ALG1 Restanspruch-neue Beschäftigung

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Heinz@

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Hallo zusammen,

habe jetzt noch ein Anspruch von 12 Monaten ALG1.
Was passiert, wenn ich eine neue Beschäftigung annehme bei der der Nettoverdienst niedriger ist als mein jetziges ALG1?
Wird im Fall einer erneuten Erwerbslosigkeit mein Restanspruch nach dem niedrigeren neuen Einkommen berechnet oder bleibt der alte Anspruch erhalten?
Kann mir jemand erklären, wie es sich verhält?

Für Hilfe bin ich dankbar.
 

Bruni

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Hallo Heinz,
soweit ich weiß wird das ALG 1 immer nach dem Einkommen (Verdienst) der letzten 12 Monate (Verdienst) berechnet. Das würde bedeuten, wenn du einen neuen Job annimmst und du bekommst da weniger. Bist aber nach 3 Monaten wieder arbeitslos wird wahrschlich das neue ALG 1 wie folgt berechnet:

(9 Monate alter Verdienst +3 Monate neuer Verdienst ) : 12 Monate

genaue Berechnung siehe ALG 1 Rechner

Gruß Bruni
 

Martin Behrsing

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Das Arbeitslosengeld wird nur bei Entstehung eines neuen Anspruch neu bemessen. §§ 118 Absatz 1 Nummer 3, 123 , 124 SGB III . D.h. eine neue Berechnung findet erst nach 52 Wochen Beschäftigung statt. Beachte aber bitte, dass ab 01.02.2006 die max. Höhe des ALG1 12 Monate beträgt.
 

Silvio

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Bei einer Beschäftigung von weniger als 12 Monaten lebt der alte Anspruch wieder auf, man bekommt also nicht weniger als vorher.
Ab 12 Monaten entsteht ein neuer Anspruch, das Entgelt aus diesen 12 Monaten ist maßgebend.
Besitzstand auf das alte Arbeitslosengeld gibt es, wenn innerhalb von 2 Jahren vor dem neuen Anspruch mindestens 1 Tag Alg liegt, welches höher war.
@Heinz: Das Arbeitslosengeld ist also dann niedriger, wenn Du mindestens 2 Jahre eine geringer bezahlte Tätigkeit ausübst.
 

Heinz@

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@ Alle

Danke euch Allen für die schnellen Antworten, :daumen: haben mir sehr geholfen.
Konnte leider nicht eher Posten, da immer wieder Serverstörungen auftraten.

Gruß
Heinz
 

eisbaer

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Heinz@ meinte:
Was passiert, wenn ich eine neue Beschäftigung annehme bei der der Nettoverdienst niedriger ist als mein jetziges ALG1?

muss man denn das überhaupt ??? Ich habe jetzt zweimal sanktions- und folgenlos Arbeitsangebote ausgeschlagen, weil das Netto aus rund 280 Monatsstunden (6-Tage-Arbeitswoche, mit angekündigten 10 Std, täglich!!) keine 50 Prozent meines bisherigen und noch laufenden ALG-1 erreichte. Irgendwo hat alles eine Grenze. Da gibt es feste Kosten wie Miete, Strom, Wasser, Müllabfuhr, Heizung. Das Argument meiner ersten (kaum 30 Jahre alt und stolz drauf, dass sie aus NRW kam, um hier Zivilisationshilfe zu leisten) Beraterin war, dass nur diese Kosten gedeckt sein müssen, Kleidung und Nahrung existierten für die Dame nicht. Ich könne mir ja den Rest vom Sozialamt holen. Inzwischen habe ich eine neue Arbeitsberaterin, die das alles etwas reeller sieht.

Übrigens, an anderer Stelle wurde hier bei 1700 Euro monatlich von einem inakzeptablen Hungerlohn geschrieben - vielleicht sollte sich manche überdrehte Type aus den alten BL mal hier im Osten einstellen lassen, um wieder auf den boden des Kapitalismus zurück zu kommen. Hier arbeiten z.B. Verkäuferinnen in Bäckereien von frühmorgens um 6:00 bis abends 19:00 Uhr von montag bis Samstag und gehen mit 650 Euro netto heim. Dann kommt noch im Westen das Gekrächze vom faulen Osten dazu und dann müsste man begriffen haben, warum hier nichts zusammen wachsen kann.
 

Heinz@

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@eisbaer

danke für Deine Antwort.
Seit August 2005 bin ich erwerbslos durch Insolvenz und Betriebsstillegung ohne vorher (29 Jahre) auch nur eine Minute erwerbslos gewesen zu sein.
Zur Zeit habe ich noch einen Anspruch von 12 Monaten, darf aber nicht vergessen, dass ich 49 Jahre alt bin.

Zu meiner Anfrage: ca. 100.- € weniger als ich jetzt beziehe wäre meine
Schmerzgrenze, nach dem Motto "wieder dabei sein ist alles".

Es geht mir hierbei um meinen erworbenen restlichen Anspruch ALG1 Falls im neuen Job, wenn ich einen bekommen könnte, etwas passieren sollte.

Gruß
Heinz
 

eisbaer

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für 100 Euro weniger würde ich auch noch gehen, ok. Bei mir wären es aber gute 1000 Euro, die mir fehlen würden. Das kann ich nicht ausgleichen.
Und gleichzeitig wird jede Intiaitive blockiert!
https://www.elo-forum.org/search/?type=post?p=109320#109320
 
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ExitUser

Gast
eisbaer meinte:
Heinz@ meinte:
Was passiert, wenn ich eine neue Beschäftigung annehme bei der der Nettoverdienst niedriger ist als mein jetziges ALG1?

muss man denn das überhaupt ???

Nein, muss man nicht.

Ich habe es freiwillig getan und seither nur finanzielle Schwierigkeiten gehabt. Ich würde es auch deshalb nie mehr tun.
Aber das Gute daran ist, dass mein alter ALG1-Anspruch ab 05. Januar nach Beendigung des befristeten Vertrages in der Leihfirma wieder auflebt und so bin ich wenigstens ab 10. Februar mit einem höheren Mutterschaftsgeld in Höhe des ALG1 gesegnet und muss auch erst im dritten Monat nach der Geburt erstmalig Hartz4 beantragen (Elterngeld zu niedrig)
 
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