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ALG1 oder Erwerbsminderungsrente,soll ich einen Antrag auf EM Rente stellen, bekomme ich bis zur Bewilligung ALG I?

fros7byte

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Hallo zusammen,

ich brauche kurzfristig einen Rat, wie ich meinen Lebensunterhalt absichern kann.
Ich werde in wenigen Tagen von der KK ausgesteuert und bin nach wie vor nicht arbeitsfähig.
Ich komme grade von der AfA und habe einen Stapel an medizinischen Unterlagen bekommen, den ich schnellstmöglich ausfüllen soll.

Kurzzeitig stand ich bereits vor dem medizinischen Durchbruch, dass meine Leistungsfähigkeit zumindest zu einem gewissen Maße wiederhergestellt ist, allerdings hat das bei mir verwendete Medikament seine Wirkung verloren.

Um es auf den Punkt zu bringen: ich brauche noch einige Monate mehr Zeit, um (hoffentlich) zu genesen und dazu benötige ich ein ALG1 in (auf mich zutreffend) voller Höhe.

Soll ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen und bekomme dann, bis darüber entschieden wurde, ALG 1?
Oder soll ich mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen für bis zu 15h/Woche? Aber ist dann das ALG1 nicht ungemein niedriger?

Ich bin verloren, wenn ich jetzt keine Sozialleistungen in Höhe meines bisherigen Krankengeldes erhalte.

Was kann ich jetzt am besten tun?

Ein von mir kontaktierter Anwalt rät mir dazu mich zumindest teilweise zur Verfügung zu stellen. Aber die o.g. Punkte (z.B. Höhe des ALG1) sprechen meiner Ansicht nach dagegen?!

Ich danke euch vielmals!

PS: von meinem generellen Anspruch auf ALG1 sind nach meiner damaligen Kündigung durch den AG bereits 3 Monate (+6 Wochen Zahlung der Leistungen beim Krankheitsbeginn durch die AfA) abzuziehen, in welcher Zeit ich vor dem Krankengeldbezug versucht habe, einen Job zu finden. Leider bin ich in dieser Zeit schwer erkrankt, konnte jedoch zumindest 1 von 3 Krankheiten kurzzeitig mit einem nun wirklosen Medikament bekämpfen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kerstin_K

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Hallo Fros7byte,

Du bist ein sogenannter Nahtlosigkeitsfall, dafür haben wir hier eine extra Bereich. Ich habe die Moderatoren schon gebeten, den Thread dorthin zu verlegen.

Der ALG I Antrag ist erstmal richtig.

Die Medizinischen Unterlagen, die Du ausfüllen sollst, sind alle freiwillig.

Das einzige, was erstmal wichtig ist, ist der Antrag auf ALG I.

Dafür gibt es einen Muster-Antrag https://www.krank-ohne-rente.de/viewtopic.php?f=3&t=1751
Das Formuilar sieht inzwischen geringfügig anders aus, aber inhaltlich hat sich da nichts geändert.

Du solltest nicht den Online-Antrag verwenden, der ist dafür nicht geeignet. Auch musst Du beim Online Antag Telefonnummer und e-Mailadressse angeben, und auch das ist freiwillig.

Die Schweigepflichtentbindungen und der Gesundheitsfragebogen dienen dazu, dass der arztliche Dienst der AfA Dein Restleistungsvermögen geststellt. Dein SB bekommt dann eine Stellungnahme, in der drinsteht, was Du trotz AU noch machen kannst.

In der Regel wird das nach Aktenlage erstellt. Du kannst Deine Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, Du kannst aber auch einige aussagekräftige Befunde in Kopie schicken. Achtung: Die Schweigepflichtentbindungen sind drei Jahre gültig. Das solltest Du streichen und handschriftlich auf 4-6 Wochen beschränken. Und das ganze geht bitte nicht über den Tisch des SB. Lass Dir die Adresse des ärztlichen Dienstes geben und schicke das da direkt hin. DAs geht die SBs nichts an.

Einen Rentenantrag könntest Du stellen, aber keie Eile, das kannst Du auch noc machen, wennn die AfA Dich Dazu auffordert.

Hast Du schonmal eine Reha gemacht? Vielleicht wäre das ja sinnnvoller, wenn Du eh schon wieder fast gesund bist. Wenn Du eiinen Rentenantrag stellst, wird die DRV das eh voraussichtlich verlangen.

