitze.

Ich danke euch von Herzen für eure Hilfe.

fi
 

Holger01

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Möglicherweise hast du doch Anspruch auf Krankengeld (KG).

ich teilte dies dem AG und dem AA mit und ging zum Doc, der mich umgehend krankschrieb für 3 Wochen.
...
Es fehlte ein Tag in der Krankmeldung, so dass ich auch kein Krankengeld bekam.

Welcher Tag war denn dieser fehlender Tag? Vielleicht der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses (das war das mit den 2 x 6 Std.) und zugleich der erste Tag deiner ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit (AU)?

Falls ja: Da reden sich Krankenkassen (KK) gern heraus, was sie aber im Grunde genommen nicht dürfen. Wie war es bei dir?

Falls nein: Wie hattest du das dem AG mitgeteilt, mündlich oder schriftlich? Hat der AG deine Mitteilung (eventuell fälschlich) als Kündigung behandelt? Wie überhaupt wurde das Arbeitsverhältnis beendet? Möglicherweise wurde gar keine Kündigungsfrist eingehalten, ein Aufhebungsvertrag wurde auch nicht geschlossen...

Da scheint mir einiges Potential enthalten, wo du unberechtigt Nachteile erleidest, was sich aber noch korrigieren lassen kann.


P.S.: Würde auch gern zuhause Teebeutel falten; habe sowieso nächste Woche einen Termin bei der AfA und werde mal nach einem Vermittlungsvorschlag fragen...:icon_biggrin:
...
 

gila

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Hallo Finchen - Wissen ist Macht und Klarheit macht Mut!

Das merke ich aus deinem Post #6 sehr deutlich - denn auch DU kommst nun klarer und stärker rüber. :icon_hug: Prima! Oder wie der Bayer so sagt: des werd scho!

Unsere "Doppeloma" ist wie immer einfach klasse mit ihrem Wissen hier und ergänzend dazu Holger - gehe mal den Überlegungen von ihm nach, vielleicht ist da was zu machen?

Wegen deinem Nachweis über die ärztlichen Gründe der Kündigung:
Natürlich gehört dieses Attest mit den vielen Diagnosen NICHT NIE KEINESFALLS in die Hände der Vermittlung oder Leistungsabteilung der Afa. Das sind keine Mediziner - sie DÜRFEN das weder wissen noch beurteilen!

Das einzige, was die beurteilen WERDEN: möglichst deine Vermittlungsfähigkeit in Zweifel stellen und Leistung verwehren!
Dann bist du auch MIT deinen rosablauen Pillen irgendwann in der Enge und so weit, dass du heulst.

Also: gib es so an wie du beschrieben hast - ich find das ok. Du warst einfach überfordert auf Dauer, kompletter Burnout (denn so ähnlich wird es gewesen sein!) - aber JETZT bist du wieder "motiviert" :icon_biggrin: und hast neuen Mut geschöpft, würdest gern in deiner erlernten Richtung etwas tun ... vielleicht auch "weiterbilden" *lächel* - wenn die Sprache auf Einschränkungen kommt: "naja, bis sich hier was tut in Sachen Stellenangebot schaue ich verstärkt auf meine Gesundheit ... "
Hauptsache, du bist durch diese 1. Phase mal durch.

Eine EGV nimmst du sowieso erstmal mit nach Hause - möglichst wenig oder gar nicht kommentieren oder gar unterschreiben.
"Ich lese das in Ruhe durch, das ist mir heute doch etwas zuviel - bespreche das auch mal mit meinem Mann alles ..."

Die dann hier einstellen und alle schauen mal drüber und geben ihre Erfahrungen ab.

Toi toi toi - tschakka - das schaffst du!!


Ergänzung: bitte das Attest von der Ärztin ändern lassen. Allgemein: aus medizinischen Gründen war es dringend angezeigt, dass Frau Finchen das Beschäftigungsverhältnis aufgelöst hat (oder ähnlich, keine Diagnosen!)
 

wolfmuc

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vor einem jahr war ich noch konstrukteurin in einer entwicklungsabteilung. heite kann ich froh sein, meine schuhe selbst zu zu kriegen.

