ALG1 nach KG: mir fehlen 11 Tage Beitragsdauer ... oder doch nicht?

squirrel

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Hallo allerseits,


ich habe Fragen zu ALG1 nach Krankengeldbezug:


zunächst hatte ich 4,5 Monate ALG1 bekommen (bei Anspruch auf 6 Monate nach freiwilliger Krankenversicherung für Selbständige, in die ich tatsächlich 1 Jahr und 14 Tage eingezahlt hatte).

Im sofortigen Anschluss daran war ich 4 Monate angestellt beschäftigt, davon (fast) 2 Monate krankgeschrieben (d.h. bereits im Krankengeldbezug), zum Ende gekündigt durch Arbeitgeber, seither immer noch im Krankengeldbezug, der aber voraussichtlich am 19.04. enden wird.

Ich war davon ausgegangen, daß ich, wenn die AU mindestens bis incl. 30.04. gegangen wäre, sofort im Anschluss wieder Anspruch auf 6 Monate ALG 1 gehabt hätte (weil 4 Monate Arbeitsentgelt + 8 Monate AU) (und dann natürlich sowieso noch zuzüglich der vorher übrig gebliebenen 1,5 Monate), nun aber würden mir dazu 11 Tage AU bzw. Beitragsdauer fehlen;


daher die Frage, ob die oben genannten 14 Tage, die ich im Dezember 2011 (also vor weniger als 2 Jahren) gezahlt habe, zu den fast 12 Monaten Beitragsdauer dazugezählt werden, sodaß ich doch gerade so auf 12 Monate Beitragsdauer käme (und damit sofort im Anschluss wieder einen Anspruch auf 6 Monate ALG hätte) ?

Ich hoffe sehr, daß das so ist; da wäre ich erst mal erleichtert.


Vielen Dank und Grüße,

Squirrel


(PS: Einspruch bei der Krankenkasse erwäge ich auch, aber ich gehe vorsichtshalber davon aus, daß das nichts bringen wird.)
 

Babbelfisch

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Mit den Angaben kann man nicht "rechnen". Gib mal alle Zeiten mit Daten an, also von ....bis....


Die 14 Tage spielen keine Rolle bei einem neuen Anspruch... hierfür brauchst Du wieder die vollen 12 Monate.
 

saurbier

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Schau doch mal ins SGB III, dort steht doch alles zur Anspruchsberechtigung.

Da gibt es nach § 143 SGB III die 2 Jährige Rahmenfrist welche zu beachten wäre und dann eben nach § 142 SGB III das mindestens 12 monatige Versicherungspflichtverhältnis.


§ 142 Anwartschaftszeit SGB III

(1) Die Anwartschaftszeit hat erfüllt, wer in der Rahmenfrist (§ 143) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden hat. Zeiten, die vor dem Tag liegen, an dem der Anspruch auf Arbeitslosengeld wegen des Eintritts einer Sperrzeit erloschen ist, dienen nicht zur Erfüllung der Anwartschaftszeit.

(2) Für Arbeitslose, die die Anwartschaftszeit nach Absatz 1 nicht erfüllen sowie darlegen und nachweisen, dass

1. sich die in der Rahmenfrist zurückgelegten Beschäftigungstage überwiegend aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen ergeben, die auf nicht mehr als zehn Wochen im Voraus durch Arbeitsvertrag zeit- oder zweckbefristet sind, und
2. das in den letzten zwölf Monaten vor der Beschäftigungslosigkeit erzielte Arbeitsentgelt die zum Zeitpunkt der Anspruchsentstehung maßgebliche Bezugsgröße nach § 18 Absatz 1 des Vierten Buches nicht übersteigt,

gilt bis zum 31. Dezember 2014, dass die Anwartschaftszeit sechs Monate beträgt. § 27 Absatz 3 Nummer 1 bleibt unberührt.

Um das eben genau Betrachten zu können, muss du schon Daten bringen, siehe Ausführung Vorgänger.


