ALG1 nach Vollzeitjob und nun Teilzeitwunsch (1 Betrachter)

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UschiMaier

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Hallo liebe User,
ich bin seit dem 16. April arbeitslos. Davor habe ich Vollzeit gearbeitet. Ein Rechtsanspruch auf ALG1 besteht.
Da ich aus privaten Gründen (psychiche Erkrankung, alleinerziehend) nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte/ kann, habe ich bei einem Termin angegeben, mich dem Arbeitsmarkt in Teilzeit zur Verfügung zu stellen.
Mir wurde nun mitgeteilt, dass sich somit der Anspruch auch das ALG dementsprechend mindert.
Dies kann ich nicht nachvollziehen...
Ich bin einem Versicherungspflichtigen Job nachgegangen, habe 35 Stunden gearbeitet und dementsprechend sind ja auch die Beiträge in die Versicherungskasse eingezahlt worden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussage der AfA_ Mitarbeiterin bestand hat.
Bitte um Hilfe und Aufklärung!
Danke
 

BerndB

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An der Krüzung führt gemäß § 151 Abs. 5 SGB III kein Weg vorbei. Allerdings, und das wurde dir evtl. auch gesagt, bedeutet TZ nicht die Hälfte der bisherigen Zeit. Es ist jede Stundenzahl bis an die Nähe von Vollzeit möglich, sofern diese Zeit einigermaßen üblich ist. Meines Wissens, bin jetzt aber nicht ganz sicher, soll nur Beginn oder Ende der täglichen Arbeitszeit üblich sein. Übrigens kann je nach Beruf auch Samstag und Sonntag oder Nachtschicht in Betracht kommen.

Wichtig: Wenn du jetzt doch ein paar Stunden erhöhen kannst, gilt dies erst ab dem Tag, an dem dein SB davon erfährt!
 

Katzenstube

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Da würde ich dann mal als Laie sagen, dass Du einen Riesenfehler begannen hast - und das vermutlich auch noch auf dem Formular der Mobbingagentur.....

Ist doch logisch, wenn Du dem Arbeitsmarkt nur halbtags zur Verfügung stehtst - im Gegensatz zur früheren Arbeit - erhältst Du nur die Hälfte oder anteilig. Auch ich gab mich in der Arbeitslosigkeit dem Gedanken hin. Aber daran habe ich die Spießgesellen nicht tielhaben lassen. Wegen dem Gehalt hätte ich lieber Vollzeit gearbeitet - meine Gesundheit schrie nach Teilzeit.

Entschieden hat das Schicksal über mich: Arbeitgeber schrieb aus entweder Vollzeit oder Teilzeit - hat mich (die gesagt hat ich will Vollzeit) über den Tisch gezogen und nach Vertragsabschluss (in welchem stand 178 Stunden flexibel) und seiner endlichen Anwesenheit, nachdem ich zwei Wochen gearbeitet habe, von 20 Stunden gesprochen.

Das schmälert mein Arbeitslosengeld auch - jedoch würde ich innerhalb von zwei Jahren arbeitslos werden, so müsste ich den entsprechenden Antrag stellen auf Leistung vor dem minder bezahlten Job.

Aber die Mobber sollten über nichts informiert werden, dass zu Deinem Vorteil wäre - die machen einen Nachteil daraus. Du glaubst doch hoffentlich nicht das Märchen, dass sie Dir qualifiziert helfen wollen????

Viel Glück wünscht Katzenstube
 

Doppeloma

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Hallo UschiMaier,

Da ich aus privaten Gründen (psychiche Erkrankung, alleinerziehend) nicht mehr Vollzeit arbeiten möchte/ kann, habe ich bei einem Termin angegeben, mich dem Arbeitsmarkt in Teilzeit zur Verfügung zu stellen.
Das war zumindest voreilig, wenn du dazu noch NICHTS unterschrieben hast hat es aber noch keine rechtliche Bedeutung erlangt, man hat dir ja zunächst mitzuteilen welche Konsequenzen das für dich haben wird.

Mir wurde nun mitgeteilt, dass sich somit der Anspruch auch das ALG dementsprechend mindert.
Dies kann ich nicht nachvollziehen...
Das ist aber leider so, die Rechtsgrundlage wurde dir ja schon benannt, Anspruch auf das entsprechende ALGI hat man nur wenn man sich im Zeitumfang der zu Grunde liegenden Arbeitszeit auch der Vermittlung zur Verfügung stellen will.

Die Gründe dafür sind unerheblich, es ist eine entsprechende "Verfügbarkeits-Erklärung" zu unterschreiben ehe Kürzungen wirksam werden könnten, darin wird dann festgehalten für wie viele Wochenstunden du noch "verfügbar" sein willst.

Unter 15 Wochenstunden würde ALGI sogar ganz entfallen, denn das gilt nicht mehr als versicherungspflichtige Tätigkeit.

Ich bin einem Versicherungspflichtigen Job nachgegangen, habe 35 Stunden gearbeitet und dementsprechend sind ja auch die Beiträge in die Versicherungskasse eingezahlt worden.
Das ist korrekt und 35 Wochenstunden sind ja (in der Regel) noch keine reguläre Vollzeit-Beschäftigung, die beginnt nach meiner Kenntnis erst bei 38 - 40 Wochenstunden, du beziehst also schon ALGI aus einer Teilzeitbeschäftigung.

In diesem (letzten) Zeitrahmen kannst du auch die Vermittlung einfordern, du "musst" also gar nicht Vollzeit arbeiten wollen ... mit den Stunden, die am Arbeitsmarkt dafür üblich sind, das könntest du ablehnen ohne finanzielle Nachteile.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussage der AfA_ Mitarbeiterin bestand hat.
Bist du nicht mehr bereit in diesem Zeitrahmen eine Tätigkeit aufzunehmen, dann ist die Aussage durchaus ernst zu nehmen, man müsste das aber mit Unterschrift von dir absichern.

Ansonsten ist auch eine Kürzung des ALGI nicht zulässig, es steht dir natürlich frei dich auf Angebote mit weniger Wochenstunden zu bewerben, das kann dir Niemand verbieten ... wenn es klappt und du Arbeit findest (für 25 - 30 Wochenstunden z.B.) bleibt es deine Entscheidung das Angebot anzunehmen und mit weniger Einkommen zufrieden zu sein als bisher.

Ob das ausreichen kann zukünftig den Lebensunterhalt zu bestreiten für dich und dein Kind ist natürlich eine ganz andere Frage, kommt ja darauf an in welcher Tätigkeit das dann wäre.

Wenn du gesundheitliche Probleme hast solltest du das aber besser mit ärztlicher Behandlung und AU-Bescheinigung in den Griff bekommen und nicht über (immer mehr) "freiwillige" Arbeitszeitverkürzung, damit schadest du dir nur selber auf längere Sicht.
Denn alle Lohnersatzleistungen (auch Krankengeld) werden dann aus dem geringeren Einkommen berechnet (oder das geringere ALGI wird von der KK übernommen, solltest du in dieser Zeit länger krank werden).

MfG Doppeloma
 

UschiMaier

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Danke für diese Nachricht!
Unterschrieben habe ich noch nichts!!! Auch den Antrag auf ALG habe ich noch nicht abgegeben. Ich war zwar bereits da, bei der Abgabestelle, es fehlte allerdings noch ein Formular der KK über den Nachweis des KG´s , welches ich für die letzten acht Wochen bezogen habe...hmmm...ein bisschen ärgere ich mich über den Anspruch an mich selbst...
Wie gesagt, herzlichen Dank für deine Nachricht, liebe Doppeloma!

MFG UschiMaier
 
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