... genauso gings mir bis 2007 auch - Konstrukteur am CAD -
- dann ging erstmal garnix mehr... + dann viele Fehler gemacht

lg
Wolfmuc
 

das finchen

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Danke Danke danke euch!!
Der Fall von damals ging durch alle Bereiche (soz.-Psychiatrischer Dienst, SoVD, AFA, KK) und hat mich echt gekillt.
Der letzte Arbeitstag war ein Donnerstag. Da es ein 24-Std/Wo-Job war, war mein nächster Arbeitstag der darauffolgende Dienstag gewesen. Am Montag beschloß ich, dass es nicht geht und bin zum Arzt. Dieser hat mich rückwirkend krankgeschrieben. Um Krankengeld beziehen zu können, hätte ein Tag zwischen Krankmeldung und Leistungsbezug leigen müssen (also überschneidend). Das war nicht der Fall. Nix zu machen.

Ich komme grad vom SoVD. Der Herr hat mir das Rechtfertigungsformular wegen dem 2 Tages-Job ausgefüllt und mir gesagt, dass eine Sperrzeit durch Eigenkündigung unwahrscheinlich ist.
Er sagte weiterhin, dass ich durch die Angabe der Einschränkung beim Amt den Prozess der Feststellung ausgelöst habe und die mir von Selbst einen Termin geben.

Nun phon ich nachher die Neurologin wegen dem Satz "zur Zeit gar keine" (Beschäftigungsfähigkeit)
Mann kann ja noch aus dem Satz machen:
Zur Zeit gar keine - Beschäftigung, welche mit viel Kundenkontakt und hohem Multitasking-Bedarf zusammenhängt.
Oder so.

Dann bau ich eine Bewerbung, als würde ich mich für einen Job im eigentlich erlernten bewerben.

Wolfmuc, was war Dein Killer am Arbeitsplatz?
Bei mir war es die Erwartungs- und Anspruchshaltung des Chefs an mich und ein gepflegtes Raushalten der Schicht, die eigentlich dazwischenstehen sollte - der Entwicklungsleiter mit dem mehr als doppelten Gehalt.
Ich war mit Allem mir selbst überlassen. Ich habe mein Bestes gegeben, um das Produkt "zu rocken". Selbst Projektplanung, Analysen und Vorschläge ohne Ende. Schön, das ich zum Abschied stehenden Applaus von den "echten" Ingenieuren bekommen habe, weil ich ja trotz "Minderqualifizierung" soviel geschafft habe. Geil fürs Ego, kann ich mir aber nix von kaufen.

Zum Schluss konnte ich nicht mehr. Mein Produkt wird von Notärzten genutzt und kostet im Zweifelsfall Menschenleben. Eine Verantwortung die ich auch bei dem Dienst-Arzt darlegen werde.
Ich werde so etwas nie wieder machen.

Viele liebe Grüße

fi
 

wolfmuc

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Hi Finchen
Wolfmuc, was war Dein Killer am Arbeitsplatz?

Tja - längere Geschichte, aber ich versuchs mal chronologisch

2000 - 2005 bei BxW Entwicklung - externe ZAF - durch extrem Bossing
Arbeitsplatz innerhalb 30 min geräumt. (niemehr Zutritt dort)

2005 - 2006 nach zähen Verhandungen neuer Job bei AUXX - Ingolstadt
extremes Mobbing im Team - bis zu 3 Std Pendeln - dazu priv.
Probleme....

2007 dann Bourn out, Depris, Krankschreibung, im laufe des Jahres 3x KH
mit Dignose Bipo2 - ende 2007 gings dann wieder halbwegs - aber
Jobverlust, --
2008 kann dann noch Krebs dazu ...

soweit mal ne Kurzübersicht...Fazit: die Kopfarbeiter erwischts am meisten,
zumindest was ich an Mitpatienten kennengelernt habe....

lg
wolfmuc
 

das finchen

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Guten Morgen da draussen,

ich habe noch eine Frage. Wenn ich vom Dienstarzt oder der SB gefragt werde, ob ich mich vollzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen kann, muss da meine Antwort "Ja" heissen, richtig?

gerade ist eine kritische Phase bei mir.
Die hohe Dosis beginnt zu wirken... mit dem Effekt, dass ich mich wieder überschätze. Ich hoffe dass mir das nicht wieder das Genick bricht.