Such mal nach den Beiträgen von Doppeloma. Sie hat viel Erfahrung mit Driner Situation und schon sehr viel dazu geschrieben.
 

fros7byte

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Vielen Dank für die Antwort!

Ich habe versucht mich so gut es geht einzulesen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit der Masse an Beiträgen erschlagen werde...

ALG1 nach dem Musterantrag beantragen - soweit klar.

Ich vermute dann einfach mal, dass der ärztliche Dienst überhaupt Unterlagen braucht, um eine Entscheidung zu treffen, daher würde ich die aussagekräftigsten Befunde mit einreichen und keine Schweigepflichtentbindung erteilen.

Allerdings stellt sich mir nach wie vor die Frage, dass wenn ich den Vermittlungen zumindest geringfügig zur Verfügung stehe, ob dann nicht automatisch auch das ALG1 deutlich niedriger ausfällt...ich habe gelesen, dass bei einem Wunsch nach kürzerer Arbeitszeit automatisch das ALG1 halbiert wird, wenn man nicht Vollzeit zur Verfügung steht?!

Zum anderen habe ich es so aufgefasst, dass wenn ich dem Arbeitsmarkt in einer Weise zur Verfügung stehe, dass ich jegliche "zumutbare" Tätigkeit aufnehmen muss, worunter ich mir bei meiner Sachbearbeiterin das wirklich Schlimmste vorstelle. Das würde für mich den Verlust jeglicher gesundheitlicher Besserung, sowohl psychisch, als auch körperlich bedeuten, wenn man mich damit bestraft.

Weiterhin habe ich Angst davor, dass man mich mit der Bewilligung von ALG einfach hängen lässt. Und meine finanziellen Reserven sind nach diesem langen Krankengeld mehr als erschöpft, um irgendetwas überbrücken zu können.
 

Kerstin_K

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DU stellst dich Vollzeit zur Verfuegung. Dein Restleistungsvermoegen stellt der aerztliche Dienst fest. Dann wird da auch nichts gekuerzt.

Deine gesundheitlichen Einschränkungen werden der SB vom aerztlichen Dienst mitgeteilt. Keine Diagnosen, sondern sowas wie kein Schichtdienst, nicht schwer heben, keine Zugluft usw. Danach hat sie sich zu richten. Und dann gibt es noch den §140 SGB III.

Das wichtigste ist erstmal der Antrag.
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fros7byte

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OK vollzeit?!. das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht. es widerspricht meiner laienhaften logik einfach, dass ich nicht arbeitsfähig bin und ich soll mich aber vollzeit zur verfügung stellen. damit bestätige ich ja völlig gesund zu sein und der ärztliche dienst hätte gar keinen grund eine untersuchung o.ä. bei mir durchzuführen.

sorry, die ganze thematik ist absolutes neuland für mich und ich war und bin hauptsächlich damit beschäftigt eine lösung für meine gesundheitlichen probleme zu finden.
 

Kerstin_K

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OK vollzeit?!. das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht. es widerspricht meiner laienhaften logik einfach, dass ich nicht arbeitsfähig bin und ich soll mich aber vollzeit zur verfügung stellen. damit bestätige ich ja völlig gesund zu sein und der ärztliche dienst hätte gar keinen grund eine untersuchung o.ä. bei mir durchzuführen.
Dass du nicht völlig gesund bist, ergibt sich schon aus dem Fakt der Aussteuerung. Es ist halt nur wichtig, dass eine eventuelle zeitliche Einschränkungen nicht von dir ausgeht, sondern vom aerztlichen Dienst.
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Bertolino

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Mit Logik hat das alles ohnehin nichts mehr zu tun.:icon_mad:
Halte dich an den Musterantrag und mach es genau so wie bisher beschrieben.
Die weiteren AUB gehen nicht an die AfA, die gibst du nur noch bei deiner KK (wegen Rentenberechnung) und ggf. bei deinem AG ab.
Das ALG ist leider nochmal niedriger als das bisherige KG.

Gruß
Bertolino
 

fros7byte

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Das heißt das ALG beträgt 60% vom letzten Netto und das KK 70?
Dann frage ich mich, warum das ALG vor meiner langen Arbeitsunfähigkeit genauso hoch war, wie das KK, was ich danach bekommen habe...?!
 

Kerstin_K

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Weil das KG nach ALG anders berechnet wird.