Gruß saurbier
 

squirrel

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Hallo mal wieder,

hier die Daten:

25.11.2010-14.12.2011 in freiwillige Arbeitslosenversicherung eingezahlt (=> Anspruch ALG 1 180 Tage)
15.12.2011-30.04.2011 ALG 1 (=> Restanspruch 42 Tage)
01.05.-06.07.2012 angestellt mit Gehalt
07.07.-17.08.2012 angestellt und krankgeschrieben mit Gehalt
18.08.-31.08.2012 angestellt und krankgeschrieben und KG
01.09.2012-19.04.2012 nicht mehr angestellt, aber weiter krankgeschrieben und KG => mir fehlen hier 11 Tage;

heißt das also definitiv, daß die 14 Tage, die ich vom 01.-14.12.2011 eingezahlt habe, leider nicht dazu zählen?
(Denn sonst käme ich auf das volle Jahr.)

Danke nochmal und Grüße,
Squirrel
 

Babbelfisch

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Es ist tatsächlich so, dass Du nicht auf die vollen 12 Monate kommst...und daher keinen neuen Anspruch erworben hast. Die 14 Tage zählten zu der ersten Anwartschaft...da hast Du - wie schon geschrieben - keine Chance.
 

Machts Sinn

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Chancen gibt es immer - vorausgesetzt man weiß das.

Es gibt Krankengeld-Fälle, die im Team 'Krankenkasse - MDK' so hingebogen werden, dass die Krankengeld-Bezieher meinen, sie seien "gut weggekommen", obwohl sie zu Lasten ihrer Gesundheit "über den Tisch gezogen" wurden.
 

saurbier

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Chancen gibt es immer - vorausgesetzt man weiß das.

Es gibt Krankengeld-Fälle, die im Team 'Krankenkasse - MDK' so hingebogen werden, dass die Krankengeld-Bezieher meinen, sie seien "gut weggekommen", obwohl sie zu Lasten ihrer Gesundheit "über den Tisch gezogen" wurden.
Was meinst du denn jetzt damit.

Krankengeld wird für eine Diagnose max. 78 Wochen gezahlt in einer 3 jährigen Blockfrist.

Käme eine neue Diagnose hinzu die einen Krankengeldanspruch begründen würde, bestünde erneuter Anspruch auf abermals 78 Wochen auf die neue Diagnose.

Was will die KK bzw. der MDK da biegen. Die könnten allenfalls die Diagnose anzweifeln.

Bei "squirrel" geht es aber auch um den ALG-I Anspruch.


Gruß saurbier
 

Machts Sinn

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gemeint sind die üblichen und viel diskutierten Techniken von KK und MDK, das Krankengeld möglichst vorzeitig zu beenden
 

squirrel

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Hallo nochmal,

es wurde nur nach Aktenlage entschieden;

wenn der behandelnde Arzt weiterhin AU abgibt, reicht das dann für die Weiterzahlung des KGs aus und kann oder soll man sich dabei den Widerspruch gleich sparen? (Ich frage, weil ein Widerspruchsverfahren wahrscheinlich lange dauert, oder?)

Was genau würde nach einem Widerspruch passieren? Dann wird man auf jeden Fall erst mal zum MDK eingeladen werden? Oder reicht die neue AU für die Weiterzahlung?

Kann es auch schaden, zu widersprechen (zB wegen der Verfahrensdauer)?

Gruß,
the panicking squirrel
 

Machts Sinn

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Hallo squirrel,

die Antwort kann nicht besser sein als die dafür verfügbare Info. Deswegen nur allgemein: kommt d´rauf an und man kann auch - und sollte das ggf. auch tun - "zweigleisig fahren". Es geht ja immerhin um den Unterschied zwischen 1 1/2 Monaten und 7 1/2 Monaten Alg plus längeres Krankengeld ...

Gruß!
Machts Sinn
 

squirrel

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AW: Widerspruch eingelegt

Hallo allerseits,


habe schon Widerspruch eingereicht und Frist gesetzt.

Die Frist ist verstrichen.

Schreibe ich jetzt nochmal einen Brief mit neuer Frist?


Oder mache ich jetzt mit dem Eilantrag weiter?
Muß ich den eigentlich machen? Soll ich den machen?
(Und gibt es da bitte einen passenden Link?)

Wie in anderem thread geschrieben zahlt im Moment gar niemand meine Krankenversicherungsbeiträge und das macht mich sehr panisch.


Danke und Grüße,
squirrel
 
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