Liebe Grüße
fi

:icon_pause:
 

wolfmuc

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ich habe noch eine Frage. Wenn ich vom Dienstarzt oder der SB gefragt werde, ob ich mich vollzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen kann, muss da meine Antwort "Ja" heissen, richtig?

ich gehe mal davon aus daß du nen behandelnden Arzt hast,
warum besprichst das Thema deine Leistungsfähigkeit nicht mit
dem um lässt es dir attestieren,
dann kann sich der ÄD damit auseinandersetzen....

lg
wolfmuc
 

Anna B.

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wenn du volles Geld willst...dann mußt du dich auch Vollzeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen...

würde ich auch machen...

wenn es dann tatsächlich zu einem Job kommen sollte...annehmen...testen...wenn es nicht mehr geht, AG fragen, ob Teilzeit geht...

das wäre der Weg für mich, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein...
 

saurbier

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Also ich möchte mich hier auch mal einbringen.

Liebe "das finchen",
bei deinem Gesundheitsstadium scheint es mir doch sehr zweifelhaft, ob du überhaupt in der Lage bist einer deinem erlernten Beruf angemessenen Arbeit schon aus physischen Gründen nachzukommen, wenn derzeit überhaupt einer.

Du schreibst ja selbst, wie sich deine Neurologin dazu äußert.

Wäre es da nicht besser angeraten, über einen Rehabilitationsantrag beim Rententräger zu gehen. Mich verwundert bei deiner Geschichte, dass die KK (auch wenn sie keine KG bezahlt, aber doch die Behandlungen) nicht bereits im letzten halben Jahr mal was gestartet hat. Immerhin ist es unter anderem auch Aufgabe der KK für den Erhalt deiner Arbeitsfähigkeit sorge zu tragen und dazu kann dann auch die Einschaltung des Rententrägers bezüglich eine Maßnahme dazu gehören.

Mal ganz bescheiden gefragt, wie bist du eigentlich noch versichert, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Arbeitgeber dich ja bei der KV abmeldet. Danach endet der Versicherungsschutz 1 Monat später.

Darum ist es ja für Arbeitnehmer so wichtig, auf die sogenannte Nahtlosigkeitsregelung zu achten, worauf einen eigentlich die AfA schriftlich hinweist. Bei mir stand im Antrag bereits drin, das ich mich zur Sicherung des Lebensunterhaltes vorsorglich bei Jobcenter melden solle (ALG-II).

Der Kommentar von "Doppeloma" ist wie gewohnt sehr gut, aber scheint mir in deinem Fall doch mit Risiken behaftet.

Wenn der ÄD der AfA von der SB jetzt beauftragt wird und sich deine bisherigen medizinischen Unterlagen anschaut, könnte und ich betonne ausdrücklich könnte es passieren, dass er sich der Meinung der Neurologin anschließt und eben keine Arbeitsfähigkeit >3h täglich für die nächsten 6 Monate sieht. Damit wärst du dann aus der Arbeitsvermittlung raus, zumindest dürfte das dann die AfA versuchen.

Hierzu hat ja "gila" einen guten Link gepostet, hier nochmals Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfhigkeit - Soziales & Recht - betanet

Wir wollen dabei ja auch nicht vergessen, schon aus eigener Erfahrung, wie dort manche Ärzte agieren, die letztendlich im Auftrag und demzufolge für die AfA arbeiten, was bei deinem Medikamentenkonsum ja nicht unbedingt vorteilhaft sein dürfte.

Sollte es wirklich wie hier schon am Rande erwähnt, um ein Burnout-Syndrom handeln, dann dürfte eine längere stationäre Maßnahme wohl als einziges der richtige Weg für eine dauerhafte Genesung sein und die kannst du am besten über eine Rehabilitationsmaßnahme der Rentenversicherung erhalten.

Es könnte daher sein, dass der ÄD in seinem Gutachten wie seinerzeit bei mir auch dann schreibt: es sollte zuerst eine Entscheidung des Rententrägers abgewartet werden. Das allerdings würde voraus setzen, dass du beim Rententräger einen entsprechenden Antrag stellst.