Deshalb sollte man, wenn man zum Ende eines Arbeitsverhältnisses AU wird, immer vor Ende des Arbeitsverhältnisses krankschreiben lassen und nict erst zur AfA gehen.
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fros7byte

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Ich hatte heute einen Brief von der AfA bekommen.
Betreff: Arbeitslosengeld gemäß §145

...möglicherweise liegen bei Ihnen die Voraussetzungen für die Gewährung von ALG im Anschluss an Ihre Aussteuerung aus dem KK-Bezug vor.
Da eine Bearbeitung Ihres ALG Antrags erst nach ärztlicher Begutachtung durch meinen ärztlichen Dienst erfolgen kann, benötige ich umgehend die Ihnen mitgegeben Schweigepflichtentbindung und den Gesundheitsfragebogen vollständig ausgefüllt zurück.
Ihre zeitnahe Mitwirkung ist umumgänglich...[]
Nach Vorlage des Ergebnisses der Begutachtung kann ich über Ihren Antrag auf ALG1 entscheiden.
Hierzu benötige ich den Antrag auf ALG, die Arbeitsbescheinigung, die Bescheinigung über den Bezug von Krankengeld usw.
Bitte senden Sie die Unterlagen spätestens eine Woche nach Aussteuerung zu.
Solange Sie kein ALG erhalten, sind sie nicht kranken und pflegeversichert.
Wenn Ihr Lebensunterhalt nicht gesichert ist, sollten Sie ALG2 beantragen.



Kann da jemand etwas zu sagen? Ist so ein Schreiben üblich?

Meine Unterlagen wollte ich morgen früh bei der AfA abgeben. Das sieht jetzt so aus, als wenn ich dieses Jahr keinen Cent ALG mehr sehen werde?!
 

Kerstin_K

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Das versucht die AfA gerne. Aber das Gitachten des äD ist nicht leistungsrelevant. Ich würde mich, wenn sich das morgen nicht regeln lässt, sofort eie Beschwerde nas KRM schicken.
 

fros7byte

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Wie gehe ich morgen am besten vor? Gibt es eine Quelle, auf die ich mich berufen kann, dass das der äD nicht leistungsrelevant ist o.ä.?
 

Kerstin_K

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Musst du mal in den Beiträgen von Doppeloma suchen, wir hatten sowas hier schon öfter.
 

Kerstin_K

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Ist aber so. Ob ALG I zusteht, ist nict vom Inhalt eines Gutachtens des aerztlichen Dienstes abhängig. Selbst wenn die meinen, man sei erwerbsunfaehig, muessen sie zahlen, bis die DRV das bestätigt oder der Anspruch zeitlich ausläuft.
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fros7byte

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ich habe jetzt einen beitrag unter den vielen gefunden, in dem Doppeloma dies bestätigt. Allerdings kann ich morgen schlecht dort sagen: "Doppeloma hat aber gesagt..." ;)

muss ich den alg antrag eigentlich zusammen mit den unterlagen für den äd in einem umschlag abgeben oder getrennt voneinander, damit es schneller geht?

nach unzähligen gelesenen beiträgen hab ich immer noch nichts finden können, ob die entscheidung vom äd über meine restleistung auswirkung auf die höhe vom alg1 hat. vollzeit oder unter 15h - bekommt man immer das gleiche alg?
 

Kerstin_K

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Der Anmtrag auf ALG I und die Unterlagen fürden ärztlichen Dienst dürfen keinesfalls zusammen abgeggeben werden.

Medizinische Unterlagen haben auf dem Schreibtisch dr SBs nichts zu suchen. Du lässt Dir bitte morgen die Anschridt des ärztlichen Dienstes geben und dann geht das dirkekt da hin. Eventuell sisitzt der im gleichen Haus, dann kannst Du de Unterkagen direkt dort abgeben.

Hat man Dir eigentlich mitgeteilt, dass sowohl der Gesundheitsfrageboogen als auch die Schweigepflichtentbindungen freiwillig sind? Du kannst stattdessen auch ein paar aussagefähige Befundberichte in Kopie abgeben. Wenn Du die SPEs unterschreibst, dann bitte die Gültigkeit auf 4-6 Wochen beschränken. Sonst sind die nämlich drei Jahre gültig.

Die Höhe Deines ALG 1 und für wieviel Stunden das berechnet wird richtet sich ausschliesslich nach der Tätigkeit, mit der Du es erarbeitet hast. Auch wenn der ärztliche Dienst Dein Restleistungsvermögen auf weniger Stunden einschätzt, hat das keinen Einfluss. Das ist einer der Gründe, warum das Gutachten des ärztlichen Dienstes nicht leistungsrelevant ist.

