ALG1 nach Elternzeit?

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LittleDreams

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Hallo Folgendes Problem:

Meine Elternzeit ist am 3.102009 zu Ende. Ich habe vorher seit 1997 bei ein und derselben Firma im Einzelhandel gearbeitet. Zum Schluss 33 Stunden die Woche. Während der Elternzeit arbeite ich auf 6 Stunden die Woche-selbe Firma.

Ein Kitaplatz wird EVENTUELL (!!) ab dem 1.10. frei. Betreuungsmöglichkeit 7.45-12.15. Arbeitsplatz liegt 30 min Fahrt weg. Sprich ich werde keine 33 Stunden mehr arbeiten können. Meine Chefin lies leicht durchblicken dass ich keine Sonderreglen erwarten kann. Sprich Zeiten zwischen 6 und 22 Uhr in Kauf nehmen muss. Mir bleibt nix anderes übrig als dort zu kündigen, weil ich keine Betreuung so geregelt bekomme.

Theoretisch steh mir ALG1 zu, habe ja vor der Erziehungszeit gearbeitet. Es wird nach 2 Jahren jedoch nur ein fiktiver Satz angerechnet. Fällt dieser viel niedriger aus? ich hatte nach 10 Jahren den höchsten Stand des Stundenlohns laut Tarif erreicht.

Kann ich die Sperre der 3 Monate irgendwie umgehen? Arbeiten kann ich dort bei den Bettreuungszeiten nicht mehr. Kündigen wird man mich nicht, ich könnte ja dann sicher Abfindung einklagen (wäre natürlich auch nicht zu verachten!) Maximal Auflösung, was mir aber wie beim selbst kündigen die 3 Monate Sperre einbringt.

Muss ich mit Kürzungen des ALG1 rechnen, da ich nicht von 6-22 Uhr arbeiten kann? Wie werden kürzungen berechnet? Zumal ich auch vorher nur 33 Stunden (anstelle der 37,5 oder 40) hatte.

Bitte keine Antworten alla Ganztagskita suchen, es gibt hier im Ort nur eine und die ist restlos überfüllt und hat Wartezeiten von fast 18 Monaten. Das geht also nicht. Ich bin allein,nicht verheiratet und keine Omis zur Hilfe.
 

Zwergenmama

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Theoretisch hast Du Anspruch auf Alg 1. Die Höhe wird nach Deinem letzen Einkommen VOR der Elternzeit berechnet. Allerdings kannst Du nur Alg 1 in der Höhe der Arbeitsstunden erhalten, zu denen Du auch wirklich nachweislich eine Betreuung für dein Kind hast und somit vermittelbar bist. Du mußt allerdings keinen KiTa-Platz nachweisen, es reicht auch die Betreuungszusage von Oma oder einer Freundin.
Hatte das gleiche Problem- komme auch aus dem EH. Als Alleinerziehende hast Du keine Chance. Entweder so flexibel wie alle oder es erfolgt die Kündigung. Ich würde aber auf keinen Fall selber kündigen, sondern der Chefin schriftlich mitteilen, daß Du eben nur von..bis... einsetzbar bist. Wenn Dir dann gekündigt wird, hast Du evtl. wirklich noch Anspruch auf eine Abfindung o.Ä.. Das ist dann aber nicht Dein Problem!! LASS DICH NICHT AUF SPIELCHEN EIN!!!

Wenn Du doch selber kündigst, also nachweislich keine Betreuung zu den geforderten Arbeitszeiten hast, dann wird die AfA Dich zwar ein Formular "Grund der eigenen Kündigung" ausfüllen lassen, eine Sperre wirst Du jedoch nicht erhalten.