Lese dir dazu mal den Link von "gila" durch, den ich hier nochmals gesetzt habe.

Das wird der AfA natürlich gar nicht gefallen, aber hier geht es um deine Gesundheit und nicht dem Befinden der AfA. Auf diese weise wären auch der AfA nach § 145 SGB III die Hände gebunden, denn Sie muss die Entscheidung des Rententrägers abwarten.

Was mich am Rande irritiert ist auch die Geschichte mit der Krankschreibung, wo ein Tag fehlen soll, womit die KK angeblich kein KG zu zahlen braucht. Die Umstände würde ich mal genauer prüfen lassen, vor allem weil bei dir ja ein sehr merkwürdiger Arbeitsrhythmus (2 x 6h, danach von Donnerstag bis Montag frei) gegeben war. Hier schließe ich mich "Holger01" an und "Machts Sinn" scheint sich mit dem Thema KG und Kassentrickserei ja noch besser auszukennen.

Alles in allem er schlimmer Fall, wo einiges an Hilfe notwendig erscheint um das ganze wieder auf die Reihe zu bekommen, vor allem erst mal deine Genesung.


Gruß saurbier
 

das finchen

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Hallo da draussen,
ich habe im Forum nun ein paar einzelne Fragen gesondert gestellt, um nicht den Rahmen zu sprengen. Nicht wundern :icon_pause:

Ich habe nun die letzte Woche dazu genutzt die Angelegenheit in folgende Richtung zu lenken:
- Ich hab eine komplette Bewerbung angefertigt und mit Arbeitspaket 3 bei der AFA abgegeben.
- Die Bewerbung habe ich ausgelegt, als wenn ich in meinen alten Job wollte.
- Den Gesundheitsfragenbogen habe ich auf Seite gelegt und werde mich bei der SB daraufhin dumm stellen.

Fakt ist:
- ich habe eine jahrzehntealte soziale Persönlichkeitsstörung
- ich bin (wie richtig erkannt) in den letzten Jobs ausgeburnt worden

Ich würde gerne meine Erwerbsfähigkeit prüfen lassen, aber bei meinen Erfahrungen und dem was ich hier gelesen habe, baut man mir da wieder einen Strick draus und das kann es nicht sein.
Ja, ich bin zwar bei meinem Ehemann krankenversichert, aber ein Einkommen reicht nicht aus für beide.
Ich möchte finanziell abgesichert sein, bis ich wieder (wirklich) erwerbsfähig bin.

Nächste Woche habe ich den Termin bei der SB. Ich schildere ihr die Dinge, die zum Burnout geführt haben als Begründung dafür, dass ich nicht mehr im technischen Bereich gearbeitet habe.
Je nachdem wie die tickt muss ich dann wohl weiter sehen. Stellt die sich quer, mache ich gute Miene zum bösen Spiel und zieh das bis zur Bewilligung meines ALG1 durch.

Danach - und erst dann - kann ich mich um meine Gesundheit kümmern. Denn meine Erfahrung sagt auch - wer kein Geld kostet, dem wird auch nicht geholfen. Wozu auch.
Meine Baustellen müssen baldigst ambulant therapeutisch betreut werden, da ich vor einem Jahr einen schlimmen PTBS- Vorfall hatte.
Um diesen Therapieplatz zu bekommen, muss ich noch ein wenig Geduld haben.

Danke euch für eure Zeit
fi :icon_pause:
 

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Sollte es wirklich wie hier schon am Rande erwähnt, um ein Burnout-Syndrom handeln, dann dürfte eine längere stationäre Maßnahme wohl als einziges der richtige Weg für eine dauerhafte Genesung sein und die kannst du am besten über eine Rehabilitationsmaßnahme der Rentenversicherung erhalten.

Es könnte daher sein, dass der ÄD in seinem Gutachten wie seinerzeit bei mir auch dann schreibt: es sollte zuerst eine Entscheidung des Rententrägers abgewartet werden. Das allerdings würde voraus setzen, dass du beim Rententräger einen entsprechenden Antrag stellst.

Lese dir dazu mal den Link von "gila" durch, den ich hier nochmals gesetzt habe.