Manche Arbeitsargenturen versuchen da zu tricksen. Bitte niemals etwas unteschreiben, dass Du weniger Stunden dem Arbeistmarkt oder der Vermittlung zur Verfügung stehst. Das einzige, was Du unterschreiben musst, ist der Antrag auf ALG I.
 

fros7byte

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danke, dass du mir weiter hilfst!

SPE wird es von mir nicht geben. ich habe vor einfach einige aktuelle befunde einzureichen und eigentlich den gesundheitsfragebogen auszufüllen, weil ich nichts zu verbergen habe und mir denke, dass dies für den äd vielleicht dadurch besser ginge sich ein bild zu machen. oder könnte man mir daraus irgendwie einen strick drehen?

ich war früher leitender angestellter bei einer >60h Woche. ich werde nie wieder in meinen alten beruf zurückkehren und gelte auch von meinen ärzten als berufsunfähig.

es ist mir fraglich, wie dieser äd dienst einfach anhand von ein paar mutmaßungen darüber entscheiden kann, wie viel und was ich noch arbeiten kann und soll.
und das man mir als erstes mitteilt, dass erst über mein alg entschieden werden kann, wenn sich der äd geäußert hat, gibt mir schon mal ein schlechtes gefühl, dass hier nichts so laufen wird, wie es soll...aber das kenne ich ja schon zu genüge bei mir und den sozialleistungsträgern und sonstigen einrichtungen, die einen unterstützen sollten, wenn man gesundheitlich am ende ist. diese ständigen existenzängste machen mir seit 1,5 jahren schwer zu schaffen. als wenn es nicht schlimm genug ist, dass man gesundheitlich soweit am boden ist :(

EDIT: und da fällt mir gerade ein. es wäre wohl nicht sinnvoll anzugeben, dass ich nicht mehr in meinen letzten beruf zurückkehren kann oder? allein schon aufgrund der zumutbarkeit?? und da meine letzte tätigkeit sowieso praktisch nie auf dem arbeitsmarkt in meiner umgebung verfügbar ist?
 
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Bertolino

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oder könnte man mir daraus irgendwie einen strick drehen?
Das kann man nicht generell so sagen, es kommt eben drauf an, was du reinschreibst. Wenn du ihn abgeben willst, schreibe nicht zu aussagekräftig oder besser noch schreibe ab, was auch dein HA/FA sagt. Jedenfalls ist der Gesundheitsfragebogen freiwillig und achte darauf, dass er nicht über den Tisch des SB wandert.
es ist mir fraglich, wie dieser äd dienst einfach anhand von ein paar mutmaßungen darüber entscheiden kann, wie viel und was ich noch arbeiten kann und soll.
Mit dieser Frage bist du sicher nicht allein.
und das man mir als erstes mitteilt, dass erst über mein alg entschieden werden kann, wenn sich der äd geäußert hat,
Mit solchen Tricks versucht die AfA immer Geld zu sparen. Das ist schlicht unwahr, wie @Kerstin_K schon geschrieben hat. Die AfA muss auf den ÄD warten, damit sie dich auf Grundlage der Aussagen des ÄD ggf. in Arbeit vermitteln kann, vorher geht das gar nicht.
als wenn es nicht schlimm genug ist, dass man gesundheitlich soweit am boden ist :(
Meine Erfahrung: Je länger ich im Forum bin und mich informiere, desto weniger lasse ich mich unter Druck setzen, indem ich mich zur Wehr setze.
EDIT: und da fällt mir gerade ein. es wäre wohl nicht sinnvoll anzugeben, dass ich nicht mehr in meinen letzten beruf zurückkehren kann oder?
Das weiß die AfA sowieso, denn genau deshalb, wegen deiner Aussteuerung, hast du Anspruch auf ALG. Deine weitere AUB bezieht sich auf deinen bisherigen Beruf, nicht auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, für den der ÄD deine Restleistungsfähigkeit feststellt. Das festgestellte Restleistungsvermögen bezieht sich übrigens nicht nur auf den zeitlichen Umfang deines Leistungsvermögens, sondern auch auf körperliche und/oder psychische Einschränkungen (gehen, stehen, sitzen, Gewicht heben usw.)

Gruß
Bertolino
 
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