Wenn Du keine Betreuung nachweisen kannst und von heute auf morgen ein Jobangebot oder eine Massnahme erhälst und eben nicht sofort antreten kannst, dann wird es schwierig. Sicher Dich in der Richtung unbedingt ab. Du mußt zumindest die ersten Tage anwesend sein. Wenn Dein Kind dann Probleme bekommt und aus der Betreuung genommen werden muss :wink:, dann kannst Du ja nichts dafür :icon_pfeiff:. Wenn Du KEINE Betreuung hast, dann wirst Du kein Alg 1 erhalten. Du bist in diesem Fall nicht vermittelbar und mußt zunächst ALG 2 beantragen. Wenn Du dann eine Betreuung erhälst, kannst Du sofort von Alg 2 in Alg 1 wechseln.

Ich würde als erstes der Chefin schreiben und deren Antwort abwarten. Mit der schriftlichen Antwort gehst Du dann zur AfA und beantragst ALG 1. In der Antragsannahme mußt Du angeben, zu welchen Zeiten Du arbeiten kannst. Daraus wird dann die Monatsstundenzahl errechnet und daraus Dein Anspruch auf ALG 1. Aber immer daran denken- in der angegebenen Zeit MUßT Du dann auch wirklich (in den ersten Tagen) einsetzbar sein.
Auch, wenn Du keine Betreuung hast, Alg 1 beantragen und Ablehnungsbescheid abwarten! Lass Dich hier nicht abwimmeln, denn der Antrag MUß angenommen werden, damit Du sofort Anspruch auf Leistung hast. Du mußt nachweisen können, daß Du dich gemeldet hast. Sonst stehst Du ohne Geld und Versicherung da!! Mit der schriflichen Ablehnung gehst Du dann zur ARGE und stellst einen Antrag auf Alg 2. Zu diesem Termin aber NIEMALS alleine gehen!!! Der Leistungsanspruch beginnt hier mit dem Tag der Antragsstellung von Alg 1.
 

LittleDreams

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Hallo

Nochmals ein paar Fragen:

1.wie berechnen die mein ALG1? Nach dem letzten gehlat geht es wohl nicht mehr nach 2 1/2 Jahren. Soweit ich weis wird ein fiktives Einkommen genommen. Ist das richtig? Mit welcher begründung eigentlich? Kann man das irgndwo nachschlagen oder ergoogeln?

2.Ich könnte Betreuung für 30 Stunden die Woche nachweisen. Hatte vor der elternzeit 33 Stunden die Woche. Könnte also fast wieder "alte" Stunden haben,jedoch nicht zu meinen Betreuungszeiten. Daher keine Rückkehr in die alte Firma. Theoretisch kann mein Sohn auch 2 mal die Woche bei Oma schlafen, dann hab ich nochmals ein paar stunden wo ich theoretisch arbeiten kann. Wonach richten die ihre berechnung? Wenn ich Kita und die Oma zusammen rechne läst sich sicher für 40 Stunden was finden (inkl.2 Nächte von ca.10 Stunden). Glaube aber kaum,dass die die Nachtzeiten anrechnen,oder?
Eigentliche Frage, ich hatte vor der EZ 33 stunden Arbeitszeit und könnte nun 30 Stunden arbeiten. Gehen die automatisch von 3/4 aus was ich ALG1 bekomme? Also 3/4 von meinem alten Gehalt?

3.Ich will ALG2 eigentlich vermeiden,suche also nach anderen Möglichkeiten zu überleben.
ABER: Warum rät jeder vom ALG2 ab?
Mal von der ganz dreissten Seite. Gibt doch massig Vorteile,alleine fürs Freibad gibts Hartz4 Tarif.... :icon_eek:
 

LittleDreams

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Ach ja,nochwas.

Ich könnte bei einem Bäcker hier im ort ein paar Stunden arbeiten. Sprich auf 400,- Basis. Ich weis dass ich bis zu 15 Stunden neben ALG1 arbeiten darf. Allerdings wird alles über 165,- vom ALG1 abgezogen,richtig? Also werde ich ja 2 mal bestraft wenn ich arbeite? Erstens ziehen sie mir Geld ab, und zweitens kann ich ja dann weniger stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen,weil ich ja schon ein paar Stunden arbeite,oder?