Das wird der AfA natürlich gar nicht gefallen, aber hier geht es um deine Gesundheit und nicht dem Befinden der AfA. Auf diese weise wären auch der AfA nach § 145 SGB III die Hände gebunden, denn Sie muss die Entscheidung des Rententrägers abwarten.

Huhu,
jetzt hab ich mich nochmal durch die links gewuselt bishin zum Rentenversicherungsträger.
Wie muss ich das nun verstehen:
Ist es für mich als Erwerbsunfähige besser mich "gesund" zu stellen, bis ich ALG1 bewilligt bekomme oder soll ich mich erst in die Beratungsstelle der Rentenversicherung begeben und dort wirklich beraten lassen?
 

Holger01

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Dies halte ich für den vernünftigeren Weg:

Ist es für mich als Erwerbsunfähige besser mich "gesund" zu stellen, bis ich ALG1 bewilligt bekomme

Das heißt dann sinngemäß: Du stellst dich dem Arbeitsmarkt, bzw. der Arbeitsvermittlung, im Rahmen deiner Möglichkeiten vollumfänglich bzw. uneingeschränkt zur Verfügung.

Wirst du ab dem Tag nach Arbeitslosmeldung oder später krankgeschrieben, ist das ein anderes Thema. Zumindest läuft aber deine finanzielle Grundversorgung (Alg1) weiter; nach 6 Wochen AU erhältst du dann KG.

...
 

das finchen

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Hallo da draussen,

ich war bei meinem Vermittler-Termin und bin sehr stolz auf mich!
Im Gespräch war weder der fehlende Gesundheitsfragebogen, noch die Feststellung meiner Leistungsfähigkeit ein Thema. Ich hab direkt entsprechend gesteuert.

Ich wurde nach meinem GdB gefragt und ob noch mehr zu erwarten ist. Ich gab an, dass ich 30% hätte und behielt für mich, dass ein Widerspruch auf mehr läuft. Auf Nachfrage habe ich ihr geschildert, dass es sich um Burnout handelte, weil ich mit den letzten Jobs überfordert war.
Ich weiss, dass ich das nicht sagen musste, aber diese Argumentation hat mir weitergeholfen, da nix von Zweifel an meiner Erwerbstätigeit da war.

Ich habe geschildert, dass ich wieder in meinem erlernten Beruf arbeiten will und die EGV von damals, bzw mein Profil entsprechend abgeändert haben muss.
SB war wie ich fand entgegenkommend und hat das auch gemacht.
Gleichzeitig hat SB schonmal in den Stellenangeboten geschaut und mir einen VV ausgedruckt.

Dann hat SB mir erklärt, dass ich für den Integrationsfachmann (?) in Frage komme und dass SB versucht, mich dort "unterzubringen", da er mir besser weiterhelfen könne.

Dann hat SB die EGV ausgedruckt, die ich hier angehängt habe und von mir die Unterschrift verlangt.
Ich sagte daraufhin, dass ich das in Ruhe zu Hause durchlesen will.
Daraufhin meinte SB Gebrauchtwagenhändlermässig, dass da ja nur drinne steht, was wir gerade besprochen haben.
Und was hab ich gemacht????

ICH HABE NEIN GESAGT!!! Es ist einfach unglaublich, dass ich das geschafft habe!!!

"Nein, ich werde das jetzt NICHT unterschreiben."
Hab ich ganz ruhig gesagt.
SB darauf: Äh, Öh. Ja, dann müssen Sie das dann aber zuschicken.

Krass oder?
Ich kann es grad gar nicht fassen, dass ich das geschafft habe!!

Was sagt ihr zur Schilderung und der EGV?

Liebe Grüße

fi


Und jetzt kommts:
 

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Holger01

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Meinen Glückwunsch zum "NEIN"-Sagen!

Richtig so: Einstecken und zum Prüfen mitnehmen.

Dabei fallen mir in der EGV zwei problematische Sachen auf:
1.) Die recht lange Laufzeit (über 8 Monate) und
2.) der feste Stichtag (25. eines Monats) zur Abgabe der Bewerbungsnachweise; dies ist schon grundsätzlich problematisch, aber lasse mal eine AU oder etwas anderes dazwischenkommen, dann sehe ich Probleme (Anhörung zur Sanktion) schon vorprogrammiert = Unnötiger Ärger. Solch ein fester Stichtagstermin ist, glaube ich, auch gar nicht zulässig; im EGV-VA wäre er wohl angreifbar.

...
 

Doppeloma

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Hallo finchen,

Was sagt ihr zur Schilderung und der EGV?

Hast du super gemacht :icon_klatsch:, hat sie dir auch verraten wann du deinen Bescheid zum ALGI bekommen wirst, zu welchem konkreten Termin hattest du das jetzt beantragt ???

Vorher kann eine EGV eigentlich gar nicht verbindlich sein, denn die soll ja mit Leistungs-Empfängern abgeschlossen werden ...

Sehr gut, dass du diesen Wisch nicht unterschrieben hast, wie hat sie dich denn dazu "beraten", gibt es im näheren Umfeld überhaupt genug Firmen bei denen du dich mit deiner Qualifikation bewerben könntest ???

Eine feste Stückzahl soll übrigens gar nicht vorgegeben werden, weil das "Sinnlos-Bewerbungen" erzeugen könnte, auch Bewerbungen auf VV kosten Geld, warum sind die von der Erstattung ausgeschlossen ...:icon_kinn:

Aber ich fange mal oben an deine EGV genüßlich "auseinanderzunehmen" ...

Die Laufzeit von 8 Monaten ist durch NICHTS begründet, lt. Gesetz soll eine EGV für 6 Monate abgeschlossen werden ...

Nächster Termin 25.05.2013 fällt aus, wenn dazu vorher keine schriftliche Einladung mit RFB kommt, Meldetermine gehören nicht in eine EGV, sind darin nicht rechtsverbindlich (schon gar nicht ohne deine Unterschrift :icon_biggrin:) !!!

VV schriftlich ist OK (passend beachten bitte !!!), telefonisch geht gar nicht, ist nicht rechtsverbindlich, da die RFB fehlen ... außerdem bist du nicht verpflichtet telefonisch erreichbar zu sein, das Amt zahlt nicht deinen Telefon-Anschluß ...

Telefon-Nummer brauchst du übrigens auch in deinen Bewerbungs-Unterlagen nicht angeben, mögen viele AG nicht wenn sie dir schriftlich antworten müssen.

Dass du zu terminierten Beratungsgesprächen eingeladen wirst ist eine Selbstverständlichkeit, der Satz ist sowas von überflüssig...

Die Arbeitsagentur befürwortet also (nach vorheriger Anmeldung), dass du deine Arbeitskraft für eine Woche kostenlos einem AG zur Verfügung stellst, wie nett, wozu gibt es eigentlich die Probezeit ???
Hat sie darüber mit dir gesprochen, dir erklärt wozu das gut sein soll, du brauchst nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, schon gar nicht eine ganze Woche lang ... ???

Über das "Service-Center" beantragt man gar nichts, wie sollst du das bitte beweisen, Anträge stellt man generell nur nachweislich schriftlich ...

Bewerbungskosten -Pauschale ist zu wenig für die geforderten 6 Bewerbungen im Monat, das reicht nur für 1 pro Woche OHNE VV.

Reisekosten für Vorstellungsgespräche werden erst ab Mindestentfernung von 20 km übernommen, bis dahin sollst du wohl den Weg kostenfrei zu Fuß zurücklegen ???
Die haben das voll zu übernehmen oder du kannst da eben nicht hin !!!

Was bitte ist "befristet bis zum nächsten Gespräch" ???

Deine Bemühungen (Seite 2) ...


stellt dir die AfA einen PC, mach dich nur nicht zum Sklaven deines "Bewerberprofiles", was die da reinstellen interessiert sowieso keinen wirklich ... gut, dass alles anonym ist (hoffendlich) ...

Bezahlt dir die AfA die "lokalen Zeitungen" die du auswerten sollst ???

Ist aber nett, dass du dich auch auf andere Stellen bewerben darfst, man hat dir überhaupt nicht vorzuschreiben auf welche Stellenangebote du dich bewirbst, solange du dich dazu in der Lage siehst diese Stelle zu bewältigen ...