Oh man,ein Wirr Warr.... :confused:
 

lopo

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Hi.

Grundsätzlich umfasst der Bemessungszeitraum die beim Ausscheiden abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume innerhalb eines Jahres vor Ende des letzten Versicherungspflichtverhältnisses vor Entstehung des Anspruchs.

Sollten im Bemessungszeitraum weniger als 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt liegen, wird auf das innerhalb der letzten zwei Jahre erzielte Arbeitsentgelt zurückgegriffen.

Können auch hier keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt festgestellt werden, wird das Arbeitslosengeld nach einer von vier Qualifikationsstufen fiktiv bemessen.

Bemessung

fiktive Bemessung :§ 132 SGB III
 

lopo

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Ach ja,nochwas.

Ich könnte bei einem Bäcker hier im ort ein paar Stunden arbeiten. Sprich auf 400,- Basis. Ich weis dass ich bis zu 15 Stunden neben ALG1 arbeiten darf. Allerdings wird alles über 165,- vom ALG1 abgezogen,richtig? Also werde ich ja 2 mal bestraft wenn ich arbeite? Erstens ziehen sie mir Geld ab, und zweitens kann ich ja dann weniger stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen,weil ich ja schon ein paar Stunden arbeite,oder?

Oh man,ein Wirr Warr.... :confused:

Hi.

Die Nebenbeschäftigung darf allerdings einen zeitlichen Umfang von 15 Stunden wöchentlich nicht erreichen.

Erreicht oder überschreitet die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit 15 Stunden, besteht wegen fehlender Arbeitslosigkeit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr. Gegebenenfalls ist eine erneute Arbeitslosmeldung erforderlich.

Sofern Sie eine Nebenbeschäftigung mit weniger als 15 Wochenstunden ausüben, wird Ihr Nebeneinkommen angerechnet. Dabei bleiben jedoch 165 Euro monatlich anrechnungsfrei.

Nebenverdienst

 

lopo

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..... Die Höhe wird nach Deinem letzen Einkommen VOR der Elternzeit berechnet.........

Hi,

diese Aussage ist leider falsch.

Nimmt eine berufstätige Mutter ihr Recht auf 3 Jahre Elternzeit in Anspruch und wird danach arbeitslos, so folgt oft der Schock: Denn nicht ihr früherer Verdienst wird bei der Bemessung des Arbeitslosengeldes zu Grunde gelegt, sondern es erfolgt eine so genannte fiktive Bemessung.

Die gesetzliche Grundlage

Die Regelung ist in § 130 SGB III in Verbindung mit § 132 SGB III gesetzlich verankert.

Zwar bleiben nach § 130 Absatz 2 Nr. 3 SGB III Erziehungszeiten bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums außer Betracht, doch muss der Bemessungszeitraum innerhalb des so genannten Bemessungsrahmens liegen. Und dieser beträgt nur maximal 2 Jahre. Wer aber 3 Jahre Elternzeit in Anspruch nimmt, überschreitet diesen Zeitraum, so dass rein vom Wortlaut des Gesetzes her in den genannten Fällen in der Tat eine fiktive Bemessung vorzunehmen ist.

Zwar hat das Bundessozialgericht diese Regelung in zwei Entscheidungen vom 29.05.2008 unter den Aktenzeichen B 11a/7a AL 64/06 R und B 11a AL 23/07 R bestätigt. Allerdings ist noch ein weiteres Verfahren zu dieser Problematik beim Bundessozialgericht unter dem Aktenzeichen B 11 AL 1/08 R anhängig, das zur Zeit ruhend gestellt ist.

Fiktive Bemessung von Arbeitslosengeld nach Elternzeit Sozialrecht Ratgeber 123recht.net
 

LittleDreams

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Okey, ich hab grad eben mal gegoogelt.