Warum sollst du die Nachweisliste in der Eingangszone abgeben oder per Mail schicken, wenn man dich zum 25.05. einladen will, verstehe ich nicht ...

Kannst du zu Fuß deine AfA erreichen oder warum geht man davon aus, dass du da ohne Einladung immer zum 25. erscheinen wirst :confused:, die Bemühungen kann man übrigens auch per Post schicken, meine Mail-Adresse bekämen die gar nicht erst, da hast du keinen Nachweis, dass die das auch bekommen und weitergeleitet haben.

Der Rest sind die üblichen Wiederholungen der Rechtslage und die geltenden RFB falls du den Mist unterschreiben solltest und dich dann nicht dran halten würdest.

Ich würde abwarten ob die einen VA daraus macht, dann kann man überlegen, ob du Widerspruch einlegst oder nicht, im ALGI werden eher selten VA erstellt wenn die EGV nicht unterschrieben wird, man versucht es dann lieber mit einer neuen EGV beim nächsten Meldetermin. :icon_hihi:

Um die Bewerbungen würde ich mir erst mal keine Sorgen machen, wenn du deinen Bescheid bekommen hast (und nächste Woche das erste Geld), dann solltest du bald den Arzt deines Vertrauens aufsuchen, dann ist der Spuk nach 6 Wochen sowieso erst mal wieder vorbei.

Während ärztlich bescheinigter AU brauchst du keine Bewerbungen tätigen, krank ist krank ..auch bei der AfA...

MfG Doppeloma
 

das finchen

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Jeaaah! Doppeloma hat geantwortet! *freutsichkaputt*
Das hab ich gehofft :icon_idee:

Also den Abgabetermin des Antrags habe ich für den 7.5. bekommen.
Ich muss noch herausfinden ob ich automatisch den Ø aus den letzten 12 Monaten bekomme oder ob die letzten 6 Monate ohne Einkommen nicht zählen...

Vorher kann eine EGV eigentlich gar nicht verbindlich sein, denn die soll ja mit Leistungs-Empfängern abgeschlossen werden ...
Ja das hatte mich auch interessiert und stellte die Frage hier einzeln.
https://www.elo-forum.org/alg/108899-alg1-zusage-erst-wochen-vermittlungstermin.html
Da ich mich ja quasi schon vor der Genehmigung in Zwang begebe.

Die Arbeitsagentur befürwortet also (nach vorheriger Anmeldung), dass du deine Arbeitskraft für eine Woche kostenlos einem AG zur Verfügung stellst, wie nett, wozu gibt es eigentlich die Probezeit ???
Hat sie darüber mit dir gesprochen, dir erklärt wozu das gut sein soll, du brauchst nicht ohne Bezahlung zu arbeiten, schon gar nicht eine ganze Woche lang ... ???
Also dazu muss ich erklären, dass ich das nicht verkehrt finde. Grundsätzlich, wenn ich mir selbst nicht so im Klaren über meinen Zustand wäre, könnte man über so eine Woche antesten ob "das gut gehen" könnte und wie der Hase da so läuft, ohne aus dem ALG-Bezug zu fallen.
Dieser Passus resultiert aus meiner Schilderung dem SB gegenüber was meine Überforderung angeht und das ich wieder in meinem erlernten Beruf sein will.

Hm, ok... Wie verhalte ich mich denn jetzt am Besten?
- VV schicke ich mit der Begründung zurück, dass die Entfernugn zu groß sind? (Weil ich ja noch keine Leistung genehmigt bekommen habe)
- EGV-Füße stillhalten? Also die SB war sichtlich irritiert, sagte, dass ich das dann schicken muss, aber nicht bis wann.
Um die Bewerbungen würde ich mir erst mal keine Sorgen machen, wenn du deinen Bescheid bekommen hast (und nächste Woche das erste Geld), dann solltest du bald den Arzt deines Vertrauens aufsuchen, dann ist der Spuk nach 6 Wochen sowieso erst mal wieder vorbei.
Ja, so hatte ich es eigentlich vor... aber wenn ich nun bis zur Bewilligung und Auszahlung nix mache, kann die SB mir da schon einen Strick draus drehen?
Was ist, wenn ich nun zu allem JA und AMEN sage, weil ich ja um den AÄD herumgekommen bin, die mich vielleicht kaputtschreiben?
Weil, das war ja meine Hauptsorge, dass die wieder ein Schlupfloch für ihre Zahlen und Zielvereinbarungen finden. Das wäre das größere Übel gewesen, statt der komischen EGV...

Wären das ja verschossene Erbsen, gegen die zu kleine Aufwandentschädigung aufzubegehren, wenn ich doch eh bald raus wäre mit AU?

Viele liebe Grüße
fi :icon_stern:
 

gila

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Hallo Finchen - ich freu mich für dich, dass du den Termin so gut geschafft hast!

Die EGV ist wesentlich "harmloser" als so manche im ALGII.
Dir wird die Wahl gelassen, ob du deine "Listen" abgibst - oder schickst.
Ich denke, man kann - wie Doppeloma schon sagte - abwarten, im ALGI kommt nicht immer gleich ein VA hinterher und was wirklich"Gefährliches" sehe ich da erstmal nicht.

Was ist mit dem VV? Wieso ist der "zu weit"?
Überlege doch einfach guten Willen zu zeigen und schicke da eine Bewerbung hin.
Oft lehnen Arbeitgeber auch Leute ab, wenn sie zu weit weg wohnen, weil dies immer mal
zu Problemen mit Verkehr und Verfügbarkeit führen kann.
Manche schreiben sogar in ihre Annoncen "im Umkreis von 50 km" o.ä.
Eine "Integrationsfachkraft" hat für Menschen mit Behinderungen oft noch andere Möglichkeiten zur Unterstützung - lass dich da mal beraten.

Weiterhin gute Wünsche!
 

das finchen

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Huhu Gila!
Den Termin hab ich ganz gut überstanden, weil ich sowohl von euch hier, als auch von der lieben Frau vom SpD so toll unterstützt werde!
+++ ein dickes Dankeschön! +++

Ich hab grad mal gegoogelt und gesehen, dass der VV nur etwa 35 km weit weg ist und somit realistisch für mich in Frage käme. (Wäre ich fit)
Ich bekomme überall großes Lob für meine Bewerbungsunterlagen, weil die recht dienstleistungsorientiert und pfiffig aufgebaut sind.
Für die VV-Bewerbung kann ich die ein wenig "downsizen", möchte es mir aber bei den potenziellen Arbeitgebern in der Region nicht verscherzen. Wenn ich wieder fit bin, sollen die mich nicht auf ihrer roten Liste haben :)

Das meine EGV harmloser ist als bei den ALG2ern kann ich mir vorstellen und ist allgemein etwas, was mich sehr wütend macht! Obwohl ich nicht selbst betroffen bin, beschäftigt mich das Thema für die "Hartzer" aktuell sehr, weil ich ein sehr gerechtigkeitsliebender Mensch bin. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass der politische Umgang mit den Themen Zeitarbeit, Hartz4 und 1€-Jobs die Menschen voneinder im Herzen trennt und das das von den Machthabern gewollt ist.
Wer sauer, missgünstig und neidisch auf seinen Mitmenschen ist, wendet seine Aufmerksamkeit von den wahren Verursachern ab!

Es gab eine Zeit, da hab auch ich bei RTL2 reingezappt und abfälligüber die gezeigten "Faulenzer" und "Looser" gedacht, die den ganzen Tag vorm PC hocken und angeblich arbeitssuchend (nach den Untertiteln) sind.
Heute denke ich einerseits, dass dieses Sendekonzept so gewollt ist in der Darstellung der "einfachen Bevölkerung" und andererseits - Ja, es gibt solche Leute, die bräsig den Tag verdödeln. Es gibt solche Leute DURCH diese Politik. Wäre ich gesund und der Hartz4-Machenschaften ausgesetzt, ich würde bestimmt auch Gefahr laufen abzustumpfen. Wenn einem dann überall signalisiert wird, dass man nix wert ist.

Hui, Mega-OffTop... sorry, aber ich wollte das grad mal loswerden, weil mich dieses Gehirnwäsche-Versklavungsregime echt ankotzt.
Um so mehr müssen "WIR da unten" wieder zusammen finden und die Bude rocken.

Liebe Grüße
fi
 
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