Mein fiktives Einkommen wird auf Stufe 3 stehen (-eigenlich ein trauerspiel nach Realschule,Ausbildung und 10 Jahren voll) somit 64,40 am Tag.
Das macht nach Adam riese exakt 1932,- im monat (Immer auf 30 tage-richtig?

Eigentlich gar nicht mal so übel, mein Gehalt vor der Elternzeit lag auf die Stunde nur 20 Cent drüber.... Mitarbeiter von Takko und Co. würden sich freuen, plötzlich liegt das ALG1 über dem alten Gehalt....

Sprich, gebe ich die 1932,- in einen ALG1 rechner ein,bleiben
847,50 ALG1
(ein kind steuerklasse 1)
-richtig?

Mit wieviel stunden die ich dem Arbeitsmarkt zur verfügung stehe,bekomme ich das volle Geld?
40?
37,5?

Ich könnte mit Kita 25 stunden überbrücken (wegen fahrt aber warscheinlich nur 20 arbeiten) Mit der oma lassen sich nochmals 2 Abende/Nächte überbrücken.
Frage:
Reine Betreuungszeit=Einsatzzeit? Oder ziehen die für die Fahrt ab?
Gebe ich zusätzlich zur Kita noch 2 Abende an, werden die angerechnet,oder abgelehnt? Wer schafft schon tagsüber und 2 mal nachts? Eigentlich gehts ja nur um die Theorie,und theoretisch überbrücke ich 40 stunden.

Sprich,wieviele stunden muss ich bringen um die vollen 847,50 zu bekommen? Wenn nur die Kita anerkannt wird, bekomme ich dann grob geschätzt 65%?

Andere Frage,die eigentlich nicht hier rein passt. Ich habe Lohnsteuerklasse 1. Bin nicht verheiratet,kann ich dann die 2 beantragen?
 

LittleDreams

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Achso, falls Fragen wegen der Kitazeiten aufkommen.
Ich habe noch die Wahl zwischen dem Kitaplatz von
7.45-12.15 = 4,5 Stunden (22,5 Stunden die Woche)
und dem Kitaplazu von
7.00-13.30 = 6,5 Stunden (32,5 Stunden die Woche)
Wobei ich erstmal nur von 5 Stunden täglich ausgegangen bin.

Entscheidung in welche Gruppe er kommt fällt am 30.7. direkt im kindergarten.

Sie sieht es dann eigentlich mit den Ferien aus? Soviel Urlaubsanspruch habe ich doch gar nicht.... :icon_neutral:

Nochmals zu Nebenverdienst

Wenn ich nun angebe dass ich 25 Stunden die Woche Betreuung habe. Aber beim Bäcker sagen wir mal 8 Stunden arbeite. Dann steh ich ja nur 17 stunden zur Verfügung. Sprich ich bekomme Geld abgezogen, weil ich über 165,- liege und nochmals geld abgezogen weil ich 8 stunden weniger dem Markt zur verfügung stehe. Dann wäre es ja nicht sonderlich schlau den Job beim Bäcker zu nehmen,oder?
 

lopo

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Hi,

die fiktive Einstufung wird umgerechnet auf die dir mögliche wöchentliche Arbeitszeit, maximal die zuletzt ausgeübte Stundenzahl von 33 Sunden.

Zumal ich auch vorher nur 33 Stunden (anstelle der 37,5 oder 40) hatte.
Zum Nebeneinkommen lies nochmal meinen vorherigen Beitrag.

Die wöchentliche AZ muss unter 15 Stunden sein.
 

lopo

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und das ich dann mein ALG I bekomme......
Hi,

ALG I kannst du aber nur bekommen, wenn du dich dem Arbeitsmarkt für mindestens 15 Stunden wöchentlich zur Verfügung stellst.

Die Betreuung des Kindes muss dann nachweisbar sichergestellt sein.

Dir geht aber auch nichts verloren, wenn du erst deine dreijährige Erziehungszeit ausschöpfst und anschließend ALg I beantragst, falls du noch keine Arbeit gefunden hast.
 
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